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Fienstorf

Auf dem besten Weg zu einem erfolgreichen Storchennachwuchs-Jahr

Dieses Foto, das uns freundlicherweise Gundula Vogel zur Verfügung stellte, zeigt die drei gut entwickelten Jungstörche in Fienstorf. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich, denn der 2. Storch traf erst am 22. April ein. Damit lässt sich berechnen, dass sie alle zwischen fünf und sechs Wochen alt sein dürften. Insgesamt zählen wir immer noch über 100 Jungstörche in den Nestern des Landkreises Bad Doberan, aktuell sollten es 103 sein. Hinzu kommen noch elf in den drei Nestern, die auf dem Gebiet der Hansestadt Rostock liegen. Mit etwa 1,8 Jungstörchen pro Horstpaar steuern wir momentan auf den zweithöchsten JZa-Wert des Jahrzehnts hin. Nur 2007 liegt etwas besser. Zumindest beim Storchennachwuchs deutet in unserer Region alles auf ein sehr erfolgreiches Jahr hin!

Zeitungsartikel in den NNN

Heute erschien in den "Norddeutschen Neuesten Nachrichten" ein längerer Artikel über die laufende Storchensaison im Landkreis Bad Doberan. Im Mittelpunkt stand dabei das Nest in Fienstorf.
In Biestow Dorf wurde heute das erste tote Storchenküken unter dem Horst gefunden. Es sind aber noch Küken im Nest. Mit weiteren Abwürfen und toten Küken ist in den kommenden Wochen in jedem Fall zu rechnen. Ungünstige Witterung, Nahrungsmangel oder Krankheiten sind dann fast immer die Ursachen.

Nachtrag:

Foto: U. Lucke
Hat das Warten auf den 2. Storch in Parkentin doch noch ein Ende gefunden? Anwohnerin U. Lucke informierte uns, dass heute am späten Nachmittag erstmals in diesem Jahr ein zweiter Storch auf dem Weichdachhorst stand (und schickte dankenswerter Weise gleich ein Foto mit). Noch ist nicht geklärt, ob es sich um die Brutstörchin der Vorjahre, DEH L 864, oder um eine neue Störchin handelt. In jedem Fall hoffen wir natürlich, dass das Paar zusammen bleibt.

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Heute 6 Rückkehrer gemeldet

Sechs Störche wurden heute zurückgemeldet:
- Fienstorf: 30.3./30.3.
- Satow Hof 30.3. (2. Storch)
- Wendfeld 30.3./30.3.
- Lieblingshof 30.3.

Das Ende der Storchensaison ist nah

Dieser Jungstorch, den Gunda Vogel am 18. August noch in seinem Fienstorfer Horst fotografierte, gehört wohl zu den letzten, die dieser Tage den gefährlichen Weg in den Süden antreten. Kurz zuvor hatte er sich sogar noch einmal von seinen Eltern füttern lassen. Weitere Sichtungen gab es vorgestern - 21. August - in Parkentin (zwei Altstörche abends auf dem Horst) und gestern in Reinshagen (die beide beringten Jungstörche standen im Nest).
Am vergangenen Samstag, 15. August, haben zwei Beobachter gleich 27 (!) Störche an der Straße zwischen Ziesendorf und Schwaan entdeckt, während dort ein Weizenstoppelfeld umgepflügt wurde. Leider erfuhr ich davon erst einige Tage später, da war die Gemeinschaft in der Gegend nicht mehr aufzuspüren. Die Zusammensetzung dieses Storchentrupps hätte mich in jedem Fall sehr interessiert. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch von uns beringte Jungstörche darunter gewesen sein. Ganz in der Nähe waren innerhalb von wenigen Tagen gleich mehrfach Ansammlungen zwischen acht und 15 Störchen gesichtet worden.
Das Gros der Jung- wie der Altstörche dürfte unsere Region inzwischen ebenfalls verlassen haben. In Rukieten etwa - wo Anwohner genau aufgepasst haben - ist der letzte Storch bereits am 13. August gesehen worden. Der Storchenhof Loburg hat am Freitag von einem der dort besenderten Störche bereits Positionsdaten aus Südpolen erhalten.
Leider gab es im benachbarten Landkreis Nordvorpommern auch noch wieder Unglücksfälle: am Ortsrand von Neuenlübke erlitt ein inzwischen sezierter Altstorch an einer Mittelspannungsleitung einen tödlichen Stromschlag und in Wiepkenhagen ist offenbar ein Altstorch in unmittelbarer Horstnähe Opfer des Straßenverkehrs geworden. Darüber hinaus musste ein Jungstorch aus Kuhlrade mit Flügelverletzungen in den Vogelpark Marlow gebracht werden.

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