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Schmadebeck

92 Jungstörche gezählt: Leicht überdurchschnittliches Nachwuchsjahr 2013


Gnewitz, 1.8.13

Diese beiden Jungstörche in Gnewitz gehören zu insgesamt 92, die Ende Juli/Anfang August in den Nestern gezählt worden sind (weitere Fotos von der Zählrunde gibt es im "Fotoalbum"). Gegenüber der Beringung am 1. Juli gab es noch mehrere Abweichungen. So verendete in Zarnewanz ein bereits beringter Jungstorch noch im Alter von rund 7 Wochen im Nest. Die Todesursache ist unbekannt. Im Horst Rukieten II waren zum Zeitpunkt der Zählung nur noch zwei der ehemals drei Jungstörche am Leben. Demgegenüber entdeckten wir an den Horsten Pankelow I und Broderstorf II jeweils noch einen dritten Jungstorch. Auch die am 24. Juni eingehorsteten drei Küken aus Schmadebeck sind flügge und wurden mitgezählt. 20 Paare zogen drei Jungstörche groß, bei 12 Paaren waren es zwei und bei acht Paaren wuchs ein "Einzelkind" heran. 16 Paare blieben erfolglos bzw. begannen gar nicht erst mit der Brut. Gegenüber dem Vorjahr (73 flügge juv.) ergibt sich ein Plus von immerhin 19 Jungstörchen. Angesichts von 56 statt 50 Horstpaaren errechnet sich ein JZa-Wert von 1,64 (JZm: 2,30). Im langjährigen Mittel ist das für unser Betreuungsgebiet ein leicht überdurchschnittlicher Wert. Ein besseres Ergebnis ist in diesem Jahr durch verschiedene Unglücksfälle und Horstkämpfe, daneben aber auch durch die Beteiligung etlicher neuer, unerfahrener Störche verhindert worden. Die Witterungseinflüsse sind durch die Feuchtigkeit im Mai und in der 2. Juni-Hälfte unter dem Strich sogar noch positiv zu bewerten. Es gab Verluste durch Starkregen und auch durch die Trockenheit in der 1. Juni-Hälfte und im Juli, aber das hielt sich in Grenzen. Dass es einmal mehr kein einziges Paar schaffte, vier Jungstörche groß zu bekommen, zeigt erneut, dass das Nahrungsangebot für die Weißstorchpaare im alten Landkreis Bad Doberan generell geringer ist als beispielsweise an der Elbe und in Teilen Vorpommerns.
Fortgesetzt hat sich auch das Ost-West-Gefälle in unserem Betreuungsgebiet. Während im östlichen Teil (bis 1995 Altkreis Rostock Land) 63 junge Adebare heranwuchsen, waren es im westlichen Teil (bis 1995 Altkreis Bad Doberan) nur 19. Im Amt Schwaan gab es nach einem gravierenden Rückgang von neun Paaren 2009 auf nur noch drei 2012 in diesem Jahr eine Gegenbewegung: es wurden sieben Horstpaare mit zehn flüggen Jungstörchen gezählt. Als Hypothek für das kommende Jahr ist zu bewerten, dass gleich vier erfahrene Brutstörche in diesem Jahr ausgefallen sind: je einer verunglückte tödlich an einer Stromleitung (Albertsdorf) bzw. im Straßenverkehr (Schmadebeck I), einer verschwand noch während der Aufzucht seiner drei Jungstörche spurlos (Rederank) und Nr. 4 (die Reinshäger Störchin) verließ "Mann und Kind", um nach Brandenburg zurückzukehren und dort ein neues Nest zu bauen.
Am kommenden Montag, 12. August, werden die dann schon auswilderungsfähigen (drei bis fünf) Jungstörche, die sich momentan noch im Zoo Rostock in Pflege befinden, nahe Jürgenshagen in die Freiheit entlassen. Ein Filmteam des NDR hat sich angekündigt. Es dreht für das Nordmagazin.

Storch Nr. 5: wieder in Schmadebeck und mit Foto(s)

Heute erreichte uns die für diese Saison fünfte Rückmeldung eines Storchs. Das Nest auf dem Hof Plate in Schmadebeck (II) ist jetzt komplett besetzt, der dort bereits am 24. März gemeldete Storch hat Gesellschaft bekommen. Abermals hat dazu eine freundliche Beobachterin Fotos in die Bildgalerie eingestellt.



Dafür ganz herzlichen Dank - wir freuen uns über jedes Bild und jeden Bericht! Die Ankunftskarte bleibt unverändert.

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