Immense Regenmengen sind in den vergangenen Tagen über unser Betreuungsgebiet heruntergegangen. In Rostock-Warnemünde fielen allein am Freitag 111 mm Niederschlag, so große Mengen in so kurzer Zeit wurden dort noch nie gemessen. Gleichzeitig wehte ein heftiger Wind. Diese widrigen Wetterbedingungen blieben nicht ohne Auswirkungen auf die Jungstörche, von denen viele gerade erst flügge sind bzw. kurz davor stehen. So landeten nach Anwohnerinformationen in Göldenitz bei Dummerstorf, in Klockenhagen/RDG und in Wendfeld jeweils flügge Jungstörche unter dem Nest. Mit ihren regennassen Flügeln saßen sie zunächst fest. Inzwischen sind alle zum Glück wieder auf ihre Horste geflogen, wobei der Wendfelder Jungstorch eine leichte Beinverletzung zu haben scheint. Noch nicht flügge waren die beiden Jungtiere, die in Kuhlrade/RDG und Gnewitz unter den Horsten gefunden wurden. Den Gnewitzer Jungstorch DEH HE 680, etwa sieben Wochen alt, brachten wir gestern Abend in die Rostocker Tierklinik. Äußerlich wirkte er unverletzt, jedoch reichlich geschwächt. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen der Sturz vom Nest letztlich hatte. Sollte es gut ausgehen, wird er zu sechs weiteren Jungstörchen in den Zoo Rostock kommen, deren Auswilderung wir in etwa 14 Tagen planen.




