
In Gnewitz sitzen am 11. Juli zwei Jungstörche im Nest - wenig später werden sie die Ringe DEH HE 679 und 680 erhalten. Foto: B. Becker.
Mit nochmals neun Beringungen wurde die diesjährige Kennzeichnung der Jungstörche unserer Region am gestrigen Montag erfolgreich abgeschlossen.
- Niekrenz: 1 Jungstorch in mäßigem Entwicklungszustand
- Gnewitz: 2 kräftige Jungstörche
- Kneese/RDG: 1 mittelmäßig entwickelter Jungstorch
- Alt Steinhorst/RDG: 1 mittelmäßig entwickelter Jungstorch
- Schwaan I: 1 mäßig großer und ein recht kleiner Jungstorch; dazu lag ein weiteres Ei im Nest
- Satow Hof: 2 kräftige Jungstörche
Damit wurden in diesem Jahr insgesamt 78 Jungstörche beringt: 47 im Landkreis Bad Doberan, 29 im Altkreis Ribnitz-Damgarten und zwei in der Hansestadt Rostock.
Abermals unterstützte uns dankenswerter Weise der Kreisbauernverband Bad Doberan e. V. durch Bereitstellung des Fahrers und die Finanzierung der Hebebühne. Im Anschluss an die regenreichen Vortage verendeten noch etliche Jungstörche, die spät schlüpften und ursprünglich noch für die Beringung vorgesehen waren. Betroffen waren mit Totalverlust die Horste in Reinshagen, Benitz, Petschow und Parkentin. Möglicherweise sind die Witterungsverhältnisse der letzten Tage auch verantwortlich dafür, dass es in Gerdshagen und Broderstorf II keinen Storchennachwuchs (mehr) gibt. Nach jetzigem Stand werden dieses Jahr nur in 30 Nestern Jungstörche groß, während 24 Horstpaare ohne Bruterfolg blieben. Mit deutlich über 40 Prozent ist der "HPo"-Wert 2011 sehr schlecht - ganz im Gegenteil zu den sehr günstigen Zahlen 2010.
Die sieben Spätbruten, die wir zuletzt besonders im Auge hatten, entwickelten sich folgendermaßen:
- Schwaan I: 2 Jungstörche, zwischen dem 20. und 25. Juni geschlüpft, noch nicht "über den Berg"
- Parkentin: Tod des einzigen Jungstorchs nach den Starkregenfällen am 3./4.7.
- Benitz: Tod des letzten verbliebenen Jungstorchs nach den Starkregenfällen am 3./4.7.
- Reinshagen: Tod des einzigen Jungstorchs nach den Starkregenfällen am 3./4.7.
- Bentwisch, Kritzmow, Bröbberow: überlange Brut auf "tauben" Eiern, kein Bruterfolg, in Bentwisch lag gestern noch ein Ei im Horst.
Nun bleibt nur zu hoffen, dass es bis zum Flüggewerden der Jungstörche keine weiteren Verluste mehr geben wird. In etwa einer Woche wird die Endzählung der Jungstörche vorgenommen (außer bei den späten Bruten).




