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Klein Grenz

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Auch in Klein Grenz und Bröbberow kein Bruterfolg

In den letzten Tagen kamen von drei weiteren Standorten schlechte Nachrichten ein. In Klein Grenz und in Bröbberow, wo vor etwa zwei Wochen Storchennachwuchs geschlüpft war, ist die Brut gescheitert. Anwohner berichteten aus Klein Grenz, dass dort Mitte der Woche ein totes Küken unter dem Nest lag (daneben wurde noch von einem weitere Ei Schalen gefunden). Die beiden Altstörche, die sich dort Anfang Mai neu angesiedelt hatten, sollen jedoch noch am Horst sein und daran bauen. In Bröbberow, wo die Brut ebenfalls erst sehr spät begonnen hatte, war das Nest heute komplett verwaist - sicheres Zeichen, dass auch dort keine Jungstörche mehr am Leben sind. Vor einer Woche hatte ich einen tot unter dem Horst entdeckt. Bereits am vergangenen Dienstag haben Anwohner am Horst Broderstorf II beobachtet, dass die Altstörche vergeblich versuchten, einen schon recht großen, leblosen Jungstorch abzuwerfen. Ob es hier noch weiteren Nachwuchs gibt, ist zurzeit noch nicht endgültig geklärt und bedarf noch weiterer Nachforschungen. In jedem Fall hat der Anteil der Storchenpaare ohne ausfliegenden Nachwuchs bereits jetzt 40 Prozent erreicht - dieser Wert liegt damit fast doppelt so hoch wie 2007, dem von den Nachwuchsziffern her letzten guten Storchenjahr in unserer Region.

Gute Nachrichten aus dem Rostocker Zoo


Dieser Brutstorch vom Baumhorst im Rostocker Zoo (Rostock Zoo II) pausiert auf einer künstlichen Nisthilfe. Gerade ist er von seinem Partner abgelöst worden, der - nach Berichten von Zoo-Mitarbeitern - mindestens zwei Jungstörche füttert. Auch die anderen Nachrichten während des gestrigen Zoobesuchs waren erfreulich: im Horst auf der Bärenburg werden zwei Jungstörche groß (ein weiterer ist bereits vor einiger Zeit tot abgeworfen worden), und das kleine Findelkind aus Hohen Luckow, das ich vor einer Woche in die Obhut des Zoos übergeben hatte, soll auch wohlauf sein. Im Fotoalbum gibt es weitere Fotos aus Fienstorf und vom Horst Rostock Zoo I.
In Albertsdorf konnten heute mindestens zwei Jungstörche bei einer Fütterung festgestellt werden, in Biendorf beobachteten Anwohner sogar drei Küken, die dort Ende Mai geschlüpft sein dürften. Schließlich deutet einiges darauf hin, dass es jetzt auch in Klein Grenz Storchennachwuchs gibt. Hier werden die nächsten Tage vermutlich genauere Erkenntnisse bringen.
Am Dienstag, 16. Juni, beginnt am Horst Biestow Dorf die diesjährige Beringungsaktion, die erstmals seit DDR-Zeiten auch wieder den Landkreis Bad Doberan umfasst. Insgesamt 50 Ringe stehen zur Verfügung und sollen - so möglich - in den nächsten Wochen angebracht werden. Wir werden über diese Aktionen, die dankenswerter Weise vom Kreisbauernverband Bad Doberan e. V. und vom Bauernverband Bützow e. V. durch großzügige finanzielle Hilfe gefördert werden, an dieser Stelle ausführlich berichten.

Vogtshagen und Klein Grenz - die beiden positiven Ausnahmen


Im Vorjahr unbesetzt, wird dieses Jahr im Storchenhorst Vogtshagen gebrütet.

Auch in einem sehr schlechten Storchenjahr wie diesem (wir gehen weiterhin von einem Rückgang der Horstpaare gegenüber dem Vorjahr um 20 % aus) gibt es sie, die positiven Ausnahmen. In Vogtshagen, wo 2007 im Starkregen die gesamte Brut ums Leben kam und 2008 kein Storch dauerhaft ansässig wurde, wird in diesem Jahr wieder gebrütet. In etwa zwei Wochen ist mit dem Schlupf der Jungen zu rechnen. Auch in Klein Grenz besteht weiterhin Aussicht auf Storchennachwuchs, denn seit etwa einer Woche sind alle Anzeichen des Brutgeschäfts vorhanden. Hier hat es seit Jahrzehnten keine Jungstörche mehr gegeben. Übrigens handelt es sich um keinen Umzug des Ziesendorfer Storchenpaares, wie zunächst vermutet. Dort wird zwar ganz offensichtlich nicht gebrütet (anders als in Bröbberow), doch ist regelmäßig ein Paar am Horst. In Roggow landete am Montag ein Storchenpaar - es bleibt abzuwarten, ob es sich dort dauerhaft niederlässt. Einige neue Fotos gibt es im Fotoalbum.
In diesen Tagen schlüpfen nun auch in unserer Region die ersten Küken - da ist es ein Segen, dass für die nächsten Tage endlich wieder Regen angekündigt ist. Das erleichtert den jungen Storcheneltern vor allem die Suche nach Regenwürmern, die besonders in den ersten beiden Lebenswochen eine wichtige Nahrungsquelle für die noch sehr kleinen Küken darstellen.

Vielerorts ruhiges Brutgeschäft


Weite Wiesen prägen die Landschaft vor dem Biendorfer Storchennest (es befindet sich auf dem Mast in der Hintergrund-Mitte)

Zwei Kontrollfahrten in den westlichen Teil des Landkreises Bad Doberan erbrachten in den vergangenen Tagen den Eindruck, dass in den meisten der dort besetzten Horste ruhig gebrütet wird. Ausnahmen stellen lediglich Ziesendorf, Wischuer und Schmadebeck I dar. Hier wird es in diesem Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Storchennachwuchs geben. Demgegenüber scheint das Paar in Bröbberow doch noch mit dem Brutgeschäft begonnen zu haben. Auch aus Klein Grenz gibt es Positives zu vermelden. Erstmals seit vielen Jahren wird dort jetzt von einem Storchenpaar am Horst gebaut. Ob es noch zu einem Brutversuch kommt, erscheint indes mehr als fraglich. Aus Pastow erreichte uns die Nachricht, dass dort seit dem 8. Mai ein Storch am Horst ist (im Vorjahr war der Standort unbesetzt). Aktuelle Fotos gibt es - wie immer im Fotoalbum - dieses Mal aus Biendorf, Moitin und Parkentin.

"Mai-Störche" in Klein Grenz und Altenhagen I

Erneut sind uns Störche gemeldet worden, die - zumindest vorläufig - Horstbindung zu entwickeln scheinen. Im Horst Altenhagen I ist seit dem 2. Mai regelmäßig ein Storch gesehen worden, in Klein Grenz gab es schon seit dem 30. April für drei Tage eine entsprechende Beobachtung. Seit heute nun ist dieses Paar kontinuierlich am Nest:

Foto: S. Marklein
Es bleibt abzuwarten, ob auch die Visite dieser "Mai-Störche" eine Episode bleibt.

Deutlich weniger Storchenpaare als im Vorjahr


Dieses Storchenpaar in Bröbberow ist erst seit wenigen Tagen zusammen - ob es noch mit einer Brut beginnen wird, ist fraglich.

Nachdem mittlerweile die ersten Mai-Tage hinter uns liegen und von jetzt an erfahrungsgemäß nur noch sehr wenige zusätzliche Störche eine dauerhafte Nestbindung eingehen werden, ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Die Tendenz der vergangenen Wochen hat sich in den letzten Tagen nicht mehr umgekehrt. Auch wenn in Bröbberow (22.4.), Petschow (30.4.) und heute endlich auch in Schmadebeck I jeweils noch ein zweiter Storch eintraf, so sind es damit doch nur 49 Horstpaare, die uns im Landkreis Bad Doberan bis heute bekannt geworden sind. Das ist gegenüber dem Vorjahr (59 Paare) ein Rückgang von fast 20 Prozent. Nach allem, was wir wissen, hat es in unserem Landkreis in den vergangenen 100 Jahren nie so wenige Störche gegeben wie in diesem Jahr. Es sind herbe, zum Teil auch ganz unerwartete Lücken entstanden. So ist der Standort Gerdshagen, eigentlich eine "sichere Bank" und auch im Vorjahr mit Bruterfolg, immer noch unbesetzt. Das gleiche Bild ergibt sich beim Blick nach Roggow, wo seit 1976 mit Ausnahme eines Jahres (1990) immer Störche waren. Besonders der Altkreis Bad Doberan ist mit einem Verlust von sechs Horstpaaren gegenüber dem Vorjahr (außer den beiden genannten noch Ivendorf, Altenhagen I, Vorder Bollhagen und Rosenhagen) besonders stark betroffen. Im Amt Schwaan sieht es etwas besser aus (hier ist Kassow unbesetzt), und im Altkreis Rostock Land besteht noch eine gewisse Resthoffnung für die zurzeit von einem Einzelstorch besetzten Nester Bentwisch, Groß Lüsewitz, Zarnewanz und eventuell auch Reppelin. In Kritzmow gibt es keine Störche, dafür aber nach einjähriger Pause wieder in Vogtshagen - dieses Jahr der einzige wirkliche Lichtblick.
Ein großes Dankeschön gebührt allen Storchenfreunden, die uns bisher (und hoffentlich auch weiterhin) unermüdlich mit Nachrichten und auch Fotos versorgt haben (siehe dazu auch neue Fotos im Fotoalbum)! Immer wieder hat das kurzzeitige Erscheinen von Störchen Hoffnung geschürt, so zuletzt in Hof Tatschow und in Klein Grenz, doch nach drei oder vier Tagen waren sie wieder verschwunden. Man kann dann ziemlich sicher davon ausgehen, dass die Prüfung der Nahrungsverhältnisse im Umfeld des Nestes negativ ausgegangen ist. Sie ziehen weiter, weil die Störche davon ausgingen, nicht genug Nahrung für die erfolgreiche Aufzucht ihres Nachwuchses zu finden. Die lang anhaltende Trockenheit hat sicher auch ihren Teil dazu beigetragen. Es fehlt also vor allem an brutbereiten Paaren. Dagegen sind seit Wochen immer wieder und an vielen Standorten unseres Landkreises Ansammlungen von bis zu zehn Störchen gesichtet worden, die offenbar Ausschau nach geeigneten Brutrevieren hielten. Von diesen Störchen und weiteren Spätheimkehrern geht weiterhin ein nicht zu unterschätzendes Störpotenzial für die brütenden Paare aus. Den ersten Nachwuchs erwarten wir in etwa einer Woche.
In anderen Teilen Ostdeutschlands zeichnen sich ähnliche Tendenzen ab - im Einzugsbereich der Ostzieher kann mit keinem guten Storchenjahr mehr gerechnet werden.

Wiederansiedlung in Klein Grenz?

Heute erreichte uns aus der Gemeinde Bröbberow per E-Mail die Nachricht, dass im dortigen Ortsteil Klein Grenz seit dem 21. April mindestens ein Storch regelmäßig anwesend ist. Anwohner haben in den letzten Tagen auf dem Horst in der Dorfstraße auch bereits Kopulationen mit einem zweiten Storch beobachtet. Momentan wechselt der eine Storch tagsüber zwischen den drei Nisthilfen, die es im Ort gibt. Nachts hat er einen festen Schlafplatz.
Diese Information ist deshalb besonders bemerkenswert, weil es in Klein Grenz zuletzt 2003 ein Horstpaar gegeben hat. Es wäre sehr schön, wenn es hier jetzt zu einer Wiederansiedlung kommen würde.

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