In den letzten Tagen kamen von drei weiteren Standorten schlechte Nachrichten ein. In Klein Grenz und in Bröbberow, wo vor etwa zwei Wochen Storchennachwuchs geschlüpft war, ist die Brut gescheitert. Anwohner berichteten aus Klein Grenz, dass dort Mitte der Woche ein totes Küken unter dem Nest lag (daneben wurde noch von einem weitere Ei Schalen gefunden). Die beiden Altstörche, die sich dort Anfang Mai neu angesiedelt hatten, sollen jedoch noch am Horst sein und daran bauen. In Bröbberow, wo die Brut ebenfalls erst sehr spät begonnen hatte, war das Nest heute komplett verwaist - sicheres Zeichen, dass auch dort keine Jungstörche mehr am Leben sind. Vor einer Woche hatte ich einen tot unter dem Horst entdeckt. Bereits am vergangenen Dienstag haben Anwohner am Horst Broderstorf II beobachtet, dass die Altstörche vergeblich versuchten, einen schon recht großen, leblosen Jungstorch abzuwerfen. Ob es hier noch weiteren Nachwuchs gibt, ist zurzeit noch nicht endgültig geklärt und bedarf noch weiterer Nachforschungen. In jedem Fall hat der Anteil der Storchenpaare ohne ausfliegenden Nachwuchs bereits jetzt 40 Prozent erreicht - dieser Wert liegt damit fast doppelt so hoch wie 2007, dem von den Nachwuchsziffern her letzten guten Storchenjahr in unserer Region.