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Benitz

Fünf Jungstörche ausgewildert

Am gestrigen Mittwoch sind fünf Jungstörche in einer weitläufigen Wiesenlandschaft bei Jürgenshagen (Landkreis Güstrow) ausgewildert worden. Es handelte sich dabei um Jungstörche, die im Juni/Juli unter den Horsten Schmadebeck I und Benitz gefunden worden waren sowie um drei weitere, die im Zoo Rostock aus dem Ei geschlüpft und dort anschließend von Hand aufgezogen worden waren. Der Zoo Rostock versucht auf diese Weise, sich für den Erhalt der Weißstorch-Wildpopulation einzusetzen. Wir begrüßen sein Engagement außerordentlich und wollen versuchen, ab dem kommenden Jahr Jungstörche schon sehr klein in andere Horste wildlebender Paare mit hineinzusetzen.
Die Auswilderung ist vom Fernsehsender "Phoenix" gefilmt worden. Die Aufzeichnung wird am kommenden Mittwoch, 11. August, zwischen 14.45 Uhr und 17.00 Uhr im Rahmen der Sendung "Phoenix-Deutschlandtour: Ostsee" ausgestrahlt.

Die Zeit der "Bruchpiloten" beginnt

Einer der größten Jungstörche weit und breit ist das "Einzelkind" in Detershagen. Schon bald wird er seine ersten Flugrunden drehen.

Mit dem verstärkten Trainieren der Flugmuskulatur und dann den ersten Rundflügen selbst beginnt jetzt wieder die Zeit, in der immer wieder einzelne Jungstörche unfreiwillig unter dem Nest landen. Als ersten in dieser Saison traf es einen der vier Jungstörche in Schmadebeck I. Er wurde gestern Mittag von den Anwohnern unter dem Nest gefunden. Um keine Risiken einzugehen, brachten ihn die Horstbetreuer in den Rostocker Zoo, wo er tierärztlich untersucht wurde. Er hat sich jedenfalls nichts gebrochen, bleibt jetzt aber noch einige Zeit im Zoo, bevor er - voll flugfähig - ausgewildert werden kann. Hans-Heinrich Zöllick hat heute bei seinem Besuch im Zoo auch feststellen können, dass es den beiden kleinen Findelstörchen aus Benitz und Klingendorf gut geht. Sie sind inzwischen ein ganzes Stück gewachsen und sollen im August in die Freiheit entlassen werden. Auch ein Altstorch, der in der vorletzten Woche zwischen Schwaan und Ziesendorf aufgegriffen worden war, scheint seine zunächst auf Vergiftung hindeutende Schwäche überwunden zu haben. Er wird vermutlich sehr bald wieder freigelassen werden können. Intensive Nachfragen bei den Horstbetreuern der Umgebung hatten ergeben, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um keinen Brutstorch handelt.
Bei den Spätbruten gibt es eine positive Nachricht aus Bentwisch - dort konnte heute noch ein zweiter Jungstorch gesichtet werden. In Niendorf haben die Altstörche seit dem Wochenende damit angefangen, das Jungtier allein zu lassen, obwohl es erst etwa 3 Wochen alt ist. Die dringend notwendig gewesenen Regenfälle der vergangenen Nacht werden die Nahrungssituation für die Störche hoffentlich etwas verbessert haben. Die nächste Hitzewelle ist allerdings schon angekündigt. Da heißt es weiter Daumen drücken für den spät geschlüpften Storchennachwuchs.

Findelküken und bevorstehende Beringungstour

Gleich zwei kleine Storchenküken hatten großes Glück, als sie vorgestern in Klingendorf bzw. gestern in Benitz aus dem Nest fielen. Vielleicht war es eine Windböe oder aber das mangelhafte Nahrungsangebot, das einen der Altvögel zum Handeln veranlasst hatte. In jedem Fall haben beide den Sturz offenbar gut überstanden. Der Klingendorfer Jungstorch, etwa 10 Tage alt und links im Bild, wurde für zwei Tage und Nächte bei Familie Hagemeister aufgepäppelt und den Benitzer (etwa 1 Woche älter) hatte ich selbst von gestern auf heute als "Übernachtungsgast". Beide kamen heute in den Rostocker Zoo, in der Hoffnung, dass sie den Sturz ohne innere Verletzungen überstanden haben und dort erst einmal versorgt und aufgezogen werden können. Im August sollen sie dann voraussichtlich wieder ausgewildert werden.
Ansonsten steht dieses Wochenende ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die große Storchenberingungstour, die am Dienstag stattfinden wird. Der vorläufige Zeitplan sieht folgende 22 Stationen vor (zum notieren, falls Interesse am zuschauen besteht):
8.00 Albertsdorf
8.30 Broderstorf Amt
9.00 Wendfeld
9.30 Gnewitz
10.15 Liepen
11.00 Niekrenz
11.30 Lieblingshof
12.00 Petschow
12.30 Pankelow
13.15 Hohen Schwarfs
14.00 Schwaan II (Tannenberg)
14.30 Schwaan I (John-Brinkmann-Str./Pflegeheim)
15.00 Bröbberow
15.30 Biestow
16.15 Stäbelow
16.45 Clausdorf
17.30 Hohen Luckow
18.00 Heiligenhagen
18.45 Schmadebeck I (Hof Diederichs)
19.15 Schmadebeck II (Hof Plate)
(20.00 Detershagen oder Moitin)
(20.30 Wischuer)
Die beiden letzten Stationen sind fraglich, denn es könnte sein, dass uns vorher unsere Ringe aus gehen. Auch dieses Mal wird die Beringungstour großzügigerweise vom Kreisbauernverband Bad Doberan finanziert, dem wir dafür schon jetzt herzlich danken möchten. Spätestens am Mittwoch werde ich über die Ergebnisse berichten.
Heute konnte ich erstmals das neu errichtete Storchennest in Wohrenstorf bewundern - seit 2004 gab es in diesem Ort keine Störche mehr. Vielleicht beginnen sie im kommenden Jahr mit einer Brut?
In Petschow gelang mir die Ablesung des dortigen Ringstorchs - nur die letzte Ziffer ist noch nicht ganz sicher. Unabhängig davon handelt es sich in jedem Fall um einen 2004 im Landkreis Ostvorpommern beringten Storch. Das sagen schon die ersten drei Ziffern aus (H 291.).

Drei Jungstörche in Bröbberow

In diesem Jahrhundert sind in Bröbberow maximal zwei Junge pro Storchensaison groß geworden - in diesem Jahr sind es momentan drei, Anwohner glauben sogar, einen vierten Jungstorch gesehen zu haben!
Im Amt Schwaan gibt es nun außerdem Nachwuchs in den Horsten Schwaan I (3 Junge), Schwaan II und Benitz (Anzahl hier noch unbekannt). In Hof Tatschow ist in der kommenden Woche mit Nachwuchs zu rechnen, heute wurde hier noch gebrütet.

"Neu entdecktes" Storchenpaar in Volkenshagen

Dieser Tage gab es für die Storchenbetreuer im Landkreis Bad Doberan ein Erlebnis der ganz besonderen Art - die "Neuentdeckung" eines bereits seit mehreren Jahren bestehenden und besetzten Storchennestes, und zwar in Volkenshagen bei Rövershagen. Wie ist so etwas möglich, wo doch die Weißstorchbetreuer den Anspruch erheben, den Brutbestand flächendeckend und vollständig zu erfassen? In diesem Fall kamen mehrere Umstände zusammen:
- Volkenshagen hatte seit vielen Jahren kein Storchenpaar mehr
- der Nistmast wurde auf private Initiative hin errichtet
- der Standort liegt etwa 200 Meter von der Straße entfernt, ziemlich versteckt hinter einem Waldstück
Informiert wurden wir von einer aufmerksamen Zeitungsleserin, die im Nachbardorf wohnt und die Ankunft der Störche melden wollte. Wir staunten nicht schlecht, als wir dort in Volkenshagen ein gut ausgebautes Nest vorfanden, in dem bereits gebrütet wurde. Es befindet sich am Rande einer großen Wiesen- und Weidenlandschaft. Direkt unter dem Nest und in der weiteren Umgebung grasen zahlreiche Rinder. Wir haben uns über die Entdeckung sehr gefreut und sind guter Hoffnung, dass hier in diesem Jahr auch Storchennachwuchs erfolgreich groß gezogen wird (im Vorjahr soll das Paar ohne Bruterfolg geblieben sein).
In den letzten Tagen komplett geworden sind die Paare in Benitz, Satow und Ziesendorf.

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