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Fienstorf

Blutiger Kampf um das Fienstorfer Storchennest - ein Storch für Sildemow?

Blut fließt beim Kampf um das Fienstorfer Storchennest. Fotos: G. Niemann, 15.4.16

Bis gestern hielt sich das bereits am 3. April in Thulendorf eingetroffene Männchen DEH HC774 an seinem vorjährigen Brutnest auf. Als offenbar gestern in Fienstorf ein Weibchen eintraf, war er das lange Warten auf "sein" Weibchen" offenbar leid und wechselte an das Nest im Nachbardorf. Doch lange blieb das neue Paar nicht ungestört. Heute am Nachmittag traf ein dritter Storch ein und lieferte sich heftige, anhaltende Kämpfe mit dem neuen Fienstorfer Paar. Dabei flogen nicht nur die Federn, sondern es floss - besonders beim verteidigenden Weibchen auch viel Blut. In diesem Fall war es nicht das Männchen des Vorjahres, das sein Nest zurückerobern wollte. Dieses ist seit Jahren an seinem auffallend humpelnden Gang zu erkennen. Erst einmal setzte sich das Paar mit dem männlichen Ringstorch DEH HC774 durch. Die weitere Entwicklung bleibt hier abzuwarten.
Unterdessen traf gestern auch in Klingendorf ein Storchenpaar ein - darunter das beringte Männchen des Vorjahres, dazu aber ein neues, unberingtes Weibchen.

Sildemow, 15.4.16. Foto: G. Gernhöfer.

Eine überraschende Nachricht erreichte mich auch aus Sildemow. Dort hatten engagierte Storchenfreunde im letzten bzw. vorletzten Jahr zwei sehr gut ausgestattete Nisthilfen aufgestellt. Beide wurden gestern und heute von einem unberingten Storch inspiziert. Er hat dort auch bereits einmal übernachtet. Eine Neuansiedlung zu einer Zeit, wo noch fast die Hälfte aller Plätze in den Vorjahresnestern frei sind, wäre eher ungewöhnlich. Aber vielleicht gibt es einen Zusammenhang mit den Nachbarstandorten. In Niendorf hat sich mit Sicherheit, in Biestow mit großer Wahrscheinlichkeit jeweils ein neues Männchen etabliert. Vielleicht ist der Sildemower Storch ein erst jetzt zurückgekehrter Vorjahresstorch aus einem der beiden Nester, in denen übrigens gerade die Brut begonnen hat? Wir dürfen gespannt sein auf die weitere Entwicklung.

Die Folgen verspäteter Rückkehr

Fienstorf, 26.4.15. Foto: G. Vogel

Immer mehr zeichnet sich ab, dass die Saison 2015 sich in Richtung eines sehr schlechten Storchenjahres entwickelt. Nach 55 Horstpaaren und 2 Einzelstörchen im Vorjahr zähle ich für den alten Kreis Bad Doberan zurzeit lediglich 37 Horstpaare und 10 Einzelstörche. Sehr viel Zeit bleibt nicht mehr, um auch nur annähernd in den Bereich des Vorjahres zu kommen. Und es sieht auch sehr danach aus, dass deutlich weniger als die 50 Paare des Vorjahres mit einer Brut beginnen werden. Die Brutbereitschaft nimmt nach dem 1. Mai von Tag zu Tag ab, und zugleich sinken auch die Aussichten auf einen Bruterfolg kontinuierlich.
Die in vielen Fällen verspätete oder bisher noch gar nicht erfolgte Rückkehr von Störchen hat vielfältige Folgen. Dazu zählt etwa, dass brutbereite oder bereits brütende Storchenpaare aus ihren Nestern verdrängt werden. So kehrte "Herr Humpelbein", seit mehreren Jahren an seinem lahmenden Gang erkennbares Männchen, am 25. April nach Fienstorf zurück und verdrängte dort ein Paar, das den Horst seit dem 19. April besetzt hielt und kurz vor der Aufnahme des Brutgeschäfts stand. Immerhin traf einen Tag später ein Weibchen ein, mit dem "Herr Humpelbein" auf Anhieb harmonierte. Das Foto oben zeigt links die gerade eingetroffene schmutzige und arg zersauste Störchin - ein häufiges Bild in diesem April. Hier in Fienstorf kann zumindest noch auf eine erfolgreiche Brut gehofft werden.
Schwieriger wird dies schon in Cammin. Hier wartete allem Anschein nach ein Weibchen seit dem 14. April auf "ihren" Storchenmann des Vorjahres. Das interessierte offenbar ein Männchen wenig, das gestern mit aller Macht versuchte, Nest und Störchin zu "erobern". Das Weibchen wehrte sich erbittert gegen die angewandte Gewalt, und es kam zu blutigen Auseinandersetzungen. Heute berichteten die Anwohner nun, dass zwei Störche im Nest stehen. Ob sich die Kontrahenten des Vortages doch noch verständigt haben oder ob es ein ganz neues Paar ist, muss noch geklärt werden.
Auch in Stäbelow scheint der seit dem 10. April ansässige Storch auf eine ganz bestimmte Störchin zu warten (sie fiel im Vorjahr durch eine verheilte Ständerfraktur auf). Jedenfalls wehrte er bisher konsequent alle Interessenten ab. Einzelne Weibchen ließ er kurzzeitig aufs Nest, verjagte sie dann aber doch sehr schnell wieder. Es muss also doch einzelne Individuen unter den Störchen geben, die nicht nur sehr stark auf ihr Nest, sondern auch auf einen bestimmten Partner fixiert sind. Rein biologisch betrachtet macht diese ausgeprägte Treue nicht so viel Sinn, kann sie doch dazu führen, dass keine Brut mehr zu Stande kommt.
Am verlängerten Wochenende will ich eine komplette Brestndsaufnahme der Nester versuchen, um eine erste, halbwegs aussagefähige Zwischenbilanz zu ziehen.

Alle Daten zu den bisher besetzten und zu den noch leeren Nestern finden sich in unserer - in der Darstellung etwas vereinfachten - Ankunftskarte:
http://www.stoerche-doberan.de/drupal/node/1864

Die ersten Paare haben mit der Brut begonnen

An diesem Wochenende scheinen die ersten, besonders früh eingetroffenen Storchenpaare in unserem Betreuungsgebiet mit der Brut begonnen zu haben. In der Regel erfolgt dies etwa sieben bis zehn Tage nach der Paarbildung. Sichere Anzeichen fand ich heute unter anderem in Niendorf vor, wo sehr wahrscheinlich ein Westzieherpaar (eingetroffen am 25.3.) brütet. Sie haben ihr Nest wesentlich mehr ausgebaut als ihre Vorgänger, deren späte Rückkehr sie allerdings unter Umständen noch zu fürchten haben.

Niendorf, 6.4.14

Dass es nun endlich wieder regnet, ist hinsichtlich der Brutbereitschaft der Störche sicher kein Nachteil. Unterdessen hat sich die insgesamt frühe und zügige Rückkehr der Ostzieher zwar etwas verlangsamt, doch ist eine Rückkehrquote von 66 Prozent zum 6. April bereits ein sehr guter Wert.
Offensichtlich fehlen zurzeit vor allem noch die jungen, zugunerfahrenen, nachrückenden Störche. Dies ist z. B. daran zu erkennen, dass Hans-Heinrich Zöllick und ich in unseren Betreuungsgebieten DBR und RDG bereits 18 Ringstörche identifizieren konnten, ohne dass darunter auch nur ein "neuer" gewesen wäre. DEH H2919 traf ich übrigens heute in Petschow an, wo er bereits zwischen 2010 und 2012 Brutvogel war. Die These, dass bisher insbesondere die alten, bruterfahrenen Vögel eingetroffen sind, wird auch durch zwei besondere Funde von Storchenfreundin G. Vogel untermauert. Zum einen flog von ihrem Nest ein mit einem ELSA-Ring unterhalb des Intertarsalgelenks beringter Storch ab - diese Beringungsart war nur 2004 und 2005 üblich. Darüber hinaus fotografierte sie in einer kleinen Dreier-Gruppe, ebenfalls in Fienstorf, einen schwedischen Storch, der seine Ringkombination bereits in den 1990er Jahren erhalten haben dürfte.
Aktuell zähle ich im Altkreis Bad Doberan 32 Horstpaare und 11 Einzelstörche. Alle Details gibt es weiterhin in einer GoogleMaps-Ankunftskarte.

Beginn des Herbstzuges

Schritte in die Selbstständigkeit - einer der Fienstorfer Jungstörche bei der Nahrungssuche. Foto: G. Vogel, 12.8.13

Langsam aber sicher neigt sich die Storchensaison 2013 ihrem Ende zu. Viele Jungstörche sind in den letzten Tagen in den Süden aufgebrochen, ebenso bereits etliche der Altstörche. Die übrigen werden uns zum Großteil innerhalb der nächsten zwei Wochen verlassen. So berichtete G. Vogel aus Fienstorf, dass die Jungstörche zusammen mit ihrer Mutter letztmalig am 14. August zu sehen waren, während das Männchen, das trotz seiner anhaltenden Beinprobleme die sehr anstrengende Phase der Jungenaufzucht durchgehalten hat, sich noch einige Ruhetage gönnt. Nicht immer erfolgt der Aufbruch sofort in Richtung Überwinterungsgebiete. Viele Jungstörche schließen sich zunächst noch Trupps an, die sich in einiger Entfernung vom Heimathorst gebildet haben. Noch auf einem größeren Ausflug waren vermutlich die drei beringten Jungstörche aus Klockenhagen/RDG, die ich am Mittwochabend auf einem Hausdach in Pastow bei Rostock ablesen konnte. Auch ein Altvogel war bei ihnen. Rund 15 Kilometer hatten sie sich von ihrem Heimathorst entfernt.
Auch in den letzten Tagen hat sich bemerkbar gemacht, dass die anhaltende Trockenheit im Juli durch die damit einher gehende Nahrungsknappheit Folgen für die Entwicklung des Storchennachwuchses hatte. Erneut mussten mehrere schwache, nicht flugfähige Jungstörche geborgen werden. So wurde ich vergangenen Montag aus Ziesendorf alarmiert. Die beiden ältesten Jungstörche waren seit drei Tagen ausgeflogen, während das Nesthäkchen noch nicht einmal mit Flugmuskeltraining begonnen hatte. Auch die Altvögel hatten sich zuletzt am Sonntag blicken lassen. Nachdem sie auch am Dienstag nicht zurückgekehrt waren und der im Nest verbliebene Jungstorch fast nur noch liegend beobachtet wurde, entschloss ich mich in diesem Fall zu einem Aushorstungsversuch. Solche Entscheidungen sind sehr schwierig zu treffen, denn im Alter von elf Wochen ist die Gefahr groß, dass der nicht flügge Jungstorch in Panik vom Nest springt, wenn sich die Hebebühne nähert. Andererseits kann der Einsatz auch zu spät kommen, sodass dem Tier anschließend nicht mehr geholfen werden kann. In Ziesendorf war der Zeitpunkt offensichtlich richtig gewählt - der Jungstorch stand zwar erschreckt auf, doch konnte ich ihn sofort greifen. Er kam dann sogleich in die Rostocker Tierklinik und wird zurzeit im Zoo Rostock aufgepäppelt. Er war stark geschwächt und wies ein deutliches Untergewicht auf. Insgesamt fünf Jungstörche, davon drei aus unserem Betreuungsgebiet, werden zurzeit im Rostocker Zoo gepflegt. Wir hoffen, den einen oder anderen in den nächsten zwei bis drei Wochen noch auswildern zu können.

Brutstörchin in Reinshagen wird vermisst

Foto: A. Hornburg, 12.6.13

In Reinshagen wird seit vorgestern die beringte Störchin vermisst. Seitdem kümmert sich das unberingte Männchen allein um das einzige Küken, das etwa drei Wochen alt sein dürfte. Er hudert viel, fliegt aber auch ab, um Futter zu holen. Es ist immer eine schwierige Entscheidung, ob hier eingegriffen und ausgehorstet werden sollte. Wir haben uns erst einmal dagegen entschieden. Das Weibchen ist in diesem Jahr neu in Reinshagen. Es harmonierte anfangs nicht gut mit dem Männchen, das Ergebnis von nur einem Küken an einem traditionell guten Standort deutet auch auf Probleme innerhalb des Paares hin (unbefruchtete Eier oder unzureichende Brutpflege?). Anders als zuletzt in Schmadebeck wurde bisher kein toter Brutstorch gefunden. Es ist durchaus denkbar, dass das fünfjährige Weibchen doch noch ans Nest zurückkehrt. Darüber hinaus sollte das Männchen in der Lage sein, auch allein ein einziges Küken groß zu bekommen. Vergangene Nacht, als mehr als 20 mm Niederschlag fielen, wird er es zuverlässig gehudert haben. Die Witterung ist für die kommenden Tage recht günstig angesagt - anhaltender Niederschlag und Kälte sind nicht zu erwarten. Ab einem Alter von ca. vier Wochen werden Küken ohnehin allein gelassen, in Jahren mit Nahrungsengpässen auch schon einmal früher. Das Nahrungsangebot in Reinshagen kann zurzeit als gut eingestuft werden, dennoch würden wir versuchen wollen, dem Altstorch in dieser besonderen Situation eine Zeit lang zusätzliche Nahrungsangebote zu machen. Hoffen wir, dass die beiden es schaffen oder besser noch das Weibchen zurückkehrt. Storchenfreundin A. Hornburg wird das Nest besonders genau überwachen.

Einer der beiden Fienstorfer Altstörche hat (schon seit April) ein Problem mit seinem linken Bein oder Fuß. Jedenfalls humpelt er bei der Nahrungssuche. Offensichtlich gelingt es ihm aber trotz seiner Behinderung, Würmer und andere Nahrungstiere zu fangen.

Jungstörche vor dem Start in den Süden

Foto: A. Hornburg, 11.8.12

Immer mobiler werden die Jungstörche unserer Region in diesen Tagen. Dieses Foto aus Reinshagen zeigt neben den beiden unberingten Jungstörchen, die dort "regulär" zu Hause sind, zwei weitere mit Ring (der erste und vierte von links). Sie kommen vermutlich aus dem Nachbardorf Heiligenhagen und sind scheinbar sehr neugierig. Dieses Verhalten ist zwar nicht unbekannt, aber doch recht selten beobachtet worden.
Und wieder haben einige Ringablesungen dazu beigetragen, die Mobilität des Nachwuchses nach dem Flüggewerden deutlich werden zu lassen. Im Vogelpark Marlow wurden am Sonntag auf der dortigen Storchenwiese die beiden Jungstörche DEH HH733 aus Kloster Wulfshagen und HH748 aus Zarnewanz abgelesen. Die drei Fienstorfer Jungstörche wurden am Samstag von Hans-Heinrich Zöllick bei Poppendorf beobachtet, gestern dagegen in einem gemischten Trupp von 21 Alt- und Jungstörchen auf Nahrungssuche bei Neu Broderstorf. Mit dabei auch DEH HH761 vom Göldenitzer Horst sowie der zweijährige Altstorch DEH H9028 (beringt 2010 in Altenwillershagen/RDG), der Wochen zuvor erst in der Uckermark und dann bei Kuhlrade/RDG angetroffen worden war - ein ziemlicher Herumtreiber also. Die drei Fienstorfer kehrten übrigens zur Nacht zurück in ihr Geburtsnest, wie Anwohnerin G. Vogel berichtete.
Unklar ist dagegen die Herkunft des unberingten Jungstorchs, der am Freitagnachmittag bei Pankelow an einem Strommast verunglückte. Er erlitt Prellungen und Hautabschürfungen am rechten Flügel als er auf einem Gittermast landete, dann jedoch innerhalb des Mastes herunterrutschte. Aufmerksame Passanten bargen ihn dankenswerter Weise und informierten mich. Am Samstagfrüh brachten wir ihn in die Rostocker Tierklinik. Hoffen wir, dass er sich von seinen Verletzungen im Zoo Rostock, wo er gepflegt wird, gut erholt.
Von den neun am letzten Donnerstag bei Jürgenshagen/GÜ ausgewilderten Jungstörchen waren nur am Tag danach noch vier Vögel zu beobachten. Seit Samstag sind sie an der Auswilderungsstelle verschwunden, haben sich möglicherweise einem größeren Trupp angeschlossen.
Im Vogelpark Marlow konnten wir auch zu drei Altstörchen klärende Beobachtungen machen. Der aus dem Vogelpark Marlow stammende Brünkendorfer Brutstorch mit dem auf dem Kopf stehenden Ring "Marlow 0015" besorgt sich dort weiterhin Futter. Er war ebenso auf der Storchenwiese anzutreffen wie der Dudendorfer Altstorch mit dem hängenden Flügel, dessen vier Küken wir am 10. Juli wegen seiner Verletzung ausgehorstet hatten. Er scheint sich inzwischen einigermaßen erholt zu haben, fliegt also auch wieder die etwa 5 Kilometer lange Strecke von seinem Horst in Dudendorf nach Marlow. Aufgrund seines nach wie vor angeschlagenen Zustandes wäre eine Überwinterung im Vogelpark Marlow eine gute Lösung - aber wer sagt es ihm? Schließlich entdeckten wir auch, dass der Storch mit dem Hiddensee-Ring BA 002753, den wir Anfang Juni erstmals auf der Pelikanwiese des Vogelparks entdeckt hatten (beringt 1996 in Rostock), dort zwei Jungstörche fütterte (und einen dritten, wohl fremden vertrieb). Es sieht so aus als ob sein Nest das besonders schlecht einsehbare nahe der Hauptstraße nach Wöpkendorf ist.

Ringe, Ringe, Ringe...

Stellvertretend für zahlreiche andere Ringablesungen der letzten Tage: der 18jährige Ringstorch Hiddensee KA 3127, beringt 1994 in Rühstädt, in diesem Jahr Brutvogel mit dreifachem Nachwuchs in Gielow/Altkreis Demmin

In den letzten Tagen und Wochen hat es zahlreiche interessante Ringablesungen gegeben. Oft verbergen sich dahinter höchst interessante Einzelschicksale. Beginnen möchte ich mit den noch nicht brütenden Störchen:
- DEH H8953, beringt 2009 in Albertsdorf, Mitte Juli von G. Vogel abgelesen als neugieriger Besuchsstorch im Nachbardorf Fienstorf;
mit ihm gemeinsam unterwegs und abgelesen:
- DEH HE670, beringt 2011 in Kloster Wulfshagen/RDG;

ein "Geschwisterstorch", DEH HE669, ebenfalls 2011 beringt in Kloster Wulfshagen, am 3. August abgelesen von B. Niendorf auf Nahrungssuche bei Warrenzin/Altkreis Demmin.

Dann las M. Modrow gestern nordwestlich von Marlow/RDG in einem Trupp von 8 Störchen bzw. einzeln bei Alt Steinhorst/RDG vier Störche ab, die von uns beringt worden waren:
- DEH H8960, beringt 2009 in Wendfeld/DBR
- DEH H9015, beringt 2009 in Neu Thulendorf/DBR
- DEH HC805, beringt 2010 in Biestow/HRO
- DEH HC764, beringt 2010 in Kloster Wulfshagen/RDG

Geklärt ist darüber hinaus inzwischen auch die Herkunft des Brutstorchs "Marlow015" in Brünkendorf (4 juv.). Er oder sie schlüpfte 2004 im Vogelpark Marlow. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Storch, der im Winter in Marlow bleibt.

Letzten Donnerstag war ich im Altkreis Demmin unterwegs, um dort bei der Ablesung von beringten Altstörchen zu helfen. Drei Ablesungen gelangen:
- Hiddensee KA 3127, beringt 1994 in Rühstädt. Er wurde 1998 und 1999 im Altkreis Ludwigslust abgelesen, danach noch einmal (2004) in Neu Schönau nördlich von Waren. Wo der Ringstorch sich danach aufhielt, ist unbekannt.
- Hiddensee D 930, ein 1998 in Nordvorpommern beringtes Weibchen, ist seit vielen Jahren Brutvogel in Lehnenhof bei Dargun. 2012 zieht sie mit Partner zwei Jungstörche auf.
- Hiddensee N 480, 2002 in Segeletz/Brandenburg geschlüpft, ist wie im Vorjahr in Japzow bei Altentreptow Brutstorch.

Auf dem Rückweg gelang schließlich auf dem Horst Jürgenshagen Ausbau/GÜ die Identifizierung von Hiddensee D 127. Dieser Storch erhielt seinen Ring im Juli 1997 von Hans-Heinrich Zöllick im Horst Rostock Zoo I. 15 Jahre blieb sein Ring unentdeckt, jetzt konnte ich ihn im Geburtsort des langjährigen Landeskoordinators für den Weißstorchschutz ablesen.

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Gestern wurde ich nach Selow/GÜ gerufen, wo ein Jungstorch schwer verletzt am Straßenrand aufgefunden worden war. Vermutlich war er mit einem PKW oder LKW kollidiert. Die Tierklinik Rostock, wohin ich ihn brachte, konnte leider nicht mehr helfen, zu schwer waren die Verletzungen an Flügel und Ständer.

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Noch in dieser Woche wird nach jetzigem Planungsstand die Auswilderung von voraussichtlich sieben Jungstörchen erfolgen, die sich zurzeit noch zur vorübergehenden Pflege im Rostocker Zoo befinden.

Biestower Störche haben wieder zwei Junge


Unsere Biestower Störche haben wieder zwei Junge. Foto: B. Becker, 7.6.12

Inzwischen sind die vergleichsweise früh geschlüpften Jungstörche so groß, dass man ihre Anzahl bei günstigen Bedingungen (z. B. Fütterungen) recht gut zählen kann. So sind wir ziemlich sicher, dass das Biestower Storchenpaar bei uns vor der Haustür wieder zwei Junge groß zieht. Das war in fünf der letzten sechs Jahre so, nur 2010 wurden gleich vier Jungstörche flügge. Am Nest Schwaan II konnten gestern Abend drei knapp drei Wochen alte Küken beobachtet werden - ein viertes lag leider tot unter dem Nest. An diesem Horst wäre es das sechste Jahr in Folge, dass drei Jungstörche groß werden. Auch in Fienstorf sind mit ziemlicher Sicherheit drei recht gleichmäßig entwickelte Küken im Nest. In Wendfeld beobachten die Anwohner dagegen nur noch zwei Jungvögel, der dritte war deutlich kleiner und ist am Wochenende tot unter dem Nest gefunden worden. Ein weiteres Wendfelder Küken verendete bereits um Pfingsten herum. Hinzu kam noch ein Eiverlust bei einem Horstkampf zu Beginn der Brutzeit.
Am Wochenende werden wir den meisten Brutpaaren in unserem Betreuungsgebiet einen Besuch abstatten. Anschließend kann ich sicherlich wesentlich ausführlicher und detaillierter über den sich abzeichnenden Storchennachwuchs berichten.
Interessante Neuigkeiten gibt es von zwei Ringstörchen: DEH H8079, beringt 2008 in Wiepkenhagen/RDG, brütet in diesem Jahr erstmals in Nienhagen bei Stralsund. Und im Vogelpark Marlow, in dem es in diesem Jahr gleich fünf frei fliegende Storchenpaare gibt (nur zwei oder drei haben Nachwuchs), wurde erstmals nach 16 Jahren der 1996 im Rostocker Zoo (Wildstorchhorst Eisbärenburg) beringte Storch mit dem schmalen Metallring Hiddensee BA002753 abgelesen. Es ist wahrscheinlich, dass er einer der Brutvögel an diesen Nestern ist, eine genaue Zuordnung gelang jedoch noch nicht.

Freileitungen stellen weiterhin Gefahrenpunkte dar


Toter Jungstorch unter einem Strommast bei Fienstorf. Foto: G. Vogel, 20.8.11

Trotz aller anerkennenswerten Verbesserungen, die die Energieversorger - in Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags - zur Sicherung von Freileitungen unternommen haben, bleiben diese weiterhin Gefahrenpunkte für Großvögel. Dies wurde einmal mehr am Wochenende deutlich, als sich gleich zwei Fälle in unmittelbarer Nachbarschaft ereigneten. Am Sonntag wurde ich nach Neu Thulendorf gerufen. Dort war ein Jungstorch - offenbar der in diesem Jahr einzige aus dem Horst Thulendorf - flugunfähig und geschwächt unter einer Freileitung gefunden worden. Ursache dürfte ein Leitungsanflug gewesen sein, der häufig zu inneren Verletzungen führt. Ich habe den Storch in die Rostocker Tierklinik gebracht. Sein weiteres Schicksal war gestern noch offen. Tödlich verunglückt ist dagegen am Freitagabend oder Samstagfrüh ein anderer, unberingter Jungstorch. Kurz vor Fienstorf wurde er mit abgetrenntem Flügel direkt unter einem Strommast gefunden. Er wies keine weiteren sichtbaren Verletzungen auf, sodass auch hier Leitungsanflug als Todesursache wahrscheinlich ist. Die Anwohner berichteten, dass es sich wahrscheinlich um einen der vier fremden Jungstörche gehandelt haben dürfte, die sich am Freitag neugierig in der Nähe des Fienstorfer Horstes gezeigt hatten und von den beiden Altstörchen abgewehrt worden waren. Die Fienstorfer Jungstörche waren schon seit etwa einer Woche nicht mehr im Nest gesehen worden.
In Jürgenshagen haben wir zuletzt Sonntag Störche in den dortigen Überschwemmungsflächen gesehen. Der große Trupp mit zeitweise mehr als 60 Jung- und Altstörchen ist zuletzt am Freitagabend gesichtet worden. Am Samstagmittag konnten wir noch sechs Jungstörche bei ihren zum Teil spektakulären Flugübungen beobachten, darunter auch die drei am 9. August ausgewilderten Jungstörche HE 688, HE 689 und HE 693. Nach vielen Tagen mit schlechtem Wetter waren die Voraussetzungen endlich gut, um sich im Thermikflug zu üben. Auch zeigten sie sich überaus aufmerksam. Als sich ein Seeadler näherte und die ebenfalls im Überschwemmungsbereich nach Nahrung suchenden Möwen daraufhin laut rufend aufflogen, schlossen sich die sechs Jungstörche kurz darauf an. Wir sind sehr froh, dass die ausgewilderten Pflegestörche sich augenscheinlich sehr schnell dem Verhalten der "wild" aufgewachsenen Störche angepasst haben.

Aufbruchstimmung - der Herbstzug der Störche hat begonnen

Das Ausbreiten der Flügel bei diesem Fienstorfer Jungstorch am vergangenen Wochenende (Foto: G. Vogel) ist fast schon symbolhaft. Bilder wie diese wird es in diesem Jahr nicht mehr sehr viele geben, denn bei den Weißstörchen hat der Aufbruch in die südlichen Winterquartiere begonnen. Mit der Wetterberuhigung der letzten beiden Tage haben die meisten Jungstörche ihre Horste verlassen, die Altvögel werden bald folgen.
In der Zwischenzeit sind auch in zwei benachbarten Regionen (Altkreis Ribnitz-Damgarten und Nordteil des Landkreises Güstrow/Raum Bützow) die Zählungen der Weißstörche und ihres Nachwuchses abgeschlossen worden. Anders als im Landkreis Bad Doberan gibt es hier vergleichsweise gute Werte. So zählte Paul Thomzick im Bützower Raum 23 Horstpaare, eines mehr als im Vorjahr. Mit 47 Jungstörchen wurde der als wichtig eingestufte Grenzwert von 2 flüggen Jungstörchen pro Horstpaar knapp überschritten. Hans-Heinrich Zöllick konnte nach Jahren des Rückganges im Altkreis Ribnitz-Damgarten ein erfreuliches Plus von 7 Horstpaaren (44 statt 37) verbuchen. In Poppendorf, Redderstorf und Carlsthal kam es dabei zu Neuansiedlungen. Auch das Nachwuchsergebnis mit 88 ausgeflogenen Jungstörchen (11 x 0, 4 x 1, 8 x 2, 16 x 3, 5 x 4) ist überdurchschnittlich gut, der JZa-Wert liegt bei 2,00. Alle Details zum Bruterfolg 2011 im Landkreis Bad Doberan und im Altkreis Ribnitz-Damgarten sind heute in unserer "Storchendatenbank" aktualisiert worden. Über den Menüpunkt "Kartenauswertungen" lassen sich die Daten visualisieren, Informationen zu den einzelnen Standorten können unter "Storchenhorste" abgerufen werden.

Eine erste Zwischenbilanz

Dreifacher Storchennachwuchs in Fienstorf - ein viertes Küken wurde abgeworfen. Foto: G. Vogel.
Inzwischen ist die aktuelle Storchensaison soweit voran geschritten, dass eine erste Zwischenbilanz möglich wird. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand wird sich die Anzahl der Horstpaare im Landkreis Bad Doberan voraussichtlich von 56 im Vorjahr auf 54 in diesem Jahr verringern. Während in Griebnitz, Wolfsberg und Kritzmow neue Paare hinzu kamen, blieben die Horste in Ziesendorf (Traditionsstandort!), Groß Bölkow, Niendorf und Hof Tatschow unbesetzt, außerdem blieb es in Thelkow bei einem Einzelstorch. Schon jetzt ist sicher, dass wir in diesem Jahr deutlich mehr Paare ohne Bruterfolg haben werden. Zurzeit sind es bereits mindestens 15 (nach nur 12 im Vorjahr). Diese Zahl wird sich erfahrungsgemäß noch deutlich vergrößern, denn längst nicht jede Spätbrut hat Erfolg. Vor allem die späte Rückkehr vieler Störche aus ihren Winterquartieren, aber auch ungewöhnlich häufige und heftige Horstkämpfe dürften hierfür hauptverantwortlich sein.
In vielen Nestern sind inzwischen Jungstörche geschlüpft. Da die Witterung seit Mitte Mai sehr günstig war (häufiger Wechsel von Sonnenschein und Niederschlägen), sind die Startvoraussetzungen zunächst einmal recht günstig gewesen. Dementsprechend sind vielfach drei Jungstörche in den Horsten beobachtet worden. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob es den Altvögeln gelingt, die relativ zahlreiche Nachkommenschaft jeweils auch zum Ausfliegen zu bringen. Zurzeit erreichen uns fast täglich Nachrichten über Abwürfe - im Extremfall Hohen Schwarfs waren es bereits drei Jungtiere.

Der Unbekannte von Stäbelow ist identifiziert!

Nach drei Stunden recht mühevoller Ablesearbeit vom Dach des Anwohners aus gelang heute die komplette Ablesung des Ringes, den dieser männliche Storch in Stäbelow trägt. Es ist "Hiddensee I 453", beringt am 29.6.2000 in Lodmannshagen/Ostvorpommern. Nach meinem jetzigen Kenntnisstand ist dieser Storchenring das erste Mal überhaupt abgelesen worden. Wir wissen also nicht, wo der Vogel in den letzten Jahren gebrütet hat. In jedem Fall war er in den Jahren zuvor kein Brutvogel in Stäbelow. Heute hielt er sich gut drei Stunden allein im Nest aus, bevor das Weibchen von einer längeren Runde zurückkehrte.
Unterdessen wurde gestern und heute von Anwohnern jeweils ein zweiter Storch in den Storchenhorsten Fienstorf, Vogtshagen, Schmadebeck I und Schwaan I gemeldet.

Auf dem besten Weg zu einem erfolgreichen Storchennachwuchs-Jahr

Dieses Foto, das uns freundlicherweise Gundula Vogel zur Verfügung stellte, zeigt die drei gut entwickelten Jungstörche in Fienstorf. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich, denn der 2. Storch traf erst am 22. April ein. Damit lässt sich berechnen, dass sie alle zwischen fünf und sechs Wochen alt sein dürften. Insgesamt zählen wir immer noch über 100 Jungstörche in den Nestern des Landkreises Bad Doberan, aktuell sollten es 103 sein. Hinzu kommen noch elf in den drei Nestern, die auf dem Gebiet der Hansestadt Rostock liegen. Mit etwa 1,8 Jungstörchen pro Horstpaar steuern wir momentan auf den zweithöchsten JZa-Wert des Jahrzehnts hin. Nur 2007 liegt etwas besser. Zumindest beim Storchennachwuchs deutet in unserer Region alles auf ein sehr erfolgreiches Jahr hin!

Zeitungsartikel in den NNN

Heute erschien in den "Norddeutschen Neuesten Nachrichten" ein längerer Artikel über die laufende Storchensaison im Landkreis Bad Doberan. Im Mittelpunkt stand dabei das Nest in Fienstorf.
In Biestow Dorf wurde heute das erste tote Storchenküken unter dem Horst gefunden. Es sind aber noch Küken im Nest. Mit weiteren Abwürfen und toten Küken ist in den kommenden Wochen in jedem Fall zu rechnen. Ungünstige Witterung, Nahrungsmangel oder Krankheiten sind dann fast immer die Ursachen.

Nachtrag:

Foto: U. Lucke
Hat das Warten auf den 2. Storch in Parkentin doch noch ein Ende gefunden? Anwohnerin U. Lucke informierte uns, dass heute am späten Nachmittag erstmals in diesem Jahr ein zweiter Storch auf dem Weichdachhorst stand (und schickte dankenswerter Weise gleich ein Foto mit). Noch ist nicht geklärt, ob es sich um die Brutstörchin der Vorjahre, DEH L 864, oder um eine neue Störchin handelt. In jedem Fall hoffen wir natürlich, dass das Paar zusammen bleibt.

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Heute 6 Rückkehrer gemeldet

Sechs Störche wurden heute zurückgemeldet:
- Fienstorf: 30.3./30.3.
- Satow Hof 30.3. (2. Storch)
- Wendfeld 30.3./30.3.
- Lieblingshof 30.3.

Das Ende der Storchensaison ist nah

Dieser Jungstorch, den Gunda Vogel am 18. August noch in seinem Fienstorfer Horst fotografierte, gehört wohl zu den letzten, die dieser Tage den gefährlichen Weg in den Süden antreten. Kurz zuvor hatte er sich sogar noch einmal von seinen Eltern füttern lassen. Weitere Sichtungen gab es vorgestern - 21. August - in Parkentin (zwei Altstörche abends auf dem Horst) und gestern in Reinshagen (die beide beringten Jungstörche standen im Nest).
Am vergangenen Samstag, 15. August, haben zwei Beobachter gleich 27 (!) Störche an der Straße zwischen Ziesendorf und Schwaan entdeckt, während dort ein Weizenstoppelfeld umgepflügt wurde. Leider erfuhr ich davon erst einige Tage später, da war die Gemeinschaft in der Gegend nicht mehr aufzuspüren. Die Zusammensetzung dieses Storchentrupps hätte mich in jedem Fall sehr interessiert. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch von uns beringte Jungstörche darunter gewesen sein. Ganz in der Nähe waren innerhalb von wenigen Tagen gleich mehrfach Ansammlungen zwischen acht und 15 Störchen gesichtet worden.
Das Gros der Jung- wie der Altstörche dürfte unsere Region inzwischen ebenfalls verlassen haben. In Rukieten etwa - wo Anwohner genau aufgepasst haben - ist der letzte Storch bereits am 13. August gesehen worden. Der Storchenhof Loburg hat am Freitag von einem der dort besenderten Störche bereits Positionsdaten aus Südpolen erhalten.
Leider gab es im benachbarten Landkreis Nordvorpommern auch noch wieder Unglücksfälle: am Ortsrand von Neuenlübke erlitt ein inzwischen sezierter Altstorch an einer Mittelspannungsleitung einen tödlichen Stromschlag und in Wiepkenhagen ist offenbar ein Altstorch in unmittelbarer Horstnähe Opfer des Straßenverkehrs geworden. Darüber hinaus musste ein Jungstorch aus Kuhlrade mit Flügelverletzungen in den Vogelpark Marlow gebracht werden.

Gute Nachrichten aus dem Rostocker Zoo


Dieser Brutstorch vom Baumhorst im Rostocker Zoo (Rostock Zoo II) pausiert auf einer künstlichen Nisthilfe. Gerade ist er von seinem Partner abgelöst worden, der - nach Berichten von Zoo-Mitarbeitern - mindestens zwei Jungstörche füttert. Auch die anderen Nachrichten während des gestrigen Zoobesuchs waren erfreulich: im Horst auf der Bärenburg werden zwei Jungstörche groß (ein weiterer ist bereits vor einiger Zeit tot abgeworfen worden), und das kleine Findelkind aus Hohen Luckow, das ich vor einer Woche in die Obhut des Zoos übergeben hatte, soll auch wohlauf sein. Im Fotoalbum gibt es weitere Fotos aus Fienstorf und vom Horst Rostock Zoo I.
In Albertsdorf konnten heute mindestens zwei Jungstörche bei einer Fütterung festgestellt werden, in Biendorf beobachteten Anwohner sogar drei Küken, die dort Ende Mai geschlüpft sein dürften. Schließlich deutet einiges darauf hin, dass es jetzt auch in Klein Grenz Storchennachwuchs gibt. Hier werden die nächsten Tage vermutlich genauere Erkenntnisse bringen.
Am Dienstag, 16. Juni, beginnt am Horst Biestow Dorf die diesjährige Beringungsaktion, die erstmals seit DDR-Zeiten auch wieder den Landkreis Bad Doberan umfasst. Insgesamt 50 Ringe stehen zur Verfügung und sollen - so möglich - in den nächsten Wochen angebracht werden. Wir werden über diese Aktionen, die dankenswerter Weise vom Kreisbauernverband Bad Doberan e. V. und vom Bauernverband Bützow e. V. durch großzügige finanzielle Hilfe gefördert werden, an dieser Stelle ausführlich berichten.

Die Jungstörche zeigen sich


Zwei Jungstörche sind am 2. Juni in Fienstorf zu erkennen, Foto: G. Vogel

Nachdem mit dem heutigen Regentag erst einmal das Schlimmste in wettertechnischer Hinsicht überstanden sein sollte, ist es Zeit für die ersten Fotos der diesjährigen Jungstörche, die nun in vielen Nestern beobachtet werden können. Im Fotoalbum gibt es zahlreiche Fotos vom Wochenende (von den Storchennestern Broderstorf I, Broderstorf II, Bröbberow, Clausdorf, Fienstorf, Göldenitz/Dummerstorf, Hohen Luckow, Lieblingshof, Niekrenz, Pankelow und Parkentin).
Außerdem gibt es einige Neuigkeiten zu vermelden. Durch einen Übermittlungsfehler wurde erst jetzt bekannt, dass nach dreijähriger Pause auch in Groß Bölkow wieder ein Storchenpaar ansässig geworden ist. Obwohl es bereits seit dem 13. April komplett ist, hat es keine Brut gegeben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Horstpaare auf (vorläufig) 58, nur noch eines weniger als im Vorjahr.
In Detershagen, wo es im Vorjahr vier Jungstörche gab, sieht es dieses Mal leider wesentlich ungünstiger aus. Mitte Mai eroberte ein Fremdstorch (möglicherweise ein verspäteter Brutstorch des Vorjahres) in einer blutigen Auseinandersetzung das dortige Nest und warf mehrere Eier ab. Da in Detershagen laut Anwohnerbericht auch jetzt noch kontinuierlich ein Storch auf dem Horst sitzt, gehen wir momentan von einem späten Nachgelege nach Partner- oder Paarwechsel aus.
Gar keinen Nachwuchs wird es mit großer Wahrscheinlichkeit in Göldenitz bei Schwaan geben. Bei mehreren Besuchen vor Ort wirkte der Horst in den letzten Tagen stets verlassen.

Immer häufiger Fütterungen an den Nestern zu beobachten

Immer häufiger sind jetzt Bilder wie dieses aus Fienstorf (fotografiert von G. Vogel) in den Storchenhorsten zu erkennen - ein Altvogel würgt seinem frisch geschlüpften Nachwuchs Nahrung aus. Erste Anwohner haben sich bereits gemeldet und die Anzahl von entdeckten Schnäbeln mitgeteilt. So sollen es in Kröpelin vier, in Stäbelow zwei und am Horst Schwaan II drei oder vier Junge sein. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass der Weg bis zum Flüggewerden noch lang und gefahrvoll ist und noch mancher Verlust eintreten wird. Es können natürlich umgekehrt auch noch Nachzügler hinzukommen. Vor allem die Nahrungsverfügbarkeit und die weiteren Witterungsverhältnisse, aber auch das Verhalten der Altstörche spielen eine entscheidende Rolle.
Unterdessen wurden aus weiteren Nestern Spätankünfte von Störchen gemeldet. In Bentwisch ist das Paar nun endlich seit dem 15. Mai komplett und in Groß Lüsewitz scheint seit dem 22./23. Mai ein Paar dauerhaft Gefallen am Nest gefunden zu haben, nachdem es dort zuvor einen häufigen Wechsel und zwischenzeitlich immer wieder auch Leerstand gegeben hatte. In Altenhagen I und in Pastow sind die dort vorübergehend erschienenen Einzelstörche jedoch schon wieder verschwunden.

Etwa die Hälfte der Störche ist bereits eingetroffen


In Griebnitz traf der erste Storch gestern ein - diese Aufnahme von heute machte S. Orts.

Seit vorgestern hat sich die Anzahl der zurückgekehrten und uns bekannt gewordenen Störche um neun erhöht. Damit ist jetzt ziemlich genau die Hälfte der 128 Störche wieder da, die im Vorjahr in unserer Region Horstbindung hatten. Grob gerechnet ist ein Drittel der Nester bereits komplett besetzt, während ein weiteres Drittel mit einem Storch belegt und das dritte Drittel noch ganz unbesetzt ist. Im Einzelnen wurden zurückgemeldet:

- Clausdorf: 2. Storch am 1.4.
- Schwaan II: 2. Storch am 3.4.
- Groß Lüsewitz: 1. Storch am 1.4. und 2. Storch am 8.4.
- Parkentin: 1. Storch am 7.4.
- Griebnitz: 1. Storch am 7.4.
- Biendorf: 1. Storch am 7.4.
- Petschow: 1. Storch am 7.4.
- Fienstorf: 2. Storch am 7.4.

Die Gesamtverteilung ist am besten über unsere aktualisierte Ankunftskarte zu erkennen.

Ist die "Brandenburgerin" zurück in Wendfeld?

Aus Wendefeld erreichte uns die Nachricht, dass dort wie in den beiden Vorjahren ein beringter Storch am Nest ist. Seit dem 1. April ist das Paar komplett. Es gab auch schon verschiedentlich "Storchenhochzeiten" zu beobachten. Bei einer davon entpuppte sich der Ringstorch als weiblich. Noch ist der Ring nicht abgelesen, doch spricht vieles dafür, dass es wieder die jetzt 15jährige "Brandenburgerin" ist, die den Weg zurück ans Nest gefunden hat. Im letzten Jahr wurden in Wendfeld drei Jungstörche groß. In Liepen ist heute der erste Storch eingetroffen.
Im Fotoalbum gibt es außer diesem Anwohnerfoto hier aus Fienstorf (vielen Dank dafür an Gunda Vogel) ein weiteres aus Benitz.

2008 deutschlandweiter Aufwärtstrend bei den Weißstörchen


Einer von rund 1.750 Jungstörchen, die dieses Jahr in Mecklenburg-Vorpommern flügge geworden sind. Foto: G. Vogel (Fienstorf)

Seit wenigen Tagen liegen aus den am dichtesten vom Weißstorch besiedelten Bundesländern (mit Ausnahme von Sachsen) die Ergebnisse der diesjährigen Horstpaar- und Jungvogelzählungen vor. Dabei zeichnet sich praktisch überall ein erfreulicher Aufwärtstrend ab. So gab es gegenüber dem Vorjahr in den relativ populationsstarken westlichen Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern Zuwächse bei der Anzahl der Horstpaare zwischen 6 und 10 Prozent. Auch Brandenburg meldete ein Plus von gut 4 Prozent, während der Anstieg in Sachsen-Anhalt gegenüber 2007 etwa 6 Prozent betrug. Auch aus unserem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern liegt eine erste verlässliche Schätzung auf der Basis von elf der zwölf Landkreise vor. Danach dürfte es etwa 2 bis 3 Prozent mehr Storchenpaare als im Vorjahr gegeben haben. Der gravierende Rückgang zwischen 2004 und 2005 konnte jedoch in den drei ostdeutschen Bundesländern nach wie vor noch nicht ausgeglichen werden.
Mit Ausnahme von Schleswig-Holstein und Niedersachsen hat auch die Anzahl der Jungstörche in allen sechs genannten Bundesländern zugenommen. In den drei am stärksten besiedelten Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt liegt der wichtige JZa-Wert (durchschnittliche Anzahl flügger Jungstörche pro Horstpaar) 2008 zwischen 2,0 und 2,2. Mit diesen guten, wenn auch nicht überragenden Werten ist klar, dass die vor allem in Ostdeutschland ausgeprägte Trockenheit in den Monaten Mai und Juni deutlich geringere Auswirkungen auf den Storchennachwuchs hatte als ursprünglich angenommen. Die gleichzeitig festgestellte, überdurchschnittlich hohe Anzahl an abgeworfenen oder anderweitig verendeten Jungstörchen verdeutlicht, dass bei günstigeren Witterungsverhältnissen sogar ein weit überdurchschnittliches Storchenjahr möglich gewesen wäre. Die Voraussetzungen dafür waren durch die sehr frühe Rückkehr der meisten Störche in ihre Brutgebiete durchaus gegeben.
Sobald uns die vollständigen Angaben vorliegen, werden wir an dieser Stelle im Detail über die diesjährigen Brutergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern berichten. Auch der Jahresbericht für den Landkreis Bad Doberan ist bereits in Arbeit.

Jungstorch H 8075 verunglückt tödlich an Windkraftanlage

Auch in dieser Storchensaison zeigt sich einmal mehr, dass Jungstörche in der ersten Phase nach dem Ausfliegen besonders gefährdet sind. Aus Leyerhof (Landkreis Nordvorpommern) erreichte uns die Nachricht, dass eine Spaziergängerin den am 24. Juni im Rahmen des Storchen-Monitorings im Nachbarlandkreis Nordvorpommern in Altenwillershagen beringten Jungstorch mit der Ringnummer H 8075 am 3. August tot unter einer Windkraftanlage gefunden hat. Auf Nachfrage ergänzte die Finderin, dass sie bereits vor einem Jahr genau an der gleichen Anlage einen anderen Storch tot aufgefunden hatte. In diesem Fall verläuft ein Spazierweg entlang der insgesamt sechs Windräder, sodass die Fundwahrscheinlichkeit wesentlich höher als andernorts ist. Leider muss davon ausgegangen werden, dass die Dunkelziffer derartiger Vorfälle hoch ist. Die sechs Windräder nordöstlich der A 20 sind jeweils nur etwa 1500 Meter von den beiden Horststandorten Leyerhof und Jessin entfernt. Der Jungstorch H 8075 hatte nach Angaben der Horstanwohner in Altenwillershagen (30 km nordwestlich gelegen) am 3. August schon keine Horstbindung mehr.
Vor dem Hintergrund derartiger Erfahrungen ist es sehr erfreulich, dass der Energieversoger E.ON edis die Mittelspannungsleitung bei Groß Bölkow, an der genau heute vor einem Jahr ein zweijähriger Ringstorch von der Insel Rügen verunglückte, zwischenzeitlich mit Vogelschutzhauben gesichert hat (siehe das folgende Foto vom 10. August):

Ansonsten ist der Abzug der Störche weiter in vollem Gange. Die Jungstörche werden zum Großteil bereits auf dem Zugweg sein. Ein genaues Datum ist uns dankenswerter Weise aus Fienstorf gemeldet worden: dort wurden sie letztmalig am 13. August am Horst gesehen. Die Altstörche übernachten dagegen momentan noch regelmäßig auf dem Nest. Am Standort Schmadebeck I ist die unberingte Störchin trotz frühen Verlustes des Nachwuchses bis zum 16. August dem Horst treu geblieben, während ihr dreijähriger, beringter Partner dort schon seit längerem nicht mehr beobachtet wurde. Man darf sehr gespannt sein, ob er im nächsten Jahr nach Schmadebeck, dem Ort seines vermutlich ersten, wie so häufig nicht erfolgreichen Brutversuchs zurückkehrt. Auffällig große Storchenansammlungen wie 2007 scheint es in diesem Jahr im Landkreis Bad Doberan nicht zu geben. Lediglich bei Klein Siemen entdeckte ein aufmerksamer Beobachter am 17. August einen kleinen Storchentrupp mit vier Alt- und sechs Jungstörchen. Einzelne Altstörche sind in dieser Woche unter anderem in der Nähe von Klein Bölkow während der Nahrungssuche beobachtet worden.

Bilder von den Fienstorfer Störchen

Familie Vogel aus Fienstorf hat uns eine Reihe von schönen Fotos geschickt, die ihre diesjährigen Jungstörche zeigen. Auf diesem Bild vom 23. Juli trifft gerade etwas verspätet der dritte Jungstorch ein, während die beiden anderen bereits vom Altstorch gefüttert werden. Sechs weitere Fotos gibt es im Fotoalbum. Leider sind seit dem Abend des 24. Juli nur noch zwei Jungstörche auf dem Fienstorfer Nest. Der dritte ist seitdem verschollen. Vielleicht gehörte er zu den beiden neugierigen Störchen, die am Montagabend zusammen mit den drei dort flügge gewordenen Jungstörchen im Petschower Nest übernachten wollten. Inzwischen ist zweifelsfrei geklärt, dass es sich tatsächlich um "Besucherstörche" gehandelt hat.

Zählung der Jungstörche abgeschlossen


Zwei Jungstörche im Thulendorfer Nest (14.7.2008)

In der vergangenen Woche haben Hans-Heinrich Zöllick und ich die alljährliche Zählung der Jungstörche im Landkreis Bad Doberan durchgeführt. Das Ergebnis weist leider sowohl bei den Horstpaaren als auch bei den Jungstörchen einen Rückgang gegenüber 2007 auf. Gezählt wurden 59 Paare mit fester Horstbindung (2007: 62). Von ihnen hatten 41 Paare Bruterfolg - das ist ein für unseren Landkreis durchschnittliches Ergebnis. Aktuell befinden sich 92 Jungstörche in den Nestern - 24 weniger als im Vorjahr. Diese Zahl kann sich in den nächsten Tagen aber noch verändern, denn die Jungstörche sind besonders in den ersten Tagen nach dem Flüggewerden gefährdet (Kollisionen, Bruchlandungen, Abstürze etc.). Vorläufig liegt der JZa-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro Horstpaar) bei 1,56 (2007: 1,88), der JZm-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro erfolgreichem Horstpaar) bei 2,24. Im langjährigen Mittel sind beide Werte leicht unterdurchschnittlich. Zu den genauen Ursachen werden wir nach Ende der Storchensaison im Jahresbericht 2008 ausführlich Stellung beziehen. Offenkundig ist in jedem Fall ein deutliches Ost-West-Gefälle, nicht nur im Landkreis Bad Doberan selbst, sondern auch darüber hinaus. So werden im Altkreis Ribnitz-Damgarten bei 44 Nestern momentan 88 Jungstörche gezählt. Der JZa-Wert liegt damit in dieser Region deutlich höher als im Vorjahr!
Alle Details zu den einzelnen Nestern finden sich in unserer wieder aktualisierten Bruterfolgskarte. Während der Zählung habe ich an vielen Standorten Fotos mit den Jungstörchen aufgenommen. Sie befinden sich wie üblich im Fotoalbum.
Aus Benitz ist zu vermelden, dass der dort bei einem Angriff von Altstörchen verletzte Jungstorch offenbar alles gut überstanden hat, denn er wurde beim Flugmuskeltraining auf gleicher Höhe wie sein Nestbruder (bzw- seine Nestschwester) beobachtet. In Fienstorf war vor einigen Tagen ein Jungtier vom Nest geweht worden, ohne anschließend aus eigener Kraft wieder hinaufzukönnen. Am nächsten Tag glückte dann jedoch die Rückkehr.

Anhaltende Trockenheit fordert weitere Opfer in den Storchennestern


Der letzte verbliebene Jungstorch in Clausdorf?

Die mittlerweile seit mehr als vier Wochen anhaltende Trockenheit hat weitere Opfer in den Storchennestern unserer Region gefordert. In Clausdorf ist nach dem Abwurf zweier Küken an diesem Wochenende nur noch ein Jungstorch im Nest zu sehen. Ob es in Stäbelow noch lebende Küken im Storchenhorst gibt, ist fraglich, denn zumindest am Samstag waren beide Altstörche längere Zeit gemeinsam unterwegs. Heute waren dann am äußeren Nestrand zwei tote Küken zu sehen.
Vergleichsweise günstig sind dagegen die letzten Informationen aus Benitz, Ziesendorf (je zwei Junge) und Fienstorf (drei Küken im Nest). Auch in Kritzmow konnten heute erstmals Fütterungen beobachtet werden. Von allen erwähnten Standorten - mit Ausnahme von Fienstorf - gibt es aktuelle Aufnahmen im Fotoalbum.
Es steht zu befürchten, dass sich das Nahrungsangebot aufgrund der angekündigten Fortdauer der Trockenheit in nächster Zeit eher noch verschlechtern wird. Es muss daher mit weiteren Verlusten gerechnet werden. In etwa zwei Wochen sollte ein erster genereller Überblick über die Nester unserer Region möglich sein.

Tragisches Ende der Storchensaison in Neu Steinhorst (NVP)

Während einer weiteren Inspektion von Storchenhorsten im Altkreis Ribnitz-Damgarten machte Hans-Heinrich Zöllick heute in Neu Steinhorst eine besonders traurige Entdeckung. Im Nest, in dem am 6. Mai nicht Auffälliges festzustellen gewesen war, lag ein toter Altstorch auf drei gleichfalls verendeten Storchenkücken und zwei Eiern. Aufgrund des bereits sehr schlechten Zustandes des Kadavers kann davon ausgegangen werden, dass der Todeszeitpunkt des Altstorchs schon mindestens eine Woche zurückliegt. Angesichts dieser Umstände kam eine Klärung der Todesursache leider nicht mehr in Betracht.
Ebenfalls keine guten Nachrichten gibt es aus Roggow. Dort scheint die Brut, an der in diesem Jahr ein neuer männlicher Storch beteiligt war, abgebrochen worden zu sein. Möglicherweise liegt die Ursache dafür schon länger zurück, war doch vor etwa drei Wochen ein Ei unter dem Nest gefunden worden, während kurz darauf eine Krähe mit einem weiteren, aufgebrochenen Ei im Schnabel auf dem Horst beobachtet worden war. Das Foto vom letzten Wochenende zeigt einen der Roggower Störche auf dem jetzt nicht mehr durchgehend besetzten Horst.

In vielen anderen Storchennestern hat sich dagegen zwischenzeitlich Nachwuchs eingestellt, so auch in Fienstorf. Für eine Zählung der Jungstörche ist es momentan fast überall noch zu früh.

Störche Nr. 4-7 zurückgemeldet

Heute erreichten uns weitere Rückkehrerdaten. In Rukieten traf der erste Storch bereits am 17. März ein, am Horst Schmadebeck II am 24. März und in Fienstorf waren es heute (29. März) bereits beide Störche.

Nachträge aus Fienstorf und Griebnitz

In diesen Tagen erreichten uns noch zwei Nachträge aus der zu Ende gehenden Storchensaison 2007. Zum einen gab es doch noch eine komplette Neuansiedlung - und das gleich mit Nachwuchs! In Griebnitz bei Kavelstorf wurde eine Nisthilfe neu besetzt, und es wurden zwei Jungstörche flügge.
Zum anderen erreichte uns noch dieses Bild aus Fienstorf, das die Familie Vogel am 26. Juli von "ihrem" aus dem Nest gefallenen Jungstorch gemacht hatte. Auch dieser Jungstorch war zwischenzeitlich im Zoo Rostock und wurde - nach erfolgter Beringung - am 22. August bei Parkentin in die Freiheit entlassen. Die Fienstorfer Altstörche sind übrigens beide letztmalig am 27. August am Nest gesehen worden.

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