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Groß Bölkow Ausbau

Die Storchensaison neigt sich dem Ende entgegen


Diese beiden Jungstörche in Bentwisch gehören in unserer Region zu den letzten, die jetzt noch auf ihrem Nest zu sehen sind. Foto: G. Pápay

Langsam aber sicher neigt sich die Storchensaison ihrem Ende entgegen. Die meisten Jungstörche und auch schon viele Altstörche sind in den letzten Tagen in Richtung Süden aufgebrochen. Wohl als einziger noch nicht flügge ist der Niendorfer Jungstorch, der aber weiterhin von den Altvögeln versorgt wird. Bei Groß Bölkow Ausbau traf ich gestern auf einem Acker noch die gesamte, vierköpfige Storchenfamilie aus Satow an - per Spektiv waren sie eindeutig zu identifizieren.

Der große Trupp, der mehrere Tage in Hohen Luckow übernachtete, ist am 17. August weitergezogen. Leider starb noch ein weiterer Jungstorch bei Groß Bölkow Ausbau - er wurde tot unter einer noch nicht gesicherten Stromleitung (Stützerbauweise) gefunden.
Einige Kopfzerbrechen bereitet noch der dritte Jungstorch vom Horst Pankelow II - am 19.8. übernachtete er jedenfalls unter dem Nest, währen oben ein Altvogel stand (offenbar ist es tatsächlich der zweite Altvogel von diesem Nest gewesen, der Ende Juli im Bereich Schlage Opfer eines Greifvogels wurde). Tagsüber hielt sich "DEH HC789", der seit längerem einen deutlichen Entwicklungsrückstand aufweist, häufig auf dem Gelände der Pankelower Schweinemastanlage auf. Am Samstag traf ich ihn jedoch auf einem Stoppelfeld bei Schlage, und dort zeigte er mir, dass er inzwischen fliegen kann. Hoffen wir, dass er den Anschluss noch findet und mit in den Süden zieht.

Im Fotoalbum finden sich nochmals viele Aufnahmen aus der letzten Woche.

43 übernachtende Störche in Hohen Luckow und Umgebung


Neun Störche stehen zur Übernachtung auf dem Dach der Kirche in Hohen Luckow.

Wie angekündigt, bin ich heute Abend erneut in Hohen Luckow gewesen, um nach dem großen Storchentrupp Ausschau zu halten, der dort seit einigen Tagen übernachtet. Und ich wurde nicht enttäuscht - 35 Störche konnte ich in Hohen Luckow auf Dächern, Masten und Türmen zählen und noch acht weitere auf Strommasten in Dorfnähe. Ich hatte sie schon vor ihrer Rückkehr entdeckt, etwa 30 von ihnen standen gegen 19 Uhr auf einem großen, schon bearbeiteten Feld bei Groß Bölkow Ausbau - in Gemeinschaft mit einem riesigen Schwarm Staren, etwa zwei Dutzend Greifvögeln und fünf Graureihern. Es war ein imposantes Bild, sie dann einer nach dem anderen in Richtung Hohen Luckow fliegen zu sehen. Es waren fast alles Jungstörche. Mehrere machten Zwischenlandungen auf Strommasten, und es ging dabei durchaus gedrängt zu. Leicht vorstellbar, was da alles an Unglücksfällen passieren kann! Abermals gelang mir die Ablesung von neun "unserer" Jungstörche, dabei waren zwei (je einer vom Nest Schwaan I und aus Moitin) neu. In Hohen Luckow selbst scheinen die vielen Störche auch schon ein beherrschendes Thema zu sein. Aufmerksame Storchenfreunde zeigten Bildaufnahmen oder berichteten über ihre Beobachtungen auf nahen Feldern. Aber es ist nur eine kurze Episode, schon sehr bald wird der Trupp (bei geeigneter Thermik) aufsteigen und - vermutlich in südöstlicher Richtung - davon ziehen. Unter günstigen Voraussetzungen können an einem Tag 300 Kilometer geschafft werden. Weitere Fotos aus Hohen Luckow gibt es - wie versprochen - im Fotoalbum.

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