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Rothbeck

Schwedische Störchin siedelt sich bei Dargun (DM) an

In Brudersdorf bei Dargun (Altkreis Demmin) hat seit dem vergangenen Wochenende im Rahmen einer Neuansiedlung eine 2007 in Schweden beringte Störchin Horstbindung. Ihre Farbberingung (orange - grün - rot) verrät, dass sie aus dem südschwedischen Wiederansiedlungsprojekt für Weißstörche stammt. Wie die Projektleiterin Berith Cavallin mitteilte, wurde die Störchin bereits in den Vorjahren in Mecklenburg-Vorpommern abgelesen, allerdings nie mit fester Horstbindung. Aufgrund einer früheren Kollision mit einer Stromleitung weist sie am rechten Bein ein leichtes Handicap auf. Sollte es in Brudersdorf zu einer dauerhaften Etablierung (mit dem unberingten Partner) kommen, wäre dies der erste nachgewiesene Fall, bei dem sich ein schwedischer Projektstorch in Mecklenburg-Vorpommern ansiedelt.
Aus unserem Betreuungsgebiet ist zu vermelden, dass das Paar in Niendorf schon seit dem 28. April da ist und erfreulicherweise jetzt auch noch mit einer Brut begonnen hat. Dagegen hat das Rothbecker Storchenpaar bereits nach rund einer Woche wieder das dortige Nest verlassen. Es dürfte dort also voraussichtlich zu keiner Neuansiedlung kommen. Unklar sind zurzeit vor allem noch die Verhältnisse in Zeez, Vogtshagen (vermutlich nur Einzelstorch) und Kritzmow.

Rothbecker Storchenhorst grundlegend saniert

...vor der Abtragung des alten Nestes:

...und nach der Sanierung:

Am gestrigen Dienstag fand eine grundlegende Sanierung des Storchenhorstes in Rothbeck statt. Nachdem die "Untermieter" des Nestes, vor allem Haussperlinge, dasselbe durch intensive Bautätigkeit stark unterhöhlt und im unteren Bereich zum Teil sogar abgetragen hatten, war die Standfestigkeit des Storchenhorstes stark gefährdet. Hinzu kam, dass die Störche in den beiden vergangenen Jahren immer nur für einige Wochen geblieben waren und es zu keiner Brut gekommen ist. In jedem Fall schien es einen Versuch wert zu sein, das alte, marode Nest durch einen neuen, gut ausgepolsterten Nistkorb zu ersetzen. Wir danken wiederum dem Energieversorger E.on edis, der die Arbeiten am Rothbecker Storchennest (es befindet sich auf einem E-Mast) veranlasst hat. Als dritte und für dieses Jahr vorerst letzte Aktion dieser Art wurde die ersatzweise Neuaufstellung eines Mastes in Biestow Dorf noch vor Beginn der neuen Storchensaison vereinbart.

Viel Aufregung am Wochenende!


In Groß Potrems ist das Storchenpaar seit kurzem komplett.

Dieses Wochenende war an einer ganzen Reihe von Storchennestern durch viel Aufregung gekennzeichnet. Es begann mit der Meldung eines von Anwohnern unversehrt geborgenen Eies unter dem Storchenhorst Ziesendorf, wo vor einigen Tagen länger anhaltende Storchenkämpfe stattgefunden hatten. Die Ursache ist erst einmal nicht erklärlich, ein Paar ist weiter am Nest, hat aber offensichtlich noch nicht mit der Brut begonnen. In Kritzmow, wo es im Juli/August letzten Jahres eine späte Ansiedlung gegeben hatte, ist die Situation zurzeit unklar. Nach Anwohnerberichten war etwa seit dem 10. April ein Storchenpaar auf dem Nest. Es wurden Kopulationen beobachtet und es muss auch mindestens ein Ei gelegt worden sein, denn gestern Abend fand ich ein zerbrochenes direkt unter dem Nest. Oben stand ein einzelner Storch. Offenbar haben auch hier Storchenkämpfe stattgefunden. Wir bemühen uns um Aufklärung. In Thulendorf konnte zunächst der männliche Ringstorch annähernd sicher identifiziert werden. Zu 99 % handelt es sich um einen bereits 15jährigen, 1993 im Rostocker Zoo beringten Storch. Dieser hat im letzten Jahr definitiv nicht in Thulendorf gebrütet. In den letzten Tagen gab es einen anhaltenden, massiven Angriff, bei dem der männliche Ringstorch im Bereich zwischen Augen und Schnabel mehrere blutige Verletzungen davontrug. Bei dem angreifenden Storch, der sich mehrere Tage lang in Nestnähe aufhielt, könnte es sich um den (unberingten) männlichen Altstorch des Vorjahres gehandelt haben. Dies könnte die Intensität und Vehemenz des Angriffs erklären. Offenbar ist das Gelege, auf dem das Weibchen saß, nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Im Nest Broderstorf II hat das Weibchen offenbar eine schwer wiegende Fraktur am linken Bein, knapp oberhalb der Zehen. Bisher scheint sie damit dennoch erfolgreich auf Nahrungssuche gehen zu können. Mittelfristig erscheint ihr Schicksal aufgrund der Schwere der Verletzung jedoch mehr als ungewiss. Ihr Partner hat unterdessen in großen Mengen Plastik ins Nest eingetragen, gebrütet wird offenbar noch nicht. In Rothbeck haben Anwohner seit drei Tagen kein Storchenpaar mehr feststellen können. Aus Heiligenhagen berichteten Anwohner, dass das Nest dort 14 Tage lang völlig verwaist war. Erst seit gestern ist wieder ein Storch am Nest. Am Standort Groß Potrems I, wo im Vorjahr ein Altstorch tödlich verunglückte, hat sich glücklicher Weise am Dienstag ein zweiter Storch eingefunden. Schließlich wurde aus Goorstorf berichtet, dass dort bereits seit dem 2. April ein Storch mehr oder weniger regelmäßig am Nest ist. Die Ankunftskarte wurde aktualisiert, und im Fotoalbum gibt es Aufnahmen vom Samstag/Sonntag aus Benitz, Cammin, Kritzmow und Ziesendorf.

Die erste Zwischenbilanz fällt positiv aus

Auch weiterhin kehren jeden Tag Störche auf die Horste zurück. So ist beispielsweise seit gestern in Biestow Dorf das Storchenpaar komplett. Wie das Foto von heute zeigt, scheint dort schon gute Harmonie zu herrschen. Insgesamt gibt es im Landkreis Bad Doberan momentan nur noch zwölf von 62 im Vorjahr besetzten Standorten, von denen bisher noch kein Rückkehrer gemeldet wurde. In neun Fällen sind dies Nester ohne Bruterfolg in 2007. Etwas überraschend ist das bisherige Ausbleiben der Störche am Standort Broderstorf I (Vorjahr: 4 Jungstörche, Ankunftsdaten: 27.3./30.3.). Weiterhin sind bisher trotz letztjährigem Bruterfolg noch unbesetzt: Bröbberow (2007: HPm2) und Moitin (2007: HPm2). Nicht ganz unerwartet ist die Tatsache, dass in Roggow und in Groß Potrems I - dort verunglückte im Vorjahr jeweils ein Altstorch tödlich - bisher nur jeweils ein Storch am Nest ist. Insgesamt sind momentan mindestens 36 Paare bereits komplett. Die Ankunftskarte wurde wieder auf den neuesten Stand gebracht.
Im Nachbar(alt-)kreis Ribnitz-Damgarten sind übrigens bereits mehr als 75 % aller 2007 belegten Storchenhorste von einem Paar besetzt. Das alles sind sehr gute Voraussetzungen für ein überdurchschnittlich erfolgreiches Storchenjahr. Wichtig wäre nun allerdings vor allem, dass weitere Störche eintreffen und auch Nester besetzen, die zuletzt wenig oder gar keinen Bruterfolg hatten. Es sei daran erinnert, dass wir im Landkreis Bad Doberan 2007 mit nur 62 Brutpaaren den seit vielen Jahren niedrigsten Wert erreicht hatten.
In Schmadebeck I ist im Übrigen ein weiterer Ringstorch entdeckt worden, der aber wie die in Rothbeck und Thulendorf I ebenfalls noch nicht abgelesen werden konnte.

Bitte um Mithilfe bei der Ermittlung und Kontrolle von Ringstörchen

Jetzt, Ende Juli, ist die Zeit gekommen, wo es vergleichsweise einfach gelingt, Ringstörche zu erkennen und die Nummern abzulesen. Die Altstörche stehen häufig nicht mit im Nest, sondern auf Hausdächern, Schornsteinen, Straßenlaternen etc. Dort aber ist eine Kontrolle wesentlich einfacher möglich. Wir bitten alle Leser, uns zu informieren, wenn irgendwo in der Region ein beringter Storch gesichtet wird. Aufgeklärt sind bisher der 21jährige männliche Ringstorch in Roggow und ein elfjähriger, wahrscheinlich ebenfalls männliche Storch in Bentwisch. Wir wissen seit heute, dass es sich in beiden Fällen um Erstablesungen handelt. Das heißt, beide Störche wurden zuvor noch nie kontrolliert - der bisherige Lebenslauf seit der Beringung ist daher unbekannt.
In Rothbeck war nach Anwohnerbericht mindestens bis Ende April ein beringter Storch am Nest. Hier ist es leider zu keiner dauerhaften Paarbildung und Nestbindung gekommen, sodass unklar ist, ob der beringte Storch noch in Rothbeck anzutreffen ist.
In Parkentin trägt der weibliche Storch unten links einen Alu-Ring der Vogelwarte Hiddensee. Von der Ringbeschriftung ist bisher nur der Anfangsbuchstabe "L" sicher abgelesen. Die folgenden Ziffern sind noch unbekannt. Im Vorjahr trug das Weibchen ebenfalls unten links einen Alu-Ring, und zwar mit der Hiddensee-Nr. L 864. Wahrscheinlich ist es das gleiche Tier, doch müsste das durch Ablesung erst noch definitiv bestätigt werden. Dieses Foto von B.-D. Rosien zeigt den am Nest landenden Parkentiner Ringstorch, der zusammen mit seinem Partner ein Jungtier großzieht.


Aus Fienstorf erreichte uns die Nachricht, dass einer der dort seit dem Wochenende flüggen Jungstörche heute mit Verdacht auf eine Beinverletzung in die Rostocker Tierklinik gebracht werden musste. Die sehr aufmerksamen Anwohner entdeckten ihn bei vergeblichen Startversuchen in Horstnähe, wobei ein Bein einknickte. Vielen Dank für die schnelle und richtige Reaktion. Wir hoffen sehr, dass der Jungstorch nicht ernsthafter verletzt ist.

Den Ringstörchen auf der Spur

Mittlerweile sind uns in diesem Jahr bereits vier beringte Störche gemeldet worden bzw. haben wir sie selbst entdeckt (je einer in Bentwisch, Parkentin, Roggow und Rothbeck). Diese Anzahl mag für Leser aus anderen Regionen Deutschlands als sehr gering erscheinen, doch sollte dabei bedacht werden, dass ausgehend von unserem Einzugsgebiet in einem Umkreis von etwa 100 Kilometern seit vielen Jahren - von einzelnen Ausnahmen abgesehen - nicht beringt wird. Leider ist uns bei den allesamt unterhalb des Intertarsalgelenks beringten Störchen bisher noch keine vollständige Ablesung einer Ringnummer gelungen. Jetzt, in der Zeit des Brütens, stehen die Störche kaum einmal außerhalb ihres Nestes, wo günstige Bedingungen zum Ablesen bestünden. Das wird sich in einigen Wochen aber sicher ändern. Zumindest teilweise entschlüsselt ist der Ring des weiblichen Storchs in Parkentin, und auch von dem männlichen aus Roggow sind zumindest ein oder zwei Zahlen lesbar. Wir informieren, sobald wir neue Erkenntnisse haben.

Männlicher Ringstorch in Roggow, Mai 2007; Foto: B. Rosien

Große Fahrradtour am Wochenende

Am Wochenende hatte ich Gelegenheit zu einer großen und einer kleineren Fahrradtour zu verschiedenen Storchennestern. Am Samstag war ich östlich von Rostock im Bereich der kleinen Flüsschen Carbäk und Kösterbeck unterwegs, am Sonntag dann im Raum Schwaan. Ziel war es vor allem, herauszufinden, an welchen Standorten gebrütet wurde und wo nicht. Bei dieser Gelegenheit habe ich zahlreiche Fotos aufgenommen. Etwa 20 davon stehen neu im Fotoalbum.
In folgenden Nestern konnte ich erfreulicher Weise brütende Störche vorfinden: Albertsdorf, Bandelstorf, Bentwisch, Broderstorf II, Fienstorf, Groß Lüsewitz, Niekrenz, Lieblingshof, Petschow, Thulendorf, Neu Thulendorf, Göldenitz (Amt Warnow Ost), Benitz, Schwaan I und Schwaan II.
Anwesend, aber nicht am Brüten waren die Störche in Goorstorf und Neu Broderstorf, dagegen war das Nest in Rothbeck verlassen, jedoch gab es zahlreiche frische Kotspritzer, sodass der oder die Störche wohl noch Nestbindung haben. Nähere Auskünfte konnte mir dort leider niemand geben. In Pastow schien das Nest bereits seit längerem verlassen zu sein. Auch in Lichtenhagen war kein Storch am Nest, aber das zeigt ja auch regelmäßig die dortige Webcam. Erfreulicher Weise entdeckte ich am Nest in Bentwisch beim Landeanflug einen ELSA-beringten Storch. Die Ablesung steht auch hier noch aus.

Ringstorch in Rothbeck gesichtet!

Heute hab auch ich endlich meinen ersten Storch der Saison in Rothbeck gesichtet und dazu war es auch noch ein Ringstorch. Bisher wurde dieser noch nicht abgelesen. Auch mir war es vergönnt ihn abzulesen, nur dank dem Hinweis einer Anwohnerin habe ich es überhaupt in Erfahrung bringen können, dass es ein Ringstorch ist. Er oder Sie ist bereits seit dem 25. März im Horst und leider hat sich bis heute noch kein Partner sehen lassen.

Die Nester füllen sich weiter!

Am Ostermontag ging wieder eine ganze Reihe von neuen Ankunftsdaten ein. So meldete ein Leser, dass der 2. Storch im Nest Schwaan I am 5.4. eingetroffen ist, eine andere konkretisierte das Ankunftsdatum des ersten Storchs in Hohen Schwarfs auf den 29.3.

Außer dem Gnewitzer Storch (hier im Bild) wurden heute auch folgende Störche erstmals von unseren Lesern bzw. mir selbst gesichtet:
Reppelin (2 Störche, 9.4.)
Rostock Zoo I (2. Storch, 9.4.)
Rostock Zoo II (2 Störche, 9.4.)
Rothbeck (1 Storch, 9.4.)
Wendfeld (1 Storch, 9.4.)
Sehr wahrscheinlich sind viele von ihnen schon länger am Standort, doch ist das genaue Ankunftsdatum bisher noch nicht bekannt. Ein herzliches Dankeschön wieder allen Berichterstattern!

Dementsprechend wurde auch wieder eine aktualisierte Ankunftskarte eingestellt. Im Fotoalbum gibt es neue Fotos von den Nestern Thulendorf I, Gnewitz, Reppelin, Rothbeck, Rostock Zoo I und Rostock Zoo II.

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