skip to content

Gerdshagen I

Wenig Neues im Westen

Dieses Storchenpaar in Gerdshagen hat bisher als letztes im Landkreis seinen Horst bezogen, seit dem 6. Mai ist das Paar komplett. Bald nach dem Foto, das ich gestern Abend aufgenommen habe, flogen sie davon. Ob sie überhaupt noch mit einer Brut beginnen, ist sehr fraglich. Dafür bot sich mir in zahlreichen anderen Nestern im westlichen Teil des Landkreises Bad Doberan ein zufrieden stellendes Bild. In den von Paaren besetzten Nestern saß überall ein Storch im Nest und huderte die in den letzten Tagen geschlüpften Jungstörche bzw. brütete noch. Das gilt übrigens auch für Niendorf, wo ich einen Altvogel beim Eierwenden beobachten konnte. Nirgends wurde von Eiabwürfen oder Partnerwechseln berichtet. In Kröpelin entwickeln sich die Störche zu wahren Müllsammlern (Absperrbänder, Müllsäche etc.). Das ist für sie auch nicht schwer, denn das Nest befindet sich auf einem Grundstück der Recycling-Firma Nehlsen. Hoffentlich bleibt es dabei, dass dieses Material nur am Nestrand verbaut wird, denn ansonsten könnte es zu Schwierigkeiten beim Wasserabfluss kommen. Leider unverändert ist die Situation in Parkentin und in Biendorf. Hier wartet jeweils ein einzelner Storch auf den Partner/die Partnerin, der/die einfach nicht kommen will. An beiden Nestern hat es in den letzten Tagen Versuche fremder Störche gegeben, Fuß zu fassen, doch wurden sie jeweils vom Einzelstorch vertrieben. Da das Solistendasein inzwischen schon mehrere Wochen anhält, gehe ich davon aus, dass es in beiden Fällen Brutstörche des Vorjahres mit entsprechend ausgeprägter Horstbindung sind. Es kann durchaus sein, dass sie in nächster Zeit doch noch einen - dann neuen - Partner bzw. eine Partnerin auf den Horst lassen. Das Beispiel Schmadebeck I aus dem Vorjahr zeigt aber, dass der jetzige Zustand die ganze Saison über anhalten kann. Es mag trösten, dass sich in Schmadebeck I in diesem Jahr bereits Anfang April wieder ein Paar eingestellt hat, das auch zuverlässig gebrütet hat.

56 Horstpaare sind komplett


Noch müssen die Altstörche nur sich selbst versorgen - wie hier in Klingendorf, aus dem Auto heraus aufgenommen - doch wird es nun sehr bald anstrengender, denn die Jungen beginnen vielerorts zu schlüpfen.

Die große Rundfahrt zu den meisten Storchennestern unseres Landkreises hat am vergangenen Samstag einen guten Überblick über die aktuelle Situation verschafft (im Fotoalbum gibt es dazu viele Bilder). Anders als Storchenbetreuer in einigen anderen Landkreisen habe ich überwiegend positive Beobachtungen machen können. Ich gehe momentan davon aus, dass in 50 bis 53 von mittlerweile 56 komplett besetzten Nestern gebrütet wird. Das sind immerhin zwei bis fünf brütende Paare mehr als im Vorjahr. Damals begann ein erheblicher Teil der Paare nach später Rückkehr erst gar nicht mehr mit der Brut. Zu den positiven Entdeckungen der Tour zählen die Paare in Hof Tatschow (zuletzt 2004 von Störchen besetzt) und Groß Potrems I (seit dem 27. April ist ein Paar am Horst). Spät besetzt wurden jetzt auch noch die Horste in Gerdshagen, Groß Lüsewitz und Thelkow. Demgegenüber ist das Nest in Rukieten (in den Vorjahren immer mit erfolgreicher Brut) seit Anfang Mai leer. Zuvor war ein Einzelstorch über fünf Wochen am Nest, ein zweiter blieb immer nur kurze Zeit. Am 2. Mai kämpften dann vier Störche um den Horst, der danach verlassen blieb. Allerdings entdeckte ich im Nachbarort Mistorf (Landkreis Güstrow) ein Storchenpaar in einem seit 2005 nicht mehr besetzt gewesenen Nest. Entweder gab es eine Umsiedlung oder die Mistorfer betrachten das Nest in Rukieten als zu ihrem Revier gehörig und vertreiben dort mögliche Rivalen um die Nahrungsflächen. In Göldenitz/Amt Schwaan ist seit dem 15. April ein einzelner Storch am Horst, der alle anderen Störche zurückweist. Ebenfalls nur Einzelstörche gibt es nach letztem Stand leider immer noch nur in Parkentin und Biendorf. Auffällig war, dass an der Mehrzahl der von mir aufgesuchten Nester zwei Störche anwesend waren. Sie hatten dazu offenbar Zeit, sodass es momentan möglicherweise ein recht gutes Nahrungsangebot gibt. Feucht genug müsste es nach den Regenfällen der ersten Mai-Dekade auf jeden Fall sein. Wir dürfen gespannt sein, wie viele Jungstörche die kritischen ersten 14 Tage überstehen werden. Erste Beobachtungen des (früh geschlüpften) Storchennachwuchses sollten Ende des Monats möglich sein.

Bisher 74 Jungstörche gezählt

Aufgereiht wie die Orgelpfeifen zeigen sich diese drei Jungstörche in Clausdorf dem Beobachter. Sie gehören zu den größten von insgesamt 74 Jungstörchen (im Vorjahr: 93, 2007: 116), die wir in diesem Jahr bisher in den 58 besetzten Storchennestern des Landkreises Bad Doberan gezählt haben. Die standortgenaue Verteilung ist über unsere Bruterfolgskarte abrufbar.
Bis zum Flüggewerden ab Mitte Juli wird sich sicherlich noch die eine oder andere Korrektur ergeben. An der Tatsache, dass der Bruterfolg in diesem Jahr auch in unsererer Region unterdurchschnittlich ist, wird sich aber kaum etwa ändern. Genaue Ursachen für die unbefriedigende Bilanz werden nach Ende der Storchensaison zu erörtern sein. Schon jetzt aber ist klar, dass das (zu) späte Eintreffen einer größeren Anzahl von Storchenpaaren eine wesentliche Rolle gespielt hat. In den neun Horsten, in denen der zweite Storch erst nach dem 1. Mai eintraf, ist letztlich kein einziges Küken groß geworden! Die späteste Paarbildung, die noch zum Erfolg führte, fand in Biendorf (bisher drei Jungstörche) und in Liepen (bisher zwei Jungstörche) statt - und zwar am 26. April. Veränderungen in der uns bekannten Anzahl der Jungstörche gab es zuletzt in Bandelstorf (drei statt zwei Jungstörche), in Broderstorf II (trotz Tod eines Jungstorchs ist noch einer im Horst) und in Groß Potrems (Abwurf eines bereits beringten Jungstorchs am 28. Juni).
Am Wochenende habe ich mich intensiv um die Frage gekümmert, ob in Stäbelow, wie von Anwohnern gemeldet, tatsächlich einer der beiden Brutstörche beringt ist. Leider gibt es immer noch kein endgültiges Ergebnis, denn nur einer der Altstörche stellte sich nach einer Fütterung auf ein Hausdach, während der andere gleich wieder abflog, ohne dass sein (verdächtigtes) rechtes Bein kontrolliert werden konnte. Ich tendiere jedoch inzwischen zu der Annahme, dass beide unberingt sind.
In Gerdshagen, dem einzigen Nest des Vorjahres, in dem sich trotz Bruterfolgs im vorigen Sommer dieses Mal kein Storchenpaar eingefunden hatte, berichteten Anwohner, dass dort nun doch bereits seit fünf Wochen ein einzelner Storch mehr oder weniger kontinuierlich anwesend sein soll. Zuletzt wurde sogar ein zweiter Storch gesichtet. Damit erhöht sich die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbesetzung im kommenden Jahr.
Im Fotoalbum gibt es Bilder mit vielen Jungstörchen, dieses Mal aus Berendshagen, Clausdorf, Stäbelow, Schmadebeck II, Rederank und Gnemern (Landkreis Güstrow).

Deutlich weniger Storchenpaare als im Vorjahr


Dieses Storchenpaar in Bröbberow ist erst seit wenigen Tagen zusammen - ob es noch mit einer Brut beginnen wird, ist fraglich.

Nachdem mittlerweile die ersten Mai-Tage hinter uns liegen und von jetzt an erfahrungsgemäß nur noch sehr wenige zusätzliche Störche eine dauerhafte Nestbindung eingehen werden, ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Die Tendenz der vergangenen Wochen hat sich in den letzten Tagen nicht mehr umgekehrt. Auch wenn in Bröbberow (22.4.), Petschow (30.4.) und heute endlich auch in Schmadebeck I jeweils noch ein zweiter Storch eintraf, so sind es damit doch nur 49 Horstpaare, die uns im Landkreis Bad Doberan bis heute bekannt geworden sind. Das ist gegenüber dem Vorjahr (59 Paare) ein Rückgang von fast 20 Prozent. Nach allem, was wir wissen, hat es in unserem Landkreis in den vergangenen 100 Jahren nie so wenige Störche gegeben wie in diesem Jahr. Es sind herbe, zum Teil auch ganz unerwartete Lücken entstanden. So ist der Standort Gerdshagen, eigentlich eine "sichere Bank" und auch im Vorjahr mit Bruterfolg, immer noch unbesetzt. Das gleiche Bild ergibt sich beim Blick nach Roggow, wo seit 1976 mit Ausnahme eines Jahres (1990) immer Störche waren. Besonders der Altkreis Bad Doberan ist mit einem Verlust von sechs Horstpaaren gegenüber dem Vorjahr (außer den beiden genannten noch Ivendorf, Altenhagen I, Vorder Bollhagen und Rosenhagen) besonders stark betroffen. Im Amt Schwaan sieht es etwas besser aus (hier ist Kassow unbesetzt), und im Altkreis Rostock Land besteht noch eine gewisse Resthoffnung für die zurzeit von einem Einzelstorch besetzten Nester Bentwisch, Groß Lüsewitz, Zarnewanz und eventuell auch Reppelin. In Kritzmow gibt es keine Störche, dafür aber nach einjähriger Pause wieder in Vogtshagen - dieses Jahr der einzige wirkliche Lichtblick.
Ein großes Dankeschön gebührt allen Storchenfreunden, die uns bisher (und hoffentlich auch weiterhin) unermüdlich mit Nachrichten und auch Fotos versorgt haben (siehe dazu auch neue Fotos im Fotoalbum)! Immer wieder hat das kurzzeitige Erscheinen von Störchen Hoffnung geschürt, so zuletzt in Hof Tatschow und in Klein Grenz, doch nach drei oder vier Tagen waren sie wieder verschwunden. Man kann dann ziemlich sicher davon ausgehen, dass die Prüfung der Nahrungsverhältnisse im Umfeld des Nestes negativ ausgegangen ist. Sie ziehen weiter, weil die Störche davon ausgingen, nicht genug Nahrung für die erfolgreiche Aufzucht ihres Nachwuchses zu finden. Die lang anhaltende Trockenheit hat sicher auch ihren Teil dazu beigetragen. Es fehlt also vor allem an brutbereiten Paaren. Dagegen sind seit Wochen immer wieder und an vielen Standorten unseres Landkreises Ansammlungen von bis zu zehn Störchen gesichtet worden, die offenbar Ausschau nach geeigneten Brutrevieren hielten. Von diesen Störchen und weiteren Spätheimkehrern geht weiterhin ein nicht zu unterschätzendes Störpotenzial für die brütenden Paare aus. Den ersten Nachwuchs erwarten wir in etwa einer Woche.
In anderen Teilen Ostdeutschlands zeichnen sich ähnliche Tendenzen ab - im Einzugsbereich der Ostzieher kann mit keinem guten Storchenjahr mehr gerechnet werden.

Zwei weitere Paare komplett

Heute haben wir erfahren, dass in Göldenitz/Amt Schwaan (seit dem 12.4.) und in Griebnitz (seit dem 21.4.) jeweils ein zweiter Storch am Nest ist. In Göldenitz wird bereits gebrütet. In Ziesendorf fanden am 21. April heftige Storchenkämpfe statt, an denen insgesamt fünf Störche beteiligt waren. Es kam dabei offenbar zu einem Paarwechsel. Während der Horst bis zum Dienstag kontinuierlich besetzt war und eindeutige Zeichen der Brutvorbereitung erkennbar waren, sind seitdem immer nur abends und nachts zwei Störche am Horst. Ob es unter diesen Voraussetzungen noch zu einer Brut kommt, erscheint fraglich. Im Nachbarort Bröbberow wartet ein einzelner Storch bereits seit dem 2. April Storch auf einen Partner bzw. eine Partnerin. Bisher ist leider noch keine/r eingetroffen. Die Nester in Gerdshagen und Rosenhagen waren bis gestern Abend immer noch unbesetzt. Weitere Kontrollen erfolgen heute und morgen. Die neuen Ankunftsdaten finden sich auch auf unserer aktualisierten Ankunftskarte

Noch nicht überall Aufbruchstimmung

In den letzten Tagen sind die ersten Störche in Richtung Süden aufgebrochen. Verschiedene "unserer" Horste sind schon ganz leer. Am letzten Wochenende gab es im Landkreis aber auch noch zahlreiche Nester, auf denen sich die Jungstörche noch füttern ließen, so z. B. - wie auf diesem Foto vom Sonntag zu sehen - in Detershagen. Hier ist 2008 die einzige Viererbrut der Region groß geworden ist. An anderen Standorten, wie z. B. Heiligenhagen oder Griebnitz, an denen es erst Ende Mai/Anfang Juni zum Schlupf kam, haben die Jungen gerade erst die ersten Flugrunden hinter sich. Im Fotoalbum gibt es aktuelle Aufnahmen aus Biestow, Detershagen, Gerdshagen, Griebnitz, Heiligenhagen und Satow.
In Grammow hat leider ein Jungstorch eine Beinfraktur erlitten. Verschiedene Versuche, ihn einzufangen und tierärztlich behandeln zu lassen, waren bisher leider vergeblich, denn der Storch ist noch voll flugfähig.

Günstige Witterungsbedingungen sorgen für weitere Rückkehrer

Seit Freitag zurück: der erste Storch in Detershagen

Bei einer großen Rundfahrt durch den westlichen Teil des Landkreises Bad Doberan konnten heute weitere fünf zurück gekehrte Störche festgestellt werden. Die Daten dazu lauten im Einzelnen (jeweils 1. Storch):
- Detershagen 28.3.
- Kirch Mulsow 28.3.
- Reinshagen 29.3.
- Gerdshagen 29.3.
- Kröpelin III 30.3.
Bei den noch bis Dienstag angekündigten günstigen Witterungsbedingungen (mit südlichen bis östlichen Windrichtungen) sollte sich die Anzahl der Rückkehrer noch deutlich erhöhen.
Weitere Fotos von den jeweils mit einem Einzelstorch besetzten Storchenhorsten Detershagen, Schmadebeck II, Kröpelin III und Reinshagen gibt es im Fotoalbum).

Parkentiner Ringstörchin ist die gleiche wie im Vorjahr: Hi. L 864

Beim insgesamt achten Versuch hat es nun endlich mit der Ablesung geklappt: die Brutstörchin in Parkentin ist die gleiche wie im Vorjahr. Sie trägt die Ringnummer Hiddensee L 864 und wurde am 23.6.2001 in Beese (Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt) beringt. Mit der Fotocamera war die Schrift nicht aufzulösen, aber der Blick durch das Spektiv ließ keinen Zweifel. Damit hat sich unsere seit langem bestehende Vermutung bestätigt.


Weitere Fotos einer kurzen morgendlichen Rundfahrt mit Bildern aus Rederank, Gerdshagen I und Reinshagen sowie weiteren aus Parkentin gibt es im Fotoalbum.

Fütterung in Benitz

Angesichts von 63 Brutpaaren in unserer Region steht die endgültige Anzahl der ausfliegenden Jungstörchen immer noch nicht exakt fest. Es kommt noch zu leichten Verschiebungen. Während in den beiden vergleichsweise schlecht einsehbaren Nestern Gerdshagen I und Reinshagen wahrscheinlich jeweils noch ein weiterer Jungstorch gestorben ist, konnten in Moitin erfreulicher Weise zwei Jungstörche (einer mehr als bisher angenommen) gezählt werden. Die Bruterfolgskarte ist wieder entsprechend aktualisiert worden.
In Benitz wurde ich heute wieder Zeuge einer sehr kurzen Fütterung. Der Altstorch flog schon nach wenigen Minuten wieder ab. Außer diesem Bild aus Benitz gibt es im Fotoalbum aktuelle Fotos aus Ziesendorf und Bröbberow sowie weitere aus Benitz.

Schmadebeck und Gerdshagen am Abend

Auf einer kleinen Rundfahrt konnte ich gestern Abend im Nest Schmadebeck I vier Jungstörche zählen, damit hat sich eine zwischenzeitliche Information von Storchenfreunden bestätigt, denn bisher waren uns von dort nur drei gemeldet worden. Am benachbarten Standort Schmadebeck II standen drei stattliche Jungstörche im Nest. Bald werden sie ihre ersten Flugversuche unternehmen. Einen traurigen Fund musste ich leider in Gerdshagen I machen - dort lag ein toter, ca. 4 bis 6 Wochen alter Jungstorch unter dem Nest. Die positive wie die negative Entdeckung haben eine erneute Aktualisierung der Bruterfolgskarte notwendig gemacht. Im Fotoalbum gibt es neben diesem Foto von den Vierlingen im Horst Schmadebeck I noch einige weitere Aufnahmen von gestern Abend.

Schlechtwetterphase im Westen gut überstanden

Eine ausgiebige Rundfahrt durch fast den gesamten Westen unseres Beobachtungsgebietes hat heute ergeben, dass der anhaltende und ergiebige Regen am Wochenende und gestern offenbar nur wenige Opfer unter den Jungstörchen gefordert hat. Wie es im Osten aussieht, wo mehr Regen fiel, ist zurzeit noch nicht bekannt. Aus Roggow, Schmadebeck I und Berendshagen ist jeweils ein Abwurf gemeldet worden, in Ziesendorf waren es zwei. Leider sieht es so aus, dass auch in Benitz ein weiteres Storchenküken verendet ist. Jedenfalls sind seit dem Wochenende nur noch zwei von "Ottokars" Geschwistern im Nest zu erkennen. In den Nestern Gerdshagen I und Schmadebeck II wurde jeweils noch ein dritter Jungstorch entdeckt, in Moitin und Rederank ist es dagegen wahrscheinlich jeweils nur einer.
Vom Benitzer Waisenstorch "Ottokar", der jetzt im Zoo Rostock aufgepäppelt wird, ist nachträglich noch dieses Foto vom 9. Juni aufgetaucht. Es zeigt die erste Fütterung durch Menschenhand.

Bisher 131 Jungstörche gezählt!

Nachdem wir bis gestern die erste Sichtungsrunde aller in diesem Jahr besetzten Storchenhorste im Landkreis Bad Doberan und in der Hansestadt Rostock abschließen konnten (vielen Dank allen Helfern und Unterstützern!), können wir heute eine erste Zwischenbilanz ziehen. Danach befinden sich nach letztem Stand in insgesamt 63 Nestern 131 Jungstörche. Diese Zahl wird sich bis zum Ausfliegen zwar sicherlich noch verändern, doch sieht es momentan nach einem recht starken Jahrgang aus. Die abermals überarbeitete Brutverlaufskarte zeigt den aktuellen Stand. Nur noch in wenigen Nestern (Parkentin, Moitin, Goorstorf) besteht Unklarheit, ob es eine erfolgreiche Brut gegeben hat. Gegenüber unserer letzten Meldung sind bis heute noch folgende beobachtete Jungenzahlen hinzu gekommen bzw. korrigiert worden: Albertsdorf, Cammin, Groß Lüsewitz, Rostock Zoo II je 3; Bentwisch, Berendshagen, Gerdshagen I, Liepen, Nustrow, Rostock Zoo I, Thelkow, Vogtshagen je 2; Gnewitz, Kowalz, Zarnewanz: je 1 Jungstorch.
Dieses Foto zeigt einen der drei schon sehr großen Jungstörche in Albertsdorf, aufgenommen am vergangenen Samstag.

Biendorfer Störche

In meiner kleinen Serie über einzelne Storchenstandorte möchte ich heute kurz den Ort Biendorf im Westen des Landkreises Bad Doberan vorstellen. In diesem Jahr sind die beiden Störche bei Familie Karl am 10. und 15. April eingetroffen, nachdem das Nest zuvor schon Ende März kurzzeitig von einem Storchenpaar besetzt war. Dieses Bild vom letzten Wochenende zeigt, dass im Biendorfer Nest "Storchenhochzeit" gefeiert wurde (Foto: Familie Karl, weitere Bilder im Fotoalbum)

Aus alten Berichten wissen wir, dass es in Biendorf schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein Storchennest auf dem so genannten "Neverschen Hof" gegeben hat. Von 1912 an brüteten die Störche dann auf dem Hof Westendorf, dem sie dann wohl über 70 Jahre die Treue hielten. Jedenfalls haben wir sowohl Daten aus den 1930er, den 1950er und den 1960er Jahren, die dies bestätigen (siehe "Historisches"). Sicher ist dann, dass dieses Nest auf einer rohrgedeckten Scheune zwischen 1971 und 1985 durchgängig besetzt war.

Dieses Foto zeigt die Scheune im Jahr 1979, ein weiteres (1952 aufgenommen von Dr. Rudolf Weise) gibt es im Fotoalbum. Nachdem die Störche 1986 ausblieben, wurde die alte Scheune im Jahr darauf abgerissen. Es sollte dann bis zum Jahr 2004 dauern, ehe wieder ein Storchenpaar in Biendorf erfolgreich brütete, und zwar auf einer ein Jahr zuvor errichteten Nisthilfe. Es ist nicht das einzige Beispiel einer geglückten Wiederansiedlung. Seitdem werden die Biendorfer Störche mit viel Engagement und Begeisterung von der Familie Karl betreut, auf deren Grundstück der Nistmast steht. 2004 und 2005 flog jeweils ein Jungstorch aus, 2006 waren es dann zwei. Hoffen wir, dass die Biendorfer sich auch in diesem Jahr wieder an Storchennachwuchs erfreuen können!

An aktuellen Daten kann ich heute lediglich zwei "Zweitstörche" in Hohen Luckow (31.3.) und Gerdshagen I (12.4.) ergänzen, außerdem als Konkretisierung das Ankunftsdatum des ersten Storchs in Gerdshagen I (30.3.).

Inhalt abgleichen
© Jan Haeupl 2006 - 2013 | Powered by Drupal | CristalX theme created by Nuvio.