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Altenhagen I (Dorf)

Immer häufiger Fütterungen an den Nestern zu beobachten

Immer häufiger sind jetzt Bilder wie dieses aus Fienstorf (fotografiert von G. Vogel) in den Storchenhorsten zu erkennen - ein Altvogel würgt seinem frisch geschlüpften Nachwuchs Nahrung aus. Erste Anwohner haben sich bereits gemeldet und die Anzahl von entdeckten Schnäbeln mitgeteilt. So sollen es in Kröpelin vier, in Stäbelow zwei und am Horst Schwaan II drei oder vier Junge sein. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass der Weg bis zum Flüggewerden noch lang und gefahrvoll ist und noch mancher Verlust eintreten wird. Es können natürlich umgekehrt auch noch Nachzügler hinzukommen. Vor allem die Nahrungsverfügbarkeit und die weiteren Witterungsverhältnisse, aber auch das Verhalten der Altstörche spielen eine entscheidende Rolle.
Unterdessen wurden aus weiteren Nestern Spätankünfte von Störchen gemeldet. In Bentwisch ist das Paar nun endlich seit dem 15. Mai komplett und in Groß Lüsewitz scheint seit dem 22./23. Mai ein Paar dauerhaft Gefallen am Nest gefunden zu haben, nachdem es dort zuvor einen häufigen Wechsel und zwischenzeitlich immer wieder auch Leerstand gegeben hatte. In Altenhagen I und in Pastow sind die dort vorübergehend erschienenen Einzelstörche jedoch schon wieder verschwunden.

"Mai-Störche" in Klein Grenz und Altenhagen I

Erneut sind uns Störche gemeldet worden, die - zumindest vorläufig - Horstbindung zu entwickeln scheinen. Im Horst Altenhagen I ist seit dem 2. Mai regelmäßig ein Storch gesehen worden, in Klein Grenz gab es schon seit dem 30. April für drei Tage eine entsprechende Beobachtung. Seit heute nun ist dieses Paar kontinuierlich am Nest:

Foto: S. Marklein
Es bleibt abzuwarten, ob auch die Visite dieser "Mai-Störche" eine Episode bleibt.

Störche in Reppelin und Hof Tatschow

Wie in fast jedem Jahr werden offenbar auch jetzt wieder Ende April Horste besetzt, die im Vorjahr leer geblieben waren. Aus Reppelin (zuletzt 2007 besetzt) wurde gestern ein einzelner Storch gemeldet, der auch über Nacht blieb und am Horst baute. Ebenfalls gestern trafen in Hof Tatschow im Süden unseres Landkreises (letztmalig 2004 von einem Paar besetzt) zwei Störche ein - zur großen Freude der Anwohner. Sie waren dort auch heute noch anzutreffen. Ob sie bleiben, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Es handelt sich vermutlich um junge, noch unerfahrene Störche, die jetzt erst einmal testen, ob die nähere Umgebung genug Nahrung aufweist, um mit einer Brut zu beginnen. Die praktisch seit Monatsbeginn anhaltende Trockenheit hat sicher dazu geführt, dass das Angebot nicht besonders reichhaltig ist. Immerhin: im Vorjahr entschlossen sich zwei Paare (in Altenhagen I und Vorder Bollhagen) noch Ende April bzw. Anfang Mai für eine Brut, die dann jedoch in beiden Fällen keinen Erfolg mehr hatte. Nach dem kommenden langen Wochenende sollte eine halbwegs verlässliche Aussage zur voraussichtlichen Gesamtzahl der Brutpaare in unserer Region möglich sein. Vielleicht haben bis dahin ja auch die zurzeit immerhin noch sieben Einzelstörche einen Partner bzw. eine Partnerin gefunden. Die Ankunftskarte ist auf den aktuellen Stand gebracht worden.

Erkundung von Nahrungsräumen

Diese beiden unberingten Altstörche befanden sich am Dienstagabend (5. August) ganz in der Nähe des Horstes Altenhagen I auf Nahrungssuche. Das ist deshalb bemerkenswert, weil das Storchenpaar dieses zuletzt 2004 besetzt gewesenen Standortes bereits Anfang Juni seine Brut kurz vor dem zu erwartenden Schlupf abgebrochen und den Horst dann offensichtlich aufgegeben hatte. Vielleicht versuchen sie es im kommenden Jahr erneut? Möglich erscheint aber auch ein Neubeginn am benachbarten Standort Kröpelin II, wo 2001 und 2002 Brutversuche stattgefunden hatten, denn Anwohner haben dort in letzter Zeit mehrfach ein Storchenpaar auf dem Nistmast stehen sehen.
Vom Standort Kröpelin III erreichte uns die Nachricht, dass dort seit etwa zwei Wochen leider einer der drei flüggen Jungstörche fehlt. Zumindest in den Nestern Rederank, Satow Hof, Heiligenhagen, Clausdorf und Biestow Dorf gab es bis gestern noch keine Anzeichen, dass die Jungstörche sich schon auf den Weg in den Süden machen. Sehr lange wird es aber nun nicht mehr dauern. Die Altstörche folgen in der Regel ein wenig später.

Voraussichtlich weniger Jungstörche als 2006 und 2007


Diese drei großen und kräftigen Jungstörche in Cammin sind leider in diesem Jahr eher die Ausnahme: Nach ausgiebigen Beobachtungen am Wochenende zeichnet sich deutlich ab, dass der Jahrgang 2008 hinsichtlich der Anzahl der Jungstörche hinter dem Ergebnis der beiden Vorjahre (im Landkreis Bad Doberan 113 bzw. 116) zurückbleiben wird. In Zahlen ausgedrückt sind in unserer Region von 63 besetzten Nestern bisher 16 ohne Nachwuchs und 40 mit Nachwuchs. Aus sieben Nestern fehlen noch Informationen. Bisher konnten mindestens 73 Jungstörche festgestellt werden. Alle Details zu den einzelnen Standorten sind wieder in unsere aktualisierte Bruterfolgskarte eingearbeitet worden. Diese Zahlen stellen selbstverständlich nur eine Momentaufnahme dar und werden sich in den nächsten Wochen noch erheblich verändern (nach oben wie nach unten).
Hervorgehoben seien an dieser Stelle einige besondere Beobachtungen. Die anhaltende Trockenheit hat offenbar besonders für die Paare verheerende Folgen gehabt, die spät mit der Brut begonnen haben. Kein Paar, das erst nach dem 20. April komplett war, scheint in diesem Jahr Erfolg zu haben. In Rosenhagen, Kritzmow und sehr wahrscheinlich auch in Parkentin ist der vorhandene Nachwuchs nach wenigen Tagen im Nest verendet, die Paare in Vorder Bollhagen und Altenhagen I haben die Brut offenbar noch vor dem Schlupf abgebrochen, und die in Nienhagen, Kassow und Göldenitz/Amt Warnow Ost haben gar nicht erst mit dem Brutgeschäft begonnen.
In Berendshagen könnten die intensiven Horstkämpfe, dokumentiert durch abgeworfene Eier, die Ursache für den Misserfolg gewesen sein, in Broderstorf II war es mit Sicherheit die Verletzung der dortigen Störchin. Die Gründe für den fehlenden Bruterfolg in Roggow, Schmadebeck II, Zarnewanz und Pankelow sind unbekannt. In Schmadebeck I und Stäbelow sind relativ große Junge im Nest verendet bzw. abgeworfen worden.
Der wenige Regen in den vergangenen Tagen hat die Nahrungsgrundlagen der Störche kaum verbessert. Die jetzt noch sehr kleinen Jungstörche (z. B. in Griebnitz, Groß Potrems, Bröbberow und Heiligenhagen) müssen daher auch noch als stark gefährdet angesehen werden. Wie so oft sieht es in den Nestern am besten aus, in denen die Brut früh begonnen wurde. Als hier die Küken Mitte Mai schlüpften, war die Trockenheit noch nicht so ausgeprägt. Regional ragt das Amt Schwaan im Süden unseres Untersuchungsgebiets momentan positiv heraus. Auch hier gab es Abwürfe, doch waren zumindest am Freitag noch in allen Nestern Jungstörche vorhanden. Am größten waren die drei in Schwaan II und die beiden in Zeez.
Im Fotoalbum gibt es dieses Mal neue Fotos von den Standorten Biestow Dorf, Wendfeld, Parkentin und Heiligenhagen.

Blick in die Kinderstuben

Als kleinen Nachtrag möchte ich Ihnen heute einen kleinen Einblick in die Kinderstube von Störchen aus dem Altkreis Ribnitz-Damgarten geben. Dort fanden im Mai mit behördlicher Genehmigung verschiedene Nestkontrollen statt, bei denen unter anderem die folgenden Fotos entstanden:

In Neuenlübke befanden sich am 21. Mai vier noch sehr kleine Küken und ein Ei im Nest. Es ist zu erkennen, dass die Altstörche reichlich Plastik eingetragen hatten.

In Kavelsdorf bei Marlow sind am 21. Mai sogar fünf Jungstörche im Nest. Zumindest bis Ende Mai ist diese Zahl auch so geblieben. Aufgrund der recht gleichmäßigen Entwicklung besteht zumindest die Chance, dass alle auch groß werden. Interessant ist das Foto sicher auch deshalb, weil hier deutlich wird, dass von unten zu erkennender Grünbewuchs meistens nur den Randbereich des Horstes betrifft, während das Innere sehr weich ausgepolstert ist.

Dieses Foto entstand ebenfalls am 21. Mai in Brünkendorf. Hier sind gleichfalls fünf Küken im Nest, wobei aber nur drei als gut entwickelt gelten können. Diese drei waren auch Ende Mai noch im Nest und wuchsen weiter heran.

Alle weiteren nestbezogenen Details des Forschungsprojekts aus dem Nachbarlandkreis Nordvorpommern sind hier in der Ankunftskarte RDG (Altkreis Ribnitz-Damgarten) nachzulesen.

Aus unserer Region gibt es folgende, leider überwiegend negative Neuigkeiten: Vom Horst Schmadebeck I sind mindestens einer, wahrscheinlich aber zwei Jungstörche abgeworfen worden. In Biendorf sind zwei Junge im Nest, ein drittes Küken wurde herausgeworfen, hat den Sturz aber überlebt und ist in den Rostocker Zoo gebracht worden. Das weitere Schicksal ist momentan noch nicht bekannt. Schließlich haben die Störche im wiederbesetzten Horst Altenhagen I ihre Brut kurz vor dem Schlüpfen aufgegeben. Die Ursachen sind nicht bekannt.

Anhaltende Trockenheit bereitet Störchen Probleme bei der Nahrungsbeschaffung für ihre Kücken


In Grammow haben Anwohner bereits zwei kleine Schnäbel im Nest erkennen können. Der Nachwuchs ist dort jetzt etwa 14 Tage alt.

Der Monat Mai war in unserer Region bisher außerordentlich sonnig und trocken. Mit Ausnahme eines einzigen Regentages am 17. Mai ist seit über drei Wochen vielerorts praktisch kein Niederschlag gefallen. Für die Störche ist dieser Zustand besonders jetzt problematisch, wo in vielen Nestern Nachwuchs geschlüpft ist. Die für die kleinen Schnäbel besonders wichtigen Regenwürmer sind für die Altvögel nur sehr schwer zu finden. Sie schaffen es nicht, genügend Nahrung für alle geschlüpften Jungen heranzuschaffen und reagieren instinktiv mit dem Reduzieren ihres Nachwuchses. So fand ich am Freitag in Kowalz zwei und in Thelkow ein abgeworfenes Jungtier (jeweils im Alter von vielleicht fünf bis zehn Tagen). In Gnewitz beobachteten Anwohner, wie einer der Altstörche kurz nacheinander gleich zwei Jungtiere verschlang. Auch dieses Verhalten (Kronismus) ist arttypisch, wird jedoch selten direkt beobachtet. In allen drei genannten Nestern befindet sich weiterer Nachwuchs, ebenso in vielen weiteren. Konkrete Beobachtungen gibt es von diesem Wochenende aus Clausdorf, Grammow, Kröpelin und Wendfeld. An vielen weiteren Standorten gibt es sichere Hinweise. Für eine Bestimmung von Jungenzahlen sind die Kücken jedoch noch immer zu klein. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass die später eingetroffenen Storchenpaare in Kritzmow, Altenhagen I, Parkentin und Vorder Bollhagen auch weiterhin brüten. Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich das Storchenjahr weiter entwickelt. Regenfälle - nur kein Starkregen - wären sehr erwünscht.

Späte Horstpaare in Vorder Bollhagen und Kassow


Seit kurzem gibt es in Vorder Bollhagen wieder ein Storchenpaar.

Die Pfingsttage brachten einige erfreuliche Neuigkeiten. Dazu zählt vor allem, dass sich in Kassow (seit dem 28./29.4.) und in Vorder Bollhagen (9.5. oder früher) noch jeweils ein Storchenpaar eingefunden hat, das Horstbindung zu entwickeln scheint. Während am Baumhorst in Kassow offenbar keine Brut mehr stattfinden wird, sieht es in Vorder Bollhagen zurzeit recht gut aus; zumindest am Freitag und auch heute sah es nach einem Brutversuch aus. In Kassow hatten Anwohner im Vorjahr den Baum aussägen lassen, auf dem sich der Storchenhorst seit Jahren befindet.
Auch am wieder besetzten Standort Altenhagen I deutet momentan alles auf eine Brut hin.
Rätsel geben dagegen weiter die Störche am Horst Broderstorf II auf. Am Freitag Abend liefen zwei Störche über die große Wiese, die sich in unmittelbarer Nähe des Horstes befindet. Bei keinem von beiden war eine behindernde Verletzung erkennbar. Mehrfach beobachteten Storchenfreunde in den letzten Tagen auch, dass ein Storch im Nest saß, während der andere daneben stand. Es muss momentan ungeklärt bleiben, ob die Störchin, bei der der Verlust eines Fußes festgestellt worden war, sich so weit erholt hat, dass sie wieder ohne Einschränkungen auf Nahrungssuche gehen kann oder jetzt ein anderes Weibchen am Horst ist. In jedem Fall erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass es an diesem Standort 2008 Storchennachwuchs geben wird.
Im Fotoalbum gibt es neue Bilder von den Nestern Kassow, Vorder Bollhagen, Altenhagen I und Broderstorf II. Die Ankunftskarte wurde aktualisiert, wobei die inzwischen wieder verlassenen Horste Neu Broderstorf und Hastorf gestrichen wurden.

Seit Menschengedenken erste Brut eines Storchenpaares in Kritzmow


Dieses für die Jahreszeit eigentlich nicht ungewöhnliche Foto dokumentiert dennoch ein besonderes Ereignis: in Kritzmow hat vor einigen Tagen die seit Menschengedenken erste Brut eines Storchenpaares begonnen. Das Nest war bisher nur 2004 und 2007 jeweils am Ende der Brutsaison kurzfristig von einem Paar besetzt, jetzt aber sieht es dort gut aus. Drücken wir die Daumen, dass es mit dem Storchennachwuchs klappt!
Ebenfalls gute Nachrichten gibt es aus Nienhagen bei Rostock zu vermelden - dort ist seit dem 30. April ein Storchenpaar am Nest, und es wurden bereits Paarungen und das Auftragen von Nistmaterial beobachtet. Zumindest Letzteres trifft auch auf das seit drei Tagen anwesende Paar in Altenhagen I zu, das sich heute Abend in Horstnähe auf Nahrungssuche befand und weiter Nestbindung hat. Die Ankunftskarte wurde wieder aktualisiert und im Fotoalbum gibt es weitere neue Aufnahmen aus Kritzmow, Nienhagen und vom Horst Broderstorf I.

Weitere Horstbesucher und die ersten Storchentrupps


Das brütende Storchenpaar in Thulendorf - der männliche Storch ist 1993 im Zoo Rostock beringt worden; Foto einer Storchenfreundin

Der heutige Tag brachte einige überraschende, durchweg erfreuliche Neuigkeiten. So berichtete ein Anwohner, dass seit nunmehr drei Tagen in Göldenitz (Amt Warnow Ost) - endlich - ein Storchenpaar zusammen ist. Vorerst als Horstbesucher klassifizieren möchte ich die durch Anwohner von den Nestern Kassow (ein Storch, 30.4.) und Altenhagen I (zwei Störche, 29.4.) gemeldeten Störche. Es wäre eine tolle Sache, wenn diese beiden Nester, die bereits seit einigen Jahren unbesetzt sind, neu angenommen würden.
Ungewöhnlich früh zeigen sich in diesem Jahr auch bereits die ersten Storchentrupps. Ein Storchenfreund beobachtete auf einer Wiese nördlich der B 110 zwischen Broderstorf und Hohenfelde gestern neun und heute 14 Störche, die sich dort auf Nahrungssuche befanden. Ich selbst entdeckte am Abend fünf Störche direkt nördlich der Autobahn A 20, kurz vor der Abfahrt Kröpelin.

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