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Pankelow

Neuansiedlung in Wolfsberg

Erfreuliches hat sich in Wolfsberg getan - auf der bisher noch nie besetzten Nisthilfe am Rande der Wolfsberger Seewiesen hat sich dieses Storchenpaar angesiedelt (Foto: B. Becker). Die Anwohner berichteten hoch erfreut, dass die Störche seit dem 1. bzw. 11. Mai feste Horstbindung haben. Gebrütet wird in diesem Jahr (noch) nicht, aber während unseres Besuchs wurden schon einmal drei Fremdstörche abgewiesen. Der zwischen Petschow und Teschendorf gelegene Standort sollte im Hinblick auf das Nahrungsangebot vergleichsweise günstige Voraussetzungen besitzen. Hoffen wir, dass die Störche hier dauerhaft bleiben, insbesondere, weil Neuansiedlungen seit Jahren sehr selten geworden sind.
An weiteren Nestern sind entweder kleine Schnäbel beobachtet worden (Pankelow II, Wendfeld, Broderstorf II) oder es wurden andere eindeutige Merkmale einer erfolgreichen Brut festgestellt (Thulendorf, Biestow Dorf, Göldenitz/Dummerstorf, Volkenshagen). Hoffen wir, dass das Nahrungsangebot für möglichst viele Jungstörche ausreicht. Nach kurzer Unterbrechung wiederbesetzt ist jetzt auch der Horst Groß Potrems I. Dort besteht ebenso Brutverdacht wie in Benitz. Dagegen wird es in Albertsdorf mit großer Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr keinen Storchennachwuchs geben.

Ist die "Brandenburgerin" zurück in Wendfeld?


Ringstörchin Hiddensee KA 3528 (hier im Juni 2010) - zurück an ihrem Horst in Wendfeld?

Langsam aber sicher scheint die erste Rückkehrerwelle bei den Weißstörchen anzurollen. Heute erreichten uns aus dem Landkreis Bad Doberan sieben Rückmeldungen. Es werden darüber hinaus mit Sicherheit noch weitere Störche eingetroffen sein, von denen wir nur momentan noch nicht erfahren haben.
Im Einzelnen wurden telefonisch oder per E-Mail gemeldet:
- Clausdorf: 1. Storch 30.3.
- Detershagen: 1. Storch 31.3.
- Kröpelin: 1. und 2. Storch 29.3.
- Pankelow II: 1. und 2. Storch 31.3.
- Wendfeld: 2. Storch: 31.3.
Die letzte Meldung war dabei eine besondere, denn in Wendfeld gibt es seit 2008 eine beringte Störchin, die in den Vorjahren immer erfolgreich gebrütet hat. Die "Brandenburgerin" wurde 1994 in Manker bei Neuruppin beringt. Der Anrufer aus Wendfeld berichtete, dass der jetzt eingetroffene 2. Storch einen Ring trage. Noch ist er nicht abgelesen, aber es spricht vieles dafür, dass die nunmehr 17jährige Störchin an ihren Stammhorst zurückgekehrt ist. In den nächsten Tagen erwarten wir zahlreiche weitere Störche.

Die Storchensaison neigt sich dem Ende entgegen


Diese beiden Jungstörche in Bentwisch gehören in unserer Region zu den letzten, die jetzt noch auf ihrem Nest zu sehen sind. Foto: G. Pápay

Langsam aber sicher neigt sich die Storchensaison ihrem Ende entgegen. Die meisten Jungstörche und auch schon viele Altstörche sind in den letzten Tagen in Richtung Süden aufgebrochen. Wohl als einziger noch nicht flügge ist der Niendorfer Jungstorch, der aber weiterhin von den Altvögeln versorgt wird. Bei Groß Bölkow Ausbau traf ich gestern auf einem Acker noch die gesamte, vierköpfige Storchenfamilie aus Satow an - per Spektiv waren sie eindeutig zu identifizieren.

Der große Trupp, der mehrere Tage in Hohen Luckow übernachtete, ist am 17. August weitergezogen. Leider starb noch ein weiterer Jungstorch bei Groß Bölkow Ausbau - er wurde tot unter einer noch nicht gesicherten Stromleitung (Stützerbauweise) gefunden.
Einige Kopfzerbrechen bereitet noch der dritte Jungstorch vom Horst Pankelow II - am 19.8. übernachtete er jedenfalls unter dem Nest, währen oben ein Altvogel stand (offenbar ist es tatsächlich der zweite Altvogel von diesem Nest gewesen, der Ende Juli im Bereich Schlage Opfer eines Greifvogels wurde). Tagsüber hielt sich "DEH HC789", der seit längerem einen deutlichen Entwicklungsrückstand aufweist, häufig auf dem Gelände der Pankelower Schweinemastanlage auf. Am Samstag traf ich ihn jedoch auf einem Stoppelfeld bei Schlage, und dort zeigte er mir, dass er inzwischen fliegen kann. Hoffen wir, dass er den Anschluss noch findet und mit in den Süden zieht.

Im Fotoalbum finden sich nochmals viele Aufnahmen aus der letzten Woche.

Bis zu 70 Störche bei Hohen Luckow versammelt


Foto: K. Holland (Gut Hohen Luckow)

Rund 70 Störche sind gestern gleichzeitig in der Nähe von Hohen Luckow auf einer Ackerfläche gesehen worden, auf der Luzerne gehäckselt wurden. Dank kurzfristiger Benachrichtigung konnte ich mir heute Abend selbst ein Bild von der Situation machen - es war spektakulär! Zunächst traf ich zwei Alt- und acht Jungstörche auf einem Feld an, kurz danach wimmelte es dann nur so von fliegenden Störchen in der Luft. Ich fühlte mich an die Rühstädter Verhältnisse erinnert als ich nach Hohen Luckow zurückfuhr. Zahlreiche Störche kehrten von der Nahrungssuche zurück, um ihre Übernachtungsstandorte aufzusuchen. Auf einem hohen Turm, auf dem Kirchendach sowie auf mehreren Hausdächern hatten sich zahlreiche Störche schon zur Übernachtung versammelt. Später sah ich weitere auf Wirtschaftsgebäuden des Gutshofes sowie in Richtung Groß Belitz auf mehreren Strommasten. Insgesamt zählte ich etwa 45 Störche, zum allergrößten Teil waren es Jungstörche, die sich jetzt auf dem Weg in Richtung Süden sammeln. Bei entsprechender Thermik werden sich sicherlich in den nächsten Tagen aufbrechen. Zahlreiche Passanten hielten an und staunten über das ungewöhnliche Ereignis. Leider fand ich auch einen toten Jungstorch unter einer Stronleitung, vermutlich war es ein Leitungsanflug. Anhand der Ringnummer konnte ich ihn als einen Hohen Luckower Jungstorch identifizieren. Insgesamt gelangen mir nie für möglich gehaltene 13 Ringablesungen. In diesem großen Storchentrupp waren Jungstörche aus den Nestern Wendfeld, Schmadebeck I (alle drei!), Schmadebeck II, Schwaan I, Pankelow II, Hohen Schwarfs, Jürgenshagen, Göldenitz und Stäbelow vertreten. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass auch mindestens einer der von uns am 4. August ausgewilderten Jungstörche Anschluss zu dieser Gruppe gefunden hat - der im Zoo von Hand aufgezogene Jungstorch "HC984". Längst nicht alle Störche konnten kontrolliert werden, zumeist, weil sie auf "dem falschen Bein" standen. Ich werde also morgen wieder in Hohen Luckow sein und anschließend darüber berichten - dann auch mit mehr Fotos!

In Klingendorf werden erstmals seit dem 2. Weltkrieg zwei Jungstörche groß

Diese beiden Jungstörche sind nach Angaben langjähriger Dorfbewohner die beiden ersten, die seit dem 2. Weltkrieg in Klingendorf groß werden - 2010 ist dort also ein ganz außergewöhnliches Storchenjahr.
Nachdem in Schlage (zwischen Göldenitz und Pankelow) kürzlich ein Altstorch von einem Greifvogel geschlagen worden ist, konnten die drei benachbarten Storchenhorste heute wieder kontrolliert werden. In Göldenitz stand ein großer, kräftiger Jungstorch auf dem Horst, in Pankelow I (Schornsteinhorst) waren zwei Altstörche "zu Hause". Im Masthorst Pankelow II, wo zwei kräftige und ein schwächerer Jungstorch herangewachsen sind, stand heute ein Jungstorch (Ring-Nr. HC789) im Nest. Ich halte ihn für das Nesthäkchen. Der Jungstorch machte einen guten Eindruck und wird vielleicht in der kommenden Woche flügge sein.
In Pastow ist der Storchenhorst nach Anwohnerangaben jetzt auch seit einiger Zeit regelmäßig von einem Einzelstorch besetzt. Ob daraus im kommenden Jahr mehr wird? Morgen werden aus dem Rostocker Zoo die ersten von derzeit sieben dort untergebrachten Jungstörchen ausgewildert. Mit von der Partie wird ein Team des Fernsehsenders "Phoenix" sein.

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