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Hohen Luckow

Jetzt ist er doch noch zurückgekommen...

In meinem letzten Eintrag hatte ich noch berichtet, dass in Hohen Schwarfs das langjährige Männchen mit dem Ring DEH H2189 als verschollen eingestuft wurde. Nun ist dieser zwölfjährige Storch doch noch zurückgekommen! Er traf am Samstag an seinem "Stammnest" ein und machte seinen Anspruch offenbar unmissverständlich deutlich. Die beiden neuen Störche wurden vertrieben, wir wissen noch nicht, wohin. Am Abend stand dann auch ein Weibchen mit im Nest. Ich denke, dass H2189 den letzten Winter in Südafrika verbracht haben könnte, so wie Senderstorch "Albert von Lotto", der immer noch auf dem Zug ist und zuletzt kurz vor dem Bosporus stand. Dass es in Hohen Schwarfs in diesem Jahr noch zu einer Brut kommen wird, ist eher unwahrscheinlich.
Bereits am Donnerstag gab es einen schweren, blutigen Horstkampf um das Nest Schmadebeck II. Glücklicherweise scheint die Brut fortgesetzt worden zu sein. Dagegen müssen wir aus Reinshagen leider einen Brutabbruch melden. Seit mindestens gestern wird nicht mehr gebrütet. Über die Gründe können wir nur rätseln, es wurden allerdings keine Eier unter dem Nest gefunden.
Erfreulich ist dagegen die Meldung aus Hohen Luckow, dass dort seit Mittwoch zwei Störche am Nest sind und auch bauen. Hohen Luckow ist ein alter Traditionsstandort, an dem jedoch seit einigen Jahren keine Störche mehr waren. Im März hatte unser Partner im Storchenschutz, der Netzbetreiber edis, das Nistangebot, das bis dahin ungewöhnlich weit draußen im Wiesenbereich gestanden hatte, auf meinen Wunsch und in Absprache mit den Verantwortlichen des Gutes näher an die Stallungen herangerückt. Wir drücken die Daumen, dass das Paar bleibt!

Erste Störche beobachtet

Auch in unserer Region sind jetzt die ersten Störche zuverlässig gesichtet worden. Am 6. März wurde ein Storch am Ortsausgang von Hanstorf beobachtet und heute gleich zwei westlich von Groß Bölkow Ausbau (Quelle: OAMV, ornitho.de). Ob es sich bereits um brutwillige Tiere handelt, die dauerhaft in der Region bleiben, steht noch nicht fest, denn eine Zuordnung zu einem unserer Nester gab es bisher noch nicht. Ich denke eher, dass es Durchzügler sein werden. Im Vorjahr traf der erste Storch mit anschließend dauerhafter Horstbindung erst am 20. März ein (am Standort Schmadebeck II). Es wird sich bei den beobachtenden Störchen daher mit großer Wahrscheinlichkeit um Vögel handeln, die den Winter auf der Westroute (vielleicht in Frankreich oder Spanien) verbracht haben.
Der Stromversorger Eon e.dis, unser zuverlässiger Partner im Storchenschutz, hat in der vergangenen Woche dankenswerter Weise in Hohen Luckow eine neue Nisthilfe und einen (gefüllten) Nistkorb angebracht, nachdem das alte Nest nach über 20 Jahren "Wachstum" im Winter abgestürzt war.

Foto: B. Becker

Auf dem Heimzug

Auch in diesem Jahr ist der Februar für die Weißstörche der Monat des Aufbruchs in die europäischen Brutgebiete. Dank der besenderten Störche wissen wir, dass der Frühjahrszug inzwischen fast überall begonnen hat. Die Westzieher sind dabei im Vorteil - sofern sie in Frankreich oder Spanien überwintert haben, ist ihr Rückweg ungleich kürzer als bei den nach Afrika gezogenen Störchen. Nachdem sich der Winter jetzt aus Mitteleuropa zurückgezogen hat, treffen täglich Störche ein. Im Raum Bergenhusen im nördlichen Schleswig-Holstein waren es allein vorgestern mindestens vier.
Dagegen werden die vier deutschen Senderstörche in Afrika offenbar wie im Vorjahr schon zu Beginn ihres Zuges von ungünstigen Windverhältnissen aufgehalten. Sowohl "Albert von Lotto" als auch "Gustav" und "Michael" sind in den letzten Tagen kaum oder gar nicht weitergezogen, teilweise flogen sie sogar einige Kilometer in die "falsche Richtung" zurück. Alle drei stehen vor der Überquerung der Nubischen Wüste. Die Wetterstationen im Sudan melden übereinstimmend mäßigen bis frischen Wind aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen, und die Prognosen sagen für die nächsten Tage keine Änderung voraus. Hoffen wir dennoch, dass der Zug nicht zu lange unterbrochen wird! Bis die ostziehenden Störche uns erreichen, werden aber sicherlich noch mindestens fünf Wochen vergehen.
Unterdessen ist in Hohen Luckow Ersatz für das seit über 20 Jahren auf einem Betonmast bestehende, hoch aufgeschichtete Nest notwendig. Es ist während des Winters abgestürzt und wird jetzt durch eine stabile neue Nisthilfe mit Nistkorb ersetzt.

Weitere Jungstörche sind geschlüpft


Etwa zwei Wochen alt dürften diese beiden Storchenküken in Biestow sein.

In den vergangenen Tagen sind in zahlreichen Storchenhorsten weitere Jungstörche geschlüpft. So lange sie noch sehr klein sind, kann man sie aus der "Froschperspektive" nur schwer erkennen. Doch mit jedem Tag wachsen sie und recken die Hälse immer mehr. Mit einigem Vorbehalt können wir einige Zahlen mitteilen, die sich aber noch sehr verändern können, nach oben wie nach unten. In folgenden Nestern - von denen wir es schon wissen - war die Brut erfolgreich: Biestow Dorf (2 juv.), Clausdorf (mind. 1 juv.), Hohen Schwarfs (mind. 1 juv.), Kröpelin (3 juv.), Schmadebeck I (2 juv.), Schmadebeck II (3 juv.), Schwaan II (3 juv.). In anderen Nestern wird sich das Brutgeschäft dagegen teilweise noch bis in die zweite Juni-Hälfte hineinziehen.
Seit Mitte Mai hat die Witterung in unserer Region gut mitgespielt, es war häufig sonnig, hat dennoch zwischendurch immer wieder geregnet und die Temperaturen waren nicht zu niedrig. Es sind uns bisher keine weiteren Abwürfe gemeldet worden, aber vieles spielt sich auch im Verborgenen ab.
Keinen Storchennachwuchs wird es leider in Hohen Luckow geben. Hier standen die Altstörche heute beide relativ beschäftigungslos im Horst, waren vor ein paar Tagen auch gemeinsam auf Nahrungssuche gesehen worden. Die Gründe für den Brutabbruch sind bisher nicht bekannt. Vielleicht haben auch hier Horstkämpfe eine Rolle gespielt. Demgegenüber ist das Nest in Wohrenstorf seit dem Wochenende von einem Paar besetzt. Im Vorjahr hatten sich hier nach mehrjähriger Pause zwischen Juni und August zwei Störche aufgehalten. Auch 2011 wird es leider zu keiner Brut mehr kommen. Das gilt auch für Griebnitz, wo mittlerweile ein zweiter Storch feste Horstbindung gefunden zu haben scheint.

43 übernachtende Störche in Hohen Luckow und Umgebung


Neun Störche stehen zur Übernachtung auf dem Dach der Kirche in Hohen Luckow.

Wie angekündigt, bin ich heute Abend erneut in Hohen Luckow gewesen, um nach dem großen Storchentrupp Ausschau zu halten, der dort seit einigen Tagen übernachtet. Und ich wurde nicht enttäuscht - 35 Störche konnte ich in Hohen Luckow auf Dächern, Masten und Türmen zählen und noch acht weitere auf Strommasten in Dorfnähe. Ich hatte sie schon vor ihrer Rückkehr entdeckt, etwa 30 von ihnen standen gegen 19 Uhr auf einem großen, schon bearbeiteten Feld bei Groß Bölkow Ausbau - in Gemeinschaft mit einem riesigen Schwarm Staren, etwa zwei Dutzend Greifvögeln und fünf Graureihern. Es war ein imposantes Bild, sie dann einer nach dem anderen in Richtung Hohen Luckow fliegen zu sehen. Es waren fast alles Jungstörche. Mehrere machten Zwischenlandungen auf Strommasten, und es ging dabei durchaus gedrängt zu. Leicht vorstellbar, was da alles an Unglücksfällen passieren kann! Abermals gelang mir die Ablesung von neun "unserer" Jungstörche, dabei waren zwei (je einer vom Nest Schwaan I und aus Moitin) neu. In Hohen Luckow selbst scheinen die vielen Störche auch schon ein beherrschendes Thema zu sein. Aufmerksame Storchenfreunde zeigten Bildaufnahmen oder berichteten über ihre Beobachtungen auf nahen Feldern. Aber es ist nur eine kurze Episode, schon sehr bald wird der Trupp (bei geeigneter Thermik) aufsteigen und - vermutlich in südöstlicher Richtung - davon ziehen. Unter günstigen Voraussetzungen können an einem Tag 300 Kilometer geschafft werden. Weitere Fotos aus Hohen Luckow gibt es - wie versprochen - im Fotoalbum.

Bis zu 70 Störche bei Hohen Luckow versammelt


Foto: K. Holland (Gut Hohen Luckow)

Rund 70 Störche sind gestern gleichzeitig in der Nähe von Hohen Luckow auf einer Ackerfläche gesehen worden, auf der Luzerne gehäckselt wurden. Dank kurzfristiger Benachrichtigung konnte ich mir heute Abend selbst ein Bild von der Situation machen - es war spektakulär! Zunächst traf ich zwei Alt- und acht Jungstörche auf einem Feld an, kurz danach wimmelte es dann nur so von fliegenden Störchen in der Luft. Ich fühlte mich an die Rühstädter Verhältnisse erinnert als ich nach Hohen Luckow zurückfuhr. Zahlreiche Störche kehrten von der Nahrungssuche zurück, um ihre Übernachtungsstandorte aufzusuchen. Auf einem hohen Turm, auf dem Kirchendach sowie auf mehreren Hausdächern hatten sich zahlreiche Störche schon zur Übernachtung versammelt. Später sah ich weitere auf Wirtschaftsgebäuden des Gutshofes sowie in Richtung Groß Belitz auf mehreren Strommasten. Insgesamt zählte ich etwa 45 Störche, zum allergrößten Teil waren es Jungstörche, die sich jetzt auf dem Weg in Richtung Süden sammeln. Bei entsprechender Thermik werden sich sicherlich in den nächsten Tagen aufbrechen. Zahlreiche Passanten hielten an und staunten über das ungewöhnliche Ereignis. Leider fand ich auch einen toten Jungstorch unter einer Stronleitung, vermutlich war es ein Leitungsanflug. Anhand der Ringnummer konnte ich ihn als einen Hohen Luckower Jungstorch identifizieren. Insgesamt gelangen mir nie für möglich gehaltene 13 Ringablesungen. In diesem großen Storchentrupp waren Jungstörche aus den Nestern Wendfeld, Schmadebeck I (alle drei!), Schmadebeck II, Schwaan I, Pankelow II, Hohen Schwarfs, Jürgenshagen, Göldenitz und Stäbelow vertreten. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass auch mindestens einer der von uns am 4. August ausgewilderten Jungstörche Anschluss zu dieser Gruppe gefunden hat - der im Zoo von Hand aufgezogene Jungstorch "HC984". Längst nicht alle Störche konnten kontrolliert werden, zumeist, weil sie auf "dem falschen Bein" standen. Ich werde also morgen wieder in Hohen Luckow sein und anschließend darüber berichten - dann auch mit mehr Fotos!

Es bahnt sich viel Storchennachwuchs an


4 Jungstörche sind am Samstag in Hohen Luckow zu sehen gewesen.

Es sieht bisher gut aus in den meisten Storchennestern des Landkreises Bad Doberan! Am Wochenende konnte ich fast 50 Nester kontrollieren und habe dabei eine überraschend positive Zwischenbilanz ziehen können. Von den 56 Horstpaaren (Niekrenz II wird doch nur als Einzelstorch zu werten sein), haben bisher 36 nachweislich Bruterfolg, in sieben Fällen wird noch gebrütet, an sechs Nestern ist die Lage unklar bzw. noch unbekannt und nur an sieben Nestern ist bisher Bruterfolg ausgeschlossen worden. Ins Fotoalbum habe ich zahlreiche Aufnahmen vom Wochenende eingestellt.
Neben vier Paaren, die gar nicht erst mit der Brut angefangen haben, hat in Tessin ein Brutabbruch stattgefunden, während das Kowalzer Paar aus ungeklärten Ursachen seinen gesamten Nachwachs verloren hat. 1 Jungstorch wurde tot unter dem Nest gefunden. In Rederank hat am 30. Mai ein Fremdstorch den Brutvogel attakiert und dabei ein Jungtier aus dem Nest geworfen sowie vermutlich das gesamte restliche Gelege zerstört. Die Störche sind aber noch am Nest, sodass noch eine geringe Resthoffnung auf vielleicht ein noch schlüpfendes Küken besteht.
Erstaunlich ist die Tatsache, dass nicht nur in Hohen Luckow 4 Jungstörche im Nest stehen, sondern auch aus Biestow Dorf vierfacher erfolgreicher Nachwuchs gemeldet wurde. Hoffen wir, dass das Wetter in den kommenden zwei bis drei Wochen mitspielt. Dann könnte es ein gutes Storchenjahr werden (zumindest was die Anzahl der Jungstörche anbelangt).

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Auswilderung von zwei Jungstörchen

Diese beiden Jungstörche, die zuletzt im Zoo Rostock aufgezogen wurden, entließen Hans-Heinrich Zöllick und ich heute früh in einem großen Wiesen- und Weidenareal bei Jürgenshagen in die Freiheit. H 9022 ist im Horst Rostock Zoo I (Bärenburg) groß geworden und vor wenigen Tagen geschwächt aufgegriffen worden. Der andere ausgewilderte Jungstorch (H 9023) ist für mich ein ganz besonderer - ich habe ihn am 6. Juni als wenige Tage altes Küken unter dem Horst in Hohen Luckow gefunden. Dank des Engagements und der Einsatzbereitschaft des Rostocker Zoos ist er seitdem zu einem stattlichen Storch herangewachsen. Als wir am Nachmittag an die Stelle der Auswilderung zurückkehrten, befanden sich beide Jungstörche noch ganz in der Nähe auf einem abgeernteten Getreidefeld. Als wir uns dann jedoch einige Schritte näherten, starteten beide Vögel zu ihrem vermutlich ersten freien Flug. Die durchaus vorhandene Bersorgnis hinsichtlich ihrer Flugfähigkeit wich einem faszinierten Staunen, als sie sich in großen Kreisen emporschwangen und ihr erstaunliches fliegerisches Können zeigten. Es war ein ganz besonderer, ergreifender Anblick, den wir beide sicher nicht so schnell vergessen werden.
Im weiteren Verlauf des Nachmittags stießen wir bei Buchholz noch auf eine Gruppe von neun (Alt- und Jung-)Störchen, die auf einer gerade bearbeiteten Ackerfläche nach Nahrung suchten. Möglicherweise waren sie auch schon Bestandteil zweier anderer Storchentrupps, die am Sonntag und am Dienstag bei Pölchow (15 Störche) und bei Ziesendorf (9 Störche) gesehen worden waren. Nach Berichten von Beobachtern gehörte zu diesen beiden Ansammlungen auch ein Altstorch mit Ständerfraktur. Es könnte sich um den unglücklichen Brutstorch vom Standort Groß Potrems I handeln, den genau dieses Schicksal im Juli ereilt hatte. Trotz seiner Behinderung wirkte er sehr mobil und ist weiter voll flugfähig. Ein Einfangen zwecks tierärztlicher Versorgung ist daher momentan nicht möglich.
Demgegenüber befindet sich seit kurzem ein am Flügel verletzter Jungstorch vom (Baum-)Horst Rostock Zoo II in der Obhut des Rostocker Zoos.

Viele Storchenpaare ohne Nachwuchs


Dieses Foto aus Hohen Luckow ist beispielhaft für den insgesamt unerfreulichen Verlauf der diesjährigen Storchensaison in unserer Region und weiten Teilen Ostdeutschlands. Die beiden Altstörche stehen beschäftigungslos vor ihrem verlassenen Horst - zum ersten Mal seit 1997 gibt es in Hohen Luckow, einem der erfolgreichsten Standorte der letzten zehn Jahre, keinen Nachwuchs (abgesehen von dem am 6.6. abgeworfenen Küken, das ich lebend in den Rostocker Zoo bringen konnte). Besonders in den letzten Tagen erreichten uns viele Nachrichten über leere Horste. Insgesamt rechnen wir momentan damit, dass etwa 40 % der 58 Horstpaare im Landkreis Bad Doberan ohne flüggen Nachwuchs bleiben werden - ein eindeutiges Indiz für ein so genanntes Störungsjahr (zum Vergleich: im guten Storchenjahr 2007 waren es nur rund 20 %).
Die Gründe sind ganz unterschiedlich. Eine größere Anzahl Storchenpaare hat gar nicht erst mit der Brut begonnen, überwiegend waren sie erst Ende April/Anfang Mai komplett. Dazu zählen die Störche in: Groß Bölkow, Groß Lüsewitz, Kambs, Kirch Mulsow, Klingendorf, Petschow, Roggow, Wischuer und Zarnewanz.
In anderen Fällen wurde die Brut vorzeitig abgebrochen oder war erfolglos, sodass keine Jungen schlüpften: Benitz, Bentwisch, Göldenitz/Amt Schwaan, Nustrow, Thelkow und Ziesendorf.
In Heiligenhagen wurden vor einigen Wochen mehrere befruchtete Eier abgeworfen - ob es die Brutstörche selbst oder Fremdstörche waren, ist ungeklärt. Zumindest ein Storch, erkennbar an einer Wölbung auf der Stirn, ist kontinuierlich am Horst geblieben.
Besonders tragisch erscheint das Schicksal der Küken in Kröpelin - dort waren zu erst vier Junge geschlüpft, die seit kurzem nicht mehr im Nest zu sehen sind. Über die Ursachen ist vorerst nichts bekannt. Auch in Griebnitz fütterten die Altstörche bereits Junge, bevor es am 5. und 6. Juni zu schweren Horstkämpfen mit einem zweiten Paar kam, nach denen die Jungen nicht mehr lebten. Auch die Brutstörche sind seitdem nicht mehr am Horst gesehen worden. Die Trauer vieler Anwohner ist sicher gut nachvollziehbar.
Dennoch wird voraussichtlich eine knappe Mehrheit der Storchenpaare Junge groß bekommen. Die genauen Zahlen werden erst in etwa vier Wochen feststehen, doch gibt es ab heute wieder unsere Bruterfolgskarte, auf der jeder einzelne Standort mit seinem aktuellen Stand eingetragen ist.

Gute Nachrichten aus dem Rostocker Zoo


Dieser Brutstorch vom Baumhorst im Rostocker Zoo (Rostock Zoo II) pausiert auf einer künstlichen Nisthilfe. Gerade ist er von seinem Partner abgelöst worden, der - nach Berichten von Zoo-Mitarbeitern - mindestens zwei Jungstörche füttert. Auch die anderen Nachrichten während des gestrigen Zoobesuchs waren erfreulich: im Horst auf der Bärenburg werden zwei Jungstörche groß (ein weiterer ist bereits vor einiger Zeit tot abgeworfen worden), und das kleine Findelkind aus Hohen Luckow, das ich vor einer Woche in die Obhut des Zoos übergeben hatte, soll auch wohlauf sein. Im Fotoalbum gibt es weitere Fotos aus Fienstorf und vom Horst Rostock Zoo I.
In Albertsdorf konnten heute mindestens zwei Jungstörche bei einer Fütterung festgestellt werden, in Biendorf beobachteten Anwohner sogar drei Küken, die dort Ende Mai geschlüpft sein dürften. Schließlich deutet einiges darauf hin, dass es jetzt auch in Klein Grenz Storchennachwuchs gibt. Hier werden die nächsten Tage vermutlich genauere Erkenntnisse bringen.
Am Dienstag, 16. Juni, beginnt am Horst Biestow Dorf die diesjährige Beringungsaktion, die erstmals seit DDR-Zeiten auch wieder den Landkreis Bad Doberan umfasst. Insgesamt 50 Ringe stehen zur Verfügung und sollen - so möglich - in den nächsten Wochen angebracht werden. Wir werden über diese Aktionen, die dankenswerter Weise vom Kreisbauernverband Bad Doberan e. V. und vom Bauernverband Bützow e. V. durch großzügige finanzielle Hilfe gefördert werden, an dieser Stelle ausführlich berichten.

Storchenschicksale

In diesen Tagen wird einmal mehr besonders deutlich, wie gefährdet das Leben von Storchenküken ist. In Pogez (Landkreis Nordwestmecklenburg) ereignete sich am 30. Mai ein besonders tragischer Vorfall. Ein Rehkitz muss in der Nähe des dortigen Nestes Opfer von Mäharbeiten geworden sein. Ein Bein wurde vermutlich von der Maschine abgetrennt und von einem Altstorch als Nahrung in das Pogezer Nest getragen. Dort versuchte es ein etwa zwei bis drei Wochen altes Küken herunterzuschlingen, erstickte letztlich jedoch an dem übergroßen Beutestück. Anwohner fanden den toten Jungstorch unter dem Horst und machten unter anderem dieses Foto (weitere im Fotoalbum):

Handelt es sich hier um einen zumindest in dieser Form seltenen Einzelfall, sind die Auswirkungen des Tiefs "Martin" für den diesjährigen Storchennachwuchs mit Sicherheit weitaus schlimmer. Es erfasste mit seinem umfangreichen Starkregengebiet und dem damit einhergehenden Sturm heute große Teile Nordniedersachsens, Schleswig-Holsteins und seit dem Abend auch Mecklenburg-Vorpommerns. In unserer Region regnet und stürmt es seit etwa 18 Uhr anhaltend. Hoffen wir, dass die Folgen nicht so gravierend sind.
Erfreulich ist dagegen eine Information, die ich heute aus dem Rostocker Zoo erhielt. Das kleine Storchenküken, das ich am Samstag unter dem Horst in Hohen Luckow fand und anschließend in die Obhut der Zoomitarbeiter gegeben hatte, entwickelt sich wider Erwarten gut. Der betreuende Tierpfleger räumt ihm momentan eine Überlebenschance von 60 bis 70 Prozent ein. Wir werden weiter über sein Schicksal berichten.

Lebend abgeworfenes Storchenküken auch in Hohen Luckow


Dieses wenige Tage alte Storchenküken fand ich am vergangenen Samstag lebend unter dem Storchenhorst in Hohen Luckow. Da beide Alttiere kurz vor dem Fund am Nest waren und darin viel herumstocherten, kann es sein, dass es gerade erst abgeworfen worden war. Mit sehr schwacher Lebenszeichen habe ich es unmittelbar in den Zoo Rostock gebracht, wo es sofort aufgenommen und unter eine Wärmelampe gelegt worden ist. Bisher habe ich keine eindeutige Rückmeldung, ob das Küken noch am Leben ist. Die Aussichten würde ich allerdings als nicht sehr hoch einstufen. Häufig gibt es bei Abwürfen innere Verletzungen, die von außen nicht erkennbar sind und dann zum Tode führen. Das gilt wohl auch für das Thulendorfer Storchenküken, das in der vergangenen Woche von Anwohnern in den Vogelpark Marlow gebracht wurde (wir berichteten). Trotz intensiver Bemühungen der Vogelparkmitarbeiter hat es das bereits wesentlich ältere Küken nicht geschafft. Es konnte keine Nahrung bei sich behalten und ist verendet. Selbstverständlich werden wir stets alles unternehmen, um das Leben von Küken zu erhalten, die hilflos außerhalb des Horstes gefunden werden.

Die Jungstörche zeigen sich


Zwei Jungstörche sind am 2. Juni in Fienstorf zu erkennen, Foto: G. Vogel

Nachdem mit dem heutigen Regentag erst einmal das Schlimmste in wettertechnischer Hinsicht überstanden sein sollte, ist es Zeit für die ersten Fotos der diesjährigen Jungstörche, die nun in vielen Nestern beobachtet werden können. Im Fotoalbum gibt es zahlreiche Fotos vom Wochenende (von den Storchennestern Broderstorf I, Broderstorf II, Bröbberow, Clausdorf, Fienstorf, Göldenitz/Dummerstorf, Hohen Luckow, Lieblingshof, Niekrenz, Pankelow und Parkentin).
Außerdem gibt es einige Neuigkeiten zu vermelden. Durch einen Übermittlungsfehler wurde erst jetzt bekannt, dass nach dreijähriger Pause auch in Groß Bölkow wieder ein Storchenpaar ansässig geworden ist. Obwohl es bereits seit dem 13. April komplett ist, hat es keine Brut gegeben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Horstpaare auf (vorläufig) 58, nur noch eines weniger als im Vorjahr.
In Detershagen, wo es im Vorjahr vier Jungstörche gab, sieht es dieses Mal leider wesentlich ungünstiger aus. Mitte Mai eroberte ein Fremdstorch (möglicherweise ein verspäteter Brutstorch des Vorjahres) in einer blutigen Auseinandersetzung das dortige Nest und warf mehrere Eier ab. Da in Detershagen laut Anwohnerbericht auch jetzt noch kontinuierlich ein Storch auf dem Horst sitzt, gehen wir momentan von einem späten Nachgelege nach Partner- oder Paarwechsel aus.
Gar keinen Nachwuchs wird es mit großer Wahrscheinlichkeit in Göldenitz bei Schwaan geben. Bei mehreren Besuchen vor Ort wirkte der Horst in den letzten Tagen stets verlassen.

Broderstorfer Storchenpaar mit vier Füßen


Ein Storchenfreund schickte uns heute dankenswerter Weise dieses Foto der beiden Störche vom Horst Broderstorf II, wo im Vorjahr die Störchin einen Fuß verlor. Diese beiden Störche wirken körperlich unversehrt und haben vier Füße. Ein Ringträger ist nicht dabei.

In den letzten Tagen gab es wieder Bewegung bei der Besetzung der Storchennester, offensichtlich aber leider nicht im erhofften Umfang. In Roggow, Hohen Schwarfs und Benitz verschwand sogar jeweils ein Storch vom Nest. Nur in Benitz gab es inzwischen - am 17.4. eine Rückkehr (oder einen Neuankömmling). Weitere aktuelle Daten liegen von folgenden Standorten vor:
- Rostock Zoo II (beide am 17.4. im Nest)
- Ziesendorf (1. Storch am 11.4., 2. Storch am 13.4. eingetroffen)
- Hohen Luckow (2. Storch am 17.4. eingetroffen)
- Satow Hof (2. Storch am 18.4. eingetroffen)
- Lieblingshof (2. Storch am 20.4. eingetroffen)
Unsere Ankunftskarte wurde wieder auf den aktuellen Stand gebracht.

Toter Altstorch und Aushorstung in Bröbberow

Die Dramen an den Storchennestern unserer Region reißen nicht ab. Drei Tage nach dem letztlich vergeblichen Rettungsversuch in Ziesendorf wurden heute Abend im Nachbardorf Bröbberow zwei etwa vier Wochen alte Jungstörche ausgehorstet. Vorausgegangen waren Meldungen von Anwohnern, die seit drei Tagen eine nur noch sehr sporadische Anwesenheit von Altstörchen festgestellt hatten. Gestern Abend wurde dann am Ortsrand von Bröbberow - in der Nähe einer Straße - ein toter Altstorch gefunden. In der Dämmerung waren die Jungen am Nest allein. Die Gemeinde reagierte ausgesprochen umsichtig und ließ das Bröbberower Storchennest heute von frühmorgens an ununterbrochen beobachten. Es zeigte sich, dass die Jungen allenfalls gegen 8 Uhr durch einen Altstorch versorgt worden waren. Danach blieben sie für mindestens zehn Stunden ohne jede Nahrungs- und Wasserzufuhr. Der morgens am Nest stehende Altstorch wurde das letzte Mal um 11 Uhr gesehen. Seitdem blieben die beiden Jungen durchgehend allein. Aufgrund dieser präzisen Beobachtungen muss davon ausgegangen werden, dass der tote Altstorch tatsächlich zum Bröbberower Nest gehört. In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde fiel die Entscheidung, die beiden Jungstörche auszuhorsten, denn ein Altstorch allein ist nicht in der Lage, zwei Jungstörche diesen Alters allein großzuziehen. Diese wurden gegen 18.00 Uhr in einem Gemeinschaftseinsatz der Freiwilligen Feuerwehren aus Groß Grenz und Schwaan aus dem Nest geholt und umgehend mit Wasser und Nahrung versorgt. Wir werden über ihr weiteres Schicksal berichten und drücken die Daumen, dass es ihnen besser ergeht als den Ziesendorfer Jungstörchen. Der tote Altstorch wird obduziert werden.
Ein herzliches Dankeschön dem Bröbberower Bürgermeister Steffen Marklein, seinen Mitarbeitern sowie den Feuerwehrleuten aus Groß Grenz und Schwaan für ihr engagiertes und umsichtiges Handeln!
Gute Nachrichten gibt es aus Albertsdorf und Hohen Luckow - dort sind jeweils zwei Jungstörche in den Nestern gesichtet worden.

Die Brutzeit beginnt


Nachdem in diesem Jahr zahlreiche Storchenpaare bereits Ende März komplett waren, beginnt an vielen Standorten in diesen Tagen - mit einem Abstand von 7 bis 10 Tagen - das Brutgeschäft. Über vier bis fünf Wochen wird es dann Bilder wie dieses vom Sonntag aus Hohen Luckow geben. Wer genau hinschaut, erkennt in diesem mächtigen Nest einen zweiten Storch, der wahrscheinlich bereits brütet.
Auch heute gab es neue Meldungen über zurückgekehrte Störche, die wie immer zu einer Aktualisierung der Ankunftskarte geführt haben. Nunmehr wurde auch von den Standorten Reppelin, Broderstorf I und Hastorf (im Vorjahr unbesetzt!) der erste Storch gemeldet. In Neu Thulendorf und in Hohen Schwarfs traf jeweils der zweite Storch ein.

Wo sind die ersten Störche in unserer Region zu erwarten?


Mit Ausnahme des Stäbelower Storches, den ich heute beim weiteren Ausbau seines Horstes fotografieren konnte, hat es bisher in unserer Region noch keine Meldungen von Storchen-Ankünften gegeben. Im vergangenen Jahr traf der zweite Storch des Jahres am 20. März am Horst Schmadebeck II ein, am 24. März folgten der erste Storch am Standort Rostock Zoo I und der zweite in Stäbelow. In diesem Jahr ist die Großwetterlage über Mittel- und Südosteuropa ganz offensichtlich ungünstiger, sodass wir noch etwas Geduld aufbringen müssen.
Allerdings gibt es aufgrund der Ankunftsdaten der vergangenen Jahre gute Anhaltspunkte, wo dann die ersten Störche zu erwarten sein werden. Regelmäßig besonders früh besetzt waren unter anderem die Horste Bandelstorf, Broderstorf I u. II, Clausdorf I, Detershagen, Grammow, Hohen Luckow, Lieblingshof, Rostock Zoo I, Schmadebeck I u. II sowie Schwaan II. Im Vergleich zu den bereits reichlich besetzten Horsten in Bayern, Rheinland-Pfalz und auch Teilen Schleswig-Holsteins, zeigt sich einmal mehr, dass der Landkreis Bad Doberan auch in diesem Jahr kein Zielgebiet für "Westzieher" ist (vom Stäbelower Einzelstorch einmal abgesehen).

Neue Fotos aus Berendshagen, Hohen Luckow und Parkentin

Im Fotoalbum gibt es wieder sehr schöne, beeindruckende Fotos, die das Ehepaar Rosien Anfang Juli in Berendshagen, Hohen Luckow und Parkentin aufgenommen haben. Vielen Dank für die Erlaubnis, einen Teil der Bilder hier zeigen zu dürfen - die komplette Serie gibt es auf der Homepage der Rosiens. Die spät geschlüpften Jungstörche in Berendshagen und Parkentin sind damit das erste Mal im Bild zu sehen. Dieses Foto aus Hohen Luckow zeigt den Kampf der beiden Jungstörche um ein größeres Beutetier, das der Altstorch ins Nest gebracht hat.

Foto: B. Rosien

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Osten des Landkreises

Es gibt neue Nachrichten von verschiedenen Standorten im Osten des Landkreises. Zunächst einmal die guten: sowohl in Gnewitz als auch in Nustrow wurde noch jeweils ein weiterer Jungstorch entdeckt. Dagegen ist in Neu Thulendorf nur noch ein Jungstorch im Nest und in Vogtshagen sind offenbar alle drei verendet. Sie waren vergleichsweise spät geschlüpft und sind wahrscheinlich dem schlechten Wetter in der letzten Woche zum Opfer gefallen. Bei einer Reihe von weiteren Nestern (Bentwisch, Grammow, Kowalz, Thelkow, Liepen, Zarnewanz sowie im Westen Hohen Luckow, Rederank und Satow Hof) konnte die bisher bekannte Anzahl an Jungstörchen bestätigt werden. Die Bruterfolgskarte ist auf der Basis der neuen Erkenntnisse überarbeitet worden. Im Fotoalbum gibt es eine ganze Reihe neuer Bilder, die heute am Abend in Hohen Luckow, Satow Hof, Rederank und Clausdorf aufgenommen wurden. Dieses Foto zeigt einen der beiden Altstörche aus Hohen Luckow bei der Nahrungssuche auf dem dortigen Gutshof.

Viele Jungstörche in den Nestern unserer Region!

Am heutigen Sonnabend hat sich unser Überblick über die geschlüpften Jungstörche in den Nestern unserer Region wesentlich verbessert. Vorerst wird dieses nur anhand der erneut überarbeiteten Brutverlaufskarte erkennbar (bitte rechts oben auf "Neuestes Bild" klicken). Ein detaillierter Bericht mit zahlreichen Fotos folgt so bald wie möglich. Heute nur so viel: Es zeichnet sich ab, dass die Schlechtwetter-Periode Ende Mai keine spürbaren Folgen für die geschlüpften Jungstörche gehabt hat. Insgesamt ist die Anzahl der momentan in den Nestern befindlichen Jungstörchen vergleichsweise hoch. In sehr vielen Nestern sind es momentan drei Jungstörche, in mindestens sechs Nestern (darunter jetzt auch Grammow, Schmadebeck I, Satow Hof und Benitz) vier. Aus Benitz berichteten die Anwohner (Familie Storn) sogar, dass dort zunächst sechs Küken geschlüpft waren. Es sind aber zwischenzeitlich zwei Jungstörche aus dem Nest geworfen worden. In der Regel regulieren die Altstörche die Anzahl ihrer Jungen auf diese Weise, wenn für sie erkennbar ist, dass die Nahrung nicht für weitere Junge reicht. Leider hat wohl der Lärm rund um den G 8-Gipfel dafür gesagt, dass die Störche in Vorder Bollhagen ihre Brut aufgegeben und den Standort am letzten Wochenende verlassen haben. Insbesondere auf Hubschrauber reagieren Störche (und andere Vögel) sehr empfindlich - und davon gab es dort reichlich! Hoffen wir nur, dass in Hohen Luckow nach dem Festessen der Regierungs- und Staatschefs am Donnerstag alles gut gegangen ist und die Störche nicht verschreckt wurden. Eine Kontrolle dort steht momentan noch aus. Zum Abschluss hier noch ein Foto mit drei Jungstörchen, das eine Storchenfreundin heute in Niekrenz aufgenommen und uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat.

Hohen Luckow und Schmadebeck I - die erfolgreichsten Standorte der letzten Jahre

Meine gestrige Rundfahrt führte mich unter anderem nach Hohen Luckow und an das Nest Schmadebeck I. Wie überall sonst auf meiner Tour (ich war noch in Satow Hof, Rederank, Schmadebeck II, Heiligenhagen, Clausdorf I und Stäbelow) wurde hier noch gebrütet bzw. ein Altstorch saß auf frisch geschlüpften Jungstörchen, die aber noch nirgends konkret ausgemacht werden konnten. Die beiden genannten Standorte sind gemeinsam die erfolgreichsten im gesamten Landkreis Bad Doberan. In den letzten sieben Jahren seit 2000 wurden sowohl in Hohen Luckow als auch in Schmadebeck I jeweils 22 Jungstörche flügge. Hoffentlich gibt es auch in diesem Jahr wieder ähnlich gute Brutergebnisse. Der Horst in Hohen Luckow fällt zusätzlich noch durch seine enorme Höhe auf. Wahrscheinlich haben die Störche ihn seit der Errichtung des Beton-Nistmastes 1990 ununterbrochen aufgeschichtet. Mich beobachtete dieser aufmerksame, im Nest sitzende Altstorch:

Weitere Bilder aus Hohen Luckow, Schmadebeck I und Rederank gibt es im Fotoalbum.

Biendorfer Störche

In meiner kleinen Serie über einzelne Storchenstandorte möchte ich heute kurz den Ort Biendorf im Westen des Landkreises Bad Doberan vorstellen. In diesem Jahr sind die beiden Störche bei Familie Karl am 10. und 15. April eingetroffen, nachdem das Nest zuvor schon Ende März kurzzeitig von einem Storchenpaar besetzt war. Dieses Bild vom letzten Wochenende zeigt, dass im Biendorfer Nest "Storchenhochzeit" gefeiert wurde (Foto: Familie Karl, weitere Bilder im Fotoalbum)

Aus alten Berichten wissen wir, dass es in Biendorf schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein Storchennest auf dem so genannten "Neverschen Hof" gegeben hat. Von 1912 an brüteten die Störche dann auf dem Hof Westendorf, dem sie dann wohl über 70 Jahre die Treue hielten. Jedenfalls haben wir sowohl Daten aus den 1930er, den 1950er und den 1960er Jahren, die dies bestätigen (siehe "Historisches"). Sicher ist dann, dass dieses Nest auf einer rohrgedeckten Scheune zwischen 1971 und 1985 durchgängig besetzt war.

Dieses Foto zeigt die Scheune im Jahr 1979, ein weiteres (1952 aufgenommen von Dr. Rudolf Weise) gibt es im Fotoalbum. Nachdem die Störche 1986 ausblieben, wurde die alte Scheune im Jahr darauf abgerissen. Es sollte dann bis zum Jahr 2004 dauern, ehe wieder ein Storchenpaar in Biendorf erfolgreich brütete, und zwar auf einer ein Jahr zuvor errichteten Nisthilfe. Es ist nicht das einzige Beispiel einer geglückten Wiederansiedlung. Seitdem werden die Biendorfer Störche mit viel Engagement und Begeisterung von der Familie Karl betreut, auf deren Grundstück der Nistmast steht. 2004 und 2005 flog jeweils ein Jungstorch aus, 2006 waren es dann zwei. Hoffen wir, dass die Biendorfer sich auch in diesem Jahr wieder an Storchennachwuchs erfreuen können!

An aktuellen Daten kann ich heute lediglich zwei "Zweitstörche" in Hohen Luckow (31.3.) und Gerdshagen I (12.4.) ergänzen, außerdem als Konkretisierung das Ankunftsdatum des ersten Storchs in Gerdshagen I (30.3.).

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