In diesen Tagen erreichen uns - wie eigentlich in jedem Jahr um diese Jahreszeit - wiederholt Nachrichten von verendeten Storchenküken. Die Ursachen für diese jeweils sehr traurigen Ereignisse sind dabei vielfältig. So hat der Thulendorfer Jungstorch, der am Montag, vermutlich aus Nahrungsmangel, von einem Altvogel aus dem Nest geworfen wurde, bei seinem Sturz sehr wahrscheinlich innere Verletzungen davon getragen, die gestern zum Tod im Zoo Rostock führten. In Grammow, Fienstorf und Völkshagen/RDG erwischte es jeweils das kleinste, am wenigsten entwickelte Tier. Auch der Starkregen, der am Dienstag besonders westlich von Rostock große Niederschlagsmengen in kurzer Zeit brachte, forderte seine Opfer. Wir haben noch keinen genauen Überblick, doch wissen wir bereits, dass die beiden (einzigen), erst sieben bis zehn Tage alten Jungstörche in Heiligenhagen sehr wahrscheinlich Opfer der Wetterunbilden wurden. Schon 2007 ereignete sich im gleichen Nest eine ähnliche Tragödie. Danach wurde eine Nestsanierung vorgenommen, doch hat sie offenbar nicht ausgereicht, um eine dauerhafte Besserung der Durchlässigkeit bei Starkregen herbeizuführen. Hoffen wir, dass die Auswirkungen insgesamt nicht so schlimm wie anfangs befürchtet ausgefallen sind. In den nächsten Tagen steht zum Glück ruhiges, weitgehend störungsfreies Wetter bevor. Wir betreuen zurzeit im Altkreis Ribnitz-Damgarten, in der Hansestadt Rostock und im Landkreis Bad Doberan etwas mehr als 100 besetzte Storchennester.