Jetzt, Ende Juli, ist die Zeit gekommen, wo es vergleichsweise einfach gelingt, Ringstörche zu erkennen und die Nummern abzulesen. Die Altstörche stehen häufig nicht mit im Nest, sondern auf Hausdächern, Schornsteinen, Straßenlaternen etc. Dort aber ist eine Kontrolle wesentlich einfacher möglich. Wir bitten alle Leser, uns zu informieren, wenn irgendwo in der Region ein beringter Storch gesichtet wird. Aufgeklärt sind bisher der 21jährige männliche Ringstorch in Roggow und ein elfjähriger, wahrscheinlich ebenfalls männliche Storch in Bentwisch. Wir wissen seit heute, dass es sich in beiden Fällen um Erstablesungen handelt. Das heißt, beide Störche wurden zuvor noch nie kontrolliert - der bisherige Lebenslauf seit der Beringung ist daher unbekannt.
In Rothbeck war nach Anwohnerbericht mindestens bis Ende April ein beringter Storch am Nest. Hier ist es leider zu keiner dauerhaften Paarbildung und Nestbindung gekommen, sodass unklar ist, ob der beringte Storch noch in Rothbeck anzutreffen ist.
In Parkentin trägt der weibliche Storch unten links einen Alu-Ring der Vogelwarte Hiddensee. Von der Ringbeschriftung ist bisher nur der Anfangsbuchstabe "L" sicher abgelesen. Die folgenden Ziffern sind noch unbekannt. Im Vorjahr trug das Weibchen ebenfalls unten links einen Alu-Ring, und zwar mit der Hiddensee-Nr. L 864. Wahrscheinlich ist es das gleiche Tier, doch müsste das durch Ablesung erst noch definitiv bestätigt werden. Dieses Foto von B.-D. Rosien zeigt den am Nest landenden Parkentiner Ringstorch, der zusammen mit seinem Partner ein Jungtier großzieht.

Aus Fienstorf erreichte uns die Nachricht, dass einer der dort seit dem Wochenende flüggen Jungstörche heute mit Verdacht auf eine Beinverletzung in die Rostocker Tierklinik gebracht werden musste. Die sehr aufmerksamen Anwohner entdeckten ihn bei vergeblichen Startversuchen in Horstnähe, wobei ein Bein einknickte. Vielen Dank für die schnelle und richtige Reaktion. Wir hoffen sehr, dass der Jungstorch nicht ernsthafter verletzt ist.