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Dummerstorf

44 Störche in einem Trupp

Am gestrigen Montag konnten wir unweit von Dummerstorf direkt an der A 20 einen Trupp mit 44 (!) nahrungssuchenden Störchen, sehr wahrscheinlich alles nicht-brütende Vögel, beobachten. Um diese Jahreszeit sind Ansammlungen dieser Größenordnung in Mecklenburg-Vorpommern sehr selten. Es dürfte sich einerseits um noch junge, nicht brutreife Störche handeln, andererseits dürften auch etliche Störche vertreten sein, die bei Kämpfen um Storchennester unterlegen waren. In jedem Fall bilden sie eine Brutreserve für die kommenden Jahre. Mindestens zwei der Störche waren oben rechts mit einem ELSA-Ring beringt. Ablesungen gelangen leider nicht. Nach einiger Zeit brach der Trupp geschlossen auf, schraubte sich in der Thermik hoch und zog dann nach Norden weiter. (Foto: B. Becker)
Aus Kambs wurde uns von aufmerksamen Anwohnern ein polnischer Ringstorch (Männchen) gemeldet. POLAND VN 4409 ist dort erst seit wenigen Tagen zusammen mit einem weiteren Storch am Horst.
In Thulendorf ist ebenfalls gestern ein Jungstorch abgeworfen worden. Er hat den Sturz zunächst überlebt und wurde dann in die Tierklinik Rostock gebracht. Von dort soll er - wenn alles gut geht und nicht doch noch innere Verletzungen wirksam werden - zur Pflege und Aufzucht in den Zoo Rostock gelangen.
Seit heute steht unseren Lesern nun auch wieder eine "Bruterfolgskarte" zur Verfügung. Die Eintragungen sind in jedem Fall noch mit vielen Unsicherheiten behaftet und als vorläufig anzusehen.

Vielerorts wird gebrütet

So wie hier im Storchennest Biestow Dorf wird inzwischen vielerorts fest gebrütet. Die Biestower Störche dürften etwa die Hälfte der durchschnittlich 32 Bruttage hinter sich haben. In den letzten drei Jahren gab es hier jeweils zwei ausfliegende Jungstörche. Im Hintergrund ist ein zweiter Nistmast zu erkennen, den die Störche bis 2006 nutzten. Seitdem regiert dort ein Stockenentenpaar, das auch jetzt wieder in dem ehemaligen Storchennest brütet. Eine erfreuliche Nachricht erhielten wir noch aus Zarnewanz. Dort ist das Paar bereits seit dem 13. April komplett, und es wird auch schon gebrütet. Auch in Cammin hat das lange Warten für den "Erstankömmling" ein Ende, denn seit dem 18. April ist ein zweiter Storch im Nest. Schlechte Nachrichten gibt es dagegen aus Griebnitz, wo das seit Ostersonntag komplett gewesene Stochenpaar nach zwei gemeinsamen Wochen zuletzt am vergangenen Samstag auf dem Nest gesehen worden ist. Auch in Groß Lüsewitz und in Dummerstorf ist es zu keiner festen Horstbindung gekommen. Hier wurden letztlich bisher nur verschiedene Horstbesucher registriert. Demgegenüber scheint das Storchenpaar, das sich innerhalb der Pankelower Schweinemastanlage neu angesiedelt hat, ernste Absichten zu verfolgen - ein Storch saß gestern auf dem Nest, während der zweite unweit davon auf noch vegetationlosem Acker nach Nahrung suchte.

Beringungen auch im Altkreis Ribnitz-Damgarten

In einer weiteren Beringungsaktion erhielten heute 21 Jungstörche in zehn Nestern des Altkreises Ribnitz-Damgarten ihren ELSA-Storchenring. Dieses Foto entstand am Dienstag während der Beringung in Schwaan. Knapp 30 weitere Bilder sind jetzt ins Fotoalbum eingestellt worden.
Eine weitere Neuigkeit: In Dummerstorf nutzt seit einiger Zeit ein Storchenpaar regelmäßig einen Nistmast. Möglicherweise gibt es hier einen Zusammenhang mit der Vertreibung des benachbarten Griebnitzer Storchenpaares. Vielleicht bahnt sich hier aber auch eine Neuansiedlung an, denn in Dummerstorf waren viele Jahre lang keine Störche ansässig.

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