skip to content

Kuhlrade

Starkregen und Bruchpiloten

Immense Regenmengen sind in den vergangenen Tagen über unser Betreuungsgebiet heruntergegangen. In Rostock-Warnemünde fielen allein am Freitag 111 mm Niederschlag, so große Mengen in so kurzer Zeit wurden dort noch nie gemessen. Gleichzeitig wehte ein heftiger Wind. Diese widrigen Wetterbedingungen blieben nicht ohne Auswirkungen auf die Jungstörche, von denen viele gerade erst flügge sind bzw. kurz davor stehen. So landeten nach Anwohnerinformationen in Göldenitz bei Dummerstorf, in Klockenhagen/RDG und in Wendfeld jeweils flügge Jungstörche unter dem Nest. Mit ihren regennassen Flügeln saßen sie zunächst fest. Inzwischen sind alle zum Glück wieder auf ihre Horste geflogen, wobei der Wendfelder Jungstorch eine leichte Beinverletzung zu haben scheint. Noch nicht flügge waren die beiden Jungtiere, die in Kuhlrade/RDG und Gnewitz unter den Horsten gefunden wurden. Den Gnewitzer Jungstorch DEH HE 680, etwa sieben Wochen alt, brachten wir gestern Abend in die Rostocker Tierklinik. Äußerlich wirkte er unverletzt, jedoch reichlich geschwächt. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen der Sturz vom Nest letztlich hatte. Sollte es gut ausgehen, wird er zu sechs weiteren Jungstörchen in den Zoo Rostock kommen, deren Auswilderung wir in etwa 14 Tagen planen.

Tödlicher Storchenkampf in Kuhlrade

Tragischer Ausgang eines Storchenkampfes in Kuhlrade (Landkreis Nordvorpommern): Beim Kampf dreier Störche um den Horst stürzte heute Mittag einer der Kontrahenten tot zu Boden. Die Ursache war auf Anhieb nicht zu ermitteln, denn äußere Verletzungen konnten die Anwohner und der herbei gerufene Storchenbetreuer Hans-Heinrich Zöllick nicht feststellen. Einer der siegreichen Störche soll "doppelt" beringt gewesen sein. Horstkämpfe sind bei Störchen vor allem in den Monaten April bis Juni häufig. Zumeist sind daran noch nicht geschlechtsreife oder zumindest nicht brütende Störche beteiligt. Dass solche Zusammenstöße tödlich enden, ist zwar nicht sehr häufig, kommt aber doch immer wieder einmal vor. Hoffen wir, dass der Vorfall in der neuen Storchensaison der einzige dieser Art bleiben wird.
Aus dem Landkreis Bad Doberan und der Hansestadt Rostock erreichten uns heute insgesamt sieben Rückmeldungen:
- Kröpelin: 2. Storch seit dem 31.3. auf dem Horst
- Pankelow: beide Störche seit dem 1.4. auf dem Horst
- Berendshagen: 1. Storch am 2.4. auf dem Horst
- Rostock Zoo I: 1. Storch am 1.4. auf dem Horst
- Rostock Zoo II: 1. Storch am 1.4. auf dem Horst
- Biestow Dorf: 1. Storch am 2.4. auf dem Horst

23 Jungstörche im Altkreis Ribnitz-Damgarten beringt


Fünf kräftige Jungstörche haben in Kavelsdorf (NVP) ihre Ringe erhalten.

Am gestrigen Mittwoch sind unter Federführung von Hans-Heinrich Zöllick im Altkreis Ribnitz-Damgarten 23 Jungstörche mit ELSA-Ringen der Beringungszentrale Hiddensee beringt worden. In den sieben Nestern war der Bruterfolg zum Teil sehr erfreulich. So sind im Kavelsdorfer Nest nicht weniger als fünf (!) kräftige Jungstörche beringt worden, in Neuenlübke und in Kuhlrade waren es jeweils vier, in Forkenbeck und Altenwillershagen jeweils drei und in Brünkendorf sowie Wiepkenhagen jeweils zwei. Insgesamt scheinen die Jungstörche die Trockenheit im Altkreis Ribnitz-Damgarten bisher besser überstanden zu haben als im westlicher gelegenen Landkreis Bad Doberan.

Inhalt abgleichen
© Jan Haeupel 2006 - 2011 | Powered by Drupal | CristalX theme created by Nuvio.