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Satow Hof

Ein Anfang ist gemacht

Ein Anfang ist gemacht: schätzungsweise ein Drittel unserer Weißstörche dürfte inzwischen bei uns eingetroffen sein. Nicht von überall erhalten wir immer gleich die entsprechenden Informationen. So erreichte mich erst heute die Nachricht, dass in Satow bereits am 5. März der überhaupt erste Storch in unserem Betreuungsgebiet eingetroffen ist. Da in Satow zuletzt immer frühe Ostzieherdaten notiert wurden, dürfte dieser Frühheimkehrer ein neuer Storch für den Standort sein.
Bis einschließlich gestern waren die Zugbedingungen in Polen und Ostdeutschland noch ganz gut. Seit heute sieht das anders aus - für längere Zeit wird eine kräftige westliche bis nördliche Strömung den weiteren Heimzug der Weißstörche behindern. Wir werden dies am Beispiel des letzten Ostzieher-Senderstorchs verfolgen können, der zurzeit noch unterwegs ist. DEW 6X812, der im letzten Jahr in Gülze gebrütet hat, ist momentan in Rumänien. Gestern scheint er einen vergeblichen Versuch zur Überquerung der Südkarpaten unternommen zu haben. Ich denke, dass er noch längere Zeit bis zu seiner Rückkehr nach Mecklenburg-Vorpommern benötigen wird. Dass es unter sehr günstigen Bedingungen auch sehr schnell gehen kann, hat am Wochenende der Loburger Senderstorch "Leon" gezeigt. Für die letzte Etappe vom Westen der Ukraine bis in die Nähe von Potsdam benötigte er zwischen Donnerstag und Sonntag gerade einmal drei Tage.
Sehr gefreut haben wir uns über die Nachricht, dass der ehemalige Pflegestorch des Zoos Rostock, der im August 2015 als Youngster aus Lieblingshof eingeliefert worden war und die letzten beiden Winter in der Nähe von Madrid verbracht hatte, jetzt auf einem Nest im Kreis Plön beobachtet wurde. In Bönebüttel paarte sich DEH HR148 - offenbar ein Weibchen - mit einem erfahrenen, ebenfalls beringten Männchen. Allerdings wird das Weibchen des Vorjahres dort wohl noch zurückerwartet.

Was ist in Satow passiert?

Noch am letzten Samstag zeigten sich im Satower Storchennest vier muntere Storchenküken im Alter von etwa vier Wochen. Ein Foto von ihnen zierte einige Zeit unsere Homepage. Gestern Abend nun erreichte mich ein Anruf des Horstbetreuers. Es sind keine Küken mehr zu sehen, beide Altvögel sind am Nest, einer umkreist zu Fuß den Rand und schaut immer wieder in die Mitte hinein. Es gibt weder Bettelverhalten der Jungen noch Fütterungen. Leider müssen wir davon ausgehen, dass alle vier Jungen tot sind. Über die Ursachen kann man nur spekulieren - ein nachhaltiges Starkregenereignis ist nicht bekannt und auch der bis Dienstag anhaltende große Futtermangel (danach hat es wieder geregnet) hätte kaum zum Tod gleich aller vier Küken geführt. Am wahrscheinlichsten ist hier eine Krankheit der Küken oder aber eine Verstopfung des Darmtraktes nach der Aufnahme von Grünschnitt. Wir haben uns vorgenommen, das Nest am Montag im Rahmen unserer ersten Beringungsrunde anzufahren und die dort vermuteten sterblichen Überreste zu bergen. Möglicherweise lässt sich dabei auch die Ursache des plötzlichen Kükensterbens klären.
Zumindest ist der ganz große Starkregen heute knapp östlich an unserem Betreuungsgebiet vorbeigezogen. Viel Niederschlag in kurzer Zeit brachte dagegen gestern Abend ein etwa einstündiger Gewitterregen. Am Montag wissen wir mehr, werden dann im Anschluss über den noch vorhandenen Nachwuchs berichten. Allerdings ist schon jetzt klar, dass es im alten Landkreis Bad Doberan 2016 das schlechteste Nachwuchsergebnis seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen in den 1970er Jahren geben wird.

Abzug der Störche ist in vollem Gange - Auswilderung bei Neuhof/Parkentin


Drei von vier bei Neuhof/Parkentin ausgewilderten Störchen. 20.8.14

Nachdem wir mittlerweile in der zweiten August-Hälfte angelangt sind, ist der Abzug der Störche in ihre Winterquartiere in vollem Gange. Von der großen Masse der früh geschlüpften Jungstörche sind die meisten bereits in der ersten August-Dekade auf den langen und gefährlichen Zug gegangen. So verließen die Tessiner Jungstörche ihren Horst am 2. bzw. 6. August, während die Altvögel dort letztmalig am 10. August beobachtet wurden. Am Nest Schwaan II blieben die Altvögel bis zum 11. August, der Nachwuchs machte sich bereits eine Woche zuvor auf den Weg. Dass dieser nicht immer direkt in Richtung Afrika oder Spanien führt, zeigen interessante Ringablesungen des Schwaaner Jungstorchs DEH HN084. Er wurde erstmals am 9. August und dann auch am 19. August in Schadeland nahe der Grenze zu Schleswig-Holstein abgelesen. Dort hat er sich offenbar mit den drei einheimischen Jungstörchen vergesellschaftet. Demgegenüber sind in den letzten Tagen vielerorts noch Jungstörche auf den Nestern beobachtet worden, deren Eltern erst mit der zweiten Rückkehrerwelle um den 20. April herum eingetroffen waren. Starker Südwestwind hat sie zusätzlich noch zurückgehalten. Und auf dem Horst in Groß Bölkow sind die beiden erst Mitte Juni geschlüpften Jungvögel gerade einmal kurz vor dem Flüggewerden.
Heute wurden nun auch vier Jungstörche in die Freiheit entlassen, die sich zwischenzeitlich in der Obhut des Zoos Rostock befunden hatten. Ihre Schicksale sind dabei ganz unterschiedlich. DEH HN095 war ursprünglich in Grammow aus dem Nest abgeworfen worden, dann im Zoo Rostock aufgepäppelt und in Satow erfolgreich eingehorstet worden. Leider verunglückte das Stiefgeschwister tödlich und HN095 wurde geschwächt in der Nähe des Horstes aufgegriffen. Jetzt unternimmt er einen zweiten Anlauf in die Freiheit. DEH HN865 stammt aus dem Nest Rostock Zoo I - fürsorgliche Tierpfleger hatten ihn vorsorglich aus dem Luchsgehege geholt, ansonsten wäre sein Leben wahrscheinlich sehr kurz gewesen. Jetzt war er der kräftigste der vier ausgewilderten Störche und erhob sich sofort zu einer großen Runde in die Lüfte. Die anderen drei taten es ihm wenig später nach - ein toller Anblick! Dazu zählte auch DEH HN864, der im Alter von 6 bis 7 Wochen in Kuhs/GÜ flugunfähig aus dem Nest gerutscht war. DEH HN866 aus Groß Wokern/GÜ musste dagegen Anfang August mit zahlreichen blutigen Verletzungen aus dem Horst geholt werden, nachdem das Nest und mitten darin der Jungstorch massiv von Fremdstörchen angegriffen worden war.

Neuer Mast und neues Nest für Satow - erster Storch in Eickhof/RDG eingetroffen

Im Jahre 1974 errichtete ein Storchenpaar auf einem Strommast in Satow (Hof) ein Nest. Die einige Zeit später aufgesetzte Nisthilfe hielt bis 1990, dann kippte sie nach einem Sturm ab. Neu montiert, hielt die stählerne Konstruktion bis zuletzt das extrem breit ausgebaute Nest. Am A-Mast aber nagte der Zahn der Zeit (und auch die Schnäbel von Spechten) unaufhaltsam. Bei der Beringung des Storchennachwuchses im letzten Juli stellten wir fest, dass die dauerhafte Standfestigkeit der Konstruktion nach fast 40 Jahren nicht mehr gewährleistet war. Unser bewährter Partner im Storchenschutz, E.ON edis, stellte daher heute an exakt gleicher Stelle einen neuen Betonmast samt Nisthilfe und Nistkorb auf, der randvoll befüllt wurde. Hoffen wir, dass die Störche das neue Angebot akzeptieren werden - die Erfolgsquote in solchen Fällen liegt bei etwa 90 Prozent.

In den Resten des alten Nestes fanden sich zahlreiche Fund- oder besser Fremdstücke, die die Störche im Laufe der Jahrzehnte eingebaut haben. Scheinbar waren auch mehrere große Stoffstücke darunter.

Unterdessen ist heute im Altkreis Ribnitz-Damgarten nach Brünkendorf am letzten Wochenende in Eickhof ein weiterer Storch beobachtet worden. Hans-Heinrich Zöllick stellte fest, dass er unberingt ist. Der Storch, der bereits am Nest gebaut hat, dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit ein Westzieher sein. In den beiden Vorjahren trafen die zumeist sehr erfolgreichen Eickhofer Störche dagegen erst im letzten April-Drittel ein. Sollte der Neuankömmling sich jetzt dauerhaft hier einrichten, könnte es also gut sein, dass es in einigen Wochen zu heftigen Horstkämpfen kommt.

Diesjährige Beringung der Jungstörche abgeschlossen


In Gnewitz sitzen am 11. Juli zwei Jungstörche im Nest - wenig später werden sie die Ringe DEH HE 679 und 680 erhalten. Foto: B. Becker.

Mit nochmals neun Beringungen wurde die diesjährige Kennzeichnung der Jungstörche unserer Region am gestrigen Montag erfolgreich abgeschlossen.
- Niekrenz: 1 Jungstorch in mäßigem Entwicklungszustand
- Gnewitz: 2 kräftige Jungstörche
- Kneese/RDG: 1 mittelmäßig entwickelter Jungstorch
- Alt Steinhorst/RDG: 1 mittelmäßig entwickelter Jungstorch
- Schwaan I: 1 mäßig großer und ein recht kleiner Jungstorch; dazu lag ein weiteres Ei im Nest
- Satow Hof: 2 kräftige Jungstörche

Damit wurden in diesem Jahr insgesamt 78 Jungstörche beringt: 47 im Landkreis Bad Doberan, 29 im Altkreis Ribnitz-Damgarten und zwei in der Hansestadt Rostock.
Abermals unterstützte uns dankenswerter Weise der Kreisbauernverband Bad Doberan e. V. durch Bereitstellung des Fahrers und die Finanzierung der Hebebühne. Im Anschluss an die regenreichen Vortage verendeten noch etliche Jungstörche, die spät schlüpften und ursprünglich noch für die Beringung vorgesehen waren. Betroffen waren mit Totalverlust die Horste in Reinshagen, Benitz, Petschow und Parkentin. Möglicherweise sind die Witterungsverhältnisse der letzten Tage auch verantwortlich dafür, dass es in Gerdshagen und Broderstorf II keinen Storchennachwuchs (mehr) gibt. Nach jetzigem Stand werden dieses Jahr nur in 30 Nestern Jungstörche groß, während 24 Horstpaare ohne Bruterfolg blieben. Mit deutlich über 40 Prozent ist der "HPo"-Wert 2011 sehr schlecht - ganz im Gegenteil zu den sehr günstigen Zahlen 2010.
Die sieben Spätbruten, die wir zuletzt besonders im Auge hatten, entwickelten sich folgendermaßen:
- Schwaan I: 2 Jungstörche, zwischen dem 20. und 25. Juni geschlüpft, noch nicht "über den Berg"
- Parkentin: Tod des einzigen Jungstorchs nach den Starkregenfällen am 3./4.7.
- Benitz: Tod des letzten verbliebenen Jungstorchs nach den Starkregenfällen am 3./4.7.
- Reinshagen: Tod des einzigen Jungstorchs nach den Starkregenfällen am 3./4.7.
- Bentwisch, Kritzmow, Bröbberow: überlange Brut auf "tauben" Eiern, kein Bruterfolg, in Bentwisch lag gestern noch ein Ei im Horst.
Nun bleibt nur zu hoffen, dass es bis zum Flüggewerden der Jungstörche keine weiteren Verluste mehr geben wird. In etwa einer Woche wird die Endzählung der Jungstörche vorgenommen (außer bei den späten Bruten).

Starker Einflug über Ostern


Dieser noch nicht identifizierte Ringstorch dürfte der "Störenfried von Stäbelow" gewesen sein - inzwischen hat er das im Vorjahr unbesetzte Nest im Nachbarort Kritzmow kräftig ausgebaut. Foto: B. Becker

Was aufgrund der stabilen Hochdrucklage über weiten Teilen Mittel- und Osteuropas zu erwarten war, ist eingetreten: in den vergangenen Tagen hat es nochmals einen starken Einflug von spät heimkehrenden Störchen gegeben. Hans-Heinrich Zöllick kann für den Altkreis Ribnitz-Damgarten heute bereits eine Besetzungsrate von über 95 Prozent - gemessen am Vorjahresergebnis - vermelden. Im Landkreis Bad Doberan sieht es noch nicht ganz so gut aus, aber auch hier gab es zwischenzeitlich erfreuliche Verbesserungen. Aktuell sind 46 Paare und 8 Einzelstörche registriert worden. Nur noch fünf im Vorjahr besetzt gewesene Horste sind bisher noch leer. Die Details finden sich in der aktualisierten Ankunftskarte. Ganz erstaunlich ist die Anzahl der Ringstörche - inzwischen sind es acht, die uns bekannt sind. Über Ostern konnten abgelesen werden:
DEW 5X443, Weibchen in Klingendorf (neu)
DEH H 7287, Weibchen in Petschow (neu)
DEH H 1583, Männchen in Tessin (wie 2009, 2010)
In Petschow gelang beim ebenfalls beringten männlichen Storch eine Teilablesung - vermutlich ist es wieder DEH H 2919. Weiterhin gibt es neue Ringstörche in Hohen Schwarfs und Kritzmow, deren Identität noch nicht geklärt werden konnte (beide tragen unten rechts einen ELSA-Ring). Letzterer ist mit ziemlicher Sicherheit der Storch, der über mehrere Tage das brütende Paar im Nachbardorf Stäbelow attakierte. Inzwischen hat er das Kritzmower Nest kräftig ausgebaut.
Der an seiner Kopfwölbung erkennbare männliche Altstorch aus Heiligenhagen pendelte mehrere Tage zwischen seinem Stammnest und dem benachbarten Horst in Satow Hof. Mit beiden Weibchen sind Paarungen beobachtet worden! Seit dem 23. April ist allerdings auch in Satow Hof wieder ein Männchen dauerhaft präsent. Diese interessante Geschichte ist anhand von Fotos im Fotoalbum dokumentiert. Insgesamt wurden dort 20 neue Fotos eingestellt.
Heute früh entdeckte ich überraschenderweise in Buchholz einen Storch in der seit 2004 nicht mehr besetzten Nisthilfe. Offenbar ist dort auch bereits etwas Nistmaterial eingetragen worden. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Nachbarhorste Ziesendorf und Niendorf noch unbesetzt sind?

Turbulenzen und Kuriositäten


Allabendlicher Angriff auf das Stäbelower Nest. Foto: T. Kalbe

Während sich die Nester in unserer Region weiterhin nur sehr zögerlich füllen, gab es an verschiedenen, bereits besetzten Storchenhorsten kuriose, aber auch turbulente Szenen. Dank intensiver Beobachtung durch die Anwohner klärt sich das Geschehen am Stäbelower Horst zunehmend auf. Das in diesem Jahr neue Männchen aus Ostvorpommern (Hiddensee I 453) behauptet bisher seinen Platz, obwohl es heute den dritten Abend nacheinander von einem anderen Storch - vermutlich ebenfalls einem Männchen - attackiert wurde. Auf einem Anwohnerfoto (siehe Fotoalbum) ist zu erkennen, dass es sich offenbar um einen ebenfalls unten rechts beringten, aber mit einem schwarzen ELSA-Ring ausgestatteten Storch handelt. Die Identität dieses Angreifers ist noch nicht geklärt, ebenso wissen wir noch nicht, wo er sich üblicherweise aufhält. Ein Anruf aus dem benachbarten Kritzmow lässt das dortige Storchennest als Standort möglich erscheinen. Das Stäbelower Storchenpaar hat offensichtlich am Sonntag oder Montag mit der Brut begonnen. Es bleibt zu hoffen, dass die Störungen bald aufhören und das Gelege unbeschadet bleibt.

In Satow Hof mussten wir die Freude der Anwohner über das vermeindliche Eintreffen des 1. Storches leider trüben - bei näherer Betrachtung entpuppte sich der im Nest liegende Storch als das durch seine Wölbung am Kopf identifizierbare Männchen aus Heiligenhagen, das zurzeit noch solo ist. Am Abend war das Nest in Satow leer, stattdessen lag der "Wölbungsstorch" in seinem angestammten Nest in Heiligenhagen.


In Schmadebeck I ist das Paar erst seit dem 16. April vollständig. Mit der Eiablage kann frühestens ab dem 4. Tag gerechnet werden. Umso mehr erstaunt es, dass gestern Abend am Nestrand ein Ei zu entdecken war. Die Störche haben es sicher dorthin gerollt. Aus dem Vorjahr kann das Ei kaum stammen, denn wir haben Ende Juni die Jungstörche des Horstes beringt. Wir erklären uns diese Kuriosität vielmehr so, dass das Weibchen vermutlich als erste eingetroffen ist und schon vor der Ankunft ihres jetzigen Partners ein Ei gelegt hat. Ich erinnere an das Jahr 2009, als es in Schmadebeck I zu keiner dauerhaften Horstbindung kam. Damals wurde unterhalb des Nestes ein Ei gefunden. Vielleicht ist die Störchin identisch - und hat die Angewohnheit, gleich nach der Ankunft erst einmal ein Ei zu legen.

Erneut aktualisiert wurde unsere Ankunftskarte - zuletzt wurde die Komplettierung der Paare in Kirch Mulsow, Neu Thulendorf und Reinshagen gemeldet.

Letzte Auswilderungen des Jahres

Am heutigen Dienstag konnten nochmals drei Jungstörche ausgewildert werden, die für unterschiedlich lange Zeit im Rostocker Zoo in Pflege waren. In der Nähe von Jürgenshagen (Landkreis Güstrow) wurden freigelassen:
- Jungstorch DEH HC987 (Groß Potrems I, seit 8.8. im Zoo)
- Jungstorch DEH HC818 (Satow Hof, seit 26.7. im Zoo)
- Jungstorch DEH HC986 (Klingendorf, seit 19.6. im Zoo)
Wir wünschen ihnen alles Gute für ihr weiteres Storchenleben und hoffen, dass sie Anschluss an andere Störche finden, die demnächst in Richtung Süden aufbrechen werden. Der zweite Jungstorch aus Groß Potrems I hat eine noch nicht ganz auskurierte Fußverletzung. Er wird auf jeden Fall bis zum April im Zoo Rostock bleiben; dem dritten Jungstorch musste leider ein Teil des rechten Flügels amputiert werden - er bleibt auf Dauer im Zoo Rostock (Stelzvogelwiese).
Erfreuliches gibt es aus Niendorf zu berichten: dort absolvierte der Jungstorch - als letzter im Landkreis - seine ersten Flugrunden. Anschließend kehrte er wohlbehalten auf seinen Horst zurück. Er wird weiterhin von den Altvögeln versorgt.

Einer der beiden Niendorfer Altstörche steht am frühen Morgen des 24.8.2010 auf einem Hausdach in Horstnähe.

Neuigkeiten von den "Bruchpiloten"

In den letzten Tagen haben sich die Anrufe aufmerksamer und besorgter Storchenfreunde gehäuft, in denen über Jungstörche informiert wurde, die unterhalb ihres Horstes gefunden worden waren. Der am Samstag in dere Nähe des Horstes Schwaan I gefundenen Jungstorch (DEH-HC800) ist leider am Sonntag in der Rostocker Tierklinik verendet. Offensichtlich hatte er schwer wiegende innere Verletzungen. Gleiches gilt für einen unberingten Jungstorch aus Wöpkendorf (NVP), den wir gestern in die Tierklinik brachten, wo er dann bald darauf verstarb. Deutlich besser sieht es für den dritten "Bruchpiloten" (DEH-HC818) aus, der gestern Nachmittag in Satow Hof unter dem dortigen Horst laufend gefunden wurde. Er hat zwar für sein Alter deutlich zu wenig Gewicht, ist aber lt. tierärztlichem Untersuchungsergebnis offenkundig unverletzt und konnte heute zur "Aufpäppelung" in den Zoo Rostock gebracht werden. Wir werden uns bemühen, auch ihn noch rechtzeitig im August auszuwildern, doch muss er erst noch kräftig genug werden.

"Neu entdecktes" Storchenpaar in Volkenshagen

Dieser Tage gab es für die Storchenbetreuer im Landkreis Bad Doberan ein Erlebnis der ganz besonderen Art - die "Neuentdeckung" eines bereits seit mehreren Jahren bestehenden und besetzten Storchennestes, und zwar in Volkenshagen bei Rövershagen. Wie ist so etwas möglich, wo doch die Weißstorchbetreuer den Anspruch erheben, den Brutbestand flächendeckend und vollständig zu erfassen? In diesem Fall kamen mehrere Umstände zusammen:
- Volkenshagen hatte seit vielen Jahren kein Storchenpaar mehr
- der Nistmast wurde auf private Initiative hin errichtet
- der Standort liegt etwa 200 Meter von der Straße entfernt, ziemlich versteckt hinter einem Waldstück
Informiert wurden wir von einer aufmerksamen Zeitungsleserin, die im Nachbardorf wohnt und die Ankunft der Störche melden wollte. Wir staunten nicht schlecht, als wir dort in Volkenshagen ein gut ausgebautes Nest vorfanden, in dem bereits gebrütet wurde. Es befindet sich am Rande einer großen Wiesen- und Weidenlandschaft. Direkt unter dem Nest und in der weiteren Umgebung grasen zahlreiche Rinder. Wir haben uns über die Entdeckung sehr gefreut und sind guter Hoffnung, dass hier in diesem Jahr auch Storchennachwuchs erfolgreich groß gezogen wird (im Vorjahr soll das Paar ohne Bruterfolg geblieben sein).
In den letzten Tagen komplett geworden sind die Paare in Benitz, Satow und Ziesendorf.

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Heute 6 Rückkehrer gemeldet

Sechs Störche wurden heute zurückgemeldet:
- Fienstorf: 30.3./30.3.
- Satow Hof 30.3. (2. Storch)
- Wendfeld 30.3./30.3.
- Lieblingshof 30.3.

Landesstorchentag in Röbel

Am letzten Samstag, 24. Oktober, fand der 7. Landesstorchentag Mecklenburg-Vorpommern in Röbel an der Müritz statt. Verschiedene Medien haben darüber berichtet, unter anderem der Norddeutsche Rundfunk sowie MVregio.

Heute erreichte uns die traurige Nachricht, dass bereits am 28. August der Jungstorch H 9020, beringt am 7.7.2009 in Satow Hof, bei einer Kollision mit einer Stromleitung nordwestlich von Posen (in Polen) tödlich verletzt worden ist. Er befand sich zu dieser Zeit nach Auskunft der Beringungszentrale Hiddensee 323 Kilometer ost-südöstlich seines Beringungsortes. Einmal mehr ist deutlich geworden, wie gefährdet gerade die Jungstörche auf ihrem Weg in die Winterquartiere sind.

Abschluss der diesjährigen Beringungsaktion

Diese drei schon recht kräftigen Biendorfer Jungstörche waren die letzten, die in diesem Jahr im Landkreis Bad Doberan beringt worden sind. Insgesamt konnten heute in sieben Horsten nochmals 15 Ringe angebracht werden:

- Biendorf: 3 gut entwickelte Jungstörche in einem sehr kleinen Nest (erstmals seit der Neuansiedlung 2004 konnte diese erfreuliche Anzahl an Jungstörchen erreicht werden)
- Hohen Schwarfs: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Lieblinhgshof: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Liepen: 2 noch recht kleine Jungstörche
- Neu Thulendorf: ein gut entwickelter und ein recht kleiner Jungstorch
- Reinshagen: 2 für ihr Alter sehr kleine Jungstörche
- Satow Hof: 2 noch recht kleine Jungstörche (dazu fand sich noch ein bereits längere Zeit totes Küken unterhalb des Nestes); es handelt sich um ein Nest mit einem geradezu riesigen Durchmesser - es besteht dort seit 1976! Aktuelle Bilder der Beringungsaktion sind im Fotoalbum eingestellt worden.

Der Horst Broderstorf II mit seinem einen Jungstorch war für die Hebebühne leider nicht erreichbar. Damit konnten in dieser Storchensaison rund 75 Prozent aller Jungstörche unseres Landkreises beringt werden. Hoffen wir, dass wir möglichst viele von ihnen in einigen Jahren wiedersehen!
Von gestern stammen drei sehr positive Nachrichten aus dem Rostocker Zoo. Der von mir dort am 6. Juni eingelieferte Winzling aus Hohen Luckow ist zwischenzeitlich zu einem stattlichen Störchlein herangewachsen und kann voraussichtlich im August ausgewildert werden. In den beiden Nestern Rostock Zoo I und Rostock Zoo II ist jeweils noch ein dritter Jungstorch entdeckt worden.

Bisher 74 Jungstörche gezählt

Aufgereiht wie die Orgelpfeifen zeigen sich diese drei Jungstörche in Clausdorf dem Beobachter. Sie gehören zu den größten von insgesamt 74 Jungstörchen (im Vorjahr: 93, 2007: 116), die wir in diesem Jahr bisher in den 58 besetzten Storchennestern des Landkreises Bad Doberan gezählt haben. Die standortgenaue Verteilung ist über unsere Bruterfolgskarte abrufbar.
Bis zum Flüggewerden ab Mitte Juli wird sich sicherlich noch die eine oder andere Korrektur ergeben. An der Tatsache, dass der Bruterfolg in diesem Jahr auch in unsererer Region unterdurchschnittlich ist, wird sich aber kaum etwa ändern. Genaue Ursachen für die unbefriedigende Bilanz werden nach Ende der Storchensaison zu erörtern sein. Schon jetzt aber ist klar, dass das (zu) späte Eintreffen einer größeren Anzahl von Storchenpaaren eine wesentliche Rolle gespielt hat. In den neun Horsten, in denen der zweite Storch erst nach dem 1. Mai eintraf, ist letztlich kein einziges Küken groß geworden! Die späteste Paarbildung, die noch zum Erfolg führte, fand in Biendorf (bisher drei Jungstörche) und in Liepen (bisher zwei Jungstörche) statt - und zwar am 26. April. Veränderungen in der uns bekannten Anzahl der Jungstörche gab es zuletzt in Bandelstorf (drei statt zwei Jungstörche), in Broderstorf II (trotz Tod eines Jungstorchs ist noch einer im Horst) und in Groß Potrems (Abwurf eines bereits beringten Jungstorchs am 28. Juni).
Am Wochenende habe ich mich intensiv um die Frage gekümmert, ob in Stäbelow, wie von Anwohnern gemeldet, tatsächlich einer der beiden Brutstörche beringt ist. Leider gibt es immer noch kein endgültiges Ergebnis, denn nur einer der Altstörche stellte sich nach einer Fütterung auf ein Hausdach, während der andere gleich wieder abflog, ohne dass sein (verdächtigtes) rechtes Bein kontrolliert werden konnte. Ich tendiere jedoch inzwischen zu der Annahme, dass beide unberingt sind.
In Gerdshagen, dem einzigen Nest des Vorjahres, in dem sich trotz Bruterfolgs im vorigen Sommer dieses Mal kein Storchenpaar eingefunden hatte, berichteten Anwohner, dass dort nun doch bereits seit fünf Wochen ein einzelner Storch mehr oder weniger kontinuierlich anwesend sein soll. Zuletzt wurde sogar ein zweiter Storch gesichtet. Damit erhöht sich die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbesetzung im kommenden Jahr.
Im Fotoalbum gibt es Bilder mit vielen Jungstörchen, dieses Mal aus Berendshagen, Clausdorf, Stäbelow, Schmadebeck II, Rederank und Gnemern (Landkreis Güstrow).

Vorbereitung der 2. Beringungstour am 7. Juli

In diesen Tagen müssen die notwendigen Vorbereitungen für die zweite und letzte diesjährige Beringungstour im Landkreis Bad Doberan getroffen werden. Die hier im Bild befindlichen beiden Jungstörche in Satow Hof haben auf jeden Fall die richtige Größe - sie sind weder zu klein noch zu groß für den ELSA-Ring. Weitere Stationen werden nach jetzigem Stand Biendorf, Reinshagen, Neu Thulendorf, Broderstorf II, Hohen Schwarfs und Lieblingshof sein.

Broderstorfer Storchenpaar mit vier Füßen


Ein Storchenfreund schickte uns heute dankenswerter Weise dieses Foto der beiden Störche vom Horst Broderstorf II, wo im Vorjahr die Störchin einen Fuß verlor. Diese beiden Störche wirken körperlich unversehrt und haben vier Füße. Ein Ringträger ist nicht dabei.

In den letzten Tagen gab es wieder Bewegung bei der Besetzung der Storchennester, offensichtlich aber leider nicht im erhofften Umfang. In Roggow, Hohen Schwarfs und Benitz verschwand sogar jeweils ein Storch vom Nest. Nur in Benitz gab es inzwischen - am 17.4. eine Rückkehr (oder einen Neuankömmling). Weitere aktuelle Daten liegen von folgenden Standorten vor:
- Rostock Zoo II (beide am 17.4. im Nest)
- Ziesendorf (1. Storch am 11.4., 2. Storch am 13.4. eingetroffen)
- Hohen Luckow (2. Storch am 17.4. eingetroffen)
- Satow Hof (2. Storch am 18.4. eingetroffen)
- Lieblingshof (2. Storch am 20.4. eingetroffen)
Unsere Ankunftskarte wurde wieder auf den aktuellen Stand gebracht.

Rückkehrer Nr. 4 und 5 eingetroffen

Auch heute erreichten uns wieder verlässliche Informationen über zwei zurückgekehrte Störche. Der Horst in Stäbelow ist seit gestern, der in Satow Hof seit heute mit je einem Storch besetzt. Vielen Dank den aufmerksamen Beobachtern!

Noch nicht überall Aufbruchstimmung

In den letzten Tagen sind die ersten Störche in Richtung Süden aufgebrochen. Verschiedene "unserer" Horste sind schon ganz leer. Am letzten Wochenende gab es im Landkreis aber auch noch zahlreiche Nester, auf denen sich die Jungstörche noch füttern ließen, so z. B. - wie auf diesem Foto vom Sonntag zu sehen - in Detershagen. Hier ist 2008 die einzige Viererbrut der Region groß geworden ist. An anderen Standorten, wie z. B. Heiligenhagen oder Griebnitz, an denen es erst Ende Mai/Anfang Juni zum Schlupf kam, haben die Jungen gerade erst die ersten Flugrunden hinter sich. Im Fotoalbum gibt es aktuelle Aufnahmen aus Biestow, Detershagen, Gerdshagen, Griebnitz, Heiligenhagen und Satow.
In Grammow hat leider ein Jungstorch eine Beinfraktur erlitten. Verschiedene Versuche, ihn einzufangen und tierärztlich behandeln zu lassen, waren bisher leider vergeblich, denn der Storch ist noch voll flugfähig.

Erkundung von Nahrungsräumen

Diese beiden unberingten Altstörche befanden sich am Dienstagabend (5. August) ganz in der Nähe des Horstes Altenhagen I auf Nahrungssuche. Das ist deshalb bemerkenswert, weil das Storchenpaar dieses zuletzt 2004 besetzt gewesenen Standortes bereits Anfang Juni seine Brut kurz vor dem zu erwartenden Schlupf abgebrochen und den Horst dann offensichtlich aufgegeben hatte. Vielleicht versuchen sie es im kommenden Jahr erneut? Möglich erscheint aber auch ein Neubeginn am benachbarten Standort Kröpelin II, wo 2001 und 2002 Brutversuche stattgefunden hatten, denn Anwohner haben dort in letzter Zeit mehrfach ein Storchenpaar auf dem Nistmast stehen sehen.
Vom Standort Kröpelin III erreichte uns die Nachricht, dass dort seit etwa zwei Wochen leider einer der drei flüggen Jungstörche fehlt. Zumindest in den Nestern Rederank, Satow Hof, Heiligenhagen, Clausdorf und Biestow Dorf gab es bis gestern noch keine Anzeichen, dass die Jungstörche sich schon auf den Weg in den Süden machen. Sehr lange wird es aber nun nicht mehr dauern. Die Altstörche folgen in der Regel ein wenig später.

Zählung der Jungstörche abgeschlossen


Zwei Jungstörche im Thulendorfer Nest (14.7.2008)

In der vergangenen Woche haben Hans-Heinrich Zöllick und ich die alljährliche Zählung der Jungstörche im Landkreis Bad Doberan durchgeführt. Das Ergebnis weist leider sowohl bei den Horstpaaren als auch bei den Jungstörchen einen Rückgang gegenüber 2007 auf. Gezählt wurden 59 Paare mit fester Horstbindung (2007: 62). Von ihnen hatten 41 Paare Bruterfolg - das ist ein für unseren Landkreis durchschnittliches Ergebnis. Aktuell befinden sich 92 Jungstörche in den Nestern - 24 weniger als im Vorjahr. Diese Zahl kann sich in den nächsten Tagen aber noch verändern, denn die Jungstörche sind besonders in den ersten Tagen nach dem Flüggewerden gefährdet (Kollisionen, Bruchlandungen, Abstürze etc.). Vorläufig liegt der JZa-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro Horstpaar) bei 1,56 (2007: 1,88), der JZm-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro erfolgreichem Horstpaar) bei 2,24. Im langjährigen Mittel sind beide Werte leicht unterdurchschnittlich. Zu den genauen Ursachen werden wir nach Ende der Storchensaison im Jahresbericht 2008 ausführlich Stellung beziehen. Offenkundig ist in jedem Fall ein deutliches Ost-West-Gefälle, nicht nur im Landkreis Bad Doberan selbst, sondern auch darüber hinaus. So werden im Altkreis Ribnitz-Damgarten bei 44 Nestern momentan 88 Jungstörche gezählt. Der JZa-Wert liegt damit in dieser Region deutlich höher als im Vorjahr!
Alle Details zu den einzelnen Nestern finden sich in unserer wieder aktualisierten Bruterfolgskarte. Während der Zählung habe ich an vielen Standorten Fotos mit den Jungstörchen aufgenommen. Sie befinden sich wie üblich im Fotoalbum.
Aus Benitz ist zu vermelden, dass der dort bei einem Angriff von Altstörchen verletzte Jungstorch offenbar alles gut überstanden hat, denn er wurde beim Flugmuskeltraining auf gleicher Höhe wie sein Nestbruder (bzw- seine Nestschwester) beobachtet. In Fienstorf war vor einigen Tagen ein Jungtier vom Nest geweht worden, ohne anschließend aus eigener Kraft wieder hinaufzukönnen. Am nächsten Tag glückte dann jedoch die Rückkehr.

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Osten des Landkreises

Es gibt neue Nachrichten von verschiedenen Standorten im Osten des Landkreises. Zunächst einmal die guten: sowohl in Gnewitz als auch in Nustrow wurde noch jeweils ein weiterer Jungstorch entdeckt. Dagegen ist in Neu Thulendorf nur noch ein Jungstorch im Nest und in Vogtshagen sind offenbar alle drei verendet. Sie waren vergleichsweise spät geschlüpft und sind wahrscheinlich dem schlechten Wetter in der letzten Woche zum Opfer gefallen. Bei einer Reihe von weiteren Nestern (Bentwisch, Grammow, Kowalz, Thelkow, Liepen, Zarnewanz sowie im Westen Hohen Luckow, Rederank und Satow Hof) konnte die bisher bekannte Anzahl an Jungstörchen bestätigt werden. Die Bruterfolgskarte ist auf der Basis der neuen Erkenntnisse überarbeitet worden. Im Fotoalbum gibt es eine ganze Reihe neuer Bilder, die heute am Abend in Hohen Luckow, Satow Hof, Rederank und Clausdorf aufgenommen wurden. Dieses Foto zeigt einen der beiden Altstörche aus Hohen Luckow bei der Nahrungssuche auf dem dortigen Gutshof.

Viele neue Jungstörche bei herrlichem Wochenendwetter entdeckt

Ein Wochenende mit wunderbarem Sommerwetter und etlichen Beobachtungsfahrten zu den Storchennestern unseres Landkreises hat uns die Gewissheit verschafft, dass es in den meisten Nestern Storchennachwuchs gibt. Folgende Informationen sind über das Wochenende neu hinzugekommen:
- 4 Junge: Grammow, Schmadebeck I, Satow Hof
- 3 Junge: Bandelstorf, Petschow, Lieblingshof, Niekrenz, Ivendorf, Stäbelow, Reinshagen, Ziesendorf, Bröbberow, Schwaan II, Benitz, Zeez
- 2 Junge: Biestow Dorf, Schwaan I, Göldenitz (Amt Warnow Ost), Rukieten, Schmadebeck II
- mindestens 1 Junges: Groß Lüsewitz, Thelkow, Göldenitz (Amt Schwaan)
- Junge im Nest, Anzahl noch unbekannt: Rederank, Nustrow, Kowalz, Gerdshagen I
- unklar bzw. Verdacht auf fehlenden Nachwuchs: Detershagen, Berendshagen, Heiligenhagen, Liepen, Tessin
In Benitz stellt sich die Situation nach einer telefonischen Nachfrage doch etwas anders als gestern berichtet dar. Es waren dort fünf (und nicht sechs) Jungstörche geschlüpft, von denen einer sehr klein aus dem Nest geworfen wurde und verendete. Ein zweiter wurde gestern abgeworfen und kurz darauf gefunden. Er hat den Sturz wider Erwarten überlebt und inzwischen bereits reichlich Nahrung zu sich genommen. Dieser etwa 12-14 Tage alte Jungstorch ist heute in die Aufnahmestation des Rostocker Zoos gebracht worden. Dort wird er optimal betreut und auch noch tierärztlich untersucht. Vielleicht gelingt es tatsächlich, den aus dem Nest gestürtzten Storch durchzubekommen. Ich werde weiter darüber berichten.
Die Brutverlaufskarte (bitte rechts oben auf "Neuestes Bild" klicken) ist abermals aktualisiert worden. Sie ist jetzt wesentlich aussagefähiger als noch Mitte letzter Woche. Im Fotoalbum gibt es von meiner gestrigen Storchentour zu 14 Nestern mehr als 20 neue Fotos, dieses zeigt den Storchennachwuchs in Satow Hof.

Viele Jungstörche in den Nestern unserer Region!

Am heutigen Sonnabend hat sich unser Überblick über die geschlüpften Jungstörche in den Nestern unserer Region wesentlich verbessert. Vorerst wird dieses nur anhand der erneut überarbeiteten Brutverlaufskarte erkennbar (bitte rechts oben auf "Neuestes Bild" klicken). Ein detaillierter Bericht mit zahlreichen Fotos folgt so bald wie möglich. Heute nur so viel: Es zeichnet sich ab, dass die Schlechtwetter-Periode Ende Mai keine spürbaren Folgen für die geschlüpften Jungstörche gehabt hat. Insgesamt ist die Anzahl der momentan in den Nestern befindlichen Jungstörchen vergleichsweise hoch. In sehr vielen Nestern sind es momentan drei Jungstörche, in mindestens sechs Nestern (darunter jetzt auch Grammow, Schmadebeck I, Satow Hof und Benitz) vier. Aus Benitz berichteten die Anwohner (Familie Storn) sogar, dass dort zunächst sechs Küken geschlüpft waren. Es sind aber zwischenzeitlich zwei Jungstörche aus dem Nest geworfen worden. In der Regel regulieren die Altstörche die Anzahl ihrer Jungen auf diese Weise, wenn für sie erkennbar ist, dass die Nahrung nicht für weitere Junge reicht. Leider hat wohl der Lärm rund um den G 8-Gipfel dafür gesagt, dass die Störche in Vorder Bollhagen ihre Brut aufgegeben und den Standort am letzten Wochenende verlassen haben. Insbesondere auf Hubschrauber reagieren Störche (und andere Vögel) sehr empfindlich - und davon gab es dort reichlich! Hoffen wir nur, dass in Hohen Luckow nach dem Festessen der Regierungs- und Staatschefs am Donnerstag alles gut gegangen ist und die Störche nicht verschreckt wurden. Eine Kontrolle dort steht momentan noch aus. Zum Abschluss hier noch ein Foto mit drei Jungstörchen, das eine Storchenfreundin heute in Niekrenz aufgenommen und uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat.

Hohen Luckow und Schmadebeck I - die erfolgreichsten Standorte der letzten Jahre

Meine gestrige Rundfahrt führte mich unter anderem nach Hohen Luckow und an das Nest Schmadebeck I. Wie überall sonst auf meiner Tour (ich war noch in Satow Hof, Rederank, Schmadebeck II, Heiligenhagen, Clausdorf I und Stäbelow) wurde hier noch gebrütet bzw. ein Altstorch saß auf frisch geschlüpften Jungstörchen, die aber noch nirgends konkret ausgemacht werden konnten. Die beiden genannten Standorte sind gemeinsam die erfolgreichsten im gesamten Landkreis Bad Doberan. In den letzten sieben Jahren seit 2000 wurden sowohl in Hohen Luckow als auch in Schmadebeck I jeweils 22 Jungstörche flügge. Hoffentlich gibt es auch in diesem Jahr wieder ähnlich gute Brutergebnisse. Der Horst in Hohen Luckow fällt zusätzlich noch durch seine enorme Höhe auf. Wahrscheinlich haben die Störche ihn seit der Errichtung des Beton-Nistmastes 1990 ununterbrochen aufgeschichtet. Mich beobachtete dieser aufmerksame, im Nest sitzende Altstorch:

Weitere Bilder aus Hohen Luckow, Schmadebeck I und Rederank gibt es im Fotoalbum.

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