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Hohen Luckow

Weitere Jungstörche sind geschlüpft


Etwa zwei Wochen alt dürften diese beiden Storchenküken in Biestow sein.

In den vergangenen Tagen sind in zahlreichen Storchenhorsten weitere Jungstörche geschlüpft. So lange sie noch sehr klein sind, kann man sie aus der "Froschperspektive" nur schwer erkennen. Doch mit jedem Tag wachsen sie und recken die Hälse immer mehr. Mit einigem Vorbehalt können wir einige Zahlen mitteilen, die sich aber noch sehr verändern können, nach oben wie nach unten. In folgenden Nestern - von denen wir es schon wissen - war die Brut erfolgreich: Biestow Dorf (2 juv.), Clausdorf (mind. 1 juv.), Hohen Schwarfs (mind. 1 juv.), Kröpelin (3 juv.), Schmadebeck I (2 juv.), Schmadebeck II (3 juv.), Schwaan II (3 juv.). In anderen Nestern wird sich das Brutgeschäft dagegen teilweise noch bis in die zweite Juni-Hälfte hineinziehen.
Seit Mitte Mai hat die Witterung in unserer Region gut mitgespielt, es war häufig sonnig, hat dennoch zwischendurch immer wieder geregnet und die Temperaturen waren nicht zu niedrig. Es sind uns bisher keine weiteren Abwürfe gemeldet worden, aber vieles spielt sich auch im Verborgenen ab.
Keinen Storchennachwuchs wird es leider in Hohen Luckow geben. Hier standen die Altstörche heute beide relativ beschäftigungslos im Horst, waren vor ein paar Tagen auch gemeinsam auf Nahrungssuche gesehen worden. Die Gründe für den Brutabbruch sind bisher nicht bekannt. Vielleicht haben auch hier Horstkämpfe eine Rolle gespielt. Demgegenüber ist das Nest in Wohrenstorf seit dem Wochenende von einem Paar besetzt. Im Vorjahr hatten sich hier nach mehrjähriger Pause zwischen Juni und August zwei Störche aufgehalten. Auch 2011 wird es leider zu keiner Brut mehr kommen. Das gilt auch für Griebnitz, wo mittlerweile ein zweiter Storch feste Horstbindung gefunden zu haben scheint.

43 übernachtende Störche in Hohen Luckow und Umgebung


Neun Störche stehen zur Übernachtung auf dem Dach der Kirche in Hohen Luckow.

Wie angekündigt, bin ich heute Abend erneut in Hohen Luckow gewesen, um nach dem großen Storchentrupp Ausschau zu halten, der dort seit einigen Tagen übernachtet. Und ich wurde nicht enttäuscht - 35 Störche konnte ich in Hohen Luckow auf Dächern, Masten und Türmen zählen und noch acht weitere auf Strommasten in Dorfnähe. Ich hatte sie schon vor ihrer Rückkehr entdeckt, etwa 30 von ihnen standen gegen 19 Uhr auf einem großen, schon bearbeiteten Feld bei Groß Bölkow Ausbau - in Gemeinschaft mit einem riesigen Schwarm Staren, etwa zwei Dutzend Greifvögeln und fünf Graureihern. Es war ein imposantes Bild, sie dann einer nach dem anderen in Richtung Hohen Luckow fliegen zu sehen. Es waren fast alles Jungstörche. Mehrere machten Zwischenlandungen auf Strommasten, und es ging dabei durchaus gedrängt zu. Leicht vorstellbar, was da alles an Unglücksfällen passieren kann! Abermals gelang mir die Ablesung von neun "unserer" Jungstörche, dabei waren zwei (je einer vom Nest Schwaan I und aus Moitin) neu. In Hohen Luckow selbst scheinen die vielen Störche auch schon ein beherrschendes Thema zu sein. Aufmerksame Storchenfreunde zeigten Bildaufnahmen oder berichteten über ihre Beobachtungen auf nahen Feldern. Aber es ist nur eine kurze Episode, schon sehr bald wird der Trupp (bei geeigneter Thermik) aufsteigen und - vermutlich in südöstlicher Richtung - davon ziehen. Unter günstigen Voraussetzungen können an einem Tag 300 Kilometer geschafft werden. Weitere Fotos aus Hohen Luckow gibt es - wie versprochen - im Fotoalbum.

Bis zu 70 Störche bei Hohen Luckow versammelt


Foto: K. Holland (Gut Hohen Luckow)

Rund 70 Störche sind gestern gleichzeitig in der Nähe von Hohen Luckow auf einer Ackerfläche gesehen worden, auf der Luzerne gehäckselt wurden. Dank kurzfristiger Benachrichtigung konnte ich mir heute Abend selbst ein Bild von der Situation machen - es war spektakulär! Zunächst traf ich zwei Alt- und acht Jungstörche auf einem Feld an, kurz danach wimmelte es dann nur so von fliegenden Störchen in der Luft. Ich fühlte mich an die Rühstädter Verhältnisse erinnert als ich nach Hohen Luckow zurückfuhr. Zahlreiche Störche kehrten von der Nahrungssuche zurück, um ihre Übernachtungsstandorte aufzusuchen. Auf einem hohen Turm, auf dem Kirchendach sowie auf mehreren Hausdächern hatten sich zahlreiche Störche schon zur Übernachtung versammelt. Später sah ich weitere auf Wirtschaftsgebäuden des Gutshofes sowie in Richtung Groß Belitz auf mehreren Strommasten. Insgesamt zählte ich etwa 45 Störche, zum allergrößten Teil waren es Jungstörche, die sich jetzt auf dem Weg in Richtung Süden sammeln. Bei entsprechender Thermik werden sich sicherlich in den nächsten Tagen aufbrechen. Zahlreiche Passanten hielten an und staunten über das ungewöhnliche Ereignis. Leider fand ich auch einen toten Jungstorch unter einer Stronleitung, vermutlich war es ein Leitungsanflug. Anhand der Ringnummer konnte ich ihn als einen Hohen Luckower Jungstorch identifizieren. Insgesamt gelangen mir nie für möglich gehaltene 13 Ringablesungen. In diesem großen Storchentrupp waren Jungstörche aus den Nestern Wendfeld, Schmadebeck I (alle drei!), Schmadebeck II, Schwaan I, Pankelow II, Hohen Schwarfs, Jürgenshagen, Göldenitz und Stäbelow vertreten. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass auch mindestens einer der von uns am 4. August ausgewilderten Jungstörche Anschluss zu dieser Gruppe gefunden hat - der im Zoo von Hand aufgezogene Jungstorch "HC984". Längst nicht alle Störche konnten kontrolliert werden, zumeist, weil sie auf "dem falschen Bein" standen. Ich werde also morgen wieder in Hohen Luckow sein und anschließend darüber berichten - dann auch mit mehr Fotos!

Es bahnt sich viel Storchennachwuchs an


4 Jungstörche sind am Samstag in Hohen Luckow zu sehen gewesen.

Es sieht bisher gut aus in den meisten Storchennestern des Landkreises Bad Doberan! Am Wochenende konnte ich fast 50 Nester kontrollieren und habe dabei eine überraschend positive Zwischenbilanz ziehen können. Von den 56 Horstpaaren (Niekrenz II wird doch nur als Einzelstorch zu werten sein), haben bisher 36 nachweislich Bruterfolg, in sieben Fällen wird noch gebrütet, an sechs Nestern ist die Lage unklar bzw. noch unbekannt und nur an sieben Nestern ist bisher Bruterfolg ausgeschlossen worden. Ins Fotoalbum habe ich zahlreiche Aufnahmen vom Wochenende eingestellt.
Neben vier Paaren, die gar nicht erst mit der Brut angefangen haben, hat in Tessin ein Brutabbruch stattgefunden, während das Kowalzer Paar aus ungeklärten Ursachen seinen gesamten Nachwachs verloren hat. 1 Jungstorch wurde tot unter dem Nest gefunden. In Rederank hat am 30. Mai ein Fremdstorch den Brutvogel attakiert und dabei ein Jungtier aus dem Nest geworfen sowie vermutlich das gesamte restliche Gelege zerstört. Die Störche sind aber noch am Nest, sodass noch eine geringe Resthoffnung auf vielleicht ein noch schlüpfendes Küken besteht.
Erstaunlich ist die Tatsache, dass nicht nur in Hohen Luckow 4 Jungstörche im Nest stehen, sondern auch aus Biestow Dorf vierfacher erfolgreicher Nachwuchs gemeldet wurde. Hoffen wir, dass das Wetter in den kommenden zwei bis drei Wochen mitspielt. Dann könnte es ein gutes Storchenjahr werden (zumindest was die Anzahl der Jungstörche anbelangt).

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

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