
Ein typisches Bild während der aktuellen Phase der Jungenaufzucht - ein Altstorch (hier bei Bröbberow) lauert einem größeren Beutetier auf.
Nachdem die Störche die turbulenten Wetterereignisse am vergangenen Donnerstag/Freitag offenbar zum ganz überwiegenden Teil schadlos überstanden haben, steht diese Woche im Zeichen einiger ruhiger Tage mit Hochdruckwetterlage. Angesichts der eingeflossenen kühleren Luft sind neue Unwetter erst einmal nicht zu erwarten. Erste, noch vorläufige Jungenzahlen aus dem Altkreis Ribnitz-Damgarten bestätigen den Eindruck, dass es in unserer Region in diesem Jahr offenbar ein gutes Nahrungsangebot gibt - bisher sind dort deutlich mehr Dreier- als Zweier-Bruten gemeldet worden. In Wiepkenhagen und Schabow sind sogar jeweils 4 Junge im Nest zu sehen gewesen. Auch im Landkreis Bad Doberan verändern sich die in der "Bruterfolgskarte" aktuell präsentierten Zahlen regelmäßig in positiver Richtung. Spannend ist nun die Frage, ob auch die sechs Spätbruten erfolgreich waren und die Gesamtbilanz eventuell weiter aufbessern. Allerdings haben die Nestlinge dort noch einen sehr weiten Weg vor sich. Hier sind die Unwägbarkeiten am größten. Am Wochenende habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr gesehen, dass Jungstörche bereits allein gelassen werden - die Biestower Störche müssen aber ja auch drei, eventuell sogar vier immer hungrige Schnäbel stopfen.

