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Hastorf

Viel Betrieb rund um die Grasmahd

Schwedischer Ringstorch SVS 1621 bei Bad Doberan, 28.5.15. Foto: A. Hornburg.

In den letzten zehn Tagen hat die Grasmahd offenbar eine ganze Reihe von Störchen zur Nahrungssuche in unsere Region geführt. Dabei waren einige sehr interessante Beobachtungen möglich. So hat sich die am letzten Sonntag am Waidbach in einem Trupp von fünf Störchen noch "solo" beobachtete Störchin DEH HE623 jetzt offenbar für den in diesem Jahr neu besetzten Horst in Klein Schwaß entschieden. Gestern und auch heute stand sie dort mit dem unberingten Männchen auf dem Horst, das dort seit Anfang Mai ansässig ist. Südlich von Hastorf traf ich heute auf einer gemähten Grünlandfläche in einer Gruppe von sechs Störchen DEH HH056 an, beringt 2012 auf Rügen und dort noch zwei Tage zuvor zuvor von M. Bräse bei Ramitz beobachtet. Auch das dreijährige Männchen DEH HH782, das Anfang April bei seinem ersten Brutversuch in Volkenshagen vertrieben worden war, ist wieder aufgetaucht - am Montag bei der Grasmahd östlich von Konow. Aus Kambs erreichte uns die Nachricht, dass sich dort seit Pfingsten immer wieder Einzelstörche und auch Paare auf dem Nest aufhalten, zuletzt war gestern DEW 0X113 dabei, beringt 2012 in Schleswig-Holstein. Und schließlich sind seit Tagen bis zu sechs Störchen in den weiten Wiesenflächen der Conventer Niederung nordöstlich von Bad Doberan unterwegs. Darunter konnten gleich zwei in Schweden beringte Störche festgestellt werden.

Broderstorfer Storchenpaar mit vier Füßen


Ein Storchenfreund schickte uns heute dankenswerter Weise dieses Foto der beiden Störche vom Horst Broderstorf II, wo im Vorjahr die Störchin einen Fuß verlor. Diese beiden Störche wirken körperlich unversehrt und haben vier Füße. Ein Ringträger ist nicht dabei.

In den letzten Tagen gab es wieder Bewegung bei der Besetzung der Storchennester, offensichtlich aber leider nicht im erhofften Umfang. In Roggow, Hohen Schwarfs und Benitz verschwand sogar jeweils ein Storch vom Nest. Nur in Benitz gab es inzwischen - am 17.4. eine Rückkehr (oder einen Neuankömmling). Weitere aktuelle Daten liegen von folgenden Standorten vor:
- Rostock Zoo II (beide am 17.4. im Nest)
- Ziesendorf (1. Storch am 11.4., 2. Storch am 13.4. eingetroffen)
- Hohen Luckow (2. Storch am 17.4. eingetroffen)
- Satow Hof (2. Storch am 18.4. eingetroffen)
- Lieblingshof (2. Storch am 20.4. eingetroffen)
Unsere Ankunftskarte wurde wieder auf den aktuellen Stand gebracht.

Mehrere Nachzügler eingetroffen


Heute erreichten uns wieder einige erfreuliche Nachrichten, denn an mehreren Standorten ist das zum Teil wochenlange Warten auf einen zweiten Storch vorbei. So ist das hier auf einem Anwohnerfoto zu sehende Paar in Griebnitz seit dem 19. April komplett, während in Heiligenhagen der 2. Storch am 20. April und in Göldenitz bei Dummerstorf am 21. April eingetroffen ist. In Pastow haben Anwohner in Eigeninitiative für eine Säuberung des Horstes gesorgt - und wurden dafür belohnt. Seit dem 19. April ist dort ein Storch im Nest, und dieser scheint auch bleiben zu wollen (anders als ein kurzzeitiger Besucher vor etwa zwei Wochen).
In Hastorf gibt es dagegen nach wie vor keine feste Nestbindung. Immer wieder werden Horstbesucher festgestellt, zuletzt am 18. April auch ein Paar, doch blieben sie zumeist nicht sehr lange. Auch hier heißt es: Hoffen auf die kommenden Tage. Weitere "Wackelkandidaten" sind nach wie vor die Nester in Rothbeck und Kritzmow.

Die Brutzeit beginnt


Nachdem in diesem Jahr zahlreiche Storchenpaare bereits Ende März komplett waren, beginnt an vielen Standorten in diesen Tagen - mit einem Abstand von 7 bis 10 Tagen - das Brutgeschäft. Über vier bis fünf Wochen wird es dann Bilder wie dieses vom Sonntag aus Hohen Luckow geben. Wer genau hinschaut, erkennt in diesem mächtigen Nest einen zweiten Storch, der wahrscheinlich bereits brütet.
Auch heute gab es neue Meldungen über zurückgekehrte Störche, die wie immer zu einer Aktualisierung der Ankunftskarte geführt haben. Nunmehr wurde auch von den Standorten Reppelin, Broderstorf I und Hastorf (im Vorjahr unbesetzt!) der erste Storch gemeldet. In Neu Thulendorf und in Hohen Schwarfs traf jeweils der zweite Storch ein.

Neue Brutverlaufskarte!

Dank sehr netter Unterstützung durch ein storchenbegeistertes Urlauberpaar aus Berlin (auch an dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank!) können wir heute für fast den gesamten westlichen Teil des Landkreises Bad Doberan eine aktualisierte Brutverlaufskarte anbieten. Während die Störche in Hastorf leider in diesem Jahr nicht dauerhaft am Nest geblieben sind, haben sie in Parkentin und Rederank nun doch noch mit der Brut angefangen. Offenkundig muss es in Parkentin noch vor kurzem einen Partnerwechsel gegeben haben. Anders als noch Ende April ist dort jetzt einer der Brutstörche beringt (wie im Vorjahr). Gebrütet wird auch in Detershagen, Schmadebeck II und Reinshagen, was uns bisher so noch nicht gemeldet worden war.

Stand: 11.5.2007
dunkelgrün = Jungvögel geschlüpft
hellgrün = es wird gebrütet
gelb = Paar am Nest, aber keine Brut
orange = keine aktuelle Information vorliegend
lila = Einzelstorch am Nest
rot = verlassenes Nest, das 2007 zunächst besetzt war
weiß = Nest 2006 besetzt, 2007 unbesetzt
schwarz = Nest zwischen 2000 und 2005 mindestens in einem Jahr besetzt

8 weitere Rückkehrer - Probleme in Biestow?

Meine heutige Erkundungsfahrt begann ich mit einem Besuch in Biestow Dorf . Hier befindet sich seit vielen Jahren ein regelmäßig belegtes, auch beim Hervorbringen von Nachwuchs häufig erfolgreiches Storchennest. Mittlerweile ist es außer den beiden Nestern im Zoo das letzte besetzte im Stadtgebiet Rostock. Ausgerechnet hier bahnen sich offenkundig Probleme an, die vorhersehbar waren. In unmittelbarer Nähe des Nistmastes hat über den Winter eine Bebauung mit Reihenhäusern stattgefunden. Das scheint dem Storch, der laut Anwohnerauskunft seit etwa einer Woche wieder in Biestow ist, nicht zu gefallen. Jedenfalls hat er Nistmaterial sowohl auf den First des benachbarten Strohdachhauses als auch auf einen bisher nicht genutzten Nistmast in der Nähe aufgetragen. Auf diesem zweiten Nistmast, nicht aber auf seinem angestammten Nest, traf ich ihn heute auch an. Er flog kurze Zeit später ab und umkreiste relativ großräumig und in recht großer Höhe den Standort. Die Situation in Biestow erscheint zurzeit unklar. Wir werden so schnell wie möglich weitere Informationen einholen und uns dafür einsetzen, dass alles Mögliche getan wird, den langjährigen Standort zu erhalten.

Die Fotos zeigen das aufgetragene Nistmaterial auf dem angrenzenden Gebäude sowie den zweiten Mast, wohin der Storch ebenfalls Nistmaterial transportiert hat.

Die weitere Fahrt führte mich zunächst nach Parkentin (keine Anzeichen der Rückkehr erkennbar, im letzten Jahr gab es hier einen Ringstorch und zwei ausgeflogene Jungstörche) und dann nach Hastorf. Hier berichtete ein Anwohner, dass der erste Storch am 4.4. gesichtet worden sei. Anschließend kontrollierte ich das Storchennest in Ivendorf . Ich traf das Storchenpaar am Nest an, allerdings scheint es einen Standortwechsel vom bisher genutzten Nistmast auf einen ausgedienten E-Mast in etwa 50 Meter Entfernung gegeben zu haben. In Retschow und auch in Ziesendorf ist der Storch laut Auskunft von Anwohnern bisher noch nicht eingetroffen, dagegen ist das auf einem Schornstein befindliche Nest in Kröpelin III bereits seit dem 29. bzw. 30.3. mit beiden Störchen besetzt. Schließlich fuhr ich noch nach Detershagen . Hier war das Nest leer, doch berichteten Passanten, dass beide Störche bereits im März eingetroffen seien. Bei der Weiterfahrt entdeckte ich dann kurz hinter dem Dorf in einiger Entfernung von der Straße zwei Störche auf Nahrungssuche - wahrscheinlich waren es die aus Detershagen, wo in den letzten Jahren (mit Ausnahme von 2005) fast immer sehr gute Brutergebnisse erzielt worden sind.

Zu den Nestern in Ivendorf, Kröpelin und Parkentin gibt es im Fotoalbum neue Bilder, ebenso ist die Ankunftskarte wieder aktualisiert worden.

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