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Ziesendorf

Auf Brautschau...

Eine ganze Reihe von Männchen wartet schon sehr lange auf eine Partnerin. Manche von ihnen ergreifen nach längerem Warten die Initiative und sondieren die Lage auf Nestern der Umgebung. So entdeckte ich heute DEH HE613, das Männchen aus Mönchhagen, auf dem Albertsdorfer Nest. Offenbar hatte das dortige Männchen, ebenfalls noch solo, das Nest vorübergehend unbeobachtet gelassen. Ein Weibchen traf er nicht an, flog dann weiter nach Bentwisch, wo ihm jedoch das dort brütende Paar unmissverständlich verdeutlichte: "mit uns nicht"!

Mehr Erfolg hatte vor einigen Tagen das Männchen DEH H9768, 2015 und 2016 auf dem Schornsteinhorst in Pankelow zu Hause. Dort baute er schon seit dem 6. April voller Fleiß an seinem Nest. Ein Weibchen wollte sich jedoch auch hier nicht einstellen. Also entschloss er sich zum Umzug ins benachbarte Cammin, nachdem dort am 18. April ein Weibchen eingetroffen war. Nun muss er nur hoffen, dass nicht doch noch das vorjährige Männchen eintrifft.

In Ziesendorf steht seit vier Tagen das Weibchen DEH HC981 allein auf dem Nest. Ob sich unter den Männchen der Umgebung schon herumgesprochen hat, dass sie offenbar leider unfruchtbar ist? Seit 2011 gingen alle Versuche schief, und das mit nachweisbar verschiedenen Männchen. Stets blieben die Eier unbefruchtet. Ich bin gespannt, wann sie einen Partner findet. Das Ziesendorfer Vorjahresmännchen "Hugo" (DEH HN859) wurde bisher noch nicht gesichtet.

In Stäbelow entdeckte ich heute ein unberingtes Männchen auf dem Nest. Anwohner berichteten von Kämpfen, in deren Zusammenhang das polnische Männchen, das dort noch letzten Sonntag stand, in den letzten Tagen vertrieben worden sein muss. Mein anfänglicher Verdacht, dass das langjährige Männchen Hiddensee I453 nach Stäbelow zurückgekehrt sei, bestätigte sich nicht. Auch über den Zehen trägt "der Neue" keinen Ring.

Auswilderung von fünf Jungstörchen

Startklar für die "Entlassung" in die Freiheit: 5 Jungstörche bei Parkentin-Neuhof, 26.8.15.

Auch in diesem Jahr hat uns der Zoo Rostock dank einer Ausnahmegenehmigung wieder sehr in unserer ehrenamtlichen Arbeit zum Wohl der Störche unterstützt. Insgesamt fünf Jungstörche wurden dort zwischen Anfang Juli und Mitte August aufgenommen und gepflegt. Jetzt war es an der Zeit, sie wieder in die Freiheit zu entlassen, denn der Zug der Weißstörche in ihre Winterquartiere ist in vollem Gange. Noch sind allerdings auch Brutstörche in der Nähe. So wurden in den letzten Tagen u. a. noch Altstörche in Vorder Bollhagen (dort noch mit beiden Jungstörchen), Biestow, Klein Schwaß, Rukieten I, Bandelstorf und Klingendorf gesehen.
Am Mittwoch wurden nun auf einer großen Wiese bei Parkentin-Neuhof, weit entfernt von Stromleitungen, großen Straßen und Windkraftanlagen, ausgewildert:
- HR 144 aus Thulendorf: war noch flugunfähig und damit zu früh vom Nest abgesprungen und lief zwei Tage lang durchs Dorf
- HR 148 aus Lieblingshof: war ebenfalls flugunfähig im Dorf umherlaufend gefunden worden
- HR 155 und 156: mussten mit schweren Verletzungen nach dem Angriff des vorjährigen Brutstorchs in Ziesendorf ausgehorstet werden
- HR 164: war bei Remlin/GÜ in eine Güllegrube geraten und musste daraus befreit werden
Als erstes fingen sie sich erst einmal Grashüpfer, die sich dort in großer Anzahl befanden. Später beobachteten wir, wie alle fünf ihre ersten Flugrunden drehten - ein schönes Bild!
Von einem Jungstorch aus Rosenhagen, den wir im vergangenen Jahr Ende August bei Marlow ausgewildert hatten, liegen übrigens inzwischen interessante Wiederfunde vor. Schon am 5. September war er in Rheinhessen und muss dann weiter in südwestlicher Richtung gezogen sein. Jedenfalls erfolgte die nächste Beobachtung am 10. April dieses Jahres in Frankreich. Am 7. Mai schließlich wurde er von M. Bräse in einem Trupp Nichtbrüter auf Rügen abgelesen.

Ein unfruchtbares Weibchen in Ziesendorf?

Das Ziesendorfer Weibchen HC981 - hier rechts im Bild bei Buchholz Ausbau am 11.4.14

Mehr als sechs Wochen hat in diesem Jahr die Brut in Ziesendorf gedauert. Nachwuchs ist jedoch nicht geschlüpft, stattdessen wurden nur am Nestrand bzw. unter dem Nest zwei offenbar taube Eier gesichtet. Das kommt bei Störchen immer wieder einmal vor, am häufigsten passiert es vermutlich jungen, brutunerfahrenen Paaren. Hier aber ist der Fall offenbar anders gelagert. Das Weibchen ist beringt (DEH HC981) und war von 2011 bis 2013 Brutstörchin in Bröbberow. Schon 2011 gab es dort eine überlange Brut ohne Erfolg, und auch 2013 endete die Brut ohne ersichtlichen Grund erfolglos. Es ist sicher grundsätzlich auch denkbar, dass das Männchen jeweils verantwortlich gewesen ist, doch denke ich eher an eine Unfruchtbarkeit des Weibchens. Vielleicht hängt sie mit einer Erkrankung im Jahr 2010 zusammen. Damals wurde HC981 zwischen Ziesendorf und Bröbberow geschwächt am Straßenrand aufgegriffen und für einige Wochen im Rostocker Zoo aufgepäppelt. Bei dieser Gelegenheit erhielt sie dann auch ihren Ring. Im Altkreis Ribnitz-Damgarten gibt es seit Jahren das Weibchen mit dem Ring Helgoland T716. Bei ihr konnte bisher noch kein einziges Mal eine Eiablage festgestellt werden. Hier ist die Unfruchtbarkeit offensichtlich.
Auch in Clausdorf gibt es in diesem Jahr wie schon 2013 leider keine ausfliegenden Jungstörche. Das einzige Jungstier verendete vor wenigen Tagen im Alter von etwa 3 Wochen. Da negative Witterungseinflüsse und Nahrungsmangel hier mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden können, denke ich eher an eine Krankheit. Auch so etwas kommt bei Weißstörchen immer wieder vor - in diesem Jahr vermutlich auch in Detershagen.
Im Altkreis Ribnitz-Damgarten wurden am 19. Juni 23 Jungstörche in zehn Nestern beringt (Kavelsdorf 3, Klockenhagen 3, Gresenhorst 3, Alt Guthendorf 3, Freudenberg 3, Tressentin 2, Kneese 2, Forkenbeck 2, Kloster Wulfshagen 1, Wiepkenhagen 1), der Durchschnitt von 2,3 entspricht dem vom 16. Juni im alten Landkreis Bad Doberan. Dort wird es am kommenden Dienstag, 1. Juli, eine weitere Beringungsrunde zu dann nochmals acht Nestern geben.

Neu Thulendorfer Witwer hat neue Partnerin

Am 27. Mai verunglückte das Weibchen vom Nest in Neu Thulendorf tödlich auf der B 110. Dadurch war leider auch die kurz vor dem Abschluss stehende Brut beendet. Heute erfuhr ich von aufmerksamen Anwohnern, dass der (beringte) Witwer nicht lange allein gewesen ist. Schon seit dem 2. Juni ist wieder eine Partnerin mit im Nest und es wurde auch schon fleißig Storchenhochzeit gefeiert - manchmal geht so etwas auch bei Störchen recht schnell. Für ein Nachgelege ist es jetzt allerdings deutlich zu spät. Anders in Benitz - hier kam es am 19. April zu einem Wechsel des Männchens und zum Abwurf von mindestens zwei Eiern. Das beringte Weibchen DEW 5X443 tätigte mit neuem Partner ein zweites Gelege, aus dem um den 25. Mai mindestens ein Küken geschlüpft ist. Im Nest Schwaan II sieht es weiterhin sehr gut aus - der aus dem Rostocker Zoo zurückgekehrte Altvogel beteiligt sich weiterhin fleißig an der Versorgung der beiden Jungstörche, berichteten die Anwohner.
Weniger erfreulich waren zwei andere Beobachtungen der letzten Tage: in Detershagen gab es einen Totalverlust der Brut. Am 1. Juni wurde dort ein Küken im Alter von knapp drei Wochen tot unter dem Nest gefunden. Seitdem wird dort nicht mehr gefüttert und beide Altstörche sind gemeinsam auf Nahrungssuche bzw. verteidigen auch noch den Horst gegen andere Interessenten (so wie auf dem folgenden Foto vom Pfingstsamstag).

In diesem Fall tippe ich auf eine (unbekannte) Krankheit, denn das Küken wirkte keinesfalls unterernährt. Gar keine Küken wird es dagegen in diesem Jahr in Ziesendorf geben. Hier wirkt die Störchin DEH HC981 an der Brut mit, die nun schon an die 7 Wochen durchgehalten wird. Sie war schon 2011 in Bröbberow an einer überlangen Brut ohne Erfolg beteiligt, und auch 2013 schlüpften in Bröbberow nach der Brut keine Küken. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Störchin, die 2010 für einige Wochen im Zoo Rostock aufgepäppelt wurde, unfruchtbar ist.
Schließlich berichtete uns eine sehr aufmerksame Ornithologin aus Thelkow, dass es dort am Nest offenbar ein reges Wechselspiel gegeben hat - leider ohne Happy End. War dort zunächst ab Ostern ein aus zwei unberingten Störchen bestehendes Paar beobachtet worden, muss irgendwann danach ein Wechsel stattgefunden haben, bei dem eine oben links beringte Störchin den Platz eingenommen hatte (2013 war dort die oben links beringte Störchin DEW 4X700 erfolgreiche Brutstörchin!). Offenbar begann diese zweite Paarkonstellation dann auch eine Brut, die allerdings schon nach 10 bis 14 Tagen wieder aufgegeben wurde. Heute nun befinden sich wieder zwei unberingte Störche im Horst...

Die letzte Auswilderung des Jahres

Dieser zunächst etwas zurückgeblieben gewesene Jungstorch aus Gnoien/GÜ hat sich innerhalb von rund zehn Tagen im Zoo Rostock kräftig entwickelt. Jetzt war er fit genug für die - in diesem Jahr letzte - Auswilderung. Da schon nahezu alle anderen Weißstörche in unserer Region abgezogen sind, haben wir uns entschlossen, ihn ausnahmsweise im Umfeld des Vogelparks Marlow freizulassen. Dort gibt es auch jetzt noch Freiflieger, die erst sehr spät in den Süden aufbrechen. Hoffen wir, dass sich der mit DEH HM953 beringte Jungstorch hier anschließen wird.
Von den anderen Pflegestörchen im Rostocker Zoo gibt es leider nicht so gute Nachrichten. Der am 13. August in Ziesendorf ausgehorstete Jungstorch hat es leider nicht geschafft, er ist verendet. Die drei anderen sind aufgrund von Fehlbildungen bzw. einem erst langsam verheilenden Beinbruch auch weiterhin noch auf menschliche Hilfe angewiesen. Wir sind sehr dankbar, dass sie gegebenenfalls auch dauerhaft im Zoo Rostock bleiben dürften.

Beginn des Herbstzuges

Schritte in die Selbstständigkeit - einer der Fienstorfer Jungstörche bei der Nahrungssuche. Foto: G. Vogel, 12.8.13

Langsam aber sicher neigt sich die Storchensaison 2013 ihrem Ende zu. Viele Jungstörche sind in den letzten Tagen in den Süden aufgebrochen, ebenso bereits etliche der Altstörche. Die übrigen werden uns zum Großteil innerhalb der nächsten zwei Wochen verlassen. So berichtete G. Vogel aus Fienstorf, dass die Jungstörche zusammen mit ihrer Mutter letztmalig am 14. August zu sehen waren, während das Männchen, das trotz seiner anhaltenden Beinprobleme die sehr anstrengende Phase der Jungenaufzucht durchgehalten hat, sich noch einige Ruhetage gönnt. Nicht immer erfolgt der Aufbruch sofort in Richtung Überwinterungsgebiete. Viele Jungstörche schließen sich zunächst noch Trupps an, die sich in einiger Entfernung vom Heimathorst gebildet haben. Noch auf einem größeren Ausflug waren vermutlich die drei beringten Jungstörche aus Klockenhagen/RDG, die ich am Mittwochabend auf einem Hausdach in Pastow bei Rostock ablesen konnte. Auch ein Altvogel war bei ihnen. Rund 15 Kilometer hatten sie sich von ihrem Heimathorst entfernt.
Auch in den letzten Tagen hat sich bemerkbar gemacht, dass die anhaltende Trockenheit im Juli durch die damit einher gehende Nahrungsknappheit Folgen für die Entwicklung des Storchennachwuchses hatte. Erneut mussten mehrere schwache, nicht flugfähige Jungstörche geborgen werden. So wurde ich vergangenen Montag aus Ziesendorf alarmiert. Die beiden ältesten Jungstörche waren seit drei Tagen ausgeflogen, während das Nesthäkchen noch nicht einmal mit Flugmuskeltraining begonnen hatte. Auch die Altvögel hatten sich zuletzt am Sonntag blicken lassen. Nachdem sie auch am Dienstag nicht zurückgekehrt waren und der im Nest verbliebene Jungstorch fast nur noch liegend beobachtet wurde, entschloss ich mich in diesem Fall zu einem Aushorstungsversuch. Solche Entscheidungen sind sehr schwierig zu treffen, denn im Alter von elf Wochen ist die Gefahr groß, dass der nicht flügge Jungstorch in Panik vom Nest springt, wenn sich die Hebebühne nähert. Andererseits kann der Einsatz auch zu spät kommen, sodass dem Tier anschließend nicht mehr geholfen werden kann. In Ziesendorf war der Zeitpunkt offensichtlich richtig gewählt - der Jungstorch stand zwar erschreckt auf, doch konnte ich ihn sofort greifen. Er kam dann sogleich in die Rostocker Tierklinik und wird zurzeit im Zoo Rostock aufgepäppelt. Er war stark geschwächt und wies ein deutliches Untergewicht auf. Insgesamt fünf Jungstörche, davon drei aus unserem Betreuungsgebiet, werden zurzeit im Rostocker Zoo gepflegt. Wir hoffen, den einen oder anderen in den nächsten zwei bis drei Wochen noch auswildern zu können.

Abwürfe

Zu jeder Storchensaison gehört leider auch immer das Thema "Abwürfe" - Küken, die zumeist tot unter dem Nest gefunden werden. Die Ursachen können dabei ganz vielfältig sein, wie auch die letzten Tage wieder gezeigt haben. Oft ist es möglich, anhand der näheren Umstände die Ursachen wenn nicht zu ergründen so doch zumindest plausibel zu machen. So fanden Anwohner in Heiligenhagen ein noch sehr kleines Küken unter dem Nest, daneben aber auch zwei Eier, bei denen der Schlupf unmittelbar bevorstand. Da Witterungseinflüsse und Nahrungsengpässe hier ausscheiden und beide Altstörche noch am Nest sind, ist als Ursache Fremdeinwirkung, vermutlich durch andere Störche, wahrscheinlich. In Thulendorf wurde ein recht kleines Küken tot unter dem Nest gefunden, während oben im Nest noch drei - deutlich besser entwickelte - Geschwister zu sehen waren. Hier dürfte der klassische Fall des "Nesthäkchen-Schicksals" eingetreten sein. Das kleinste, als letztes geschlüpfte Küken bekommt nicht genug Futter ab, verkümmert schließlich und stirbt dann oft schon im Nest. Wieder anders dürfte der Fall in Hohen Schwarfs gelagert gewesen sein. Hier beobachteten die Anwohner, dass ein Altstorch nacheinander versuchte, zwei Küken zu verschlingen. Das misslang zwar, doch lagen die beiden armen Kreaturen am nächsten Tag dann tot unter dem Nest. Der Altvogel dürfte hier bewusst die Anzahl der Küken reduziert haben, weil er instinktiv festgestellt hatte, dass das vorhandene Nahrungsangebot nicht ausreichen würde, um alle Küken zu kräftigen Jungstörchen heranzuziehen. Das ist auch aus menschlicher Sicht durchaus "vernünftig": vier schwächliche Küken flügge zu bekommen, ist wesentlich weniger sinnvoll als die Aufzucht von zwei am Ende kräftigen Jungstörchen. In Ziesendorf wurde ein nur wenige Tage altes Küken abgeworfen - hier könnte eine Krankheit die Ursache gewesen sein.
Glücklicherweise gibt es aus den letzten Tagen aber auch viele positive Nachrichten: so wurden in Cammin, Benitz, Satow, Rederank und Berendshagen drei Jungstörche beobachtet, in Kröpelin sogar vier. Dass das (vorläufige) Brutergebnis gerade hier so gut aussieht, ist nicht verwunderlich, denn das Kröpeliner Paar - vermutlich aus zwei Westziehern bestehend - war in unserer Region mit weitem Abstand am frühesten komplett. Dementsprechend sind dort auch schon Mitte Mai die ersten Küken geschlüpft. Der Regen, der heute Abend eingesetzt hat, ist zwar sehr kräftig angekündigt, aber er wird nicht zu lange anhalten und vor allem wird es mild bleiben. Er sollte von den Küken gut überstanden werden, dafür aber das Nahrungsangebot wieder verbessern.

Aktuell: Bruterfolgskarte

Späte Rückkehrer

Erschöpft von der langen Reise: erst vor einem Tag zurückgekehrte Brutstörchin DEH HC 981 in Bröbberow

Auch zu Beginn des Monats Mai sind noch weitere Störche in unseren Betreuungsgebieten zurückgemeldet worden. Sie zählen inzwischen schon zu den spät Eingetroffenen. In den meisten Fällen wird es sich bei Störchen, die erst im Mai Horstbindung erlangen, um junge Störche ohne Bruterfahrung handeln, die jetzt erstmals einen Horst besetzen - manchmal auch nur für wenige Tage. In diese Kategorie würde ich den gestern in Ziesendorf eingetroffenen Storch sowie das aus Rosenhagen gemeldete Paar einordnen. Beide Horste waren im Vorjahr unbesetzt. Anders verhält es sich mit dem Storch, der seit gestern den Bröbberower Horst besetzt - es ist die beringte Störchin DEH HC 981, die hier im Vorjahr Brutstorch war und nun sicher noch auf ein Männchen hofft, um eine (späte) Brut beginnen zu können. Das Beispiel zeigt, dass also auch noch erfahrene Brutstörche unterwegs sind und sehr spät eintreffen.
Unterdessen wird aus dem Altkreis Ribnitz-Damgarten gemeldet, dass dort in den letzten Tagen der zweite Storch in Redderstorf, ein Paar in Hermannshof und - als Neuansiedlung - ein weiteres Paar in Semlow festgestellt wurden. Bis auf den Standort Tangrim sind dort alle im Vorjahr besetzten Nester belegt und dazu noch drei neue.

In Kürze schlüpfen die ersten Storchenküken

Nicht nur wie hier bei diesem Storchenpaar in Clausdorf (Foto: B. Rosien, 2.5.10) wird vielerorts auf Nachwuchs gewartet. Nachdem bis Ende März schon 19 Storchenpaare eingetroffen waren, wird es jetzt nur noch wenige Tage dauern, bis die ersten Küken schlüpfen. Dann beginnt wieder eine sehr aufregende Zeit. Hoffen wir, dass die Altstörche besonders in den ersten 14 Tagen genügend Nahrung finden und auch das Wetter mitspielt. Die doch sehr erheblichen Niederschlagsmengen am Montag dürften gerade zur rechten Zeit gefallen sein, denn Regenwürmer sind eine Hauptnahrungsquelle für die ganz kleinen Schnäbel. Auch für die kommenden Tage ist wechselhaftes und recht kühles Wetter angesagt, aber da die Jungen zunächst noch von einem Altvogel gehudert werden, sollte das insgesamt kein großes Problem darstellen.
In Vorder Bollhagen ist ein zweiter Storch gesichtet worden, während das Ziesendorfer Paar den Horst leider seit Sonntag verlassen zu haben scheint. Eine große Beobachtungstour plane ich für den Samstag. Danach werden wir mit ziemlicher Sicherheit wissen, wieviele Paare überhaupt brüten und wo vielleicht noch Nachzügler eingetroffen sind. In Kirch Mulsow wird es darum gehen, die Ringnummer der dort brütenden Störchin abzulesen.
Hier noch die Standorte, die im März bereits besetzt waren und wo jetzt die ersten Küken erwartet werden:
Nustrow, Stäbelow, Clausdorf, Schmadebeck II, Schwaan I, Wendfeld, Hohen Luckow, Kowalz, Grammow, Pankelow I, Vogtshagen, Volkenshagen, Göldenitz/Amt Warnow Ost, Groß Bölkow, Lieblingshof, Biestow.

Neu- und Wiederansiedlungen


In Reinstorf/NWM sieht es nach einer Wiederansiedlung nach mehrjähriger Unterbrechung aus. Am 24. und am 27. April trafen die beiden Störche ein. Foto: R. Sauer

Ende April/Anfang Mai ist in jedem Jahr der Zeitraum, in dem Wiederbesetzungen von verwaisten Nestern oder Neuansiedlungen von Storchenpaaren besonders wahrscheinlich sind. Das hängt zum einen damit zusammen, dass dann schon nahezu alle als "gut" und für eine erfolgreiche Brut aussichtsreich angesehenen Nester besetzt sind und zum anderen junge, unerfahrene Störche erstmals nach einem Nistplatz Ausschau halten. Häufig sind diese Ansiedlungen im ersten Jahr ohne Bruterfolg, doch ein erheblicher Teil von ihnen wird im folgenden Jahr wiederbesetzt und dann sieht es häufig besser aus. In unserer Region, in dem seit 2006 von Jahr zu Jahr weniger Storchenpaare brüten, sind Wieder- und Neuansiedlungen selten geworden. In diesem Jahr gab es bisher mit Pankelow II eine Neuansiedlung. Heute sichtete ich in Niendorf, wo das letzte Mal 2001 ein Paar brütete, zumindest einen Storch in einer Nisthilfe. Es war auch schon ein wenig Nistmaterial eingetragen worden. Gibt es hier einen weiteren Ansiedlungsversuch? - Anwohner berichteten, dass der Einzelstorch bereits seit fünf Tagen am Nest ist.
In Ziesendorf ist die Situation noch nicht ganz klar - das Paar ist zwar seit zehn Tagen konstant am Horst und gelegentlich sitzt ein Storch auch schon längere Zeit, einen eindeutigen Brutbeginn konnten die Anwohner jedoch noch nicht feststellen.

"Neu entdecktes" Storchenpaar in Volkenshagen

Dieser Tage gab es für die Storchenbetreuer im Landkreis Bad Doberan ein Erlebnis der ganz besonderen Art - die "Neuentdeckung" eines bereits seit mehreren Jahren bestehenden und besetzten Storchennestes, und zwar in Volkenshagen bei Rövershagen. Wie ist so etwas möglich, wo doch die Weißstorchbetreuer den Anspruch erheben, den Brutbestand flächendeckend und vollständig zu erfassen? In diesem Fall kamen mehrere Umstände zusammen:
- Volkenshagen hatte seit vielen Jahren kein Storchenpaar mehr
- der Nistmast wurde auf private Initiative hin errichtet
- der Standort liegt etwa 200 Meter von der Straße entfernt, ziemlich versteckt hinter einem Waldstück
Informiert wurden wir von einer aufmerksamen Zeitungsleserin, die im Nachbardorf wohnt und die Ankunft der Störche melden wollte. Wir staunten nicht schlecht, als wir dort in Volkenshagen ein gut ausgebautes Nest vorfanden, in dem bereits gebrütet wurde. Es befindet sich am Rande einer großen Wiesen- und Weidenlandschaft. Direkt unter dem Nest und in der weiteren Umgebung grasen zahlreiche Rinder. Wir haben uns über die Entdeckung sehr gefreut und sind guter Hoffnung, dass hier in diesem Jahr auch Storchennachwuchs erfolgreich groß gezogen wird (im Vorjahr soll das Paar ohne Bruterfolg geblieben sein).
In den letzten Tagen komplett geworden sind die Paare in Benitz, Satow und Ziesendorf.

Viele Storchenpaare ohne Nachwuchs


Dieses Foto aus Hohen Luckow ist beispielhaft für den insgesamt unerfreulichen Verlauf der diesjährigen Storchensaison in unserer Region und weiten Teilen Ostdeutschlands. Die beiden Altstörche stehen beschäftigungslos vor ihrem verlassenen Horst - zum ersten Mal seit 1997 gibt es in Hohen Luckow, einem der erfolgreichsten Standorte der letzten zehn Jahre, keinen Nachwuchs (abgesehen von dem am 6.6. abgeworfenen Küken, das ich lebend in den Rostocker Zoo bringen konnte). Besonders in den letzten Tagen erreichten uns viele Nachrichten über leere Horste. Insgesamt rechnen wir momentan damit, dass etwa 40 % der 58 Horstpaare im Landkreis Bad Doberan ohne flüggen Nachwuchs bleiben werden - ein eindeutiges Indiz für ein so genanntes Störungsjahr (zum Vergleich: im guten Storchenjahr 2007 waren es nur rund 20 %).
Die Gründe sind ganz unterschiedlich. Eine größere Anzahl Storchenpaare hat gar nicht erst mit der Brut begonnen, überwiegend waren sie erst Ende April/Anfang Mai komplett. Dazu zählen die Störche in: Groß Bölkow, Groß Lüsewitz, Kambs, Kirch Mulsow, Klingendorf, Petschow, Roggow, Wischuer und Zarnewanz.
In anderen Fällen wurde die Brut vorzeitig abgebrochen oder war erfolglos, sodass keine Jungen schlüpften: Benitz, Bentwisch, Göldenitz/Amt Schwaan, Nustrow, Thelkow und Ziesendorf.
In Heiligenhagen wurden vor einigen Wochen mehrere befruchtete Eier abgeworfen - ob es die Brutstörche selbst oder Fremdstörche waren, ist ungeklärt. Zumindest ein Storch, erkennbar an einer Wölbung auf der Stirn, ist kontinuierlich am Horst geblieben.
Besonders tragisch erscheint das Schicksal der Küken in Kröpelin - dort waren zu erst vier Junge geschlüpft, die seit kurzem nicht mehr im Nest zu sehen sind. Über die Ursachen ist vorerst nichts bekannt. Auch in Griebnitz fütterten die Altstörche bereits Junge, bevor es am 5. und 6. Juni zu schweren Horstkämpfen mit einem zweiten Paar kam, nach denen die Jungen nicht mehr lebten. Auch die Brutstörche sind seitdem nicht mehr am Horst gesehen worden. Die Trauer vieler Anwohner ist sicher gut nachvollziehbar.
Dennoch wird voraussichtlich eine knappe Mehrheit der Storchenpaare Junge groß bekommen. Die genauen Zahlen werden erst in etwa vier Wochen feststehen, doch gibt es ab heute wieder unsere Bruterfolgskarte, auf der jeder einzelne Standort mit seinem aktuellen Stand eingetragen ist.

Zahlreiche Storchenküken werden Opfer der nasskalten Witterung

Dieser etwa zwei bis drei Wochen alte Jungstorch, den ich heute Abend frischtot unter dem Storchenhorst in Rukieten fand, ist vermutlich nur eines von zahlreichen Küken, die der augenblicklichen, nasskalten Witterungsperiode in unserer Region zum Opfer fallen. Gestern und heute meldeten Anwohner (aus Moitin, Clausdorf, Schmadebeck II und Rederank) den Fund von vier weiteren Abwürfen, wobei dies nur die Spitze des Eisbergs sein dürfte, denn viele dieser tragischen Vorfälle bleiben unentdeckt oder werden uns nicht gemeldet. Aus Kröpelin erhielten wir die Information, dass dort statt anfangs vier jetzt nur noch drei Jungstörche zu sehen sind, und auch in Grammow sind es nur noch zwei oder drei statt ursprünglich vier Jungstörche. In allen Fällen ist allerdings noch mindestens ein weiteres Küken im Horst, sodass zumindest noch keine "Totalausfälle" gemeldet wurden. Der landläufig als "Schafskälte" bezeichnete Einbruch von Polarluft trifft besonders die früh geschlüpften Jungstörche, die jetzt im Alter von zwei bis drei Wochen nicht mehr ausreichend von ihren Eltern gehudert werden können. Bei Regenmengen von 18 Litern in 6 Stunden (wie letzte Nacht in Rostock-Warnemünde) und gleichzeitigen Temperaturen weit unter 10 Grad Celsius kommt es schnell zu einer Durchnässung und Unterkühlung, die dann auch bei gut ernährten Jungstörchen sehr schnell zum Tode führen kann. Nach Auswertung der Regenradarbilder der vergangenen Nacht scheint der Ostteil unseres Landkreises besonders anhaltenden und starken Niederschlag abbekommen zu haben. Leider hält das niederschlagsträchtige und sehr kühle Wetter auch morgen noch an. Wir müssen somit davon ausgehen, dass es noch in etlichen weiteren Nestern zu Verlusten unter dem Storchennachwuchs kommen wird.

Vielerorts ruhiges Brutgeschäft


Weite Wiesen prägen die Landschaft vor dem Biendorfer Storchennest (es befindet sich auf dem Mast in der Hintergrund-Mitte)

Zwei Kontrollfahrten in den westlichen Teil des Landkreises Bad Doberan erbrachten in den vergangenen Tagen den Eindruck, dass in den meisten der dort besetzten Horste ruhig gebrütet wird. Ausnahmen stellen lediglich Ziesendorf, Wischuer und Schmadebeck I dar. Hier wird es in diesem Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Storchennachwuchs geben. Demgegenüber scheint das Paar in Bröbberow doch noch mit dem Brutgeschäft begonnen zu haben. Auch aus Klein Grenz gibt es Positives zu vermelden. Erstmals seit vielen Jahren wird dort jetzt von einem Storchenpaar am Horst gebaut. Ob es noch zu einem Brutversuch kommt, erscheint indes mehr als fraglich. Aus Pastow erreichte uns die Nachricht, dass dort seit dem 8. Mai ein Storch am Horst ist (im Vorjahr war der Standort unbesetzt). Aktuelle Fotos gibt es - wie immer im Fotoalbum - dieses Mal aus Biendorf, Moitin und Parkentin.

Zwei weitere Paare komplett

Heute haben wir erfahren, dass in Göldenitz/Amt Schwaan (seit dem 12.4.) und in Griebnitz (seit dem 21.4.) jeweils ein zweiter Storch am Nest ist. In Göldenitz wird bereits gebrütet. In Ziesendorf fanden am 21. April heftige Storchenkämpfe statt, an denen insgesamt fünf Störche beteiligt waren. Es kam dabei offenbar zu einem Paarwechsel. Während der Horst bis zum Dienstag kontinuierlich besetzt war und eindeutige Zeichen der Brutvorbereitung erkennbar waren, sind seitdem immer nur abends und nachts zwei Störche am Horst. Ob es unter diesen Voraussetzungen noch zu einer Brut kommt, erscheint fraglich. Im Nachbarort Bröbberow wartet ein einzelner Storch bereits seit dem 2. April Storch auf einen Partner bzw. eine Partnerin. Bisher ist leider noch keine/r eingetroffen. Die Nester in Gerdshagen und Rosenhagen waren bis gestern Abend immer noch unbesetzt. Weitere Kontrollen erfolgen heute und morgen. Die neuen Ankunftsdaten finden sich auch auf unserer aktualisierten Ankunftskarte

Broderstorfer Storchenpaar mit vier Füßen


Ein Storchenfreund schickte uns heute dankenswerter Weise dieses Foto der beiden Störche vom Horst Broderstorf II, wo im Vorjahr die Störchin einen Fuß verlor. Diese beiden Störche wirken körperlich unversehrt und haben vier Füße. Ein Ringträger ist nicht dabei.

In den letzten Tagen gab es wieder Bewegung bei der Besetzung der Storchennester, offensichtlich aber leider nicht im erhofften Umfang. In Roggow, Hohen Schwarfs und Benitz verschwand sogar jeweils ein Storch vom Nest. Nur in Benitz gab es inzwischen - am 17.4. eine Rückkehr (oder einen Neuankömmling). Weitere aktuelle Daten liegen von folgenden Standorten vor:
- Rostock Zoo II (beide am 17.4. im Nest)
- Ziesendorf (1. Storch am 11.4., 2. Storch am 13.4. eingetroffen)
- Hohen Luckow (2. Storch am 17.4. eingetroffen)
- Satow Hof (2. Storch am 18.4. eingetroffen)
- Lieblingshof (2. Storch am 20.4. eingetroffen)
Unsere Ankunftskarte wurde wieder auf den aktuellen Stand gebracht.

Befund für tote Ziesendorfer Jungstörche liegt vor

Seit heute liegt ein ausführlicher Befund für die drei Jungstörche vor, die am 24./25. Juni in Ziesendorf verendet waren (siehe vorangegangenen Bericht). Herr Philipp Weps von der FU Berlin, der die Tiere im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Aufklärung der Todesursachen von Weißstorchnestlingen untersucht hat, teilte mit, dass der Tod mit großer Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit einem parasitären Infekt zu sehen ist. Bei zwei der drei Jungstörche wurde ein hochgradiger Befall mit einem Luftröhrenwurm festgestellt, der bei Störchen relativ selten vorkommt. Er kann sowohl zur starken Schwächung der Tiere führen (mit nachfolgendem Ausbleiben des Futterbettelns - dies war in Ziesendorf beobachtet worden) oder aber direkt die Todesursache gewesen sein. Die Ziesendorfer Anwohner berichteten heute, dass zwischenzeitlich nur noch zwei Mal jeweils ein Altstorch am Nest war, das ansonsten jetzt unbesetzt ist. Hoffen wir, dass die Störche im nächsten Jahr wiederkommen und dann mehr Erfolg haben.

Traurige Nachrichten von den Ziesendorfer Jungstörchen

Die beiden gestern Abend lebend aus dem Ziesendorfer Storchennest geborgenen Jungstörche haben es leider nicht geschafft. Trotz intensiver Bemühungen verendete der erste noch gestern Abend, der zweite dann heute Vormittag. Die offenkundig durch tagelange Unterversorgung mit Futter und Wasser hervorgerufene Schwächung war bereits so weit vorangeschritten, dass die menschliche Hilfe zu spät kam.
Wir haben durch nochmalige Befragungen unter den Anwohnern versucht, die Vorgeschichte dieses traurigen Ereignisses zu rekonstruieren. Danach konnte bis einschließlich Donnerstag vergangener Woche regelmäßiges und intensives Futterbetteln der Jungstörche festgestellt werden. Die Fütterungen verliefen bis dahin vergleichsweise "normal". Am Freitag und Samstag war von den Jungen dann plötzlich nichts mehr zu sehen oder zu hören. Es konnten auch keine Fütterungen mehr am Nest festgestellt werden. Die Anwohner gingen davon aus, dass die Jungstörche nicht mehr am Leben waren, zumal die Altstörche auch nachts nicht mehr am Nest oder in Nestnähe beobachtet wurden. Am Sonntag waren dann im Nest plötzlich wieder Bewegungen festzustellen. Beim Einsatz eines Gartenschlauches reckten sich drei Schnäbel dem gespendeten Wasser entgegen. Auch der später durch ein Gewitter folgende Niederschlag löste leichtere Aktivitäten bei den Jungen aus. In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde wurde vor Ort die Entscheidung getroffen, das Nest am folgenden Tag anzufahren und gegebenenfalls geschwächte Jungstörche auszuhorsten. Montag früh stand dann unvermittelt für etwa drei Stunden wieder ein Altstorch auf einem Hausdach in Nestnähe. Ob er die Jungen zuvor gefüttert hatte oder nicht, konnte nicht eindeutig geklärt werden.
Was genau die Verhaltensänderungen der Alt- und der Jungstörche ausgelöst hat, konnte bisher nicht sicher geklärt werden. Sehr wahrscheinlich ist wie gesagt eine durch Nahrungsmangel ausgelöste Unterversorgung mit Futter und Wasser. Um möglicher Weise näheren Aufschluss über die Todesursache(n) zu erhalten, werden die drei toten Jungstörche morgen nach Berlin gebracht und dort am Institut für Tierpathologie der Freien Universität Berlin von Philipp Weps im Rahmen seines Forschungsprojekts zur Aufklärung von Todesursachen bei Weißstorch-Nestlingen untersucht. Über die Ergebnisse werden wir informieren.
Der Vorfall am Ziesendorfer Nest steht in diesem Jahr - bei extremer Trockenheit während der Nestlingszeit - keinesfalls allein da. Ähnliches ist leider auch an anderen Nestern beobachtet worden - wir haben darüber berichtet. Teilweise setzten die Altstörche ihre zwischenzeitlich stark eingeschränkten Fütterungen aber auch wieder regulär fort - so geschehen in Groß Lüsewitz und in Parkentin. Eine Beurteilung der jeweiligen Situation am Nest ist unter den momentan herrschenden, außergewöhnlichen Umständen außerordentlich schwer.

Bereits am Sonntag kam es nach Mitteilung von Anwohnern auch in Benitz zu einem ungewöhnlichen und dramatischen Vorfall. Zwei angreifende Störche vertrieben den am Nest stehenden Brutstorch auf ein Hausdach und hieben mit gezielten Schnabelstößen auf die beiden im Nest befindlichen, etwa fünf bis sechs Wochen alten Jungstörche ein. Es gelang den Anwohnern in mehreren Versuchen, die Angreifer zu vertreiben. Ein Junges trug offenbar Blessuren im Rückenbereich davon, während das zweite scheinbar unversehrt blieb. Eine Nachfrage heute ergab, dass beide Jungstörche weiter regulär von den Altstörchen versorgt werden, einer wirkt dabei allerdings weniger mobil als zuvor.

Rettungsaktion am Ziesendorfer Storchennest

Bei einer Rettungsaktion am Ziesendorfer Storchennest konnten heute Abend mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Bad Doberan (Tierrettung) zwei etwa fünf Wochen alte Jungstörche lebend geborgen werden. Ein dritter war bereits verendet als ein Feuerwehrmann und ich ihn aus dem Nest nahmen. Dieser Eingriff ins Horstgeschehen war zwingend notwendig geworden, nachdem die Anwohner seit mehreren Tagen keine Fütterungen mehr festgestellt hatten und auch die Altstörche nicht mehr am Nest beobachten werden konnten. Die bis Mitte letzter Woche sehr lebhaften Jungstörche waren nur noch ganz sporadisch im Nest zu erkennen gewesen und gaben kaum noch Lebenszeichen von sich.

Die beiden überlebenden Jungstörche erhielten eine Erstversorgung mit Wasser und Fisch und wurden vorerst in einem sicheren Nebengelass der Anwohner auf Stroh gebettet. Einer der beiden geretteten Jungstörche machte bereits einen recht vitalen Eindruck und nahm eigenständig Nahrung auf, während dies beim zweiten nur mit Nachhilfe gelang. Sein Zustand ist momentan als kritisch einzustufen. Wir berichten weiter über das Schicksal der beiden Jungstörche.

Horsterkundungen

Dieses Anwohner-Foto vom 13. Juni aus Kambs zeigt ein Storchenpaar, das sich möglicherweise schon nach einer geeigneten Nistmöglichkeit für das kommende Jahr umschaut, denn eine feste Ansiedlung gab es dort bisher noch nicht zu verzeichnen. Dieses Verhalten praktizieren vor allem jüngere Störche, die in dieser Saison (noch) nicht gebrütet haben.
Die auf die anhaltende Trockenheit zurückzuführenden Dramen in den Storchennestern gehen indes weiter. Heute berichteten Anwohner, dass sich in Ziesendorf kein Leben im Nest mehr regt und auch die Altstörche in der letzten Nacht nicht mehr auf dem Nest gesehen wurden. Bis gestern wirkten die schon mindestens vier Wochen alt gewesenen Jungstörche noch sehr vital.
Positives kann dagegen von zwei Standorten gemeldet werden , die bisher ebenfalls als Totalausfälle gemeldet worden waren. In Parkentin ist ein sehr kleiner Jungstorch im Nest und in Bentwisch sind es sogar drei, die bereits recht groß sind.

Anhaltende Trockenheit fordert weitere Opfer in den Storchennestern


Der letzte verbliebene Jungstorch in Clausdorf?

Die mittlerweile seit mehr als vier Wochen anhaltende Trockenheit hat weitere Opfer in den Storchennestern unserer Region gefordert. In Clausdorf ist nach dem Abwurf zweier Küken an diesem Wochenende nur noch ein Jungstorch im Nest zu sehen. Ob es in Stäbelow noch lebende Küken im Storchenhorst gibt, ist fraglich, denn zumindest am Samstag waren beide Altstörche längere Zeit gemeinsam unterwegs. Heute waren dann am äußeren Nestrand zwei tote Küken zu sehen.
Vergleichsweise günstig sind dagegen die letzten Informationen aus Benitz, Ziesendorf (je zwei Junge) und Fienstorf (drei Küken im Nest). Auch in Kritzmow konnten heute erstmals Fütterungen beobachtet werden. Von allen erwähnten Standorten - mit Ausnahme von Fienstorf - gibt es aktuelle Aufnahmen im Fotoalbum.
Es steht zu befürchten, dass sich das Nahrungsangebot aufgrund der angekündigten Fortdauer der Trockenheit in nächster Zeit eher noch verschlechtern wird. Es muss daher mit weiteren Verlusten gerechnet werden. In etwa zwei Wochen sollte ein erster genereller Überblick über die Nester unserer Region möglich sein.

Dreijähriger polnischer Ringstorch brütet in Schmadebeck

Dank des tollen Engagements und der herausragenden Fotos von Bernd und Heidi Rosien, die auch dieses Jahr wieder "Storchenurlaub" in unserer Region machen, konnten in den vergangenen Tagen gleich zwei "unserer" Ringstörche identifiziert werden.

Abflug des polnischen Ringstorchs VH 8940 Gdansk an seinem Horst Schmadebeck I

Eine große Überraschung stellte dabei der männliche Ringstorch am Standort Schmadebeck I dar. Er trägt einen Ring der polnischen Beringungszentrale in Gdansk - VH 8940. Dank überaus freundlicher und schneller Reaktion des Storchenspezialisten W. Kania aus Gdansk konnten auch schon die Beringungsdetails ermittelt werden: VH 8940 wurde am 22. Juni 2005 in Kłopot beringt. Kłopot ist das größte Storchendorf in Westpolen. Es liegt im Oderbruch, unweit von Eisenhüttenstadt. Dort gibt es unter anderem das einzige polnische Storchenmuseum sowie eine Vogelstation. Der dreijährige Storch hat sich für seinen vermutlich ersten Brutversuch mit Schmadebeck I unseren - von den Nachwuchszahlen her - besten Standort der letzten Jahre ausgesucht und dafür eine Distanz von rund 285 Kilometern Luftlinie in Kauf genommen. Mal sehen, ob er es schafft, in die Fußspuren seines Vorgängers zu treten: im Vorjahr gab es fünf Junge, von denen vier flügge wurden. Im Fotoalbum gibt es verschiedene Fotos von ihm zu sehen, die alle vorgestern von Bernd Rosien gemacht worden sind.


Siebenjährige Parkentiner Ringstörchin Hi L 864

Ebenfalls aufgrund der tollen Fotos (und der notwendigen Geduld am Spektiv) des Ehepaars Rosien konnte geklärt werden, dass die Parkentiner Ringstörchin der beiden Vorjahre wieder auf ihrem angestammten Horst zurück ist. Wie in den Vorjahren kehrte sie erst spät, am 25. April, zurück. Jetzt wird dort bereits seit einiger Zeit gebrütet. Storchennachwuchs in noch unbekannter Anzahl wurde uns aus Ziesendorf, Wischuer und Thulendorf gemeldet.

Viel Aufregung am Wochenende!


In Groß Potrems ist das Storchenpaar seit kurzem komplett.

Dieses Wochenende war an einer ganzen Reihe von Storchennestern durch viel Aufregung gekennzeichnet. Es begann mit der Meldung eines von Anwohnern unversehrt geborgenen Eies unter dem Storchenhorst Ziesendorf, wo vor einigen Tagen länger anhaltende Storchenkämpfe stattgefunden hatten. Die Ursache ist erst einmal nicht erklärlich, ein Paar ist weiter am Nest, hat aber offensichtlich noch nicht mit der Brut begonnen. In Kritzmow, wo es im Juli/August letzten Jahres eine späte Ansiedlung gegeben hatte, ist die Situation zurzeit unklar. Nach Anwohnerberichten war etwa seit dem 10. April ein Storchenpaar auf dem Nest. Es wurden Kopulationen beobachtet und es muss auch mindestens ein Ei gelegt worden sein, denn gestern Abend fand ich ein zerbrochenes direkt unter dem Nest. Oben stand ein einzelner Storch. Offenbar haben auch hier Storchenkämpfe stattgefunden. Wir bemühen uns um Aufklärung. In Thulendorf konnte zunächst der männliche Ringstorch annähernd sicher identifiziert werden. Zu 99 % handelt es sich um einen bereits 15jährigen, 1993 im Rostocker Zoo beringten Storch. Dieser hat im letzten Jahr definitiv nicht in Thulendorf gebrütet. In den letzten Tagen gab es einen anhaltenden, massiven Angriff, bei dem der männliche Ringstorch im Bereich zwischen Augen und Schnabel mehrere blutige Verletzungen davontrug. Bei dem angreifenden Storch, der sich mehrere Tage lang in Nestnähe aufhielt, könnte es sich um den (unberingten) männlichen Altstorch des Vorjahres gehandelt haben. Dies könnte die Intensität und Vehemenz des Angriffs erklären. Offenbar ist das Gelege, auf dem das Weibchen saß, nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Im Nest Broderstorf II hat das Weibchen offenbar eine schwer wiegende Fraktur am linken Bein, knapp oberhalb der Zehen. Bisher scheint sie damit dennoch erfolgreich auf Nahrungssuche gehen zu können. Mittelfristig erscheint ihr Schicksal aufgrund der Schwere der Verletzung jedoch mehr als ungewiss. Ihr Partner hat unterdessen in großen Mengen Plastik ins Nest eingetragen, gebrütet wird offenbar noch nicht. In Rothbeck haben Anwohner seit drei Tagen kein Storchenpaar mehr feststellen können. Aus Heiligenhagen berichteten Anwohner, dass das Nest dort 14 Tage lang völlig verwaist war. Erst seit gestern ist wieder ein Storch am Nest. Am Standort Groß Potrems I, wo im Vorjahr ein Altstorch tödlich verunglückte, hat sich glücklicher Weise am Dienstag ein zweiter Storch eingefunden. Schließlich wurde aus Goorstorf berichtet, dass dort bereits seit dem 2. April ein Storch mehr oder weniger regelmäßig am Nest ist. Die Ankunftskarte wurde aktualisiert, und im Fotoalbum gibt es Aufnahmen vom Samstag/Sonntag aus Benitz, Cammin, Kritzmow und Ziesendorf.

Ringstörche, Horstkämpfe und anderes


Einer der beiden Ziesendorfer Störche heute früh, kurz nach erfolgreicher Abwehr eines angreifenden Fremdstorchs

Das schöne Frühlingswetter lockte heute zu einer ausgiebigen Storchentour in den südlichen und westlichen Teil des Landkreises. Gleich am ersten besuchten Horst in Ziesendorf wurden wir gerade noch Zeuge eines Storchenkampfes. Die Anwohner berichteten, dass das seit dem 4. April komplette Horstpaar bereits seit mehreren Tagen regelmäßig um seinen Horst kämpfen muss. Ähnliches erlebten wir später auch am Standort Schmadebeck I. Der männliche Ringstorch ist weiter dort, doch gelang die Ablesung des Ringes noch nicht. Sicher ist nur, dass er unten links einen Metallring trägt. Zwischenzeitlich hatten Hans-Heinrich Zöllick und ich in Reinstorf im Nachbarlandkreis Güstrow Glück, als wir den Storch mit der Ring Nr. DEW 2 X 979 ablesen konnten. Woher dieser Träger eines ELSA-Ringes stammt, konnten wir bisher noch nicht ermitteln. In Parkentin konnten wir feststellen, dass der seit Ende März anwesende Storch unberingt ist, es sich also nicht um die beringte Brutstörchin des Vorjahres handelt. An verschiedenen Standorten (Gerdshagen, Clausdorf, Stäbelow, Rederank) dürfte bereits gebrütet werden, andernorts (u. a. Rosenhagen, Radegast, Altenhagen II) scheint es in diesem Jahr noch keine Aktivitäten gegeben zu haben. In Bröbberow und in Hof Tatschow waren in den vergangenen Wochen jeweils nur kurzzeitig Störche am Nest. Schließlich wurde heute Nachmittag in Pastow der erste Storch am Nest gesehen. Die Ankunftskarte ist wieder aktualisiert worden.

Fütterung in Benitz

Angesichts von 63 Brutpaaren in unserer Region steht die endgültige Anzahl der ausfliegenden Jungstörchen immer noch nicht exakt fest. Es kommt noch zu leichten Verschiebungen. Während in den beiden vergleichsweise schlecht einsehbaren Nestern Gerdshagen I und Reinshagen wahrscheinlich jeweils noch ein weiterer Jungstorch gestorben ist, konnten in Moitin erfreulicher Weise zwei Jungstörche (einer mehr als bisher angenommen) gezählt werden. Die Bruterfolgskarte ist wieder entsprechend aktualisiert worden.
In Benitz wurde ich heute wieder Zeuge einer sehr kurzen Fütterung. Der Altstorch flog schon nach wenigen Minuten wieder ab. Außer diesem Bild aus Benitz gibt es im Fotoalbum aktuelle Fotos aus Ziesendorf und Bröbberow sowie weitere aus Benitz.

Bilder von einer abendlichen Rundfahrt

Im Fotoalbum gibt es neue Bilder einer abendlichen Rundfahrt zu verschiedenen Nestern im Süden unseres Landkreises (Zeez, Göldenitz/Amt Schwaan, Rukieten, Schwaan II, Ziesendorf). Soweit erkennbar oder von Anwohnern berichtet, scheinen die Jungstörche die Wetterunbilden der letzten Tage im Wesentlichen gut überstanden zu haben. In Göldenitz (Amt Schwaan) entdeckte ich noch mindestens ein weiteres Köpfchen zu dem einen bisher schon bekannten Jungstorch. Dieses Foto zeigt die letzte abendliche Fütterung der beiden Jungstörche in Ziesendorf, wo sich vor kurzem ein Drama abspielte, als zwei schon recht große Storchenküken nach den Starkregenfällen des letzten Wochenendes verendeten.

Schlechtwetterphase im Westen gut überstanden

Eine ausgiebige Rundfahrt durch fast den gesamten Westen unseres Beobachtungsgebietes hat heute ergeben, dass der anhaltende und ergiebige Regen am Wochenende und gestern offenbar nur wenige Opfer unter den Jungstörchen gefordert hat. Wie es im Osten aussieht, wo mehr Regen fiel, ist zurzeit noch nicht bekannt. Aus Roggow, Schmadebeck I und Berendshagen ist jeweils ein Abwurf gemeldet worden, in Ziesendorf waren es zwei. Leider sieht es so aus, dass auch in Benitz ein weiteres Storchenküken verendet ist. Jedenfalls sind seit dem Wochenende nur noch zwei von "Ottokars" Geschwistern im Nest zu erkennen. In den Nestern Gerdshagen I und Schmadebeck II wurde jeweils noch ein dritter Jungstorch entdeckt, in Moitin und Rederank ist es dagegen wahrscheinlich jeweils nur einer.
Vom Benitzer Waisenstorch "Ottokar", der jetzt im Zoo Rostock aufgepäppelt wird, ist nachträglich noch dieses Foto vom 9. Juni aufgetaucht. Es zeigt die erste Fütterung durch Menschenhand.

Morgen Beringungsaktion im Zoo Rostock

Am morgigen Donnerstag findet im Rostocker Zoo die diesjährige Beringung der "wilden" Jungstörche statt. Neben "Ottokar", dem in Benitz aus dem Nest gefallenen Jungstorch, wird auch der Nachwuchs der beiden Nester Rostock Zoo I und Rostock Zoo II Ringe erhalten. Wir bemühen uns um einen Foto- und/oder Videobericht von dem Ereignis.
Außerdem ist noch zu vermelden, dass es in Moitin nun doch zwei Jungstörche im Nest gibt. Die aktualisierte Brutverlaufskarte kann am rechten Rand angeklickt werden. Aus Ziesendorf sind dagegen zwei verendete Storchenküken gemeldet worden. Es sollen jetzt noch zwei lebende Jungstörche im Nest sein. Dieses Foto einer Storchenfreundin vom Montag (vielen Dank dafür!) zeigt drei der Jungstörche im Nest Broderstorf I bei der "Nestpflege".

Abendliche Rundfahrt

Meine kleine Rundfahrt am gestrigen Abend führte mich zu verschiedenen Storchennestern im Süden des Landkreises. Außer in Rukieten und in Göldenitz (Schwaan) traf ich auch in Ziesendorf und in Zeez jeweils einen brütenden Storch an. In Zeez erwischte ich ihn stehend, kurz bevor er sich wieder setzte.

Als leider leer erwiesen sich die in früheren Jahren besetzt gewesenen Storchenhorste in Reez, Damm und Kavelstorf.
Aus Tessin erreichte mich die Nachricht, dass dort erstmals gestern ein einzelner Storch auf dem Nest beobachtet werden konnte. Hoffen wir, dass er bleibt!
Unsere vervollständigte Brutverlaufskarte zeigt insgesamt 56 Standorte, an denen die Störche das Brutgeschäft aufgenommen haben (davon zwei im Bereich der Hansestadt Rostock). Jetzt warten wir auf die ersten Meldungen über geschlüpfte Jungstörche.

Neue Informationen und eine erste Einschätzung

Seit meinem letzten Bericht am Donnerstag sind erneut zahlreiche Informationen über Ankunftsdaten eingetroffen - allen aufmerksamen Storchenfreunden wieder ein herzliches Dankeschön für ihre Unterstützung! Dabei war allerdings nur ein richtiger Zugewinn zu verbuchen - in Parkentin traf auf dem Reetdachhorst der erste Storch am 14.4. ein. Ob es der beringte Altstorch des Vorjahres ist, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Darüber hinaus ist bei einer Reihe von Nestern jetzt der 2. Storch zurückgemeldet worden. Besonders gefreut habe ich mich, dass auch der Biestower Storch, der ja von einem Stockentenpaar aus seinem angestammten Nest vertrieben worden war, seit dem 16.4. nicht mehr allein ist. Auf diesem Bild, das beide Nester - das alte, jetzt von den Stockenten besetzte im Vordergrund und das neue im Hintergrund zeigt - ist nur ein Storch am Nest. Ich habe es am 16.4. frühmorgens aufgenommen.

Weiterhin gab es eine Reihe von Konkretisierungen bisher nicht genau bekannter Ankunftsdaten. Im Einzelnen habe ich folgende neue Daten vorliegen:
- Berendshagen (1. Storch: 4.4, 2. Storch: 8.4.)
- Biestow Dorf (1. Storch: 4.4., 2. Storch: 16.4.)
- Schwaan II (1. Storch: 31.3., 2. Storch: 31.3.)
- Bröbberow (1. Storch: 14.4., 2. Storch: 15.4.)
- Ziesendorf (2. Storch: 18.4.)
- Albertsdorf (1. Storch: 31.3., 2. Storch: 2.4.)
- Parkentin (1. Storch: 14.4.)
Ferner ist aus zwei Ortschaften ein nur vorübergehendes Besetzen der Nester gemeldet worden: Groß Bölkow (6.4.-14.4.), Retschow I (um den 4.4. herum). Zumindest in den letzten Tagen noch nicht besetzt waren: Goorstorf, Hof Tatschow, Altenhagen II, Radegast, Jörnstorf. Die Ankunftskarte wurde wieder aktualisiert.
Für eine detaillierte Bilanz ist es zwar noch zu früh, denn es liegen noch etwa zehn Tage vor uns, an denen weitere Störche zurückkehren können, die dann auch noch Aussicht auf Bruterfolg hätten. Momentan sieht es jedoch leider eher danach aus, dass sich die Anzahl der Brutpaare gegenüber den beiden (schlechten) Vorjahren noch weiter verringern wird. Diese Tendenz ist angesichts der sehr frühen Rückkehr vieler Störche schon im März doch etwas überraschend. Es passt auch ins Bild, dass uns bis heute keine Informationen über Neuansiedlungen erreicht haben. Nun - hoffen wir gemeinsam, dass es in den nächsten zehn Tagen noch eine Wende zum Positiven geben wird. Für die bereits eingetroffenen und vielfach schon seit längerem brütenden Brutpaare bestehen ungeachtet dessen weiterhin gute Aussichten auf viel Storchennachwuchs.

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