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Hohen Luckow

43 übernachtende Störche in Hohen Luckow und Umgebung


Neun Störche stehen zur Übernachtung auf dem Dach der Kirche in Hohen Luckow.

Wie angekündigt, bin ich heute Abend erneut in Hohen Luckow gewesen, um nach dem großen Storchentrupp Ausschau zu halten, der dort seit einigen Tagen übernachtet. Und ich wurde nicht enttäuscht - 35 Störche konnte ich in Hohen Luckow auf Dächern, Masten und Türmen zählen und noch acht weitere auf Strommasten in Dorfnähe. Ich hatte sie schon vor ihrer Rückkehr entdeckt, etwa 30 von ihnen standen gegen 19 Uhr auf einem großen, schon bearbeiteten Feld bei Groß Bölkow Ausbau - in Gemeinschaft mit einem riesigen Schwarm Staren, etwa zwei Dutzend Greifvögeln und fünf Graureihern. Es war ein imposantes Bild, sie dann einer nach dem anderen in Richtung Hohen Luckow fliegen zu sehen. Es waren fast alles Jungstörche. Mehrere machten Zwischenlandungen auf Strommasten, und es ging dabei durchaus gedrängt zu. Leicht vorstellbar, was da alles an Unglücksfällen passieren kann! Abermals gelang mir die Ablesung von neun "unserer" Jungstörche, dabei waren zwei (je einer vom Nest Schwaan I und aus Moitin) neu. In Hohen Luckow selbst scheinen die vielen Störche auch schon ein beherrschendes Thema zu sein. Aufmerksame Storchenfreunde zeigten Bildaufnahmen oder berichteten über ihre Beobachtungen auf nahen Feldern. Aber es ist nur eine kurze Episode, schon sehr bald wird der Trupp (bei geeigneter Thermik) aufsteigen und - vermutlich in südöstlicher Richtung - davon ziehen. Unter günstigen Voraussetzungen können an einem Tag 300 Kilometer geschafft werden. Weitere Fotos aus Hohen Luckow gibt es - wie versprochen - im Fotoalbum.

Bis zu 70 Störche bei Hohen Luckow versammelt


Foto: K. Holland (Gut Hohen Luckow)

Rund 70 Störche sind gestern gleichzeitig in der Nähe von Hohen Luckow auf einer Ackerfläche gesehen worden, auf der Luzerne gehäckselt wurden. Dank kurzfristiger Benachrichtigung konnte ich mir heute Abend selbst ein Bild von der Situation machen - es war spektakulär! Zunächst traf ich zwei Alt- und acht Jungstörche auf einem Feld an, kurz danach wimmelte es dann nur so von fliegenden Störchen in der Luft. Ich fühlte mich an die Rühstädter Verhältnisse erinnert als ich nach Hohen Luckow zurückfuhr. Zahlreiche Störche kehrten von der Nahrungssuche zurück, um ihre Übernachtungsstandorte aufzusuchen. Auf einem hohen Turm, auf dem Kirchendach sowie auf mehreren Hausdächern hatten sich zahlreiche Störche schon zur Übernachtung versammelt. Später sah ich weitere auf Wirtschaftsgebäuden des Gutshofes sowie in Richtung Groß Belitz auf mehreren Strommasten. Insgesamt zählte ich etwa 45 Störche, zum allergrößten Teil waren es Jungstörche, die sich jetzt auf dem Weg in Richtung Süden sammeln. Bei entsprechender Thermik werden sich sicherlich in den nächsten Tagen aufbrechen. Zahlreiche Passanten hielten an und staunten über das ungewöhnliche Ereignis. Leider fand ich auch einen toten Jungstorch unter einer Stronleitung, vermutlich war es ein Leitungsanflug. Anhand der Ringnummer konnte ich ihn als einen Hohen Luckower Jungstorch identifizieren. Insgesamt gelangen mir nie für möglich gehaltene 13 Ringablesungen. In diesem großen Storchentrupp waren Jungstörche aus den Nestern Wendfeld, Schmadebeck I (alle drei!), Schmadebeck II, Schwaan I, Pankelow II, Hohen Schwarfs, Jürgenshagen, Göldenitz und Stäbelow vertreten. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass auch mindestens einer der von uns am 4. August ausgewilderten Jungstörche Anschluss zu dieser Gruppe gefunden hat - der im Zoo von Hand aufgezogene Jungstorch "HC984". Längst nicht alle Störche konnten kontrolliert werden, zumeist, weil sie auf "dem falschen Bein" standen. Ich werde also morgen wieder in Hohen Luckow sein und anschließend darüber berichten - dann auch mit mehr Fotos!

Es bahnt sich viel Storchennachwuchs an


4 Jungstörche sind am Samstag in Hohen Luckow zu sehen gewesen.

Es sieht bisher gut aus in den meisten Storchennestern des Landkreises Bad Doberan! Am Wochenende konnte ich fast 50 Nester kontrollieren und habe dabei eine überraschend positive Zwischenbilanz ziehen können. Von den 56 Horstpaaren (Niekrenz II wird doch nur als Einzelstorch zu werten sein), haben bisher 36 nachweislich Bruterfolg, in sieben Fällen wird noch gebrütet, an sechs Nestern ist die Lage unklar bzw. noch unbekannt und nur an sieben Nestern ist bisher Bruterfolg ausgeschlossen worden. Ins Fotoalbum habe ich zahlreiche Aufnahmen vom Wochenende eingestellt.
Neben vier Paaren, die gar nicht erst mit der Brut angefangen haben, hat in Tessin ein Brutabbruch stattgefunden, während das Kowalzer Paar aus ungeklärten Ursachen seinen gesamten Nachwachs verloren hat. 1 Jungstorch wurde tot unter dem Nest gefunden. In Rederank hat am 30. Mai ein Fremdstorch den Brutvogel attakiert und dabei ein Jungtier aus dem Nest geworfen sowie vermutlich das gesamte restliche Gelege zerstört. Die Störche sind aber noch am Nest, sodass noch eine geringe Resthoffnung auf vielleicht ein noch schlüpfendes Küken besteht.
Erstaunlich ist die Tatsache, dass nicht nur in Hohen Luckow 4 Jungstörche im Nest stehen, sondern auch aus Biestow Dorf vierfacher erfolgreicher Nachwuchs gemeldet wurde. Hoffen wir, dass das Wetter in den kommenden zwei bis drei Wochen mitspielt. Dann könnte es ein gutes Storchenjahr werden (zumindest was die Anzahl der Jungstörche anbelangt).

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Auswilderung von zwei Jungstörchen

Diese beiden Jungstörche, die zuletzt im Zoo Rostock aufgezogen wurden, entließen Hans-Heinrich Zöllick und ich heute früh in einem großen Wiesen- und Weidenareal bei Jürgenshagen in die Freiheit. H 9022 ist im Horst Rostock Zoo I (Bärenburg) groß geworden und vor wenigen Tagen geschwächt aufgegriffen worden. Der andere ausgewilderte Jungstorch (H 9023) ist für mich ein ganz besonderer - ich habe ihn am 6. Juni als wenige Tage altes Küken unter dem Horst in Hohen Luckow gefunden. Dank des Engagements und der Einsatzbereitschaft des Rostocker Zoos ist er seitdem zu einem stattlichen Storch herangewachsen. Als wir am Nachmittag an die Stelle der Auswilderung zurückkehrten, befanden sich beide Jungstörche noch ganz in der Nähe auf einem abgeernteten Getreidefeld. Als wir uns dann jedoch einige Schritte näherten, starteten beide Vögel zu ihrem vermutlich ersten freien Flug. Die durchaus vorhandene Bersorgnis hinsichtlich ihrer Flugfähigkeit wich einem faszinierten Staunen, als sie sich in großen Kreisen emporschwangen und ihr erstaunliches fliegerisches Können zeigten. Es war ein ganz besonderer, ergreifender Anblick, den wir beide sicher nicht so schnell vergessen werden.
Im weiteren Verlauf des Nachmittags stießen wir bei Buchholz noch auf eine Gruppe von neun (Alt- und Jung-)Störchen, die auf einer gerade bearbeiteten Ackerfläche nach Nahrung suchten. Möglicherweise waren sie auch schon Bestandteil zweier anderer Storchentrupps, die am Sonntag und am Dienstag bei Pölchow (15 Störche) und bei Ziesendorf (9 Störche) gesehen worden waren. Nach Berichten von Beobachtern gehörte zu diesen beiden Ansammlungen auch ein Altstorch mit Ständerfraktur. Es könnte sich um den unglücklichen Brutstorch vom Standort Groß Potrems I handeln, den genau dieses Schicksal im Juli ereilt hatte. Trotz seiner Behinderung wirkte er sehr mobil und ist weiter voll flugfähig. Ein Einfangen zwecks tierärztlicher Versorgung ist daher momentan nicht möglich.
Demgegenüber befindet sich seit kurzem ein am Flügel verletzter Jungstorch vom (Baum-)Horst Rostock Zoo II in der Obhut des Rostocker Zoos.

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