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Klingendorf

Todesursache "Giftgas"

In diesen Tagen erreichte mich eine Wiederfundmeldung aus dem Nordwesten Syriens. Am 5. April wurde der von uns im letzten Jahr in Klingendorf/DBR beringte Storch Hiddensee AB08 dort tot aufgefunden. Nach den Angaben der Melderin, die der Beringungszentrale auch ein Foto des Ringes gesendet hatte, starb der Vogel an den Folgen von Giftgas. Die Information kam von einem syrischen Flüchtling, der aus der Region stammt. Die internationale Presse hat ausführlich über einen Giftgasangriff auf eine Kleinstadt genau in der Fundregion am 4. April berichtet. Bei diesem verheerenden, völkerrechtswidrigen Angriff sind sehr viele Zivilisten, darunter auch zahlreiche Kinder, gestorben. Vor diesem Hintergrund erscheint der Tod eines Storchs nur als eine Randnotiz, die Meldung macht aber einmal mehr auf die Kriegsverbrechen aufmerksam, die dort immer wieder begangen werden.

Fast alle Störche sind aufgebrochen

In den letzten zehn Tagen sind nochmals viele unserer Störche in den Süden aufgebrochen. Jetzt dürften nur noch sehr wenige bei uns sein. Sie werden aber in den nächsten Tagen auch folgen. Ein beringter Jungstorch aus Klingendorf wird leider nicht dabei sein. Er wurde bei Prisannewitz schwer verletzt auf einer Straße hockend gefunden. Vermutlich gab es eine Kollision mit einem Fahrzeug, leider hat er es nicht geschafft...
Erstmals überhaupt sind in diesem Sommer auch zwei Altstörche aus Mecklenburg-Vorpommern besendert worden. Die Stork Foundation in Preten bei Boizenburg/Elbe betreut ein Projekt, mit dem herausgefunden werden soll, welche konkreten Nahrungsflächen für die beiden besenderten Weißstörche während der Jungenaufzucht besonders wichtig sind. Die Stiftung engagiert sich seit vielen Jahren in besonderer Weise für den Weißstorchschutz. In Mecklenburg-Vorpommern hat sie insbesondere wertvolle feuchte Nahrungsflächen in den Sudewiesen dauerhaft gesichert. Besendert wurde zum einen die siebenjährige Ringstörchin DEW 5X202, die 2016 in Besitz erfolglos gebrütet hatte. Sie ist früh aufgebrochen und jetzt bereits im Tschad. Zum anderen drücken wir dem gleichfalls siebenjährigen Gülzer Männchen DEW 6X812 die Daumen. Dieser Storch, der im Sommer zwei Jungstörche aufgezogen hat, überquerte gestern den Bosporus und ist jetzt im asiatischen Teil der Türkei. Insgesamt können wir in diesem Jahr den Zug von neun besenderten Altstörchen auf der Ostroute verfolgen. Bis auf zwei sind inzwischen alle aufgebrochen.

Auswilderung von fünf Jungstörchen

Startklar für die "Entlassung" in die Freiheit: 5 Jungstörche bei Parkentin-Neuhof, 26.8.15.

Auch in diesem Jahr hat uns der Zoo Rostock dank einer Ausnahmegenehmigung wieder sehr in unserer ehrenamtlichen Arbeit zum Wohl der Störche unterstützt. Insgesamt fünf Jungstörche wurden dort zwischen Anfang Juli und Mitte August aufgenommen und gepflegt. Jetzt war es an der Zeit, sie wieder in die Freiheit zu entlassen, denn der Zug der Weißstörche in ihre Winterquartiere ist in vollem Gange. Noch sind allerdings auch Brutstörche in der Nähe. So wurden in den letzten Tagen u. a. noch Altstörche in Vorder Bollhagen (dort noch mit beiden Jungstörchen), Biestow, Klein Schwaß, Rukieten I, Bandelstorf und Klingendorf gesehen.
Am Mittwoch wurden nun auf einer großen Wiese bei Parkentin-Neuhof, weit entfernt von Stromleitungen, großen Straßen und Windkraftanlagen, ausgewildert:
- HR 144 aus Thulendorf: war noch flugunfähig und damit zu früh vom Nest abgesprungen und lief zwei Tage lang durchs Dorf
- HR 148 aus Lieblingshof: war ebenfalls flugunfähig im Dorf umherlaufend gefunden worden
- HR 155 und 156: mussten mit schweren Verletzungen nach dem Angriff des vorjährigen Brutstorchs in Ziesendorf ausgehorstet werden
- HR 164: war bei Remlin/GÜ in eine Güllegrube geraten und musste daraus befreit werden
Als erstes fingen sie sich erst einmal Grashüpfer, die sich dort in großer Anzahl befanden. Später beobachteten wir, wie alle fünf ihre ersten Flugrunden drehten - ein schönes Bild!
Von einem Jungstorch aus Rosenhagen, den wir im vergangenen Jahr Ende August bei Marlow ausgewildert hatten, liegen übrigens inzwischen interessante Wiederfunde vor. Schon am 5. September war er in Rheinhessen und muss dann weiter in südwestlicher Richtung gezogen sein. Jedenfalls erfolgte die nächste Beobachtung am 10. April dieses Jahres in Frankreich. Am 7. Mai schließlich wurde er von M. Bräse in einem Trupp Nichtbrüter auf Rügen abgelesen.

Noch immer treffen erfahrene Brutstörche ein

Die in diesem Jahr in vielen Fällen verspätete Rückkehr der Störche lässt sich auch anhand von Individuen ganz gut aufzeigen. So kehrte vorgestern, am 13. Mai, das beringte Männchen DEH HN859 an sein Nest in Klingendorf zurück, in dem im Vorjahr ein Jungstorch groß wurde. Damit ist aus unserem Betreuungsgebiet der 12. von 14 beringten Brutstörchen des Vorjahres zurück. Der Vergleich der Ankunftsdaten zeigt in zehn Fällen eine spätere und nur in zwei Fällen eine frühere Rückkehr (darunter das Westzieher-Weibchen DEH HC 128)
- Hi. KA3528: Wendfeld - 26.3.14 - 5.4.15 (+ 10d)
- Hi. I453: Stäbelow - 27.3.14 - 10.4.15 (+ 14d)
- DEH H2189: Hohen Schwarfs - 29.3.14 - 20.4.15 (+ 22d)
- DEH H2919: Petschow - 28.3.14 - 10.4.15 (+ 13d)
- DEH H3107: Rostock Zoo I - 28.3.14 - 13.4.15 (+ 16d)
- DEW 5X443: Benitz - 30.3.14 - 14.4.15 (+ 15d)
- DEH HN051: Schwaan II - 27.3.14 - 10.4.15 (+ 14d)
- DEH HL906: Bandelstorf - 19.4.14 - 11.4.15 (- 8d)
- DEH HN859: Klingendorf - 23.4.14 - 13.5.15 (+ 20d)
- DEH HC774: Neu Thulendorf - 4.4.14 - 10.4.15 (+ 6d, Umzug nach Thulendorf)
- DEH H9768: Groß Potrems - 20.4.14 - 27.4.15 (+ 7d, Umzug nach Pankelow I)
- DEH HC128: Nustrow - 20.3.14 - 5.3.15 (- 15d, Umzug nach Strenz/GÜ)

Alle Daten zu den bisher besetzten und zu den noch leeren Nestern finden sich in unserer Ankunftskarte (aktuell 46 Horstpaare und 6 Einzelstörche):
http://www.stoerche-doberan.de/drupal/node/1864

Ost-West-Gefälle und viele Nachzügler-Trupps

Seit rund fünf Wochen läuft inzwischen die Rückkehr der ostziehenden Weißstörche in ihre mittel- und osteuropäischen Brutgebiete. Seit etwa einer Woche treffen nun auch verstärkt junge, brutunerfahrene Störche ein. Zum Teil füllen sie noch Lücken auf bewährten Nestern auf oder es kommt durch sie auch zu Neu- oder Wiederansiedlungen wie in den letzten Tagen in Klingendorf/DBR, Kucksdorf/RDG und Plummendorf/RDG. Der größere Teil aber scheint sich erst einmal nur neugierig umzusehen, ohne in diesem Jahr schon an eine feste Horstbindung zu denken. Das sonnige Wetter mit kräftigen östlichen Winden hat Gruppen von bis zu 33 Störchen (J. Köhler/F. Tetzlaff bei Grimmen) nach Mecklenburg-Vorpommern geführt. Eine ganze Reihe von Beobachtungen dieser Nachzügler-Trupps sind in den letzten Tagen getätigt worden, darunter auch in Rukieten/DBR und Kuhlrade/RDG (jeweils 11 Störche).
Es ist also noch relativ viel Bewegung bei der Besetzung der letzten Horste zu verzeichnen. Im alten Landkreis Bad Doberan zeichnet sich dabei ein deutliches Ost-West-Gefälle ab. Während in den östlichen und auch südlichen Teilen fast alle Nester besetzt sind, gibt es im Westen noch empflindliche Lücken. So fehlten zuletzt noch in fünf von 16 Nestern des westlichen Altkreises Bad Doberan die Vorjahresstörche - darunter z. B. in Schmadebeck I, einem über viele Jahre besonders guten Brutrevier. Hier scheint der tödliche Unfall eines Brutstorchs im Vorjahr Folgen zu haben - möglicherweise ist auch der verbliebene Partner des Vorjahres ausgefallen, sodass nun vermutlich gleich zwei "Nachfolger" gesucht werden. Noch etwa eine Woche bleibt die realistische Chance auf Störche, die noch mit einer Brut beginnen könnten. Danach ist dann wohl nur noch mit Nichtbrütern zu rechnen.
Froh sind wir darüber, dass sich nach Pankelow I nun offenbar auch in Bandelstorf und Broderstorf II Störche mit (zwangsläufig) neuen Nistangeboten anzufreuen scheinen.

Deutlicher Bestandsrückgang zeichnet sich ab

Zarnewanz - einer von zur Zeit nur noch 42 Horsten im alten Landkreis Bad Doberan, an denen aktuell gebrütet wird. Foto: B. Becker, 13.5.12

Die letzten Erkundigungen am Wochenende haben es deutlich werden lassen - das Jahr 2012 wird in unserem Betreuungsgebiet mit einem deutlichen Bestandsrückgang in die Statistiken eingehen. Es hat sich herausgestellt, dass an etlichen Nestern die Anwesenheit zurückgemeldeter Störche nur von kurzer Dauer war. Oft verließen die Störche nach drei bis sieben Tagen das zunächst besetzte Nest und kehrten dann nicht mehr zurück. Dieses Phänomen, das es in anderen Jahren in diesem Umfang nicht gab, betraf etwa zehn Standorte! So sind in diesem Jahr auch gleich mehrere Traditionshorste leer geblieben: In Hohen Luckow, Detershagen, Groß Potrems, Groß Lüsewitz und Zeez gab es zum Teil über viele Jahrzehnte ununterbrochen Storchenpaare. In Wischuer und Bröbberow standen zuletzt nur Einzelstörche. Und der vermeintliche Nachfolger von DEH H 3107 in Kritzmow entpuppte sich anhand seines Ringes als männlicher Brutstorch aus Stäbelow, der hier des Öfteren nur vorbeischaut, vermutlich, um sein Revier abzugrenzen.
Es fehlt ganz offensichtlich an nachrückenden, brutbereiten Störchen und die, die sich doch neu einfinden, beurteilen das Nahrungsangebot offenbar als so ungünstig, dass sie sich gegen einen Brutversuch entscheiden. Der alte Landkreis Bad Doberan ist Bestandteil der nordwestlichen Verbreitungsgrenze der ostziehenden Weißstorchpopulation, die offenbar insgesamt im Rückgang begriffen ist. Man darf auf die Ergebnisse der nächsten, vermutlich 2014 stattfindenden Welt-Bestandserfassung gespannt sein. Nach 54 Horstpaaren im vergangenen Jahr zähle ich aktuell noch 47 Paare. Damit hat sich unser Weißstbestand innerhalb von nur neun Jahren halbiert (2003: 94 Horstpaare) - eine wahrlich besorgniserregende Entwicklung.
Immerhin brüten zumindest 42 dieser 47 Paare zurzeit. Als letztes Paar dürfte das in Vorder Bollhagen mit der Brut begonnen haben - hier gab es letztmalig 2004 ausfliegenden Storchennachwuchs. An drei weiteren Standorten (Klingendorf, Schmadebeck II, Kirch Mulsow) ist es nach Eiverlusten - aus unterschiedlichen Gründen - zu einem Brutabbruch gekommen. Nur in Neu Thulendorf und in Rosenhagen wurde bisher keine Brut begonnen und es ist auch nicht mehr damit zu rechnen, dass sich dies noch ändern wird.
Inzwischen steht übrigens fest, dass der im Klingendorfer Horst verendete Altstorch krank war - Aspergillose der Lunge und Luftsäcke lautet der eindeutige Befund. Zum Zeitpunkt seines Todes war er bereits auf 2,7 Kilogramm Körpergewicht abgemagert.

"Baustorch" H 3107 zurück in Kritzmow

Foto: B. Becker

Wie schon fast zu erwarten, hat der Ringstorch H 3107 mit dem großen Bautrieb nicht tatenlos zugesehen, wie sich ein anderes Storchenpaar in "seinem" Horst in Kritzmow einrichtet. Am Samstag gab es heftige Storchenkämpfe zwischen vier Störchen und am Sonntagfrüh fanden wir ihn - jetzt mit einem Weibchen - wieder in Kritzmow vor. Noch können wir auf eine erfolgreiche Brut hoffen.
Ebenfalls Horstkämpfe gibt es seit etwa einer Woche in Moitin und Kirch Mulsow. Offenbar vertragen sich die Störche in diesen relativ dicht beieinander liegenden Dörfern nicht miteinander. Besonders das Moitiner Männchen hat offenbar ein sehr weites Verständnis von seinem Revier. Vermutlich er ist dafür verantwortlich, dass am Sonntagfrüh zwei Eier aus dem Nest in Kirch Mulsow geworfen wurden. Schon in der Vergangenheit wurde ein Einzelstorch dabei beobachtet, wie er sehr rigoros gegen Neuansiedlungsversuche in benachbarten Dörfern (z. B. Danneborth und Neu Karin) vorging.
Am Samstag wurden wir Zeuge eines besonders intensiven und lang anhaltenden Horstkampfes, den in Vogtshagen ein unberingter und ein beringter Storch austrugen. Der Beringte konnte als DEH H 8958 identifiziert werden - 2009 schlüpfte er in Thulendorf aus dem Ei. Erstmals konnte damit die Wiederkehr eines von uns (seit 2008) beringten Weißstorchs in das Betreuungsgebiet nachgewiesen werden. Wie es in Vogtshagen nun weitergeht, war am Samstagabend unklar.

Fotos (2): B. Becker; weitere im "Fotoalbum".

Aus Klingendorf berichtet die Anwohner, dass die beiden Störche weiter am Nest zusammen sind. Morgen werden wir eine erste Zwischenbilanz der Storchensaison ziehen.

Horstkämpfe, Partnerwechsel und verlassene Nester

Foto: G. Rosche, 18.4.11

Während dieses Storchenpaar in Niekrenz ein Bild trauter Zweisamkeit abgibt, haben sich in den letzten Tagen weniger harmonische Ereignisse ereignet. Nachdem die guten, aussichtsreichen Storchenreviere inzwischen fast alle besetzt sind, wird seit dem vergangenen Wochenende, an dem viele Störche in unserer Region eintrafen, vielerorts von Horstkämpfen berichtet. So war gestern der Horst Schmadebeck I den ganzen Tag über umkämpft. In Klingendorf fand am Montag nachweislich ein Wechsel statt - hier ist jetzt wieder (wie im Vorjahr) ein beringtes, bisher noch nicht identifiziertes Weibchen am Nest. Möglicherweise hat auch gleich das Männchen gewechselt. Unklar ist die Situation zurzeit am Horst Schmadebeck II, wo ein Seeadler vor einigen Tagen offenbar das bereits brütende Storchenpaar direkt am Nest attackiert hat. Eventuell wurde hier die Brut abgebrochen. Auf dem Storchenpflegehof Papendorf (UER) hat die Webcam aufgezeichnet, dass in der letzten Nacht um 1 Uhr (!) ein Fremdstorch bei Horstkämpfen die bereits gelegten zwei Eier herausgeworfen hat.
Noch befinden wir uns an vielen Nestern in der Findungsphase, da sind Wechsel durchaus üblich. In diesem Zusammenhang haben auch mehrere Einzelstörche, die bereits feste Horstbindung entwickelt zu haben schienen, ihre Nester wieder verlassen (Broderstorf I, Reppelin, Kritzmow, Vogtshagen). Hier besteht allerdings die Hoffnung, dass diese Nester noch von nachrückenden Störchen angenommen werden. In Reppelin hat unser Partner e.on-edis am Montag wie angekündigt gemeinsam mit uns einen neuen Mast samt Nisthilfe und Nistkorb aufstellen lassen. Der alte marode Mast samt verfallendem Nest wird in den nächsten Tagen entfernt werden. Die Maßnahme war ohnhehin mittelfristig geplant gewesen. Im Nachbardorf Barkvieren hat der Einzelstorch, der mitten im Dorf auf einem Baumstumpf ein Nest errichtet hat, seit Sonntag eine Partnerin.

Die aktuelle Ankunftskarte gibt es weiterhin hier

Starker Einflug über Ostern


Dieser noch nicht identifizierte Ringstorch dürfte der "Störenfried von Stäbelow" gewesen sein - inzwischen hat er das im Vorjahr unbesetzte Nest im Nachbarort Kritzmow kräftig ausgebaut. Foto: B. Becker

Was aufgrund der stabilen Hochdrucklage über weiten Teilen Mittel- und Osteuropas zu erwarten war, ist eingetreten: in den vergangenen Tagen hat es nochmals einen starken Einflug von spät heimkehrenden Störchen gegeben. Hans-Heinrich Zöllick kann für den Altkreis Ribnitz-Damgarten heute bereits eine Besetzungsrate von über 95 Prozent - gemessen am Vorjahresergebnis - vermelden. Im Landkreis Bad Doberan sieht es noch nicht ganz so gut aus, aber auch hier gab es zwischenzeitlich erfreuliche Verbesserungen. Aktuell sind 46 Paare und 8 Einzelstörche registriert worden. Nur noch fünf im Vorjahr besetzt gewesene Horste sind bisher noch leer. Die Details finden sich in der aktualisierten Ankunftskarte. Ganz erstaunlich ist die Anzahl der Ringstörche - inzwischen sind es acht, die uns bekannt sind. Über Ostern konnten abgelesen werden:
DEW 5X443, Weibchen in Klingendorf (neu)
DEH H 7287, Weibchen in Petschow (neu)
DEH H 1583, Männchen in Tessin (wie 2009, 2010)
In Petschow gelang beim ebenfalls beringten männlichen Storch eine Teilablesung - vermutlich ist es wieder DEH H 2919. Weiterhin gibt es neue Ringstörche in Hohen Schwarfs und Kritzmow, deren Identität noch nicht geklärt werden konnte (beide tragen unten rechts einen ELSA-Ring). Letzterer ist mit ziemlicher Sicherheit der Storch, der über mehrere Tage das brütende Paar im Nachbardorf Stäbelow attakierte. Inzwischen hat er das Kritzmower Nest kräftig ausgebaut.
Der an seiner Kopfwölbung erkennbare männliche Altstorch aus Heiligenhagen pendelte mehrere Tage zwischen seinem Stammnest und dem benachbarten Horst in Satow Hof. Mit beiden Weibchen sind Paarungen beobachtet worden! Seit dem 23. April ist allerdings auch in Satow Hof wieder ein Männchen dauerhaft präsent. Diese interessante Geschichte ist anhand von Fotos im Fotoalbum dokumentiert. Insgesamt wurden dort 20 neue Fotos eingestellt.
Heute früh entdeckte ich überraschenderweise in Buchholz einen Storch in der seit 2004 nicht mehr besetzten Nisthilfe. Offenbar ist dort auch bereits etwas Nistmaterial eingetragen worden. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Nachbarhorste Ziesendorf und Niendorf noch unbesetzt sind?

Letzte Auswilderungen des Jahres

Am heutigen Dienstag konnten nochmals drei Jungstörche ausgewildert werden, die für unterschiedlich lange Zeit im Rostocker Zoo in Pflege waren. In der Nähe von Jürgenshagen (Landkreis Güstrow) wurden freigelassen:
- Jungstorch DEH HC987 (Groß Potrems I, seit 8.8. im Zoo)
- Jungstorch DEH HC818 (Satow Hof, seit 26.7. im Zoo)
- Jungstorch DEH HC986 (Klingendorf, seit 19.6. im Zoo)
Wir wünschen ihnen alles Gute für ihr weiteres Storchenleben und hoffen, dass sie Anschluss an andere Störche finden, die demnächst in Richtung Süden aufbrechen werden. Der zweite Jungstorch aus Groß Potrems I hat eine noch nicht ganz auskurierte Fußverletzung. Er wird auf jeden Fall bis zum April im Zoo Rostock bleiben; dem dritten Jungstorch musste leider ein Teil des rechten Flügels amputiert werden - er bleibt auf Dauer im Zoo Rostock (Stelzvogelwiese).
Erfreuliches gibt es aus Niendorf zu berichten: dort absolvierte der Jungstorch - als letzter im Landkreis - seine ersten Flugrunden. Anschließend kehrte er wohlbehalten auf seinen Horst zurück. Er wird weiterhin von den Altvögeln versorgt.

Einer der beiden Niendorfer Altstörche steht am frühen Morgen des 24.8.2010 auf einem Hausdach in Horstnähe.

Die Zeit der "Bruchpiloten" beginnt

Einer der größten Jungstörche weit und breit ist das "Einzelkind" in Detershagen. Schon bald wird er seine ersten Flugrunden drehen.

Mit dem verstärkten Trainieren der Flugmuskulatur und dann den ersten Rundflügen selbst beginnt jetzt wieder die Zeit, in der immer wieder einzelne Jungstörche unfreiwillig unter dem Nest landen. Als ersten in dieser Saison traf es einen der vier Jungstörche in Schmadebeck I. Er wurde gestern Mittag von den Anwohnern unter dem Nest gefunden. Um keine Risiken einzugehen, brachten ihn die Horstbetreuer in den Rostocker Zoo, wo er tierärztlich untersucht wurde. Er hat sich jedenfalls nichts gebrochen, bleibt jetzt aber noch einige Zeit im Zoo, bevor er - voll flugfähig - ausgewildert werden kann. Hans-Heinrich Zöllick hat heute bei seinem Besuch im Zoo auch feststellen können, dass es den beiden kleinen Findelstörchen aus Benitz und Klingendorf gut geht. Sie sind inzwischen ein ganzes Stück gewachsen und sollen im August in die Freiheit entlassen werden. Auch ein Altstorch, der in der vorletzten Woche zwischen Schwaan und Ziesendorf aufgegriffen worden war, scheint seine zunächst auf Vergiftung hindeutende Schwäche überwunden zu haben. Er wird vermutlich sehr bald wieder freigelassen werden können. Intensive Nachfragen bei den Horstbetreuern der Umgebung hatten ergeben, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um keinen Brutstorch handelt.
Bei den Spätbruten gibt es eine positive Nachricht aus Bentwisch - dort konnte heute noch ein zweiter Jungstorch gesichtet werden. In Niendorf haben die Altstörche seit dem Wochenende damit angefangen, das Jungtier allein zu lassen, obwohl es erst etwa 3 Wochen alt ist. Die dringend notwendig gewesenen Regenfälle der vergangenen Nacht werden die Nahrungssituation für die Störche hoffentlich etwas verbessert haben. Die nächste Hitzewelle ist allerdings schon angekündigt. Da heißt es weiter Daumen drücken für den spät geschlüpften Storchennachwuchs.

Findelküken und bevorstehende Beringungstour

Gleich zwei kleine Storchenküken hatten großes Glück, als sie vorgestern in Klingendorf bzw. gestern in Benitz aus dem Nest fielen. Vielleicht war es eine Windböe oder aber das mangelhafte Nahrungsangebot, das einen der Altvögel zum Handeln veranlasst hatte. In jedem Fall haben beide den Sturz offenbar gut überstanden. Der Klingendorfer Jungstorch, etwa 10 Tage alt und links im Bild, wurde für zwei Tage und Nächte bei Familie Hagemeister aufgepäppelt und den Benitzer (etwa 1 Woche älter) hatte ich selbst von gestern auf heute als "Übernachtungsgast". Beide kamen heute in den Rostocker Zoo, in der Hoffnung, dass sie den Sturz ohne innere Verletzungen überstanden haben und dort erst einmal versorgt und aufgezogen werden können. Im August sollen sie dann voraussichtlich wieder ausgewildert werden.
Ansonsten steht dieses Wochenende ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die große Storchenberingungstour, die am Dienstag stattfinden wird. Der vorläufige Zeitplan sieht folgende 22 Stationen vor (zum notieren, falls Interesse am zuschauen besteht):
8.00 Albertsdorf
8.30 Broderstorf Amt
9.00 Wendfeld
9.30 Gnewitz
10.15 Liepen
11.00 Niekrenz
11.30 Lieblingshof
12.00 Petschow
12.30 Pankelow
13.15 Hohen Schwarfs
14.00 Schwaan II (Tannenberg)
14.30 Schwaan I (John-Brinkmann-Str./Pflegeheim)
15.00 Bröbberow
15.30 Biestow
16.15 Stäbelow
16.45 Clausdorf
17.30 Hohen Luckow
18.00 Heiligenhagen
18.45 Schmadebeck I (Hof Diederichs)
19.15 Schmadebeck II (Hof Plate)
(20.00 Detershagen oder Moitin)
(20.30 Wischuer)
Die beiden letzten Stationen sind fraglich, denn es könnte sein, dass uns vorher unsere Ringe aus gehen. Auch dieses Mal wird die Beringungstour großzügigerweise vom Kreisbauernverband Bad Doberan finanziert, dem wir dafür schon jetzt herzlich danken möchten. Spätestens am Mittwoch werde ich über die Ergebnisse berichten.
Heute konnte ich erstmals das neu errichtete Storchennest in Wohrenstorf bewundern - seit 2004 gab es in diesem Ort keine Störche mehr. Vielleicht beginnen sie im kommenden Jahr mit einer Brut?
In Petschow gelang mir die Ablesung des dortigen Ringstorchs - nur die letzte Ziffer ist noch nicht ganz sicher. Unabhängig davon handelt es sich in jedem Fall um einen 2004 im Landkreis Ostvorpommern beringten Storch. Das sagen schon die ersten drei Ziffern aus (H 291.).

56 Horstpaare sind komplett


Noch müssen die Altstörche nur sich selbst versorgen - wie hier in Klingendorf, aus dem Auto heraus aufgenommen - doch wird es nun sehr bald anstrengender, denn die Jungen beginnen vielerorts zu schlüpfen.

Die große Rundfahrt zu den meisten Storchennestern unseres Landkreises hat am vergangenen Samstag einen guten Überblick über die aktuelle Situation verschafft (im Fotoalbum gibt es dazu viele Bilder). Anders als Storchenbetreuer in einigen anderen Landkreisen habe ich überwiegend positive Beobachtungen machen können. Ich gehe momentan davon aus, dass in 50 bis 53 von mittlerweile 56 komplett besetzten Nestern gebrütet wird. Das sind immerhin zwei bis fünf brütende Paare mehr als im Vorjahr. Damals begann ein erheblicher Teil der Paare nach später Rückkehr erst gar nicht mehr mit der Brut. Zu den positiven Entdeckungen der Tour zählen die Paare in Hof Tatschow (zuletzt 2004 von Störchen besetzt) und Groß Potrems I (seit dem 27. April ist ein Paar am Horst). Spät besetzt wurden jetzt auch noch die Horste in Gerdshagen, Groß Lüsewitz und Thelkow. Demgegenüber ist das Nest in Rukieten (in den Vorjahren immer mit erfolgreicher Brut) seit Anfang Mai leer. Zuvor war ein Einzelstorch über fünf Wochen am Nest, ein zweiter blieb immer nur kurze Zeit. Am 2. Mai kämpften dann vier Störche um den Horst, der danach verlassen blieb. Allerdings entdeckte ich im Nachbarort Mistorf (Landkreis Güstrow) ein Storchenpaar in einem seit 2005 nicht mehr besetzt gewesenen Nest. Entweder gab es eine Umsiedlung oder die Mistorfer betrachten das Nest in Rukieten als zu ihrem Revier gehörig und vertreiben dort mögliche Rivalen um die Nahrungsflächen. In Göldenitz/Amt Schwaan ist seit dem 15. April ein einzelner Storch am Horst, der alle anderen Störche zurückweist. Ebenfalls nur Einzelstörche gibt es nach letztem Stand leider immer noch nur in Parkentin und Biendorf. Auffällig war, dass an der Mehrzahl der von mir aufgesuchten Nester zwei Störche anwesend waren. Sie hatten dazu offenbar Zeit, sodass es momentan möglicherweise ein recht gutes Nahrungsangebot gibt. Feucht genug müsste es nach den Regenfällen der ersten Mai-Dekade auf jeden Fall sein. Wir dürfen gespannt sein, wie viele Jungstörche die kritischen ersten 14 Tage überstehen werden. Erste Beobachtungen des (früh geschlüpften) Storchennachwuchses sollten Ende des Monats möglich sein.

Spätankömmlinge


Zu den spät eingetroffenen Störchen zählt in diesem Jahr (wie schon 2007 und 2008) auch dieser Storch in Vorder Bollhagen, den ich erstmals am Freitagabend in seinem Nest entdecken konnte. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. In Niendorf scheint die Neuansiedlung doch ernsthafterer Natur zu sein. Der erste Storch ist bereits seit 2 Wochen am Horst und seit gestern ist auch ein zweiter Storch da. Es wurden bereits Kopulationen beobachtet. Leider lässt der Nestausbau bisher noch zu wünschen übrig. Die Kröpeliner Störche haben ein sehr rätselhaftes unbekanntes Objekt an ihrem Nestrand liegen:

Zahlreiche aktuelle Fotos von rund 20 Nestern unserer Region gibt es auf der Homepage der Berliner Storchenfreunde Bernd und Heidi Rosien zu bewundern, die in diesem Jahr wieder für eine Woche in Roggow Quartier bezogen haben. Auf ihren Fahrten entdeckten sie fast überall brütende Störche, nur in Biendorf und Parkentin wurde weiter auf den 2. Storch gewartet. In Klingendorf hat es nach Anwohnerinformationen bereits am 22. April nach heftigen Kämpfen einen Paarwechsel gegeben. Aktuell zählen wir im Landkreis Bad Doberan 51 Storchenpaare und 3 Einzelstörche.
In Veelböken/NWM gelang den Rosiens die Ablesung des dortigen Ringstorchs - es handelt sich tatsächlich um den jetzt 24jährigen "Methusalem" mit dem Ring DDR-B 0217.

Weitere Störche zurückgemeldet

Auch am heutigen Tag erreichten uns verschiedene Meldungen über zurückgekehrte Störche. Das Stäbelower Paar (hier im Bild) ist seit gestern bereits komplett, ebenso das in Clausdorf (Ankunft: 24.3./26.3.). Auch aus Hohen Schwarfs (27.3.) und - überraschend früh - aus Klingendorf (26.3.) kamen Emails bzw. Telefonanrufe, in denen über einen zurückgekehrten Storch berichtet wurde. Vielen Dank allen Beobachtern!

Viele Storchenpaare ohne Nachwuchs


Dieses Foto aus Hohen Luckow ist beispielhaft für den insgesamt unerfreulichen Verlauf der diesjährigen Storchensaison in unserer Region und weiten Teilen Ostdeutschlands. Die beiden Altstörche stehen beschäftigungslos vor ihrem verlassenen Horst - zum ersten Mal seit 1997 gibt es in Hohen Luckow, einem der erfolgreichsten Standorte der letzten zehn Jahre, keinen Nachwuchs (abgesehen von dem am 6.6. abgeworfenen Küken, das ich lebend in den Rostocker Zoo bringen konnte). Besonders in den letzten Tagen erreichten uns viele Nachrichten über leere Horste. Insgesamt rechnen wir momentan damit, dass etwa 40 % der 58 Horstpaare im Landkreis Bad Doberan ohne flüggen Nachwuchs bleiben werden - ein eindeutiges Indiz für ein so genanntes Störungsjahr (zum Vergleich: im guten Storchenjahr 2007 waren es nur rund 20 %).
Die Gründe sind ganz unterschiedlich. Eine größere Anzahl Storchenpaare hat gar nicht erst mit der Brut begonnen, überwiegend waren sie erst Ende April/Anfang Mai komplett. Dazu zählen die Störche in: Groß Bölkow, Groß Lüsewitz, Kambs, Kirch Mulsow, Klingendorf, Petschow, Roggow, Wischuer und Zarnewanz.
In anderen Fällen wurde die Brut vorzeitig abgebrochen oder war erfolglos, sodass keine Jungen schlüpften: Benitz, Bentwisch, Göldenitz/Amt Schwaan, Nustrow, Thelkow und Ziesendorf.
In Heiligenhagen wurden vor einigen Wochen mehrere befruchtete Eier abgeworfen - ob es die Brutstörche selbst oder Fremdstörche waren, ist ungeklärt. Zumindest ein Storch, erkennbar an einer Wölbung auf der Stirn, ist kontinuierlich am Horst geblieben.
Besonders tragisch erscheint das Schicksal der Küken in Kröpelin - dort waren zu erst vier Junge geschlüpft, die seit kurzem nicht mehr im Nest zu sehen sind. Über die Ursachen ist vorerst nichts bekannt. Auch in Griebnitz fütterten die Altstörche bereits Junge, bevor es am 5. und 6. Juni zu schweren Horstkämpfen mit einem zweiten Paar kam, nach denen die Jungen nicht mehr lebten. Auch die Brutstörche sind seitdem nicht mehr am Horst gesehen worden. Die Trauer vieler Anwohner ist sicher gut nachvollziehbar.
Dennoch wird voraussichtlich eine knappe Mehrheit der Storchenpaare Junge groß bekommen. Die genauen Zahlen werden erst in etwa vier Wochen feststehen, doch gibt es ab heute wieder unsere Bruterfolgskarte, auf der jeder einzelne Standort mit seinem aktuellen Stand eingetragen ist.

Ein paar erfreuliche Neuigkeiten

Große Überraschung in Groß Potrems II - dieser Storch hält seit einer Woche dem letztmalig vor fünf Jahren besetzten Horst die Treue. Nach Anwohnerberichten gibt es sogar einen Konkurrenten, mit dem es regelmäßig zu Auseinandersetzungen um den Horst kommt. Die Unterlage ist in jedem Fall noch in Ordnung, das Nest selbst durch den Leerstand der letzten Jahre nur noch ein Fragment, aus dem ein ansiedlungswilliger Storch allerdings sehr wohl ein passables Storchennest machen könnte.
Die Entdeckung dieses Wiederbesiedlungsversuchs gelang im Rahmen mehrerer ausgedehnter Erkundungsfahrten, die Hans-Heinrich Zöllick (samt Begleitern) und ich in den letzten drei Tagen unternommen haben. Dabei gab es weitere erfreuliche Entdeckungen: in Zarnewanz ist bereits seit längerem ein zweiter Storch am Horst, das Paar brütet aber nicht. Auch in Kirch Mulsow war am Samstag ein Paar im Nest, hier müssen noch weitere Erkundigungen eingezogen werden. Auch die Anzahl der erfolgreich abgeschlossenen Bruten nimmt erfreulicherweise von Tag zu Tag zu. So konnte zusätzlich zu den schon bekannten Standorten Nachwuchs auch in den Storchenhorsten Stäbelow (mindestens zwei Junge), Clausdorf, Rederank (mindestens drei Junge), Parkentin und Moitin festgestellt werden. In Thelkow und sehr wahrscheinlich auch in Pankelow wird es dagegen in diesem Jahr keine Jungstörche geben.
Durch die doch recht zahlreichen Ankünfte im Mai hat sich die Anzahl der Horstpaare in unserem Landkreis mittlerweile auf 54 erhöht, das ist jetzt noch ein Minus von fünf Horstpaaren gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommen noch fünf bis sechs Einzelstörche, die ihr Nest allein besetzt halten. Von diesen 54 Horstpaaren werden mindestens neun keinen Bruterfolg haben, in den übrigen Nestern besteht momentan noch Hoffnung.
Im Fotoalbum gibt es dieses Mal aktuelle Fotos aus Groß Potrems I, Klingendorf, Kowalz, Stäbelow und Clausdorf.

Storchentour im Landkreis Nordwestmecklenburg

Ein ganz besonderes Nest befindet sich in Schlagresdorf (NWM) auf einem ausgedienten Baukran. Nach der Neuansiedlung 2007 brüten die Störche hier das dritte Mal in Folge.

Am gestrigen Tag unternahm ich eine Storchentour durch das Betreuungsgebiet von Ulf Bähker, der sich um die Störche im Raum Rehna/Gadebusch kümmert. Auch hier gibt es den landesweit feststellbaren Rückgang - statt 13 Horstpaaren 2008 sind es dieses Mal nur neun Paare sowie zwei Einzelstörche. An drei Standorten (Meetzen, Pogez und Webelsfelde) sind bereits Jungstörche geschlüpft.
Überall trifft man wie auf diesem Foto aus Schönwolde auf verlassene Storchenhorste.

Im Fotoalbum gibt es zahlreiche Fotos von dieser Tour. Wer sich dazu die Lage der einzelnen Orte ansehen möchte, kann diese Google-Maps-Karte nutzen. Aus unserer Region erreichte mich heute die erfreuliche Nachricht, dass in Klingendorf - 2008 unbesetzt - bereits seit dem 27. April bzw. dem 2. Mai ein Storchenpaar anwesend ist. Aus Grammow berichteten Anwohner, dass auch dort die ersten Fütterungen beobachtet werden konnten.

Wiederbesetzung des Horstes in Klingendorf

Ganz überraschend erhielten wir heute die Nachricht, dass der zuletzt 2004 belegte Storchenhorst in Klingendorf seit etwa fünf Wochen kontinuierlich von einem Storchenpaar besetzt wird. Der erste Storch traf dort am 9.5. ein, der zweite am 13.5. Ist dies eine positive Nachricht, so müssen wir leider aus Kirch Mulsow und Heiligenhagen vermelden, dass es dort in diesem Jahr keinen Storchennachwuchs geben wird. Ein ähnlicher Verdacht besteht jetzt auch für Moitin, doch ist die Situation dort noch unklar. Die Brutverlaufs- und die Ankunftskarte wurden aktualisiert.

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