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Rostock Zoo II

Die ersten Ostzieher sind da

Zeitlich parallel mit dem NABU-Senderstorch "Gustav", der gestern seinen heimatlichen Horst in Dithmarschen erreichte, trafen in den letzten Tagen wie erwartet auch bei uns die ersten Ostzieher ein. So erreichten uns entsprechende Meldungen von den Horsten Pankelow I, Zoo Rostock II und Reinshagen (dort schon am 17.3./sicher ein Westzieher). Außerdem beobachtete Hans-Heinrich Zöllick am Montag in Forkenbeck bereits beide Brutstörche, darunter das langjährige, aus Tschechien stammende Männchen, das aufgrund seiner bisherigen Ankunftsdaten ebenfalls als Ostzieher einzustufen ist.
Morgen gibt es zumindest in Polen noch recht gute Zugbedingungen, danach aber wird es fast überall ungünstiger. Die ziehenden Störche werden sich auf ihrer letzten Etappe in den nächsten Tagen auf Gegenwind, häufige Niederschläge und nur selten Sonnenschein einstellen müssen. Je nachdem, wie gut sie damit klarkommen, wird sich die Rückkehr um mehr oder weniger lange Zeit verzögern. Noch befinden wir uns allerdings in einer sehr frühen Phase des üblichen Rückkehrzeitraums. Paare, die bis Mitte April komplett sind, haben auf jeden Fall noch reichlich Zeit für eine erfolgreiche Brut.

Auswilderung von 5 Jungstörchen - Seeadler reißt Biestower Jungstorch


Jürgenshagen, 12.8.13

Am heutiogen Montag war es wieder so weit: fünf von acht im Zoo Rostock nach Notfällen (Unfällen oder Schwächung) aufgezogene Jungstörche wurden bei Jürgenshagen ausgewildert. Nicht dabei war der Ende Juli aus Kowalz eingelieferte Jungstorch, bei dem eine größere Anzahl unvollständig entwickelter Handschwingen am linken Flügel festgestellt wurde.


Nicht ausgereifte Handschwingen bei einem Jungstorch aus Kowalz.

In die Freiheit entlassen wurden dagegen zwei Youngster aus Bandelstorf sowie je einer aus den Nestern Schwaan II, Göldenitz und Rostock Zoo II. Drei flogen sofort auf und davon, drehten ihre ersten großen Runden. Die beiden übrigen trafen an der Auswilderungsstelle zunächst auf einen Altstorch vom Nest Jürgenshagen I, der versuchte, sie aufzuscheuchen, was allerdings nicht nachhaltig gelang. Kurz darauf gesellten sich noch die beiden Jürgenshäger Jungstörche zu dem Duo. Es sieht also so aus, dass die freigelassenen Jungstörche hier sofort Anschluss an Artgenossen finden. Die weitläufigen Wiesen zwischen Jürgenshagen und Wokrent bieten hierfür sehr gute Voraussetzungen.
Unterdessen reißen die Unglücksfälle nicht ab: bereits am vergangenen Freitag verendete der Thulendorfer Jungstorch DEH HL918 an dem Endmast einer Mittelspannungsleitung mitten im Ort. Wir werden demnächst prüfen, wie es hier trotz Sicherung zu diesem Unglücksfall kommen konnte. Und in Biestow wurde heute einer der beiden Jungstörche Opfer eines Seeadlers, wie Augenzeugen beobachteten. Auf dem Rapsstoppel fanden sich am Abend nur noch knöcherne Überreste sowie viele gerupfte Federn. Bereits am Wochenende waren auf einem nahen Hühnerhof zwei Hennen geschlagen worden, berichteten Anwohner. Da Biestow am Ortsrand der Großstadt Rostock liegt, ist es schon sehr erstaunlich, wie nah sich Seeadler inzwischen an menschliche Siedlungen herantrauen. Der nächste Horst ist rund 10 Kilometer Luftlinie entfernt. Im vorletzten Jahr wurde auch einer der Jungstörche vom Horst Schmadebeck I Opfer eines dieser großen Greifvögel.

Kritzmower Brutstorch auf Abwegen

Im Vorjahr war der 2004 in Holthusen bei Schwerin beringte männliche Storch DEH H 3107 äußerst "baufreudiger" Brutvogel in Kritzmow. In diesem Jahr trafen wir ihn am 5. April wieder in Kritzmow an. Bis zum 10. April baute er das Nest abermals kräftig aus - danach verschwand er. Gestern fand ich ihn im etwa 5 Kilometer entfernten Zoo in Rostock wieder. Er hat dort abermals ein mächtiges Nest errichtet - auf einem schmalen Dohlenbaukasten. Das offenbar ersehnte Weibchen konnte er damit jedoch erneut nicht anlocken - auf dem Foto ist stattdessen ein neugieriger Graureiher zu erkennen.

Daraufhin entwickelte er Interesse an den invaliden Störchen auf der Stelzvogelwiese des Zoos. Mit diesen gab es kräftige Auseinandersetzungen, und aktuell ist nicht klar, wie es mit H 3107 nun weitergeht. Der Horst Rostock Zoo I (Bärenburg) ist offenbar noch unbesetzt, während auf dem Baumhorst (Rostock Zoo II) ein Paar vermutlich bereits brütet.
Unterdessen wurde am frühen Morgen des 26. April ein Storchenpaar auf dem Kritzmower Horst gesehen. Es baute bereits und es kam auch zu Kopulationen. Ob H 3107 sich hier noch einmal einmischt?

Zum Vergleich: der jetzt überbaute Dohlenkasten im Zoo Rostock (Foto vom Juni 2009)

Rekordregenmengen im Juli

Fütterung der vier Jungstörche in Wendfeld am Abend des 26. Juli (Foto: B. Becker). Der Jungstorch DEH HE 615, der am Wochenende eine leichte Beinverletzung über dem rechten Intertarsalgelenk erlitten hatte (hier in der Bildmitte) scheint sich mehr und mehr zu erholen. Er ist weiterhin voll flugfähig und nimmt auch voll an den Fütterungen teil. Allerdings schont er nach wie vor sein rechtes Bein, sitzt stattdessen häufiger als seine sehr agilen Geschwister.
Der Monat Juli ist in unserer Region ausgesprochen nass - seit gestern fielen innerhalb von 18 Stunden abermals bis zu 80 Millimeter Niederschlag. Besonders für die beiden sehr spät geschlüpften Jungstörche im Horst Schwaan I sind diese Bedingungen ausgesprochen schwierig. Anwohner berichteten allerdings, dass zumindest gestern noch beide Köpfe der jetzt fünf bis sechs Wochen alten Jungstörche zu sehen seien. Wohl erst Ende August werden wir wissen, ob sie es schaffen, den weiten Weg nach Afrika mit anzutreten.
Im Zoo Rostock sind unterdessen drei weitere "Bruchpiloten" in (hoffentlich nur vorübergehende) Pflege genommen worden. Zwei von ihnen stammen vom Nest Rostock Zoo II, einem für die Jungstörche sehr schwer anfliegbaren Baumhorst, der dritte wurde in Kuhlrade/RDG unter dem Nest gefunden. Hoffen wir, dass sie sich erholen und keine ernsthafteren Verletzungen davongetragen haben. Für den 9. August planen wir eine erste Auswilderungsfahrt.

Weiter vereinzelte Rückkehrer

In den letzten beiden Tagen sind bei uns drei weitere Rückkehrer gemeldet worden:
- Groß Potrems I, 24.3. (noch nicht durch Anwohner bestätigt)
- Rostock Zoo II, 28.3.
- Rederank, 29.3.
Anders als 2007, 2008 und 2010 gibt es ganz offensichtlich in diesem Jahr keine ausgeprägte frühe Welle mit sehr vielen Rückkehrern schon im März. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden es bis zum 31. März deutlich weniger Störche als im Vorjahr sein, die ihr Nest erreichen. Damals zählten wir im gesamten Beobachtungsgebiet 101 März-Ankünfte. Diese Tendenz deckt sich mit den Erkenntnissen, die die Daten der acht deutschen Senderstörche liefern. Bis heute hatte noch keiner seinen Brutplatz erreicht.

56 Horstpaare und 101 Jungstörche gezählt


Einer von 101 Jungstörchen, die dieses Jahr im Landkreis Bad Doberan herangewachsen sind, ist "DEH HC784" in Lieblingshof.

Am Wochenende ist die diesjährige Zählung der Jungstörche in unserer Region abgeschlossen worden. Unsere noch vorläufige Statistik für den Landkreis Bad Doberan weist in diesem Jahr 56 Horstpaare (- 2 gegenüber 2009) auf, ein erschreckender Tiefststand. Davon haben 52 Paare (+ 4) mit der Brut begonnen. Jungstörche sind in 51 Nestern (+ 10) geschlüpft. Am Ende werden voraussichtlich in 44 Nestern (+ 10) flügge Jungtiere ausfliegen. Der JZa-Wert von 1,80 ist immerhin der zweitbeste der letzten zehn Jahre. damit können wir sehr zufrieden sein. Im Einzelnen gab es 2 x 4, 16 x 3, 19 x 2 und 7 x 1 Jungstörche. 12 Paare blieben ohne Nachwuchs. Der HPo-Prozentwert (21,4) ist ebenfalls als sehr günstig einzustufen.
Im Bereich der Hansestadt Rostock gab es in allen drei Nestern 4 Jungstörche! Dieses ungewöhnlich gute Ergebnis wurde nur dadurch leicht getrübt, dass ein Jungstorch aus dem Horst Rostock Zoo I leider bei seinen ersten Flugversuchen im Eisbärengehege landete und dort Opfer der Raubtiere wurde.
Am gestrigen Montag konnte bei Parkentin/Neuhof ein vor etwa vier Wochen geschwächt in den Zoo Rostock eingelieferter Altstorch wieder ausgewildert werden. Weitere sechs Jungstörche werden voraussichtlich am 4. August folgen.

Weißstörche im Rostocker Zoo

Im Nest auf dem Eisbärenturm des Rostocker Zoos recken vier Storchenküken ihren Kopf in die Höhe.

Der Rostocker Zoo ist ein wichtiger Anlaufpunkt für uns Storchenbetreuer. Dort finden aus dem Nest gefallene Jungstörche Pflege und ein vorüber gehendes Domizil, während verletzte und endgültig flugunfähige Störche hier dauerhaft versorgt werden. So traf ich dort heute auch H 8971 an, einen letztjährigen Jungstorch, der noch nicht flügge unter dem Nest in Groß Potrems I gefunden wurde - leider mit gebrochenem Flügel. Daneben gibt es auch in diesem Jahr wieder zwei von "wilden" Störchen besetzte Horste. Auf dem Eisbärengehege werden vier Junge groß, und beim Vogelhaus sind es mindestens drei. Diese guten Nachwuchszahlen passen in das recht erfreuliche Bild für das Jahr 2010. Im Landkreis Bad Doberan zähle ich augenblicklich 105 Jungstörche, 33 mehr als im Vorjahr. Die endgültige Zahl wird allerdings erst Ende Juli feststehen.

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Erster Weißstorch in Rostock gesichtet

Jetzt ist auch in Rostock der erste Weißstorch gesichtet worden. Zwei Mitglieder der Rostocker Fachgruppe Ornithologie haben ihn bereits am vergangenen Samstag, 27. Februar, am Stadtrand von Rostock(-Südstadt) gesehen. Bisher ist nicht klar, ob es sich um einen Storch mit Horstbindung handelt. In Frage kämen vor allem die beiden Wildstorch-Horste im Zoo Rostock sowie das Nest in Biestow Dorf. Wir werden uns um Aufklärung bemühen.

Auswilderung von zwei Jungstörchen

Diese beiden Jungstörche, die zuletzt im Zoo Rostock aufgezogen wurden, entließen Hans-Heinrich Zöllick und ich heute früh in einem großen Wiesen- und Weidenareal bei Jürgenshagen in die Freiheit. H 9022 ist im Horst Rostock Zoo I (Bärenburg) groß geworden und vor wenigen Tagen geschwächt aufgegriffen worden. Der andere ausgewilderte Jungstorch (H 9023) ist für mich ein ganz besonderer - ich habe ihn am 6. Juni als wenige Tage altes Küken unter dem Horst in Hohen Luckow gefunden. Dank des Engagements und der Einsatzbereitschaft des Rostocker Zoos ist er seitdem zu einem stattlichen Storch herangewachsen. Als wir am Nachmittag an die Stelle der Auswilderung zurückkehrten, befanden sich beide Jungstörche noch ganz in der Nähe auf einem abgeernteten Getreidefeld. Als wir uns dann jedoch einige Schritte näherten, starteten beide Vögel zu ihrem vermutlich ersten freien Flug. Die durchaus vorhandene Bersorgnis hinsichtlich ihrer Flugfähigkeit wich einem faszinierten Staunen, als sie sich in großen Kreisen emporschwangen und ihr erstaunliches fliegerisches Können zeigten. Es war ein ganz besonderer, ergreifender Anblick, den wir beide sicher nicht so schnell vergessen werden.
Im weiteren Verlauf des Nachmittags stießen wir bei Buchholz noch auf eine Gruppe von neun (Alt- und Jung-)Störchen, die auf einer gerade bearbeiteten Ackerfläche nach Nahrung suchten. Möglicherweise waren sie auch schon Bestandteil zweier anderer Storchentrupps, die am Sonntag und am Dienstag bei Pölchow (15 Störche) und bei Ziesendorf (9 Störche) gesehen worden waren. Nach Berichten von Beobachtern gehörte zu diesen beiden Ansammlungen auch ein Altstorch mit Ständerfraktur. Es könnte sich um den unglücklichen Brutstorch vom Standort Groß Potrems I handeln, den genau dieses Schicksal im Juli ereilt hatte. Trotz seiner Behinderung wirkte er sehr mobil und ist weiter voll flugfähig. Ein Einfangen zwecks tierärztlicher Versorgung ist daher momentan nicht möglich.
Demgegenüber befindet sich seit kurzem ein am Flügel verletzter Jungstorch vom (Baum-)Horst Rostock Zoo II in der Obhut des Rostocker Zoos.

Abschluss der diesjährigen Beringungsaktion

Diese drei schon recht kräftigen Biendorfer Jungstörche waren die letzten, die in diesem Jahr im Landkreis Bad Doberan beringt worden sind. Insgesamt konnten heute in sieben Horsten nochmals 15 Ringe angebracht werden:

- Biendorf: 3 gut entwickelte Jungstörche in einem sehr kleinen Nest (erstmals seit der Neuansiedlung 2004 konnte diese erfreuliche Anzahl an Jungstörchen erreicht werden)
- Hohen Schwarfs: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Lieblinhgshof: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Liepen: 2 noch recht kleine Jungstörche
- Neu Thulendorf: ein gut entwickelter und ein recht kleiner Jungstorch
- Reinshagen: 2 für ihr Alter sehr kleine Jungstörche
- Satow Hof: 2 noch recht kleine Jungstörche (dazu fand sich noch ein bereits längere Zeit totes Küken unterhalb des Nestes); es handelt sich um ein Nest mit einem geradezu riesigen Durchmesser - es besteht dort seit 1976! Aktuelle Bilder der Beringungsaktion sind im Fotoalbum eingestellt worden.

Der Horst Broderstorf II mit seinem einen Jungstorch war für die Hebebühne leider nicht erreichbar. Damit konnten in dieser Storchensaison rund 75 Prozent aller Jungstörche unseres Landkreises beringt werden. Hoffen wir, dass wir möglichst viele von ihnen in einigen Jahren wiedersehen!
Von gestern stammen drei sehr positive Nachrichten aus dem Rostocker Zoo. Der von mir dort am 6. Juni eingelieferte Winzling aus Hohen Luckow ist zwischenzeitlich zu einem stattlichen Störchlein herangewachsen und kann voraussichtlich im August ausgewildert werden. In den beiden Nestern Rostock Zoo I und Rostock Zoo II ist jeweils noch ein dritter Jungstorch entdeckt worden.

Gute Nachrichten aus dem Rostocker Zoo


Dieser Brutstorch vom Baumhorst im Rostocker Zoo (Rostock Zoo II) pausiert auf einer künstlichen Nisthilfe. Gerade ist er von seinem Partner abgelöst worden, der - nach Berichten von Zoo-Mitarbeitern - mindestens zwei Jungstörche füttert. Auch die anderen Nachrichten während des gestrigen Zoobesuchs waren erfreulich: im Horst auf der Bärenburg werden zwei Jungstörche groß (ein weiterer ist bereits vor einiger Zeit tot abgeworfen worden), und das kleine Findelkind aus Hohen Luckow, das ich vor einer Woche in die Obhut des Zoos übergeben hatte, soll auch wohlauf sein. Im Fotoalbum gibt es weitere Fotos aus Fienstorf und vom Horst Rostock Zoo I.
In Albertsdorf konnten heute mindestens zwei Jungstörche bei einer Fütterung festgestellt werden, in Biendorf beobachteten Anwohner sogar drei Küken, die dort Ende Mai geschlüpft sein dürften. Schließlich deutet einiges darauf hin, dass es jetzt auch in Klein Grenz Storchennachwuchs gibt. Hier werden die nächsten Tage vermutlich genauere Erkenntnisse bringen.
Am Dienstag, 16. Juni, beginnt am Horst Biestow Dorf die diesjährige Beringungsaktion, die erstmals seit DDR-Zeiten auch wieder den Landkreis Bad Doberan umfasst. Insgesamt 50 Ringe stehen zur Verfügung und sollen - so möglich - in den nächsten Wochen angebracht werden. Wir werden über diese Aktionen, die dankenswerter Weise vom Kreisbauernverband Bad Doberan e. V. und vom Bauernverband Bützow e. V. durch großzügige finanzielle Hilfe gefördert werden, an dieser Stelle ausführlich berichten.

Broderstorfer Storchenpaar mit vier Füßen


Ein Storchenfreund schickte uns heute dankenswerter Weise dieses Foto der beiden Störche vom Horst Broderstorf II, wo im Vorjahr die Störchin einen Fuß verlor. Diese beiden Störche wirken körperlich unversehrt und haben vier Füße. Ein Ringträger ist nicht dabei.

In den letzten Tagen gab es wieder Bewegung bei der Besetzung der Storchennester, offensichtlich aber leider nicht im erhofften Umfang. In Roggow, Hohen Schwarfs und Benitz verschwand sogar jeweils ein Storch vom Nest. Nur in Benitz gab es inzwischen - am 17.4. eine Rückkehr (oder einen Neuankömmling). Weitere aktuelle Daten liegen von folgenden Standorten vor:
- Rostock Zoo II (beide am 17.4. im Nest)
- Ziesendorf (1. Storch am 11.4., 2. Storch am 13.4. eingetroffen)
- Hohen Luckow (2. Storch am 17.4. eingetroffen)
- Satow Hof (2. Storch am 18.4. eingetroffen)
- Lieblingshof (2. Storch am 20.4. eingetroffen)
Unsere Ankunftskarte wurde wieder auf den aktuellen Stand gebracht.

Tödlicher Storchenkampf in Kuhlrade

Tragischer Ausgang eines Storchenkampfes in Kuhlrade (Landkreis Nordvorpommern): Beim Kampf dreier Störche um den Horst stürzte heute Mittag einer der Kontrahenten tot zu Boden. Die Ursache war auf Anhieb nicht zu ermitteln, denn äußere Verletzungen konnten die Anwohner und der herbei gerufene Storchenbetreuer Hans-Heinrich Zöllick nicht feststellen. Einer der siegreichen Störche soll "doppelt" beringt gewesen sein. Horstkämpfe sind bei Störchen vor allem in den Monaten April bis Juni häufig. Zumeist sind daran noch nicht geschlechtsreife oder zumindest nicht brütende Störche beteiligt. Dass solche Zusammenstöße tödlich enden, ist zwar nicht sehr häufig, kommt aber doch immer wieder einmal vor. Hoffen wir, dass der Vorfall in der neuen Storchensaison der einzige dieser Art bleiben wird.
Aus dem Landkreis Bad Doberan und der Hansestadt Rostock erreichten uns heute insgesamt sieben Rückmeldungen:
- Kröpelin: 2. Storch seit dem 31.3. auf dem Horst
- Pankelow: beide Störche seit dem 1.4. auf dem Horst
- Berendshagen: 1. Storch am 2.4. auf dem Horst
- Rostock Zoo I: 1. Storch am 1.4. auf dem Horst
- Rostock Zoo II: 1. Storch am 1.4. auf dem Horst
- Biestow Dorf: 1. Storch am 2.4. auf dem Horst

Methusalem-Storch mit DDR-Ring im Zoo Rostock

Von Jahr zu Jahr werden sie seltener - die Störche, die noch einen Ring der Vogelwarte Hiddensee mit der Inschrift "DDR" tragen. Anlässlich der Auswilderung dreier "wilder" Jungstörche, die in diesem Jahr im Rostocker Zoo aufgezogen wurden (siehe vorangegangenen Bericht), entdeckte ich dort zufällig einen flugunfähigen Altstorch, der den hier abgebildeten Ring mit der Nummer DDR A 8817 trägt. Nach unseren Recherchen ist er am 12. August 1988 in Marlow als Jungvogel beringt worden. Wie er in den Rostocker Zoo gelangte und seit wann er dort versorgt wird, konnte nicht festgestellt werden. Mit 20 Jahren hat der "Methusalem-Storch " inzwischen ein für Weißstörche sehr hohes Alter erreicht. In Gefangenschaft sind einzelne Exemplare allerdings auch schon über 30 Jahre alt geworden.
Wir wurden während der Vorbereitung der Auswilderung auch darauf aufmerksam gemacht, dass frei fliegende Störche in unmittelbarer Nähe des Baumhorstes Rostock Zoo II einen weiteren Baumhorst errichtet haben. Unklar ist bisher noch, ob es sich dabei um ein drittes wildes Storchenpaar handelt oder eine "Umsiedlung" vom Horst Rostock Zoo II vorbereitet wird. Für das kommende Storchenjahr 2009 dürfen wir gespannt sein.
Ansonsten scheint der Abzug der Störche aus unserer Region ohne größere Zwischenfälle verlaufen zu sein, denn es liegen keine gegenteiligen Nachrichten vor. Die Storchensaison 2008 ist damit praktisch abgeschlossen, selbst wenn der eine oder andere Storch erst in den nächsten Tagen in den Süden aufbrechen wird. Im benachbarten Landkreis Nordwestmecklenburg wurden gestern noch drei Störche auf einer Wiese nahe der Autobahn A 20 bei Roduchelstorf gesichtet.

Auch im Rostocker Zoo wird bereits gebrütet


Wie in vielen anderen Storchenestern unserer Region wird auch bei den - jedes Jahr in den Süden ziehenden Wildstörchen - des Rostocker Zoos bereits fleißig gebrütet. Hier ist ein Storch auf der Bärenburg (Rostock Zoo I) offenbar gerade beim Eierwenden. Auf dem Baumhorst (Rostock Zoo II) sieht es ähnlich aus. Seit gestern ist nun auch das Ivendorfer Storchennest doppelt besetzt (vgl. auch die Ankunftskarte). Einige neue Aufnahmen aus Neu Thulendorf, Göldenitz (Amt Warnow Ost) und Hohen Schwarfs - dort gab es am 14.4. massive und lang anhaltende Horstkämpfe - gibt es im Fotoalbum.

Doku-Soap "Ostseeschnauzen" im ZDF

Seit heute zeigt das Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) immer um 15:15 Uhr (Montags bis Freitags) eine neue Doku-Soap über den Rostocker Zoo. Voraussichtlich am 20.08.07 wird im Rahmen dieses Formats auch die Beringungsaktion des Storchennachwuchs, mit einmaligen Blicken in die Nester "Rostock Zoo I" und "Rostock Zoo II", gezeigt.

Video von der Beringung der Jungstörche im Rostocker Zoo

Am letzten Donnerstag fand im Rostocker Zoo die diesjährige Beringung der Jungstörche statt, die in den beiden Nestern Bärenburg (Rostock Zoo I) und Vogelhaus (Rostock Zoo II) geschlüpft waren. Beringer Dr. H. W. Nehls und Landesstorchenbetreuer H.-H. Zöllick freuten sich über insgesamt sieben Küken. Die drei im Baumhorst Vogelhaus, die im Video zu sehen sind, waren schon etwas größer als die vier im anderen Nest. Leider war es ein recht trüber und nebliger Tag, sodass die Qualität der Aufnahmen nicht die beste ist. Auch das ZDF hat gedreht und wird darüber in nächster Zeit berichten.

Fotos vom Benitzer Storchenküken "Ottokar" im Rostocker Zoo

Heute können wir allen interessierten Lesern aktuelle Fotos von "Ottokar", dem in Benitz aus dem Nest gefallenen Jungstorch zeigen, der seit vorletztem Wochenende im Rostocker Zoo aufgezogen wird. Er lebt dabei in Gesellschaft mit fünf anderen Jungstörchen, die aus Eiern der invaliden "Zoostörche" geschlüpft sind. Drei Fotos stammen vom 18. Juni, und drei weitere Fotos hat Jan heute von "Ottokar" zusammen mit seinen "Stief-Geschwistern" aufgenommen. Sie alle sind im Fotoalbum zu finden.
Die geplante Beringung von "Ottokar" musste heute verschoben werden, weil es im Nest Rostock Zoo I eine sehr angenehme Überraschung gegeben hat - es waren nicht wie bisher angenommen zwei, sondern vier Jungstörche im Nest! Zusammen mit den drei Jungstörchen aus dem Nest Rostock Zoo II wurden sieben Ringe angelegt - mehr hatte der Beringer nicht dabei! Von der Beringung dieser sieben Jungstörche haben wir eine Video-Sequenz gedreht, die wir sehr wahrscheinlich morgen hier zur Verfügung stellen können.
Dieses Foto, das uns dankenswerter Weise Dietmar Lilienthal von der Ostsee-Zeitung zur Verfügung stellte, zeigt "Ottokar" in der Nähe seines Pflegers, Wolfgang Pieth.

Morgen Beringungsaktion im Zoo Rostock

Am morgigen Donnerstag findet im Rostocker Zoo die diesjährige Beringung der "wilden" Jungstörche statt. Neben "Ottokar", dem in Benitz aus dem Nest gefallenen Jungstorch, wird auch der Nachwuchs der beiden Nester Rostock Zoo I und Rostock Zoo II Ringe erhalten. Wir bemühen uns um einen Foto- und/oder Videobericht von dem Ereignis.
Außerdem ist noch zu vermelden, dass es in Moitin nun doch zwei Jungstörche im Nest gibt. Die aktualisierte Brutverlaufskarte kann am rechten Rand angeklickt werden. Aus Ziesendorf sind dagegen zwei verendete Storchenküken gemeldet worden. Es sollen jetzt noch zwei lebende Jungstörche im Nest sein. Dieses Foto einer Storchenfreundin vom Montag (vielen Dank dafür!) zeigt drei der Jungstörche im Nest Broderstorf I bei der "Nestpflege".

Bisher 131 Jungstörche gezählt!

Nachdem wir bis gestern die erste Sichtungsrunde aller in diesem Jahr besetzten Storchenhorste im Landkreis Bad Doberan und in der Hansestadt Rostock abschließen konnten (vielen Dank allen Helfern und Unterstützern!), können wir heute eine erste Zwischenbilanz ziehen. Danach befinden sich nach letztem Stand in insgesamt 63 Nestern 131 Jungstörche. Diese Zahl wird sich bis zum Ausfliegen zwar sicherlich noch verändern, doch sieht es momentan nach einem recht starken Jahrgang aus. Die abermals überarbeitete Brutverlaufskarte zeigt den aktuellen Stand. Nur noch in wenigen Nestern (Parkentin, Moitin, Goorstorf) besteht Unklarheit, ob es eine erfolgreiche Brut gegeben hat. Gegenüber unserer letzten Meldung sind bis heute noch folgende beobachtete Jungenzahlen hinzu gekommen bzw. korrigiert worden: Albertsdorf, Cammin, Groß Lüsewitz, Rostock Zoo II je 3; Bentwisch, Berendshagen, Gerdshagen I, Liepen, Nustrow, Rostock Zoo I, Thelkow, Vogtshagen je 2; Gnewitz, Kowalz, Zarnewanz: je 1 Jungstorch.
Dieses Foto zeigt einen der drei schon sehr großen Jungstörche in Albertsdorf, aufgenommen am vergangenen Samstag.

Die "wilden" Storchenpaare im Rostocker Zoo

Ein Besuch im Rostocker Zoo an Christi Himmelfahrt bestätigte die bisherigen Informationen zu den dortigen Storchenpaaren. Während im Nest auf dem Turm der Eisbärenburg (Rostock Zoo I) weiter fleißig gebrütet wird, können wir im zweiten Nest neben dem Vogelhaus auch in diesem Jahr leider nicht mit Nachwuchs rechnen. Hier wird nicht gebrütet. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass beide Paare "wild" sind und im Spätsommer in den Süden abfliegen. Damit dies auch bei ihrem Nachwuchs erreicht wird, werden die invaliden Störche, die sich dauerhaft im Zoo befinden, in der Zeit nach dem Flüggewerden der Jungstörche vorübergehend aus dem Außen- in den "Innenbereich" verlegt. Dieses Foto zeigt einen der beiden Störche auf dem Turm der Eisbärenburg - der andere brütete zur gleichen Zeit.

Ein paar kleine Nachträge

Heute habe ich nur ein paar kleine Nachträge zu vermelden. Die wilden(!), jedes Jahr in den Süden ziehenden Störche im Rostocker Zoo sind schon etwas länger da. Im Nest Rostock Zoo I lauten die genauen Ankunftsdaten 24.3. und 2.4. und im Nest Rostock Zoo II 29.3. und 8.4. Das führt auch zu einer minimalen Veränderung in der Ankunftskarte. Aus Biestow Dorf gibt es positive Neuigkeiten: Der dort vor etwa zehn Tagen eingetroffene Storch scheint sich nun wirklich mit dem Ersatznistmast angefreundet zu haben. Jedenfalls liegt dort schon eine Menge Nistmaterial - jetzt fehlt nur noch der zweite Storch, dann hoffen wir auch dort auf eine ruhige und möglichst störungsfreie Brutzeit.
Hier im Bild das Nest Rostock Zoo I in einer Aufnahme von gestern:

Die Nester füllen sich weiter!

Am Ostermontag ging wieder eine ganze Reihe von neuen Ankunftsdaten ein. So meldete ein Leser, dass der 2. Storch im Nest Schwaan I am 5.4. eingetroffen ist, eine andere konkretisierte das Ankunftsdatum des ersten Storchs in Hohen Schwarfs auf den 29.3.

Außer dem Gnewitzer Storch (hier im Bild) wurden heute auch folgende Störche erstmals von unseren Lesern bzw. mir selbst gesichtet:
Reppelin (2 Störche, 9.4.)
Rostock Zoo I (2. Storch, 9.4.)
Rostock Zoo II (2 Störche, 9.4.)
Rothbeck (1 Storch, 9.4.)
Wendfeld (1 Storch, 9.4.)
Sehr wahrscheinlich sind viele von ihnen schon länger am Standort, doch ist das genaue Ankunftsdatum bisher noch nicht bekannt. Ein herzliches Dankeschön wieder allen Berichterstattern!

Dementsprechend wurde auch wieder eine aktualisierte Ankunftskarte eingestellt. Im Fotoalbum gibt es neue Fotos von den Nestern Thulendorf I, Gnewitz, Reppelin, Rothbeck, Rostock Zoo I und Rostock Zoo II.

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