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Kirch Mulsow

"Baustorch" H 3107 zurück in Kritzmow

Foto: B. Becker

Wie schon fast zu erwarten, hat der Ringstorch H 3107 mit dem großen Bautrieb nicht tatenlos zugesehen, wie sich ein anderes Storchenpaar in "seinem" Horst in Kritzmow einrichtet. Am Samstag gab es heftige Storchenkämpfe zwischen vier Störchen und am Sonntagfrüh fanden wir ihn - jetzt mit einem Weibchen - wieder in Kritzmow vor. Noch können wir auf eine erfolgreiche Brut hoffen.
Ebenfalls Horstkämpfe gibt es seit etwa einer Woche in Moitin und Kirch Mulsow. Offenbar vertragen sich die Störche in diesen relativ dicht beieinander liegenden Dörfern nicht miteinander. Besonders das Moitiner Männchen hat offenbar ein sehr weites Verständnis von seinem Revier. Vermutlich er ist dafür verantwortlich, dass am Sonntagfrüh zwei Eier aus dem Nest in Kirch Mulsow geworfen wurden. Schon in der Vergangenheit wurde ein Einzelstorch dabei beobachtet, wie er sehr rigoros gegen Neuansiedlungsversuche in benachbarten Dörfern (z. B. Danneborth und Neu Karin) vorging.
Am Samstag wurden wir Zeuge eines besonders intensiven und lang anhaltenden Horstkampfes, den in Vogtshagen ein unberingter und ein beringter Storch austrugen. Der Beringte konnte als DEH H 8958 identifiziert werden - 2009 schlüpfte er in Thulendorf aus dem Ei. Erstmals konnte damit die Wiederkehr eines von uns (seit 2008) beringten Weißstorchs in das Betreuungsgebiet nachgewiesen werden. Wie es in Vogtshagen nun weitergeht, war am Samstagabend unklar.

Fotos (2): B. Becker; weitere im "Fotoalbum".

Aus Klingendorf berichtet die Anwohner, dass die beiden Störche weiter am Nest zusammen sind. Morgen werden wir eine erste Zwischenbilanz der Storchensaison ziehen.

Ringstörchin A 277 hat ihr Winterquartier erreicht

Heute erreichte uns die Nachricht, dass die Langenhanshäger Brutstörchin DFR A 277 (dieses Jahr mit vierfachem Bruterfolg) vermutlich am 6. September in ihrem alljährlichen Überwinterungsgebiet in Thüringen eingetroffen ist. Noch soll sie sich nachts auf dem Dach eines Wohnhauses in Auleben aufhalten, doch ist zu vermuten, dass sie bald wieder - quasi als Untermieterin - das Nest der Görsbacher Störche nutzen wird. Dort wurden in diesem Sommer drei Jungstörche flügge, die inzwischen in den Süden abgezogen sind. Eventuell ist A 277 demnächst noch live im Internet zu sehen, denn am Görsbacher Storchennest steht eine Webcam.

##Aktualisierung: Am frühen Morgen des 13.9. ist per Webcam ein oben rechts beringter Storch auf dem Görsbacher Nest zu sehen, vermutlich DFR A 277.

Der Storch in Rethwisch ist nach dem 5. September nicht mehr gesehen worden. Wahrscheinlich ist er mit den letzten Altstörchen, die dieses Jahr ungewöhnlich lange blieben (z. B. auch in Biestow bis zum 6. September), in sein Winterquartier aufgebrochen. Weitere Letztbeobachtungsdaten liegen uns aus Kirch Mulsow (24.8./30.8.) und vom Horst Broderstorf I (29.8./29.8.) vor.
Unterdessen haben etliche der diesjährigen Senderstörche, die auf der Südostroute fliegen, bereits ihre erste längere Raststation erreicht. Offensichtlich zieht es sie in diesem Jahr stärker als im Vorjahr in den Sudan statt in den Tschad. Ein Jungstorch aus Loburg hat einen recht ungewöhnlichen Kurs eingeschlagen - er zieht zurzeit entlang der Südküste der arabischen Halbinsel, Kurs Nordost.

Ein zurück gebliebener Jungstorch?

Dieses Foto vom 16.9. (J. Engfer) zeigt einen offenkundig noch nicht in den Süden aufgebrochenen Storch auf Nahrungssuche zwischen Parkentin und Bartenshagen. Nach Einschätzung des Beobachters handelt es sich um einen unberingten Jungstorch. Eine Zuordnung zu einem bestimmten Horst ist daher unmöglich.Noch ist das Nahrungsangebot reichlich, doch im Laufe der nächsten Wochen sollte der Nachzügler sich auf den Weg machen.
Inzwischen haben wir auch erfahren, dass der sehr spät geschlüpfte Jungstorch in Kirch Mulsow letztmalig am 5. September am Horst gesehen wurde. Das beringte Weibchen ist bereits zehn Tage früher auf den Zug gegangen. In einem Alter von drei Jahren fehlte ihr offensichtlich noch die Bruterfahrung, um den Junior bis zum Ende zu versorgen - zum Glück sprang der unberingte "Vater Storch" in die Bresche, denn er blieb bis zum Schluss bei seinem Sprössling.

Aufbruchstimmung bei den Jungstörchen - erneutes Drama in Groß Potrems

Vergleichsweise früh hat in diesem Jahr die Aufbruchstimmung unter den Jungstörchen begonnen. Einige von ihnen (wie z. B. die in Bröbberow, Stäbelow und Wischuer) haben die Bindung zu ihren Ursprungsnestern bereits komplett aufgegeben. Auch aus anderen Teilen Norddeutschlands wird über den beginnenden Abzug der Jungstörche berichtet. Die Altstörche werden wie in jedem Jahr etwas später folgen. Bilder wie dieses (aus der Nähe von Tribsees, 7.8.) mit einer ganzen Storchenfamilie sind jetzt schon selten.

In Groß Potrems hatten es die drei kaum 9 Wochen alten Jungstörche offenbar auch sehr eilig. Jedenfalls verließen sie ihren sicheren Horst, ohne selbst schon über genügend Flugfertigkeit und vor allem -sicherheit zu verfügen. Das hatte leider dramatische Folgen, denn heute früh erreichte mich ein Anruf von sehr aufmerksamen Anwohnern. Sie hatten alle drei Jungstörche über Nacht in einen leeren Hundezwinger gebracht, nachdem gestern zwei von ihnen auf der stark befahrenen, unmittelbar neben dem Storchenhorst verlaufenden B 103 unterwegs waren.

Ein Jungstorch kollidierte dabei leicht mit einem Krankenwagen, während ein zweiter mitten auf der Bundesstraße aufmerksame Urlauber aus der Nähe von Neubrandenburg zu einer gefährlichen Vollbremsung veranlasste. Die Urlauber bargen den unverletzten Youngster im Straßengraben und brachten ihn zu den Anwohnern. Gemeinsam fing man auch noch den dritten Jungstorch ein, der etwas humpelte. Als Storchenbetreuer bedanken wir uns sehr herzlich für das engagierte und tatkräftige Eingreifen der Urlauber und das umsichtige und fürsorgliche Handeln der Anwohner!
Ein wesentlicher Grund für das "frühreife" Verhalten der Jungstörche dürften die Altvögel gewesen sein, die nach Beobachtungen der Anwohner zuletzt nicht mehr zum Füttern am Horst erschienen waren. Möglicherweise haben Sie sich durch den beginnenden Zug zum (vorzeitigen) Aufbruch entschlossen oder aber sie haben eine Fütterungspause eingelegt. Es ist auch sehr gut möglich, dass es sich - angesichts der Tatsache, dass der Brutbeginn in Groß Potrems erst Anfang Mai war - um unerfahrene Erstbrüter gehandelt hat.
Ich brachte die drei Bruchpiloten heute gegen Mittag in die "Notaufnahme" der Rostocker Tierklinik, wo sie untersucht wurden. Der leichteste von ihnen (1.600 g) scheint Glück gehabt zu haben, er ist offenbar unverletzt geblieben und wird unmittelbar in den Zoo Rostock kommen, um dort aufgepäppelt zu werden. Der zweite Jungstorch (1.950 g) hat leider durch die Kollision eine Fraktur im Bereich des rechten Flügels erltten. Sein Schicksal ist zunächst ungewiss. Etwas besser sieht es für Nr. 3 (1.900 g) aus. Dieser Jungstorch scheint sich "nur" eine Verstauchung, aber keinen Bruch seines rechten Ständers zugezogen zu haben. Er tritt mit diesem Bein nicht richtig auf. Bei geeigneter Pflege sollten Nr. 1 und vermutlich auch Nr. 3 wieder voll flugfähig werden können. Sie sollen dann wieder ausgewildert werden. Allerdings liegt das momentane Gewicht deutlich unter dem Mindestgewicht von 3.000 g, das bei einem flüggen Jungstorch, der nach Afrika fliegen will, eigentlich erforderlich ist.
Bereits am gestrigen Samstag ist der drei Tage zuvor mit vier anderen Jungstörchen ausgewilderte Jungstorch mit dem Ring HC823 (vom Horst Schmadebeck I) mit einer Flügelfraktur unweit seines Auswilderungsortes bei Wokrent (Landkreis Güstrow) aufgefunden worden. Er ist in tierärztlicher Behandlung, frisst aber zurzeit leider nur schlecht.
Die Aufbruchstimmung unter den Störchen könnte auch noch für die anderen erfolgreichen Spätbruten ein Problem werden. Jedenfalls hoffen wir sehr, dass der noch nicht flügge Storchennachwuchs in Kirch Mulsow, Bentwisch, Niendorf und Thelkow bis zur Flugfähigkeit in ausreichendem Maße von den "zuständigen" Altvögeln gefüttert wird. Die Anwohner bitten wir dort um besondere Aufmerksamkeit.

Sommerhitze macht auch den Störchen zu schaffen


Die Weißstorch-Kleinfamilie in Kirch Mulsow am 11. Juli. Der Kleine macht sich...

Die große Hitze und die damit einher gehende Trockenheit der vergangenen Tage macht auch den Störchen in unserer Region zu schaffen. Gerade jetzt ist der Nahrungsbedarf in vielen Horsten am größten. Da wird es höchste Zeit, dass für den morgigen Dienstag wenigstens ein kühlerer Tag mit Regen angekündigt ist. Auch die demnächst beginnende Getreideernte sollte das Nahrungsangebot der Störche verbessern helfen. Von drei der fünf verbliebenen Spätbruten kann ich Unterschiedliches berichten. In Bentwisch und Kirch Mulsow scheinen die Altvögel sich noch ziemlich fürsorglich um ihren Nachwuchs zu kümmern. Ein Vogel wacht noch regelmäßig am Nest, während der andere auf Nahrungssuche geht. Die beiden Jungstörche in Bentwisch und das Einzelkind in Kirch Mulsow machen einen ganz ordentlichen Eindruck, ich denke, sie werden es schaffen. Dagegen hat es das kleine Küken in Niendorf weiterhin schwer. Es schaut jetzt zwar endlich über den Nestrand, doch sind die Altvögel tagsüber kaum noch am Nest zu sehen. Sie gehen bereits seit einer Woche gemeinsam auf Nahrungssuche. Hier heißt es weiter "Daumen drücken".

Spätbruten unter besonderer Beobachtung

Zu den Nestern, in denen spät Jungstörche geschlüpft sind, gehört das Niendorfer.

Während die meisten Jungstörche in unserer Region jetzt schon einen Entwicklungsstand erreicht haben, der ihnen sehr gute Chancen zum Flüggewerden gibt, kämpfen die Küken in den spät besetzten Nestern nach wie vor um ihr Überleben. Sehr häufig sind es junge, unerfahrene Paare, die erst "auf den letzten Drücker" noch Eier legen und sich jetzt erstmals im Brutgeschäft versuchen. Sie kennen sich zumeist auch noch nicht sehr gut in ihrem Nahrungsrevier aus, und sie haben zusätzliche Probleme, wenn es so wie jetzt über einen längeren Zeitraum sehr trocken ist. In den meisten Fällen scheitern solche Spätbruten.
In diesem Jahr sind die Chancen offenkundig besser: von 6 Nestern, auf die die Kategorie "Spätbrut" mit einem Brutbeginn im Mai zutrifft, sind momentan in noch fünf Nestern Jungstörche. Am besten sieht es derzeit in Groß Potrems I aus, wo sich nach den Tragödien des Vorjahres (gebrochenes Bein bei einem Altstorch, später Verlust beider Küken) vermutlich ein ganz neues Paar im Brutgeschäft versucht. Seit dem 27. April sind sie zusammen, und am vergangenen Freitag konnte ich erstmals drei recht quirlige Jungstörche im Nest erkennen. Im Vergleich zu den übrigen fünf "Spätbrut-Standorten" sind die Voraussetzungen, in Horstnähe Nahrung zu finden, sicher am besten. Auch den ein oder zwei fast gleichalten Bentwischer Jungstörchen gebe ich recht gute Überlebenschancen, denn dieser Standort ist ebenfalls ein etablierter mit erwiesenermaßen zufriedenstellenden Nahrungsressourcen. Nummer 3 in meiner Aufzählung ist Thelkow, wo gestern ein schon ganz munterer Jungstorch gesehen wurde. Beide Störche trafen hier erst am 3. Mai ein und sind mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls neu im Revier. Auch hier bewerte ich die Aussichten doch einigermaßen optimistisch. Schwieriger stufe ich die Verhältnisse bei den Niendorfer Störchen ein. Bei dieser kompletten Neuansiedlung gehört schon eine Menge Glück dazu, wenn es gut gehen soll. Immerhin sind schon einmal zwei Schnäbel gesehen worden, und heute früh war ganz regulär ein Altstorch am Nest und spendete Schatten. Die Niendorfer Störche haben den Nestkorb, in dem sie brüten, nicht sehr stark mit Nistmaterial ausgebaut. Daher dauert es so lange, bis sie richtig zu sehen sein werden. Mit einem Alter von fast drei Wochen sollte das aber jetzt nicht mehr sehr lange auf sich warten lassen. In Kirch Mulsow brütet bekanntermaßen eine dreijährige Ringstörchin. Ein Jungtier im Alter von vielleicht knapp drei Wochen ist im Nest. Die Anwohner haben nun festgestellt, dass die Störchin seit Dienstag zwei Tage lang nicht am Nest war. Erst heute am Nachmittag soll sie wieder gefüttert haben. Hier kann die Unerfahrenheit der Störchin und (altersbedingt) ihre Unzuverlässigkeit ein Risiko für den Jungstorch bedeuten. Bereits verloren ist seit dem Wochenende die Brut in Hof Tatschow. Die drei etwa 10-14 Tage alt gewordenen Küken leben leider nicht mehr. Auch hier war es eine Spätbrut und zugleich eine Wiederbesiedlung nach sechs Jahren Unterbrechung. So bleibt hier nur zu hoffen, dass das Paar im nächsten Jahr einen neuen Versuch unternimmt.
Identifiziert ist mittlerweile der neu entdeckte Ringstorch in Petschow. Er trägt rechts unten einen ELSA-Ring mit dem Code "DEH H2919". 2004 hat ihn Frank Tetzlaff in Levenhagen (Ostvorpommern) beringt. Das Geschlecht ist noch unbekannt, in diesem Jahr brütet er/sie erstmals in Petschow. Allerdings ist es nicht die erste Ablesung gewesen. Vor drei Jahren wurde "H2919" bereits einmal bei Stäbelow nahrungssuchend abgelesen. Damals hatte der Storch sicher noch keine Horstbindung, doch ist er unserer Region treu geblieben.
Schließlich erhielten wir noch die Information, dass das Storchennest in Sanitz nach mehreren Jahren jetzt seit einigen Wochen wieder besetzt sein soll. Auch hier darf man auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Storchenküken der Spätbruten geschlüpft

Am 17. Juni konnte ich die erste Fütterung bei den Niendorfer Störchen beobachten. Sehr wahrscheinlich gab es auch schon davor Fütterungen, doch ist mir das genaue Schlupfdatum nicht bekannt.

In den letzten Tagen ist nun auch in den spät besetzten Nestern das Brüten zum Abschluss gekommen. Erfreulicherweise sind fast überall (Thelkow, Groß Potrems I, Hof Tatschow, Niendorf, Kirch Mulsow) noch Jungstörche geschlüpft. Es bleibt abzuwarten, wieviele von ihnen am Ende auch flügge werden. Erst einmal freuen wir uns über die schönen Nachrichten. In Rederank haben die Störche offenbar Anfang Juni, unmittelbar nach dem Herauswerfen eines Kükens und dem - vermutlich vollständigen - Zerstören der restlichen Eier im Nest ein Nachgelege getätigt. Jedenfalls berichteten die Anwohner, dass weiter fest gebrütet wird.
Der uns bekannte aktuelle Stand zur momentanen Anzahl der Storchenküken - gemau 100 im Landkreis Bad Doberan - ist wiederum in der aktualisierten "Bruterfolgskarte"eingetragen worden.

Aus Wohrenstorf wurde gemeldet, dass dort - nach sechsjähriger Pause - jetzt offenbar wieder ein Storchenpaar ansässig werden will. Jedenfalls haben sie nach Anwohnerangaben bereits ein veritables Nest gebaut.

Dreijährige Ringstörchin in Kirch Mulsow stammt aus Schleswig-Holstein

Dieses Foto vom Sonnabend zeigt stehend die Störchin DEW 3X885 auf ihrem Horst in Kirch Mulsow. Beide Störche brüten, wenn auch leider nicht mit der wünschens- und eigentlich auch notwendigen Konsequenz. Ob wirklich in einigen Wochen Junge im Nest sein werden, erscheint daher eher zweifelhaft. Ein wesentlicher Grund könnte die Jugend und Unerfahrenheit der Ringstörchin sein. Storchenbetreuer Jörg Heyna aus Schleswig-Holstein teilte nämlich zwischenzeitlich dankenswerter Weise mit, dass er die Störchin nestjung am 18. Juni 2007 in Puls (Landkreis Steinburg) beringt hat. Sie ist also erst dreijährig und brütet sicherlich das erste Mal.
Über die weiteren Ergebnisse der großen Beobachtungsrunde am Sonnabend berichte ich morgen ausführlicher. Nur so viel vorweg: die Anzahl der Horstpaare hat sich zwischenzeitlich auf 56 erhöht. Das sind "nur" noch drei weniger als im Vorjahr.

In Kürze schlüpfen die ersten Storchenküken

Nicht nur wie hier bei diesem Storchenpaar in Clausdorf (Foto: B. Rosien, 2.5.10) wird vielerorts auf Nachwuchs gewartet. Nachdem bis Ende März schon 19 Storchenpaare eingetroffen waren, wird es jetzt nur noch wenige Tage dauern, bis die ersten Küken schlüpfen. Dann beginnt wieder eine sehr aufregende Zeit. Hoffen wir, dass die Altstörche besonders in den ersten 14 Tagen genügend Nahrung finden und auch das Wetter mitspielt. Die doch sehr erheblichen Niederschlagsmengen am Montag dürften gerade zur rechten Zeit gefallen sein, denn Regenwürmer sind eine Hauptnahrungsquelle für die ganz kleinen Schnäbel. Auch für die kommenden Tage ist wechselhaftes und recht kühles Wetter angesagt, aber da die Jungen zunächst noch von einem Altvogel gehudert werden, sollte das insgesamt kein großes Problem darstellen.
In Vorder Bollhagen ist ein zweiter Storch gesichtet worden, während das Ziesendorfer Paar den Horst leider seit Sonntag verlassen zu haben scheint. Eine große Beobachtungstour plane ich für den Samstag. Danach werden wir mit ziemlicher Sicherheit wissen, wieviele Paare überhaupt brüten und wo vielleicht noch Nachzügler eingetroffen sind. In Kirch Mulsow wird es darum gehen, die Ringnummer der dort brütenden Störchin abzulesen.
Hier noch die Standorte, die im März bereits besetzt waren und wo jetzt die ersten Küken erwartet werden:
Nustrow, Stäbelow, Clausdorf, Schmadebeck II, Schwaan I, Wendfeld, Hohen Luckow, Kowalz, Grammow, Pankelow I, Vogtshagen, Volkenshagen, Göldenitz/Amt Warnow Ost, Groß Bölkow, Lieblingshof, Biestow.

43 Storchenpaare im Landkreis Bad Doberan komplett

Nachdem am 15. April nochmals mehrere Störche zurückgemeldet wurden (1. Storch Parkentin, 2. Storch Reinshagen, 2. Storch Kirch Mulsow), hat sich die Anzahl der im Landkreis Bad Doberan bisher als vollständig gemeldeten Horstpaare auf 43 erhöht. Das sind immer noch neun mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, aber auch sechs weniger als 2008. Es bleibt also weiter spannend! Wird es wieder so viele Spätankünfte wie 2009 geben? Damals trafen nach dem 15. April noch 44 Störche ein, die anschließend Horstbindung entwickelten, und die Anzahl der Horstpaare erhöhte sich noch auf 58. Auch jetzt gibt es Hinweise, die darauf hoffen lassen, dass wir noch mit etlichen Spätrückkehrern rechnen können. So befand sich Südafrika-Überwinterer und Loburg-Senderstorch "Albert von Lotto" am 15. April noch in Syrien, und "Louis Henri", der bis in den März hinein ebenfalls in Südafrika gewesen war, dürfte zum gleichen Zeitpunkt ähnlich weit gekommen sein. Beide werden kaum vor Anfang Mai in Deutschland eintreffen, und sie werden in Gesellschaft anderer Südafrika-Überwinterer sein. In unserer Region führt eine so späte Rückkehr leider nur noch in Ausnahmefällen zu einer erfolgreichen Brut.
Einige unserer Störche sind bekannt für ihre regelmäßig sehr späten Ankunftsdaten. Dazu zählen etwa die Paare in Biendorf und Zarnewanz sowie die beringte Parkentiner Störchin. Ebenso registrieren wir Neu- oder Wiederbesiedlungen zumeist erst ab der 2. April-Hälfte. Am überraschendsten ist bisher in negativer Hinsicht die Tatsache, dass das Nest in Kröpelin - abgesehen von einem Horstbesucher am 3. April - bisher noch ganz leer ist. Im Vorjahr war das Kröpeliner Paar das einzige, das schon im März komplett war, und auch in den Jahren davor war der Standort immer sehr früh besetzt. Allerdings haben die Kröpeliner Störche 2009 schlechte Erfahrungen gemacht, denn der gesamte, schon ziemlich große Nachwuchs verendete Mitte Juni. Natürlich hoffen wir zusammen mit den Anwohnern noch auf späte Rückkehrer, und wir werden auch Nistangebote der näheren Umgebung noch genau überprüfen, denn auch eine Umsiedlung ist vorstellbar.

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Viele Storchenpaare ohne Nachwuchs


Dieses Foto aus Hohen Luckow ist beispielhaft für den insgesamt unerfreulichen Verlauf der diesjährigen Storchensaison in unserer Region und weiten Teilen Ostdeutschlands. Die beiden Altstörche stehen beschäftigungslos vor ihrem verlassenen Horst - zum ersten Mal seit 1997 gibt es in Hohen Luckow, einem der erfolgreichsten Standorte der letzten zehn Jahre, keinen Nachwuchs (abgesehen von dem am 6.6. abgeworfenen Küken, das ich lebend in den Rostocker Zoo bringen konnte). Besonders in den letzten Tagen erreichten uns viele Nachrichten über leere Horste. Insgesamt rechnen wir momentan damit, dass etwa 40 % der 58 Horstpaare im Landkreis Bad Doberan ohne flüggen Nachwuchs bleiben werden - ein eindeutiges Indiz für ein so genanntes Störungsjahr (zum Vergleich: im guten Storchenjahr 2007 waren es nur rund 20 %).
Die Gründe sind ganz unterschiedlich. Eine größere Anzahl Storchenpaare hat gar nicht erst mit der Brut begonnen, überwiegend waren sie erst Ende April/Anfang Mai komplett. Dazu zählen die Störche in: Groß Bölkow, Groß Lüsewitz, Kambs, Kirch Mulsow, Klingendorf, Petschow, Roggow, Wischuer und Zarnewanz.
In anderen Fällen wurde die Brut vorzeitig abgebrochen oder war erfolglos, sodass keine Jungen schlüpften: Benitz, Bentwisch, Göldenitz/Amt Schwaan, Nustrow, Thelkow und Ziesendorf.
In Heiligenhagen wurden vor einigen Wochen mehrere befruchtete Eier abgeworfen - ob es die Brutstörche selbst oder Fremdstörche waren, ist ungeklärt. Zumindest ein Storch, erkennbar an einer Wölbung auf der Stirn, ist kontinuierlich am Horst geblieben.
Besonders tragisch erscheint das Schicksal der Küken in Kröpelin - dort waren zu erst vier Junge geschlüpft, die seit kurzem nicht mehr im Nest zu sehen sind. Über die Ursachen ist vorerst nichts bekannt. Auch in Griebnitz fütterten die Altstörche bereits Junge, bevor es am 5. und 6. Juni zu schweren Horstkämpfen mit einem zweiten Paar kam, nach denen die Jungen nicht mehr lebten. Auch die Brutstörche sind seitdem nicht mehr am Horst gesehen worden. Die Trauer vieler Anwohner ist sicher gut nachvollziehbar.
Dennoch wird voraussichtlich eine knappe Mehrheit der Storchenpaare Junge groß bekommen. Die genauen Zahlen werden erst in etwa vier Wochen feststehen, doch gibt es ab heute wieder unsere Bruterfolgskarte, auf der jeder einzelne Standort mit seinem aktuellen Stand eingetragen ist.

Neuansiedlung in Kambs


Seit 28 Jahren hat es in Kambs (südlich von Schwaan an der Warnow) keine Störche mehr gegeben; nun ist es endlich wieder so weit. Bereits seit dem 10. Mai nutzt ein Storchenpaar den vorhandenen Nistmast, wie uns die stolzen Anwohner heute - unter Beifügung sehr schöner Fotos - mitgeteilt haben. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass es zu einer festen Horstbindung gekommen ist. Für eine Brut war es allerdings schon zu spät.
Dabei ist der kleine Ort an der Oberwarnow eigentlich ein traditionsreicher Storchenstandort. Das jedenfalls zeigt die Statistik des langjährigen Betreuers der Region, Paul Thomzick. Die mecklenburgische Storchenzählung im Jahre 1901 erbrachte gleich drei besetzte Nester und auch später gab es hier immer Störche. Noch 1970 und 1971 wurde jeweils ein Storchenpaar auf einer Weichdachscheune mit vier flügge gewordenen Jungstörchen gezählt. Seit 1982 hieß es dann in Kambs jedes Mal Fehlanzeige. Allerdings deuteten einzelne Horstbesucher in den vergangenen zwei Jahren bereits an, dass hier Potenzial für eine Neuansiedlung besteht. Dass es damit jetzt zu klappen scheint, ist unter den schwierigen Bedingungen der diesjährigen Storchensaison ein besonderer Glücksfall. Hoffen wir, dass das Paar jetzt bleibt und im kommenden Jahr früher da ist, um dann auch zu brüten.
Der Mai 2009 entpuppt sich damit immer mehr als besonderer Monat. Nachdem es heute telefonisch auch eine Bestätigung für das Storchenpaar in Kirch Mulsow gegeben hat (beide Partner sind seit dem 21. Mai konstant am Horst), hat sich die Anzahl der einzelnen Störche, die in diesem Monat noch Horstbindung entwickelt haben, auf erstaunliche 17 gesteigert. Damit erhöht sich auch die momentane Anzahl der Horstpaare auf 57 - "nur" noch zwei weniger als im Vorjahr. Allerdings haben viele der im Mai eingetroffenen Störche nicht mehr mit dem Brutgeschäft begonnen (eine Ausnahme stellt eventuell Bentwisch dar), sodass der prozentuale HPo-Anteil (Horstpaare ohne Junge) in diesem Jahr voraussichtlich überdurchschnittlich hoch sein wird.

Ein paar erfreuliche Neuigkeiten

Große Überraschung in Groß Potrems II - dieser Storch hält seit einer Woche dem letztmalig vor fünf Jahren besetzten Horst die Treue. Nach Anwohnerberichten gibt es sogar einen Konkurrenten, mit dem es regelmäßig zu Auseinandersetzungen um den Horst kommt. Die Unterlage ist in jedem Fall noch in Ordnung, das Nest selbst durch den Leerstand der letzten Jahre nur noch ein Fragment, aus dem ein ansiedlungswilliger Storch allerdings sehr wohl ein passables Storchennest machen könnte.
Die Entdeckung dieses Wiederbesiedlungsversuchs gelang im Rahmen mehrerer ausgedehnter Erkundungsfahrten, die Hans-Heinrich Zöllick (samt Begleitern) und ich in den letzten drei Tagen unternommen haben. Dabei gab es weitere erfreuliche Entdeckungen: in Zarnewanz ist bereits seit längerem ein zweiter Storch am Horst, das Paar brütet aber nicht. Auch in Kirch Mulsow war am Samstag ein Paar im Nest, hier müssen noch weitere Erkundigungen eingezogen werden. Auch die Anzahl der erfolgreich abgeschlossenen Bruten nimmt erfreulicherweise von Tag zu Tag zu. So konnte zusätzlich zu den schon bekannten Standorten Nachwuchs auch in den Storchenhorsten Stäbelow (mindestens zwei Junge), Clausdorf, Rederank (mindestens drei Junge), Parkentin und Moitin festgestellt werden. In Thelkow und sehr wahrscheinlich auch in Pankelow wird es dagegen in diesem Jahr keine Jungstörche geben.
Durch die doch recht zahlreichen Ankünfte im Mai hat sich die Anzahl der Horstpaare in unserem Landkreis mittlerweile auf 54 erhöht, das ist jetzt noch ein Minus von fünf Horstpaaren gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommen noch fünf bis sechs Einzelstörche, die ihr Nest allein besetzt halten. Von diesen 54 Horstpaaren werden mindestens neun keinen Bruterfolg haben, in den übrigen Nestern besteht momentan noch Hoffnung.
Im Fotoalbum gibt es dieses Mal aktuelle Fotos aus Groß Potrems I, Klingendorf, Kowalz, Stäbelow und Clausdorf.

Vielerorts heftige Horstkämpfe


In diesen Tagen häufen sich die Nachrichten über heftige Horstkämpfe an den Nestern. Es sieht so aus als ob zuletzt doch noch in größerer Anzahl Störche auch in unserer Region eingetroffen sind. Das obige Foto sandte eine Storchenfreundin aus Zarnewanz, wo sie am 26. April erstmals einen Storch im Nest stehen sah.
In Liepen stritten am Sonntag gleich zehn Störche um den Horst, der seit dem 6. April nur von einem Storch besetzt war. Immerhin ist jetzt seit zwei Tagen dauerhaft ein Paar vor Ort. Das gilt auch für Neu Thulendorf, wo das lange Warten nach 20 Tagen am 24. April ein Ende hatte. In Groß Lüsewitz gab es gestern Abend einen Kampf von gleich vier Störchen. Momentan ist die Lage unübersichtlich, es wird aber am Nest gebaut. Das gilt auch für Bentwisch, wo aber zum großen Leidwesen der Anwohner ebenso noch ein zweiter Storch fehlt wie in Petschow. Das ist umso erstaunlicher als in beiden Nestern letztes Jahr je drei Jungstörche groß wurden. Einige wenige Tage der Hoffnung bleiben jetzt noch, aber nach dem 1. Mai wird der Bruttrieb erfahrungsgemäß stetig geringer.

Erster Storch im Landkreis Bad Doberan gesichtet!

Ein aufmerksamer Beobachter hat uns heute telefonisch die für dieses Jahr erste sichere Sichtung eines Weißstorchs im Landkreis Bad Doberan gemeldet - vielen Dank nach Kamin für die Information! Danach stand bereits am 8. März ein Storch auf dem Nest in Kirch Mulsow. Hier war letztzes Jahr nur ein einzelner Storch ansässig, so dass abzuwarten bleibt, ob es sich um einen vorübergehenden Horstbesucher oder um einen dauerhaften Interessenten gehandelt hat. Jedenfalls war der Horst am vergangenen Samstag nicht besetzt, als Hans-Heinrich Zöllick ihn kurz inspizierte. Wir werden das selbstverständlich im Auge behalten und darüber berichten.

Günstige Witterungsbedingungen sorgen für weitere Rückkehrer

Seit Freitag zurück: der erste Storch in Detershagen

Bei einer großen Rundfahrt durch den westlichen Teil des Landkreises Bad Doberan konnten heute weitere fünf zurück gekehrte Störche festgestellt werden. Die Daten dazu lauten im Einzelnen (jeweils 1. Storch):
- Detershagen 28.3.
- Kirch Mulsow 28.3.
- Reinshagen 29.3.
- Gerdshagen 29.3.
- Kröpelin III 30.3.
Bei den noch bis Dienstag angekündigten günstigen Witterungsbedingungen (mit südlichen bis östlichen Windrichtungen) sollte sich die Anzahl der Rückkehrer noch deutlich erhöhen.
Weitere Fotos von den jeweils mit einem Einzelstorch besetzten Storchenhorsten Detershagen, Schmadebeck II, Kröpelin III und Reinshagen gibt es im Fotoalbum).

Wiederbesetzung des Horstes in Klingendorf

Ganz überraschend erhielten wir heute die Nachricht, dass der zuletzt 2004 belegte Storchenhorst in Klingendorf seit etwa fünf Wochen kontinuierlich von einem Storchenpaar besetzt wird. Der erste Storch traf dort am 9.5. ein, der zweite am 13.5. Ist dies eine positive Nachricht, so müssen wir leider aus Kirch Mulsow und Heiligenhagen vermelden, dass es dort in diesem Jahr keinen Storchennachwuchs geben wird. Ein ähnlicher Verdacht besteht jetzt auch für Moitin, doch ist die Situation dort noch unklar. Die Brutverlaufs- und die Ankunftskarte wurden aktualisiert.

Neue Brutverlaufskarte

Wie versprochen, gibt es heute Abend im Fotoalbum weitere Bilder meiner gestrigen Tour zu acht Nestern im östlichen Landkreis Bad Doberan. Die dabei entdeckten Jungstörche, deren Anzahl zurzeit natürlich noch unklar ist, machen die folgende überarbeitete Brutverlaufskarte notwendig. Auch aus Kirch Mulsow und aus Vorder Bollhagen erhielten wir zwischenzeitlich die Information, dass dort mit der Brut begonnen wurde. Mit großer Sicherheit sind noch in zahlreichen weiteren Nestern Jungstörche geschlüpft, doch hat uns bisher keine weitere Nachricht erreicht.

Kein gutes Storchenjahr 2007 zu erwarten

Stand: 1.5.2007
grün = Ankunft des ersten Storchs bis zum 31. März
hellgrün = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 1. und dem 5. April
gelb = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 6. und dem 10. April
orange = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 11. und dem 15. April
rot = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 16. und dem 20. April
lila = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 21. und dem 25. April
weiß = Horst 2006 besetzt, 2007 noch kein Storch nachgewiesen
schwarz = Horst zwischen 2000 und 2005 mindestens ein Mal besetzt, 2006 unbesetzt

In den letzten Tagen haben wir noch einmal eine Vielzahl von Storchennestern aufgesucht, um die aktuelle Situation im Landkreis Bad Doberan zu klären. Dadurch ist jetzt ein relativ guter Gesamtüberblick und eine erste auch zahlenmäßige Prognose möglich. Anders als noch im März angesichts zahlreicher früher Rückkehrer angenommen, sieht es momentan nach einem schlechten Storchenjahr aus. Die Anzahl der Horstpaare (während der Brutzeit sind zwei Störche für mindestens vier Wochen am Nest) wird gegenüber 2006 um schätzungsweise 10 bis 25 Prozent zurückgehen. Der historische Tiefststand aus dem großen Störungsjahr 2005 wird voraussichtlich nochmals deutlich unterboten werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die seit Wochen anhaltende Trockenheit ein wesentlicher Faktor für diese sich abzeichnende Entwicklung darstellt. In keinem Jahr zuvor wurden so viele Störche gemeldet, die nur vorübergehend einen Standort besetzten und dann wieder verschwanden. Es gibt bzw. gab im März und April also insgesamt deutlich mehr Störche in der Region, die ursprünglich brutwillig waren. Sie haben jedoch offenkundig das dafür notwendige Nahrungsangebot als unzureichend eingestuft und sind dann weitergezogen. Andere blieben ihrem Nest zwar treu, haben aber nicht mit einer Brut begonnen. Welche Auswirkungen die lang anhaltende Trockenheit auf die Anzahl der flügge werdenden Jungstörche hat, bleibt abzuwarten. Ergiebiger Niederschlag in naher Zukunft wäre jedenfalls außerordentlich wichtig, ist aber voraussichtlich vor Anfang nächster Woche nicht zu erwarten.
Um einen realistischeren Eindruck von der aktuellen Situation an unseren Nestern zu erhalten, werden wir demnächst eine neue Karte "Brutstatus 2007" bereitstellen und jeweils aktualisieren. Dort sollen dann auch Meldungen über geschlüpfte Jungstörche eingehen.
In die für den weiteren Verlauf nur noch bedingt aktuelle Ankunftskarte wurden noch einmal folgende neue Informationen eingearbeitet:
- Reppelin (1. Storch: 6.4./2. Storch 16.4.)
- Gnewitz (4.4./6.4.)
- Woltow (14.4./vor dem 18.4.): Nest inzwischen wieder verlassen
- Grammow (25.3./26.3.)
- Kowalz (2. Storch: 25.4.)
- Thelkow (2. Storch: 20.4.)
- Zarnewanz (14.4./18.4.)
- Heiligenhagen (1. Storch: 28.3., dann unbesetzt, wieder besetzt: 3.4./25.4.)
- Moitin (Anfang April/Mitte April)
- Kirch Mulsow (Anfang April/Mitte April)

Folgende Nester waren jeweils nur kurzzeitig bzw. vorübergehend besetzt: Groß Bölkow, Danneborth (Paar), Lehnenhof, Retschow I, Damm, Rosenhagen (Paar/4 Wochen), Neu Wendfeld, Hof Tatschow, Liepen (Paar), Klein Wehnendorf, Tessin, Woltow.

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