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Hohen Schwarfs

Bis zu 70 Störche bei Hohen Luckow versammelt


Foto: K. Holland (Gut Hohen Luckow)

Rund 70 Störche sind gestern gleichzeitig in der Nähe von Hohen Luckow auf einer Ackerfläche gesehen worden, auf der Luzerne gehäckselt wurden. Dank kurzfristiger Benachrichtigung konnte ich mir heute Abend selbst ein Bild von der Situation machen - es war spektakulär! Zunächst traf ich zwei Alt- und acht Jungstörche auf einem Feld an, kurz danach wimmelte es dann nur so von fliegenden Störchen in der Luft. Ich fühlte mich an die Rühstädter Verhältnisse erinnert als ich nach Hohen Luckow zurückfuhr. Zahlreiche Störche kehrten von der Nahrungssuche zurück, um ihre Übernachtungsstandorte aufzusuchen. Auf einem hohen Turm, auf dem Kirchendach sowie auf mehreren Hausdächern hatten sich zahlreiche Störche schon zur Übernachtung versammelt. Später sah ich weitere auf Wirtschaftsgebäuden des Gutshofes sowie in Richtung Groß Belitz auf mehreren Strommasten. Insgesamt zählte ich etwa 45 Störche, zum allergrößten Teil waren es Jungstörche, die sich jetzt auf dem Weg in Richtung Süden sammeln. Bei entsprechender Thermik werden sich sicherlich in den nächsten Tagen aufbrechen. Zahlreiche Passanten hielten an und staunten über das ungewöhnliche Ereignis. Leider fand ich auch einen toten Jungstorch unter einer Stronleitung, vermutlich war es ein Leitungsanflug. Anhand der Ringnummer konnte ich ihn als einen Hohen Luckower Jungstorch identifizieren. Insgesamt gelangen mir nie für möglich gehaltene 13 Ringablesungen. In diesem großen Storchentrupp waren Jungstörche aus den Nestern Wendfeld, Schmadebeck I (alle drei!), Schmadebeck II, Schwaan I, Pankelow II, Hohen Schwarfs, Jürgenshagen, Göldenitz und Stäbelow vertreten. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass auch mindestens einer der von uns am 4. August ausgewilderten Jungstörche Anschluss zu dieser Gruppe gefunden hat - der im Zoo von Hand aufgezogene Jungstorch "HC984". Längst nicht alle Störche konnten kontrolliert werden, zumeist, weil sie auf "dem falschen Bein" standen. Ich werde also morgen wieder in Hohen Luckow sein und anschließend darüber berichten - dann auch mit mehr Fotos!

Ein "alter Bekannter" ist zurück in Heiligenhagen

Ein alter Bekannter ist dieser Storch in Heiligenhagen - er ist zwar nicht beringt, doch fällt er seit 2008 durch seine ungewöhnliche Wölbung auf dem Kopf auf. Da auch der regelmäßig sein Spiegelbild attackierende Storch in Hohen Schwarfs seit Ende März wieder zurück ist, fehlt von den fünf identifizierbaren Störchen im Landkreis Bad Doberan nur noch die Ringstörchin "DEH L 864" in Parkentin. Nachdem sie schon mehrfach erst Ende April eintraf und dann als letzte im Landkreis eine erfolgreiche Brut begann, ist auch in diesem Jahr wieder Geduld gefragt.
Mittlerweile sind nach den eingegangenen Meldungen im Landkreis Bad Doberan 35 Paare komplett, hinzu kommen noch 16 Einzelstörche (wobei bei einigen die Horstbindung noch nicht sicher ist). Innerhalb der nächsten zwei bis maximal drei Wochen besteht jetzt noch die Chance, dass sich Brutpaare bilden, die dann auch noch erfolgreich Junge aufziehen. Die "Ankunftskarte" ist wieder aktualisiert worden, ebenso die für den benachbarten "Altkreis Ribnitz-Damgarten". Allen Storchenfreunden, die uns bisher mit Nachrichten unterstützt haben, nochmals ein herzliches Dankeschön!

Weitere Störche zurückgemeldet

Auch am heutigen Tag erreichten uns verschiedene Meldungen über zurückgekehrte Störche. Das Stäbelower Paar (hier im Bild) ist seit gestern bereits komplett, ebenso das in Clausdorf (Ankunft: 24.3./26.3.). Auch aus Hohen Schwarfs (27.3.) und - überraschend früh - aus Klingendorf (26.3.) kamen Emails bzw. Telefonanrufe, in denen über einen zurückgekehrten Storch berichtet wurde. Vielen Dank allen Beobachtern!

Abschluss der diesjährigen Beringungsaktion

Diese drei schon recht kräftigen Biendorfer Jungstörche waren die letzten, die in diesem Jahr im Landkreis Bad Doberan beringt worden sind. Insgesamt konnten heute in sieben Horsten nochmals 15 Ringe angebracht werden:

- Biendorf: 3 gut entwickelte Jungstörche in einem sehr kleinen Nest (erstmals seit der Neuansiedlung 2004 konnte diese erfreuliche Anzahl an Jungstörchen erreicht werden)
- Hohen Schwarfs: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Lieblinhgshof: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Liepen: 2 noch recht kleine Jungstörche
- Neu Thulendorf: ein gut entwickelter und ein recht kleiner Jungstorch
- Reinshagen: 2 für ihr Alter sehr kleine Jungstörche
- Satow Hof: 2 noch recht kleine Jungstörche (dazu fand sich noch ein bereits längere Zeit totes Küken unterhalb des Nestes); es handelt sich um ein Nest mit einem geradezu riesigen Durchmesser - es besteht dort seit 1976! Aktuelle Bilder der Beringungsaktion sind im Fotoalbum eingestellt worden.

Der Horst Broderstorf II mit seinem einen Jungstorch war für die Hebebühne leider nicht erreichbar. Damit konnten in dieser Storchensaison rund 75 Prozent aller Jungstörche unseres Landkreises beringt werden. Hoffen wir, dass wir möglichst viele von ihnen in einigen Jahren wiedersehen!
Von gestern stammen drei sehr positive Nachrichten aus dem Rostocker Zoo. Der von mir dort am 6. Juni eingelieferte Winzling aus Hohen Luckow ist zwischenzeitlich zu einem stattlichen Störchlein herangewachsen und kann voraussichtlich im August ausgewildert werden. In den beiden Nestern Rostock Zoo I und Rostock Zoo II ist jeweils noch ein dritter Jungstorch entdeckt worden.

Vorbereitung der 2. Beringungstour am 7. Juli

In diesen Tagen müssen die notwendigen Vorbereitungen für die zweite und letzte diesjährige Beringungstour im Landkreis Bad Doberan getroffen werden. Die hier im Bild befindlichen beiden Jungstörche in Satow Hof haben auf jeden Fall die richtige Größe - sie sind weder zu klein noch zu groß für den ELSA-Ring. Weitere Stationen werden nach jetzigem Stand Biendorf, Reinshagen, Neu Thulendorf, Broderstorf II, Hohen Schwarfs und Lieblingshof sein.

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