skip to content

Broderstorf II

Neuansiedlung in Wolfsberg

Erfreuliches hat sich in Wolfsberg getan - auf der bisher noch nie besetzten Nisthilfe am Rande der Wolfsberger Seewiesen hat sich dieses Storchenpaar angesiedelt (Foto: B. Becker). Die Anwohner berichteten hoch erfreut, dass die Störche seit dem 1. bzw. 11. Mai feste Horstbindung haben. Gebrütet wird in diesem Jahr (noch) nicht, aber während unseres Besuchs wurden schon einmal drei Fremdstörche abgewiesen. Der zwischen Petschow und Teschendorf gelegene Standort sollte im Hinblick auf das Nahrungsangebot vergleichsweise günstige Voraussetzungen besitzen. Hoffen wir, dass die Störche hier dauerhaft bleiben, insbesondere, weil Neuansiedlungen seit Jahren sehr selten geworden sind.
An weiteren Nestern sind entweder kleine Schnäbel beobachtet worden (Pankelow II, Wendfeld, Broderstorf II) oder es wurden andere eindeutige Merkmale einer erfolgreichen Brut festgestellt (Thulendorf, Biestow Dorf, Göldenitz/Dummerstorf, Volkenshagen). Hoffen wir, dass das Nahrungsangebot für möglichst viele Jungstörche ausreicht. Nach kurzer Unterbrechung wiederbesetzt ist jetzt auch der Horst Groß Potrems I. Dort besteht ebenso Brutverdacht wie in Benitz. Dagegen wird es in Albertsdorf mit großer Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr keinen Storchennachwuchs geben.

Die ersten Ostzieher treffen ein!

Die günstigen Zugbedingungen der letzten Tage haben wie erwartet schon jetzt einen ganzen Schwung ostziehender Störche nach Nord- und Ostdeutschland zurückgebracht. Der NABU-Senderstorch "Hobor" ist heute Mittag in Linden-Pahlkrug (Schleswig-Holstein) eingetroffen. Für die letzten rund 1.100 Kilometer hat er nur etwas mehr als drei Tage gebraucht (Quelle: http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/weissstorchbesenderung/). Darüber hinaus traf gestern auf dem bekannten Vetschauer Internet-Storchenhorst der erste Storch ein, ebenso auf dem Storchenhof Papendorf (UER).
Auch aus unserer Region gibt es weitere Rückkehrer zu vermelden:
- Broderstorf II (Schule Carbäk): 25.3.
- Niekrenz: 26.3.
- Forkenbeck (RDG): 25.3.
Einen Überblick über die Ankunftsdaten vermitteln ab sofort wieder unsere beiden GoogleMaps-Ankunftskarten für den Landkreis Bad Doberan sowie die Hansestadt Rostock sowie den Altkreis Ribnitz-Damgarten.
Auch wenn sich die Zugbedingungen über Osteuropa ab morgen erst einmal verschlechtern, bin ich doch ziemlich sicher, dass wir die Zahl von elf Störchen, die im Vorjahr bis zum 31. März an ihrem Horst eingetroffen waren, in diesem Jahr übertreffen werden.

Storchensichtung in Biestow Dorf

In Biestow Dorf haben Anwohner heute den ersten Storch auf dem Horst hinter der Kirche beobachtet. Gehört er zu der Storchengruppe, die seit vergangener Woche schon mehrfach im Raum Rostock - Kritzmow - Biestow auf Nahrungssuche gesehen wurde oder ist es tatsächlich schon ein Brutstorch des Vorjahres, der den Weg an sein altes Nest bereits jetzt zurückgefunden hat? Wir werden die Situation weiter im Auge behalten. Überall steigt die Spannung!
Am Horst Broderstorf II (Schule Carbäk) wurde in der vergangenen Woche der alte, marode gewordene Aufsatz auf dem von den Störchen genutzten Schornstein samt Nest beseitigt und durch eine neue, stabile Konstruktion einschließlich Nisthilfe ersetzt. Das wurde auch höchste Zeit, denn in den letzten drei Jahren zählte der Standort stets zu den sehr früh besetzten.

Abschluss der diesjährigen Beringungsaktion

Diese drei schon recht kräftigen Biendorfer Jungstörche waren die letzten, die in diesem Jahr im Landkreis Bad Doberan beringt worden sind. Insgesamt konnten heute in sieben Horsten nochmals 15 Ringe angebracht werden:

- Biendorf: 3 gut entwickelte Jungstörche in einem sehr kleinen Nest (erstmals seit der Neuansiedlung 2004 konnte diese erfreuliche Anzahl an Jungstörchen erreicht werden)
- Hohen Schwarfs: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Lieblinhgshof: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Liepen: 2 noch recht kleine Jungstörche
- Neu Thulendorf: ein gut entwickelter und ein recht kleiner Jungstorch
- Reinshagen: 2 für ihr Alter sehr kleine Jungstörche
- Satow Hof: 2 noch recht kleine Jungstörche (dazu fand sich noch ein bereits längere Zeit totes Küken unterhalb des Nestes); es handelt sich um ein Nest mit einem geradezu riesigen Durchmesser - es besteht dort seit 1976! Aktuelle Bilder der Beringungsaktion sind im Fotoalbum eingestellt worden.

Der Horst Broderstorf II mit seinem einen Jungstorch war für die Hebebühne leider nicht erreichbar. Damit konnten in dieser Storchensaison rund 75 Prozent aller Jungstörche unseres Landkreises beringt werden. Hoffen wir, dass wir möglichst viele von ihnen in einigen Jahren wiedersehen!
Von gestern stammen drei sehr positive Nachrichten aus dem Rostocker Zoo. Der von mir dort am 6. Juni eingelieferte Winzling aus Hohen Luckow ist zwischenzeitlich zu einem stattlichen Störchlein herangewachsen und kann voraussichtlich im August ausgewildert werden. In den beiden Nestern Rostock Zoo I und Rostock Zoo II ist jeweils noch ein dritter Jungstorch entdeckt worden.

Bisher 74 Jungstörche gezählt

Aufgereiht wie die Orgelpfeifen zeigen sich diese drei Jungstörche in Clausdorf dem Beobachter. Sie gehören zu den größten von insgesamt 74 Jungstörchen (im Vorjahr: 93, 2007: 116), die wir in diesem Jahr bisher in den 58 besetzten Storchennestern des Landkreises Bad Doberan gezählt haben. Die standortgenaue Verteilung ist über unsere Bruterfolgskarte abrufbar.
Bis zum Flüggewerden ab Mitte Juli wird sich sicherlich noch die eine oder andere Korrektur ergeben. An der Tatsache, dass der Bruterfolg in diesem Jahr auch in unsererer Region unterdurchschnittlich ist, wird sich aber kaum etwa ändern. Genaue Ursachen für die unbefriedigende Bilanz werden nach Ende der Storchensaison zu erörtern sein. Schon jetzt aber ist klar, dass das (zu) späte Eintreffen einer größeren Anzahl von Storchenpaaren eine wesentliche Rolle gespielt hat. In den neun Horsten, in denen der zweite Storch erst nach dem 1. Mai eintraf, ist letztlich kein einziges Küken groß geworden! Die späteste Paarbildung, die noch zum Erfolg führte, fand in Biendorf (bisher drei Jungstörche) und in Liepen (bisher zwei Jungstörche) statt - und zwar am 26. April. Veränderungen in der uns bekannten Anzahl der Jungstörche gab es zuletzt in Bandelstorf (drei statt zwei Jungstörche), in Broderstorf II (trotz Tod eines Jungstorchs ist noch einer im Horst) und in Groß Potrems (Abwurf eines bereits beringten Jungstorchs am 28. Juni).
Am Wochenende habe ich mich intensiv um die Frage gekümmert, ob in Stäbelow, wie von Anwohnern gemeldet, tatsächlich einer der beiden Brutstörche beringt ist. Leider gibt es immer noch kein endgültiges Ergebnis, denn nur einer der Altstörche stellte sich nach einer Fütterung auf ein Hausdach, während der andere gleich wieder abflog, ohne dass sein (verdächtigtes) rechtes Bein kontrolliert werden konnte. Ich tendiere jedoch inzwischen zu der Annahme, dass beide unberingt sind.
In Gerdshagen, dem einzigen Nest des Vorjahres, in dem sich trotz Bruterfolgs im vorigen Sommer dieses Mal kein Storchenpaar eingefunden hatte, berichteten Anwohner, dass dort nun doch bereits seit fünf Wochen ein einzelner Storch mehr oder weniger kontinuierlich anwesend sein soll. Zuletzt wurde sogar ein zweiter Storch gesichtet. Damit erhöht sich die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbesetzung im kommenden Jahr.
Im Fotoalbum gibt es Bilder mit vielen Jungstörchen, dieses Mal aus Berendshagen, Clausdorf, Stäbelow, Schmadebeck II, Rederank und Gnemern (Landkreis Güstrow).

Inhalt abgleichen
© Jan Haeupel 2006 - 2011 | Powered by Drupal | CristalX theme created by Nuvio.