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Ankunftskarte

Boldenshagen Ausbau hat auch ein Storchenpaar!

Auf einer Rundfahrt am gestrigen Sonnabend (über die ich später noch ausführlicher berichte) kam ich auch an einem abgelegenen landwirtschaftlichen Betrieb in Boldenshagen Ausbau vorbei. Unsere Statistiken weisen hier letztmalig für 2001 Aktivitäten nach (HPo). Schon aus einiger Distanz war zu erkennen, dass es dort nicht nur eine Nisthilfe, sondern auch ein richtiges Storchennest (siehe Fotoalbum) gibt. Unter dem Nest entdeckte ich zahlreiche frische Kotspuren. Glücklicherweise traf ich dort noch eine Anwohnerin, die sehr genau über die Situation Auskunft geben konnte. Ende April hatte sich - von uns bisher unbemerkt - auf dem Nest ein Storchenpaar niedergelassen, dass dann auch fleißig am Nest gebaut hat. Wahrscheinlich hat es dann auch einen Brutversuch gegeben, der aber nicht erfolgreich war. Nach etwa 4 bis 6 Wochen ist das Paar wieder abgezogen. Neuerdings, seit etwa zehn Tagen, sind wieder zwei Störche am Nest, die es vor allem als Schlafplatz nutzen. Boldenshagen Ausbau wird damit in diesem Jahr als HPo-Nest gewertet. Vielleicht gelingt im kommenden Jahr ein erfolgreicher Brutversuch. Die Brutverlaufskarte und die Ankunftskarte wurden ebenso aktualisiert wie die hier verkleinert abgebildete Bruterfolgskarte (zur Vergrößerung bitte in der obersten Zeile ganz rechts "Bruterfolgskarte" anklicken).

Wiederbesetzung des Horstes in Klingendorf

Ganz überraschend erhielten wir heute die Nachricht, dass der zuletzt 2004 belegte Storchenhorst in Klingendorf seit etwa fünf Wochen kontinuierlich von einem Storchenpaar besetzt wird. Der erste Storch traf dort am 9.5. ein, der zweite am 13.5. Ist dies eine positive Nachricht, so müssen wir leider aus Kirch Mulsow und Heiligenhagen vermelden, dass es dort in diesem Jahr keinen Storchennachwuchs geben wird. Ein ähnlicher Verdacht besteht jetzt auch für Moitin, doch ist die Situation dort noch unklar. Die Brutverlaufs- und die Ankunftskarte wurden aktualisiert.

Storchenpaar besetzt Horst in Vorder Bollhagen

Ob es das Interesse am bevorstehenden G 8-Gipfel in Heiligendamm gewesen ist? Seit heute wissen wir sicher, dass der Storchenhorst in Vorder Bollhagen im Laufe des Monats Mai von einem Storchenpaar besetzt worden ist - eine in diesem Jahr besonders erfreuliche Meldung, denn in den beiden vorangegangenen Jahren war der Standort unbesetzt. Genaue Ankunftsdaten fehlen bisher noch, doch gibt es ein Foto vom 16. Mai, das ein Pressefotograph in Vorder Bollhagen von zwei Störchen gemacht hat. Sie befanden sich dabei in unmittelbarer Nähe des Absperrzauns, der den G 8-Gipfel schützen soll. Dieses Foto vom 22. Mai zeigt einen der Störche auf einer gemähten Wiese unweit des Zaunes. Das Nest selbst befindet sich auf dem Gut Vorder Bollhagen.

Hoffentlich verlaufen die kommenden zwei Wochen friedlich - auch für die Störche. Die aktuelle Entwicklung in Vorder Bollhagen hat eine Überarbeitung der Ankunftskarte notwendig gemacht.

Kein gutes Storchenjahr 2007 zu erwarten

Stand: 1.5.2007
grün = Ankunft des ersten Storchs bis zum 31. März
hellgrün = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 1. und dem 5. April
gelb = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 6. und dem 10. April
orange = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 11. und dem 15. April
rot = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 16. und dem 20. April
lila = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 21. und dem 25. April
weiß = Horst 2006 besetzt, 2007 noch kein Storch nachgewiesen
schwarz = Horst zwischen 2000 und 2005 mindestens ein Mal besetzt, 2006 unbesetzt

In den letzten Tagen haben wir noch einmal eine Vielzahl von Storchennestern aufgesucht, um die aktuelle Situation im Landkreis Bad Doberan zu klären. Dadurch ist jetzt ein relativ guter Gesamtüberblick und eine erste auch zahlenmäßige Prognose möglich. Anders als noch im März angesichts zahlreicher früher Rückkehrer angenommen, sieht es momentan nach einem schlechten Storchenjahr aus. Die Anzahl der Horstpaare (während der Brutzeit sind zwei Störche für mindestens vier Wochen am Nest) wird gegenüber 2006 um schätzungsweise 10 bis 25 Prozent zurückgehen. Der historische Tiefststand aus dem großen Störungsjahr 2005 wird voraussichtlich nochmals deutlich unterboten werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die seit Wochen anhaltende Trockenheit ein wesentlicher Faktor für diese sich abzeichnende Entwicklung darstellt. In keinem Jahr zuvor wurden so viele Störche gemeldet, die nur vorübergehend einen Standort besetzten und dann wieder verschwanden. Es gibt bzw. gab im März und April also insgesamt deutlich mehr Störche in der Region, die ursprünglich brutwillig waren. Sie haben jedoch offenkundig das dafür notwendige Nahrungsangebot als unzureichend eingestuft und sind dann weitergezogen. Andere blieben ihrem Nest zwar treu, haben aber nicht mit einer Brut begonnen. Welche Auswirkungen die lang anhaltende Trockenheit auf die Anzahl der flügge werdenden Jungstörche hat, bleibt abzuwarten. Ergiebiger Niederschlag in naher Zukunft wäre jedenfalls außerordentlich wichtig, ist aber voraussichtlich vor Anfang nächster Woche nicht zu erwarten.
Um einen realistischeren Eindruck von der aktuellen Situation an unseren Nestern zu erhalten, werden wir demnächst eine neue Karte "Brutstatus 2007" bereitstellen und jeweils aktualisieren. Dort sollen dann auch Meldungen über geschlüpfte Jungstörche eingehen.
In die für den weiteren Verlauf nur noch bedingt aktuelle Ankunftskarte wurden noch einmal folgende neue Informationen eingearbeitet:
- Reppelin (1. Storch: 6.4./2. Storch 16.4.)
- Gnewitz (4.4./6.4.)
- Woltow (14.4./vor dem 18.4.): Nest inzwischen wieder verlassen
- Grammow (25.3./26.3.)
- Kowalz (2. Storch: 25.4.)
- Thelkow (2. Storch: 20.4.)
- Zarnewanz (14.4./18.4.)
- Heiligenhagen (1. Storch: 28.3., dann unbesetzt, wieder besetzt: 3.4./25.4.)
- Moitin (Anfang April/Mitte April)
- Kirch Mulsow (Anfang April/Mitte April)

Folgende Nester waren jeweils nur kurzzeitig bzw. vorübergehend besetzt: Groß Bölkow, Danneborth (Paar), Lehnenhof, Retschow I, Damm, Rosenhagen (Paar/4 Wochen), Neu Wendfeld, Hof Tatschow, Liepen (Paar), Klein Wehnendorf, Tessin, Woltow.

Spätheimkehrer

Störche, die erst jetzt aus dem Süden an ihre Brutplätze zurückkehren, können getrost als "Spätheimkehrer" betrachtet werden. Dazu zählen auch die beiden Störche in Goorstorf, die seit dem 22.4. und dem 25.4. an ihrem Horst sind. Vielleicht klappt es dort ja in diesem Jahr zum ersten Mal mit Storchennachwuchs. Der Standort ist eine Neuansiedlung des Jahres 2004. Außerdem hat das Warten für den Storch in Bentwisch seit dem 25.4. ein Ende. Mehr als drei Wochen hat er auf (s)einen Partner bzw. (s)eine Partnerin gewartet.
Dass die von uns veröffentlichten Ankunftsdaten nicht immer gleichbedeutend sein müssen mit einer dauerhaften Besetzung des Horstes zeigt leider das Beispiel Tessin. Hier gibt es aktuelle Beobachtungen, die aussagen, dass das Nest wieder leer ist. So etwas scheint in diesem Jahr häufiger zu passieren. Vielleicht fliegen ja auch dort noch Spätheimkehrer ein. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr, wenn es dann mit dem Nachwuchs noch klappen soll. In unserer Region ist der 1. Mai im Allgemeinen als eine Art Grenzwert anzusehen. Danach eintreffende Störche haben in der Vergangenheit selten Bruterfolg gehabt oder gar nicht erst mehr mit der Brut begonnen (siehe Diagramm). Auf der anderen Seite werden voraussichtlich ab der kommenden Woche die ersten Küken in den Nestern schlüpfen, die schon bis Ende März besetzt waren. Hier folgt noch die aktuelle Ankunftskarte:

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