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Rederank

Rederanker Störchin hat wieder einen Partner

Heute erreichte uns die erfreuliche Nachricht, dass die Rederanker Störchin einen neuen Partner gefunden hat. An diesem Nest war der männliche Brutstorch vor etwa zehn Tagen unter tragischen Umständen verschwunden. Sehr wahrscheinlich ist er Opfer eines achtlos weggeworfenen Kunststoffnetzes geworden, in dem sich seine Beide verwickelt hatten. Ob die Störchin indes noch ein Nachgelege tätigen wird, bleibt abzuwarten.
Horstkämpfe gab es am Montag in Petschow. Dabei attackierten drei Fremdstörche sehr heftig das bereits brütende Paar. Mindestens ein Ei ging dabei verloren, doch scheint die Brut inzwischen fortgesetzt worden zu sein.
Leider fehlt uns immer noch rund ein Viertel des Vorjahresbestandes. Leer waren zuletzt auch noch mehrere langjährig erfolgreiche Traditionsnester wie Hohen Schwarfs, Broderstorf I und Bentwisch. Wir können nur hoffen, dass mit der angekündigten Wetterbesserung noch recht viele Nachzügler zu uns gelangen.

Aus dem Wildpark Eekholt nach Moitin

Moitin, 23.4.16

Im Sommer 2012 wurde im Wildpark Eekholt (Schleswig-Holstein) ein Weißstorch-Küken erfolgreich aufgezogen und anschließend ausgewildert. Danach verlief sich seine Spur zunächst. Ab Ende Juni vergangenen Jahres freundete sich dieser Storch jedoch - inzwischen dreijährig - mit unserem westlichsten Storchennest in Kirch Mulsow an. Bis Ende August blieb DEW 9X427 dort zusammen mit einer unberingten Partnerin. In diesem Jahr nun kehrte er in unsere Region zurück und besetzt seit rund einer Woche mit einer wiederum unberingten Storchendame das benachbarte Storchennest Moitin. Wer das Paar momentan beobachtet, hat den Eindruck, es könnte in diesem Jahr mit dem Nachwuchs klappen, wobei es natürlich noch Auseinandersetzungen mit dem Moitiner Männchen des Vorjahres geben könnte, sollte dieses noch zurückkehren.
Aus Liepen kann ich vermelden, dass das neue Paar offenbar dauerhaft Gefallen an dem Nest gefunden hat und kurz vor dem Brutbeginn steht. DEW 1T724 hat sich als Weibchen entpuppt.
Sehr bedauerlich ist das spurlose Verschwinden des Storchenmannes in Rederank, wo die Brut schon begonnen hatte. Es ist von den Anwohnern beobachtet worden, dass sich ein rotes Kunststoff-Netz um die Stelzen geschlungen hatte. Leider war es nicht möglich, den flugfähigen Altvogel einzufangen und ihn davon zu befreien. Nun bleibt nur die Hoffnung auf ein neues Männchen und eventuell noch ein Nachgelege.
Neue Paarbildungen gab es in den letzten Tagen in Detershagen, Stäbelow, Wolfsberg und Thulendorf.

Aktuelle Ankunftskarte:
http://www.stoerche-doberan.de/drupal/node/749

Abwürfe

Zu jeder Storchensaison gehört leider auch immer das Thema "Abwürfe" - Küken, die zumeist tot unter dem Nest gefunden werden. Die Ursachen können dabei ganz vielfältig sein, wie auch die letzten Tage wieder gezeigt haben. Oft ist es möglich, anhand der näheren Umstände die Ursachen wenn nicht zu ergründen so doch zumindest plausibel zu machen. So fanden Anwohner in Heiligenhagen ein noch sehr kleines Küken unter dem Nest, daneben aber auch zwei Eier, bei denen der Schlupf unmittelbar bevorstand. Da Witterungseinflüsse und Nahrungsengpässe hier ausscheiden und beide Altstörche noch am Nest sind, ist als Ursache Fremdeinwirkung, vermutlich durch andere Störche, wahrscheinlich. In Thulendorf wurde ein recht kleines Küken tot unter dem Nest gefunden, während oben im Nest noch drei - deutlich besser entwickelte - Geschwister zu sehen waren. Hier dürfte der klassische Fall des "Nesthäkchen-Schicksals" eingetreten sein. Das kleinste, als letztes geschlüpfte Küken bekommt nicht genug Futter ab, verkümmert schließlich und stirbt dann oft schon im Nest. Wieder anders dürfte der Fall in Hohen Schwarfs gelagert gewesen sein. Hier beobachteten die Anwohner, dass ein Altstorch nacheinander versuchte, zwei Küken zu verschlingen. Das misslang zwar, doch lagen die beiden armen Kreaturen am nächsten Tag dann tot unter dem Nest. Der Altvogel dürfte hier bewusst die Anzahl der Küken reduziert haben, weil er instinktiv festgestellt hatte, dass das vorhandene Nahrungsangebot nicht ausreichen würde, um alle Küken zu kräftigen Jungstörchen heranzuziehen. Das ist auch aus menschlicher Sicht durchaus "vernünftig": vier schwächliche Küken flügge zu bekommen, ist wesentlich weniger sinnvoll als die Aufzucht von zwei am Ende kräftigen Jungstörchen. In Ziesendorf wurde ein nur wenige Tage altes Küken abgeworfen - hier könnte eine Krankheit die Ursache gewesen sein.
Glücklicherweise gibt es aus den letzten Tagen aber auch viele positive Nachrichten: so wurden in Cammin, Benitz, Satow, Rederank und Berendshagen drei Jungstörche beobachtet, in Kröpelin sogar vier. Dass das (vorläufige) Brutergebnis gerade hier so gut aussieht, ist nicht verwunderlich, denn das Kröpeliner Paar - vermutlich aus zwei Westziehern bestehend - war in unserer Region mit weitem Abstand am frühesten komplett. Dementsprechend sind dort auch schon Mitte Mai die ersten Küken geschlüpft. Der Regen, der heute Abend eingesetzt hat, ist zwar sehr kräftig angekündigt, aber er wird nicht zu lange anhalten und vor allem wird es mild bleiben. Er sollte von den Küken gut überstanden werden, dafür aber das Nahrungsangebot wieder verbessern.

Aktuell: Bruterfolgskarte

Langsam schauen sie über den Nestrand

Drei Jungstörche zeigen sich am 7.6. im Thulendorfer Nest. Foto: B. Becker

Etwa eine Woche später als in "Durchschnittsjahren" sind die Küken in vielen Storchennestern jetzt so groß, dass sie über den Nestrand gucken und von "unten" beobachtet werden können. Alle Zählungen sind jetzt noch vorläufig - zumal es leider auch wieder Abwürfe gibt (in den letzten Tagen beobachtet in Hohen Schwarfs 2x, Thulendorf und Broderstorf I).
Der jeweils aktuelle Zwischenstand kann in unserer Bruterfolgskarte abgerufen werden. Immerhin sind in einigen Nestern wie z. B. Göldenitz, Thulendorf, Rederank und Biestow zuletzt je drei Jungstörche beobachtet worden, obwohl es dort in der Vergangenheit zumeist nur zu einem flügge werdenden Duo gereicht hat. Dagegen sieht es so aus als wenn das offenbar noch unerfahrene Storchenpaar in Wischuer in diesem Jahr ohne Bruterfolg bleiben wird. Besondere Skepsis ist ohnehin gerade an den Nestern geboten, die in diesem Jahr neu bzw. wiederbesetzt worden sind. Für die von vielen Storchenfreunden einlaufenden Informationen möchte ich mich einmal mehr herzlich bedanken!
So paradox es angesichts der Fluten an der Elbe klingen mag, aber in unserer Region könnte es fast schon wieder zu trocken werden, denn in den letzten 14 Tagen hat es fast keinen Regen gegeben. Auch in der jetzt beginnenden Woche wird voraussichtlich kein nennenswerter Niederschlag fallen.

Erfolgreiche Auswilderung von neun Jungstörchen


Kurz vor dem Sprung in die Freiheit sind diese neun Jungstörche, die am heutigen Dienstag bei Jürgenshagen/GÜ am Rande einer großräumigen Wiesenlandschaft ausgewildert werden konnten. Foto: B. Becker

Dank der umsichtigen und kameradschaftlichen Hilfe des Güstrower Kreisstorchenbetreuers Paul Thomzick war es möglich, sie ganz in der Nähe eines kleinen, aus fünf Jung- und acht Altstörchen bestehenden Trupps zu platzieren - ein herzliches Dankeschön auch an dieser Stelle! So besteht nun die begründete Hoffnung, dass die neun Youngster Anschluss an ihre erfahrenen Artgenossen finden und mit diesen demnächst gemeinsam in den Süden ziehen werden. Die heute in die Freiheit entlassenen Jungstörche waren zuvor - für unterschiedlich lange Zeiträume - im Zoo Rostock aufgezogen bzw. gepflegt worden:
- HE 651 stammt aus Kuhlrade/RDG und war am 24. Juli unter dem Nest des dortigen Storchenhofs gefunden worden
- HE 680 kam aus Gnewitz, wo er am 23. Juli ebenfalls unterhalb des Nestes entdeckt worden war
- HE 687 und 688 hatten Glück im Unglück, als in Tangrim/RDG der Mast mitsamt dem Storchennest umstürzte und sie dennoch unverletzt in den Rostocker Zoo gebracht werden konnten
- HE 689 schlüpfte etwa Mitte Mai in Rederank aus dem Ei, am 21. Mai fanden wir ihn als winziges Küken unter dem Nest; dank der aufopferungsvollen Pflege der Tierpfleger im Rostocker Zoo ist er zu einem stattlichen Storch herangewachsen
- HE 690, 692 und 693 sind Zöglinge der im Zoo Rostock wild brütenden Störche. Besonders der Baumhorst (Rostock Zoo II) ist für die Fluganfänger schwierig anzufliegen. Als sie Ende Juli im Zoo umherirrten, wurden sie vorübergehend "in Gewahrsam" genommen und jetzt mit ausgewildert
- HE 691 schließlich stammt aus Kavelsdorf/RDG, wo er Anfang Juni unter dem Nest gefunden worden war. Wir wünschen ihnen allen ein möglichst langes und gesundes Storchenleben in Freiheit.
Ein weiterer Jungstorch (HE 694, ebenfalls aus Rostock) konnte aufgrund seines unzureichenden Entwicklungszustandes jetzt noch nicht ausgewildert werden.
Bereits am 31. Juli wurde der flügge Jungstorch HE 637 in einiger Entfernung von seinem Heimathorst Schmadebeck I Opfer eines sehr großen Raubvogels.
Der Wendfelder Jungstorch HE 615, der eine Beinverletzung erlitten hatte, humpelt erfreulicher Weise nicht mehr, berichteten die Anwohner.

Vorbereitung auf die Beringung der Jungstörche

So wie hier in Fienstorf (Foto: G. Vogel) sind die Jungstörche an den früh besetzten Nestern so weit herangewachsen, dass sie in der kommenden Woche beringt werden können. Allerdings war die Ankunft der Störche in diesem Jahr wesentlich verteilter als 2010, sodass wir eine Aufteilung vornehmen mussten. Am Montag, 20. Juni werden im Landkreis Bad Doberan (und in Biestow) die Jungstörche in insgesamt 15 Nestern beringt, eine zweite Tour folgt dann etwa zwei bis drei Wochen später. Wir danken dem Kreisbauernverband Bad Doberan e.V. sowie dem Bauernverband Bützow e. V., dass sie uns wie schon in den Vorjahren finanziell und personell unterstützen. E.on edis gewährleistet uns durch kurzzeitige Unterbrechung der Stromversorgung die gefahrlose Beringung der drei kräftigen Jungstörche in Rederank. Bei den Vorbereitungen für die erste Beringungsrunde entdeckten wir, dass außer in Wendfeld zurzeit auch in Liepen und Bandelstorf je vier Jungstörche in den Nestern sitzen. Auf die genauen Ergebnisse sind wir sehr gespannt und hoffen, dass das Wetter zumindest einigermaßen gut mitspielt. Im Altkreis Ribnitz-Damgarten ist die erste Beringungsrunde für Do., 23.6. vorgesehen.
Jens Köhler (Greifswald) las heute in Owstin bei Gützkow (Ostvorpommern) den Ringstorch DEH H 8083 ab. Dieses Weibchen wurde im Juni 2008 in Brünkendorf/RDG von uns beringt. Damit wurde erstmals seit der Wiederaufnahme der flächendeckenden Beringung in unserer Betreuungsregion 2008 ein hier beringter Storch als Brutvogel nachgewiesen.

Monitoring im Altkreis Ribnitz-Damgarten

Gute Nachrichten aus dem Zoo Rostock - dem kleinen Findlingsstorch aus Rederank geht es sehr gut, er wächst und gedeiht. Außerdem ist beobachtet worden, dass sich im Nest jetzt noch drei und nicht nur zwei Jungstörche befinden. Foto: B. Becker

Seit dem Jahr 2008 führt Hans-Heinrich Zöllick in Absprache mit den Naturschutzbehörden ein Monitoring an rund 15 Storchennestern des Altkreises Ribnitz-Damgarten durch. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet. Heute fand die zweite Kontrollfahrt des Jahres statt. Folgende Zwischenergebnisse liegen vor:
- Altenwillershagen: 4 Eier, die auch heute noch bebrütet werden (2. Storch erst am 19.4. eingetroffen)
- Alt Steinhorst: 2 von ehemals 3 Eiern werden bebrütet, ein Ei wurde aus dem Nest geworfen (Wiederbesiedlung, vermutlich unerfahrenes Paar)
- Bookhorst: keine Eier (Störchin Helgoland T716 legt seit Jahren keine Eier)
- Brünkendorf: aus 4 Eiern schlüpften 4 Jungstörche (drei sehr kräftige und ein deutlich zurückgebliebener)
- Carlsruhe: Horstpaar ohne Eier
- Forkenbeck: aus 5 Eiern schlüpften 5 Jungstörche (altersgemäße Größenunterschiede)
- Freudenberg Heim: keine Eier (Paar erst im Mai eingetroffen)
- Kavelsdorf: aus 5 Eiern schlüpften 4 Küken (drei kräftige und ein schwächliches sind im Nest)
- Klockenhagen: aus 6 Eiern schlüpften 5 Küken (altersgemäße Größenunterschiede, das 6. Ei ist möglicherweise unbefruchtet)
- Kloster Wulfshagen: aus 4 Eiern schlüpften 4 Küken (keine auffälligen Größenunterschiede)
- Neu Steinhorst: aus 5 Eiern schlüpften 3 Küken (recht gleichmäßig groß), dazu ein unbefruchtetes Ei
- Kuhlrade: Eier im Nest, werden bebrütet
- Tressentin: 4 Eier gelegt, 2 kleine Küken vor kurzem geschlüpft, 2 Eier werden noch bebrütet
- Wiepkenhagen: Horstpaar ohne Eier
- Wöpkendorf: 4 Eier, keine weitere Kontrolle möglich

Diese Zahlen lassen auf aktuell recht gute Nahrungsverhältnisse schließen, bisher dürfte nur in Neu Steinhorst und Kavelsdorf je ein Küken verloren sein. Allerdings muss damit gerechnet werden dass noch eine ganze Reihe weitere Küken den Überlebenskampf im Horst nicht überstehen wird. Wie erfolgreich die Spätbruten am Ende sein werden, bleibt abzuwarten. Sollte das Wetter weiter gut mitspielen, wonach es für die nächsten Tage aussieht, dann verbessern sich die Chancen auf ein günstiges Brutergebnis.
Eine weitere Neuansiedlung gibt es aus Carlsthal (RDG) zu vermelden, wo der Energieversorger E.on edis erst in diesem Jahr einen Mast mit Nisthilfe aufgestellt hat. Das Nistangebot wurde sofort - an Ostern - von einem Paar angenommen. Es wird gebrütet.

Die ersten Küken sind zu sehen

Foto: B. Becker
Diese beiden Storchenküken in Rederank sind die ersten, die wir dieses Jahr zu Gesicht bekommen haben. Beide Altstörche waren bereits am 29. März am Horst und haben wenige Tage später mit der Brut begonnen. Die Anwohner beobachteten, dass gestern noch vier Jungstörche im Horst waren. Allerdings scheint der kleinste Storch von einem Altvogel verschlungen worden zu sein (Chronismus ist bei Störchen häufiger anzutreffen). Einen weiteren Jungstorch, vermutlich den drittgrößten, fanden wir heute lebend unter dem Horst. Sein Sturz scheint durch Büsche abgefangen worden zu sein. Jedenfalls wies er keine erkennbaren äußeren Verletzungen auf und wirkte auch ansonsten sehr agil. Er wurde in die Tierklinik Rostock gebracht, von wo er - wenn alles gut geht - zur weiteren Pflege und Aufzucht in den Zoo Rostock kommen soll. Später, nach dem Flüggewerden, wäre dann die Auswilderung geplant. Wir drücken ihm alle Daumen!

Auch in Clausdorf scheint die Brut erfolgreich gewesen zu sein. Jedenfalls stand heute ein Altstorch am Nestrand und spendete Schatten in Richtung Nestmitte. Es dürften keine zu bebrütenden Eier mehr in der Nestmulde liegen. Gute Nachrichten gibt es auch aus Parkentin, wo heute zwei Störche auf dem Horst angetroffen wurden. In Kritzmow war heute ein Altstorch sehr intensiv mit dem Nestinhalt beschäftigt, auf den er sich danach sehr vorsichtig wieder niedersetzte - es sieht nach einer sehr spät begonnenen Brut aus. Aus Reinshagen erreichte uns die Nachricht, dass dort seit dem 19. Mai ein zweites Gelege bebrütet werden soll.

Weiter vereinzelte Rückkehrer

In den letzten beiden Tagen sind bei uns drei weitere Rückkehrer gemeldet worden:
- Groß Potrems I, 24.3. (noch nicht durch Anwohner bestätigt)
- Rostock Zoo II, 28.3.
- Rederank, 29.3.
Anders als 2007, 2008 und 2010 gibt es ganz offensichtlich in diesem Jahr keine ausgeprägte frühe Welle mit sehr vielen Rückkehrern schon im März. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden es bis zum 31. März deutlich weniger Störche als im Vorjahr sein, die ihr Nest erreichen. Damals zählten wir im gesamten Beobachtungsgebiet 101 März-Ankünfte. Diese Tendenz deckt sich mit den Erkenntnissen, die die Daten der acht deutschen Senderstörche liefern. Bis heute hatte noch keiner seinen Brutplatz erreicht.

Storchenküken der Spätbruten geschlüpft

Am 17. Juni konnte ich die erste Fütterung bei den Niendorfer Störchen beobachten. Sehr wahrscheinlich gab es auch schon davor Fütterungen, doch ist mir das genaue Schlupfdatum nicht bekannt.

In den letzten Tagen ist nun auch in den spät besetzten Nestern das Brüten zum Abschluss gekommen. Erfreulicherweise sind fast überall (Thelkow, Groß Potrems I, Hof Tatschow, Niendorf, Kirch Mulsow) noch Jungstörche geschlüpft. Es bleibt abzuwarten, wieviele von ihnen am Ende auch flügge werden. Erst einmal freuen wir uns über die schönen Nachrichten. In Rederank haben die Störche offenbar Anfang Juni, unmittelbar nach dem Herauswerfen eines Kükens und dem - vermutlich vollständigen - Zerstören der restlichen Eier im Nest ein Nachgelege getätigt. Jedenfalls berichteten die Anwohner, dass weiter fest gebrütet wird.
Der uns bekannte aktuelle Stand zur momentanen Anzahl der Storchenküken - gemau 100 im Landkreis Bad Doberan - ist wiederum in der aktualisierten "Bruterfolgskarte"eingetragen worden.

Aus Wohrenstorf wurde gemeldet, dass dort - nach sechsjähriger Pause - jetzt offenbar wieder ein Storchenpaar ansässig werden will. Jedenfalls haben sie nach Anwohnerangaben bereits ein veritables Nest gebaut.

Es bahnt sich viel Storchennachwuchs an


4 Jungstörche sind am Samstag in Hohen Luckow zu sehen gewesen.

Es sieht bisher gut aus in den meisten Storchennestern des Landkreises Bad Doberan! Am Wochenende konnte ich fast 50 Nester kontrollieren und habe dabei eine überraschend positive Zwischenbilanz ziehen können. Von den 56 Horstpaaren (Niekrenz II wird doch nur als Einzelstorch zu werten sein), haben bisher 36 nachweislich Bruterfolg, in sieben Fällen wird noch gebrütet, an sechs Nestern ist die Lage unklar bzw. noch unbekannt und nur an sieben Nestern ist bisher Bruterfolg ausgeschlossen worden. Ins Fotoalbum habe ich zahlreiche Aufnahmen vom Wochenende eingestellt.
Neben vier Paaren, die gar nicht erst mit der Brut angefangen haben, hat in Tessin ein Brutabbruch stattgefunden, während das Kowalzer Paar aus ungeklärten Ursachen seinen gesamten Nachwachs verloren hat. 1 Jungstorch wurde tot unter dem Nest gefunden. In Rederank hat am 30. Mai ein Fremdstorch den Brutvogel attakiert und dabei ein Jungtier aus dem Nest geworfen sowie vermutlich das gesamte restliche Gelege zerstört. Die Störche sind aber noch am Nest, sodass noch eine geringe Resthoffnung auf vielleicht ein noch schlüpfendes Küken besteht.
Erstaunlich ist die Tatsache, dass nicht nur in Hohen Luckow 4 Jungstörche im Nest stehen, sondern auch aus Biestow Dorf vierfacher erfolgreicher Nachwuchs gemeldet wurde. Hoffen wir, dass das Wetter in den kommenden zwei bis drei Wochen mitspielt. Dann könnte es ein gutes Storchenjahr werden (zumindest was die Anzahl der Jungstörche anbelangt).

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Bisher 74 Jungstörche gezählt

Aufgereiht wie die Orgelpfeifen zeigen sich diese drei Jungstörche in Clausdorf dem Beobachter. Sie gehören zu den größten von insgesamt 74 Jungstörchen (im Vorjahr: 93, 2007: 116), die wir in diesem Jahr bisher in den 58 besetzten Storchennestern des Landkreises Bad Doberan gezählt haben. Die standortgenaue Verteilung ist über unsere Bruterfolgskarte abrufbar.
Bis zum Flüggewerden ab Mitte Juli wird sich sicherlich noch die eine oder andere Korrektur ergeben. An der Tatsache, dass der Bruterfolg in diesem Jahr auch in unsererer Region unterdurchschnittlich ist, wird sich aber kaum etwa ändern. Genaue Ursachen für die unbefriedigende Bilanz werden nach Ende der Storchensaison zu erörtern sein. Schon jetzt aber ist klar, dass das (zu) späte Eintreffen einer größeren Anzahl von Storchenpaaren eine wesentliche Rolle gespielt hat. In den neun Horsten, in denen der zweite Storch erst nach dem 1. Mai eintraf, ist letztlich kein einziges Küken groß geworden! Die späteste Paarbildung, die noch zum Erfolg führte, fand in Biendorf (bisher drei Jungstörche) und in Liepen (bisher zwei Jungstörche) statt - und zwar am 26. April. Veränderungen in der uns bekannten Anzahl der Jungstörche gab es zuletzt in Bandelstorf (drei statt zwei Jungstörche), in Broderstorf II (trotz Tod eines Jungstorchs ist noch einer im Horst) und in Groß Potrems (Abwurf eines bereits beringten Jungstorchs am 28. Juni).
Am Wochenende habe ich mich intensiv um die Frage gekümmert, ob in Stäbelow, wie von Anwohnern gemeldet, tatsächlich einer der beiden Brutstörche beringt ist. Leider gibt es immer noch kein endgültiges Ergebnis, denn nur einer der Altstörche stellte sich nach einer Fütterung auf ein Hausdach, während der andere gleich wieder abflog, ohne dass sein (verdächtigtes) rechtes Bein kontrolliert werden konnte. Ich tendiere jedoch inzwischen zu der Annahme, dass beide unberingt sind.
In Gerdshagen, dem einzigen Nest des Vorjahres, in dem sich trotz Bruterfolgs im vorigen Sommer dieses Mal kein Storchenpaar eingefunden hatte, berichteten Anwohner, dass dort nun doch bereits seit fünf Wochen ein einzelner Storch mehr oder weniger kontinuierlich anwesend sein soll. Zuletzt wurde sogar ein zweiter Storch gesichtet. Damit erhöht sich die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbesetzung im kommenden Jahr.
Im Fotoalbum gibt es Bilder mit vielen Jungstörchen, dieses Mal aus Berendshagen, Clausdorf, Stäbelow, Schmadebeck II, Rederank und Gnemern (Landkreis Güstrow).

Zahlreiche Storchenküken werden Opfer der nasskalten Witterung

Dieser etwa zwei bis drei Wochen alte Jungstorch, den ich heute Abend frischtot unter dem Storchenhorst in Rukieten fand, ist vermutlich nur eines von zahlreichen Küken, die der augenblicklichen, nasskalten Witterungsperiode in unserer Region zum Opfer fallen. Gestern und heute meldeten Anwohner (aus Moitin, Clausdorf, Schmadebeck II und Rederank) den Fund von vier weiteren Abwürfen, wobei dies nur die Spitze des Eisbergs sein dürfte, denn viele dieser tragischen Vorfälle bleiben unentdeckt oder werden uns nicht gemeldet. Aus Kröpelin erhielten wir die Information, dass dort statt anfangs vier jetzt nur noch drei Jungstörche zu sehen sind, und auch in Grammow sind es nur noch zwei oder drei statt ursprünglich vier Jungstörche. In allen Fällen ist allerdings noch mindestens ein weiteres Küken im Horst, sodass zumindest noch keine "Totalausfälle" gemeldet wurden. Der landläufig als "Schafskälte" bezeichnete Einbruch von Polarluft trifft besonders die früh geschlüpften Jungstörche, die jetzt im Alter von zwei bis drei Wochen nicht mehr ausreichend von ihren Eltern gehudert werden können. Bei Regenmengen von 18 Litern in 6 Stunden (wie letzte Nacht in Rostock-Warnemünde) und gleichzeitigen Temperaturen weit unter 10 Grad Celsius kommt es schnell zu einer Durchnässung und Unterkühlung, die dann auch bei gut ernährten Jungstörchen sehr schnell zum Tode führen kann. Nach Auswertung der Regenradarbilder der vergangenen Nacht scheint der Ostteil unseres Landkreises besonders anhaltenden und starken Niederschlag abbekommen zu haben. Leider hält das niederschlagsträchtige und sehr kühle Wetter auch morgen noch an. Wir müssen somit davon ausgehen, dass es noch in etlichen weiteren Nestern zu Verlusten unter dem Storchennachwuchs kommen wird.

Ein paar erfreuliche Neuigkeiten

Große Überraschung in Groß Potrems II - dieser Storch hält seit einer Woche dem letztmalig vor fünf Jahren besetzten Horst die Treue. Nach Anwohnerberichten gibt es sogar einen Konkurrenten, mit dem es regelmäßig zu Auseinandersetzungen um den Horst kommt. Die Unterlage ist in jedem Fall noch in Ordnung, das Nest selbst durch den Leerstand der letzten Jahre nur noch ein Fragment, aus dem ein ansiedlungswilliger Storch allerdings sehr wohl ein passables Storchennest machen könnte.
Die Entdeckung dieses Wiederbesiedlungsversuchs gelang im Rahmen mehrerer ausgedehnter Erkundungsfahrten, die Hans-Heinrich Zöllick (samt Begleitern) und ich in den letzten drei Tagen unternommen haben. Dabei gab es weitere erfreuliche Entdeckungen: in Zarnewanz ist bereits seit längerem ein zweiter Storch am Horst, das Paar brütet aber nicht. Auch in Kirch Mulsow war am Samstag ein Paar im Nest, hier müssen noch weitere Erkundigungen eingezogen werden. Auch die Anzahl der erfolgreich abgeschlossenen Bruten nimmt erfreulicherweise von Tag zu Tag zu. So konnte zusätzlich zu den schon bekannten Standorten Nachwuchs auch in den Storchenhorsten Stäbelow (mindestens zwei Junge), Clausdorf, Rederank (mindestens drei Junge), Parkentin und Moitin festgestellt werden. In Thelkow und sehr wahrscheinlich auch in Pankelow wird es dagegen in diesem Jahr keine Jungstörche geben.
Durch die doch recht zahlreichen Ankünfte im Mai hat sich die Anzahl der Horstpaare in unserem Landkreis mittlerweile auf 54 erhöht, das ist jetzt noch ein Minus von fünf Horstpaaren gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommen noch fünf bis sechs Einzelstörche, die ihr Nest allein besetzt halten. Von diesen 54 Horstpaaren werden mindestens neun keinen Bruterfolg haben, in den übrigen Nestern besteht momentan noch Hoffnung.
Im Fotoalbum gibt es dieses Mal aktuelle Fotos aus Groß Potrems I, Klingendorf, Kowalz, Stäbelow und Clausdorf.

Frische Storchenliebe in Parkentin


Frisch verliebtes Storchenpaar in Parkentin

Anders als in den Vorjahren ist das Parkentiner Storchenpaar in diesem Jahr schon zeitig zusammen. Gestern traf die Störchin ein. Ob es "Hi L 864", der Brutvogel der vergangenen Jahre ist, steht noch nicht fest. In jedem Fall gingen die beiden sofort sehr vertraut miteinander um. Wir werden uns um die Auflösung kümmern.
Es gibt eine ganze Menge weiterer Rückkehrer zu vermelden (aus Rederank, Schmadebeck II, Cammin, Tessin, Göldenitz/Amt Schwaan, Bandelstorf, Benitz und Hohen Schwarfs). Alle Details finden sich in der aktualisierten Ankunftskarte.

Über 50 Störche sind schon da


Der am 2. April zurückgekehrte Storch hat die neue Nisthilfe in Biestow Dorf angenommen.

In den drei letzten Tagen hat sich die Anzahl der zurückgekehrten und uns bekannten Störche auf insgesamt 51 erhöht. Seit dem 31. März treffen täglich etwa 10 bis 15 neue Störche an den Nestern ein. Nicht immer sind sie auf Anhieb geblieben.
Vielen Dank erneut allen fleißigen Meldern (per E-Mail, Telefon oder SMS)!
An mindestens 38 von 62 im Vorjahr besetzten Nestern ist wenigstens ein Storch da. Mindestens 16 Paare sind bereits komplett und werden demnächst mit der Brut beginnen. Eine erste Zwischenbilanz sollte nach Ostern möglich sein. Alle Details können in der aktualisierten Ankunftskarte angesehen werden. Weitere Fotos gibt es im Fotoalbum aus Rukieten, Clausdorf, Detershagen, Rederank und Heiligenhagen.

Erkundung von Nahrungsräumen

Diese beiden unberingten Altstörche befanden sich am Dienstagabend (5. August) ganz in der Nähe des Horstes Altenhagen I auf Nahrungssuche. Das ist deshalb bemerkenswert, weil das Storchenpaar dieses zuletzt 2004 besetzt gewesenen Standortes bereits Anfang Juni seine Brut kurz vor dem zu erwartenden Schlupf abgebrochen und den Horst dann offensichtlich aufgegeben hatte. Vielleicht versuchen sie es im kommenden Jahr erneut? Möglich erscheint aber auch ein Neubeginn am benachbarten Standort Kröpelin II, wo 2001 und 2002 Brutversuche stattgefunden hatten, denn Anwohner haben dort in letzter Zeit mehrfach ein Storchenpaar auf dem Nistmast stehen sehen.
Vom Standort Kröpelin III erreichte uns die Nachricht, dass dort seit etwa zwei Wochen leider einer der drei flüggen Jungstörche fehlt. Zumindest in den Nestern Rederank, Satow Hof, Heiligenhagen, Clausdorf und Biestow Dorf gab es bis gestern noch keine Anzeichen, dass die Jungstörche sich schon auf den Weg in den Süden machen. Sehr lange wird es aber nun nicht mehr dauern. Die Altstörche folgen in der Regel ein wenig später.

Die Storchenküken sind zu sehen!


In vielen Nestern unser Region waren in den letzten Tagen die ersten Küken zu sehen. Einige von ihnen sind schon recht groß, andere dagegen noch sehr klein. Außer diesem erfreulichen Bild mit drei Jungstörchen im Horst Neu Thulendorf vom 10. Juni gibt es im Fotoalbum noch weitere Aufnahmen, die in den letzten Tagen an den Nestern in Lieblingshof, Bandelstorf, Petschow, Detershagen, Kröpelin, Kritzmow, Niekrenz und Thulendorf entstanden.
Dazu passend gibt es eine ganze Reihe neuer Nachrichten. Die guten zu erst: In Kröpelin, Rederank, Neu Thulendorf und Moitin sind jeweils drei Jungstörche gesichtet worden, in Detershagen sogar vier. Mindestens zwei Küken befanden sich zuletzt in den Nestern Reinshagen, Heiligenhagen, Biendorf, Niekrenz und Thulendorf. In etlichen weiteren Nestern war auch Nachwuchs vorhanden, konnte aber noch nicht genau gezählt werden. Demgegenüber wird es in diesem Jahr aller Voraussicht nach in beiden Schmadebecker Nestern keinen Storchennachwuchs geben. Der Jungstorch, der lebend unter dem Biendorfer Nest gefunden worden war, ist leider bereits auf dem Weg in den Rostocker Zoo verendet.
Ab heute präsentieren wir nun wieder regelmäßig unsere Bruterfolgskarte, die naturgemäß vorerst noch viele Fragezeichen aufweist. Auch die Anzahl der bereits erkennbaren Jungen wird sich mit Sicherheit noch verändern. Wir werden die Karte in den kommenden Wochen laufend aktualisieren.
Die für die Futter suchenden Altstörche äußerst problematische Trockenheit hält weiter an. Aus allen Teilen Ostdeutschlands gibt es Nachrichten über eine Vielzahl verendeter Jungstörche, in der Umgebung von Pasewalk sind teilweise nur noch in jedem dritten Storchenhorst Küken. In den nächsten Tagen planen wir größere Rundfahrten zu verschiedenen Nestern und können nur hoffen, dass die Situation in unserer Region nicht ganz so dramatisch ist. Allerdings gilt auch hier, dass die Jungstörche mit zunehmendem Wachstum immer mehr Nahrung benötigen. Vielfach gehen deshalb - wie etwa in Heiligenhagen beobachtet - die Altstörche bereits zwei Wochen nach Schlupf ihrer Küken gemeinsam auf Futtersuche.

Parkentiner Ringstörchin ist die gleiche wie im Vorjahr: Hi. L 864

Beim insgesamt achten Versuch hat es nun endlich mit der Ablesung geklappt: die Brutstörchin in Parkentin ist die gleiche wie im Vorjahr. Sie trägt die Ringnummer Hiddensee L 864 und wurde am 23.6.2001 in Beese (Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt) beringt. Mit der Fotocamera war die Schrift nicht aufzulösen, aber der Blick durch das Spektiv ließ keinen Zweifel. Damit hat sich unsere seit langem bestehende Vermutung bestätigt.


Weitere Fotos einer kurzen morgendlichen Rundfahrt mit Bildern aus Rederank, Gerdshagen I und Reinshagen sowie weiteren aus Parkentin gibt es im Fotoalbum.

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Osten des Landkreises

Es gibt neue Nachrichten von verschiedenen Standorten im Osten des Landkreises. Zunächst einmal die guten: sowohl in Gnewitz als auch in Nustrow wurde noch jeweils ein weiterer Jungstorch entdeckt. Dagegen ist in Neu Thulendorf nur noch ein Jungstorch im Nest und in Vogtshagen sind offenbar alle drei verendet. Sie waren vergleichsweise spät geschlüpft und sind wahrscheinlich dem schlechten Wetter in der letzten Woche zum Opfer gefallen. Bei einer Reihe von weiteren Nestern (Bentwisch, Grammow, Kowalz, Thelkow, Liepen, Zarnewanz sowie im Westen Hohen Luckow, Rederank und Satow Hof) konnte die bisher bekannte Anzahl an Jungstörchen bestätigt werden. Die Bruterfolgskarte ist auf der Basis der neuen Erkenntnisse überarbeitet worden. Im Fotoalbum gibt es eine ganze Reihe neuer Bilder, die heute am Abend in Hohen Luckow, Satow Hof, Rederank und Clausdorf aufgenommen wurden. Dieses Foto zeigt einen der beiden Altstörche aus Hohen Luckow bei der Nahrungssuche auf dem dortigen Gutshof.

Schlechtwetterphase im Westen gut überstanden

Eine ausgiebige Rundfahrt durch fast den gesamten Westen unseres Beobachtungsgebietes hat heute ergeben, dass der anhaltende und ergiebige Regen am Wochenende und gestern offenbar nur wenige Opfer unter den Jungstörchen gefordert hat. Wie es im Osten aussieht, wo mehr Regen fiel, ist zurzeit noch nicht bekannt. Aus Roggow, Schmadebeck I und Berendshagen ist jeweils ein Abwurf gemeldet worden, in Ziesendorf waren es zwei. Leider sieht es so aus, dass auch in Benitz ein weiteres Storchenküken verendet ist. Jedenfalls sind seit dem Wochenende nur noch zwei von "Ottokars" Geschwistern im Nest zu erkennen. In den Nestern Gerdshagen I und Schmadebeck II wurde jeweils noch ein dritter Jungstorch entdeckt, in Moitin und Rederank ist es dagegen wahrscheinlich jeweils nur einer.
Vom Benitzer Waisenstorch "Ottokar", der jetzt im Zoo Rostock aufgepäppelt wird, ist nachträglich noch dieses Foto vom 9. Juni aufgetaucht. Es zeigt die erste Fütterung durch Menschenhand.

Auch in Biestow Dorf gibt es Storchennachwuchs!

Wir hatten es ja schon vorgestern kurz gemeldet - auch in Biestow Dorf gibt es seit kurzem (zweifachen) Storchennachwuchs. Jetzt gibt es davon auch die ersten Fotos. Nach dem durch Stockenten erzwungenen Umzug auf einen neuen Nistmast Anfang April ist dies erst einmal eine erfreuliche Nachricht! Zwei Jungstörche sind heute auch in Rederank gesichtet worden, während es in Biendorf in diesem Jahr leider keinen Storchennachwuchs geben wird. Lediglich zerbrochene Eischalen fanden sich unter dem Nest. Die Brutverlaufskarte (bitte wieder rechts oben anklicken) ist abermals erneuert worden.

Hohen Luckow und Schmadebeck I - die erfolgreichsten Standorte der letzten Jahre

Meine gestrige Rundfahrt führte mich unter anderem nach Hohen Luckow und an das Nest Schmadebeck I. Wie überall sonst auf meiner Tour (ich war noch in Satow Hof, Rederank, Schmadebeck II, Heiligenhagen, Clausdorf I und Stäbelow) wurde hier noch gebrütet bzw. ein Altstorch saß auf frisch geschlüpften Jungstörchen, die aber noch nirgends konkret ausgemacht werden konnten. Die beiden genannten Standorte sind gemeinsam die erfolgreichsten im gesamten Landkreis Bad Doberan. In den letzten sieben Jahren seit 2000 wurden sowohl in Hohen Luckow als auch in Schmadebeck I jeweils 22 Jungstörche flügge. Hoffentlich gibt es auch in diesem Jahr wieder ähnlich gute Brutergebnisse. Der Horst in Hohen Luckow fällt zusätzlich noch durch seine enorme Höhe auf. Wahrscheinlich haben die Störche ihn seit der Errichtung des Beton-Nistmastes 1990 ununterbrochen aufgeschichtet. Mich beobachtete dieser aufmerksame, im Nest sitzende Altstorch:

Weitere Bilder aus Hohen Luckow, Schmadebeck I und Rederank gibt es im Fotoalbum.

Neue Brutverlaufskarte!

Dank sehr netter Unterstützung durch ein storchenbegeistertes Urlauberpaar aus Berlin (auch an dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank!) können wir heute für fast den gesamten westlichen Teil des Landkreises Bad Doberan eine aktualisierte Brutverlaufskarte anbieten. Während die Störche in Hastorf leider in diesem Jahr nicht dauerhaft am Nest geblieben sind, haben sie in Parkentin und Rederank nun doch noch mit der Brut angefangen. Offenkundig muss es in Parkentin noch vor kurzem einen Partnerwechsel gegeben haben. Anders als noch Ende April ist dort jetzt einer der Brutstörche beringt (wie im Vorjahr). Gebrütet wird auch in Detershagen, Schmadebeck II und Reinshagen, was uns bisher so noch nicht gemeldet worden war.

Stand: 11.5.2007
dunkelgrün = Jungvögel geschlüpft
hellgrün = es wird gebrütet
gelb = Paar am Nest, aber keine Brut
orange = keine aktuelle Information vorliegend
lila = Einzelstorch am Nest
rot = verlassenes Nest, das 2007 zunächst besetzt war
weiß = Nest 2006 besetzt, 2007 unbesetzt
schwarz = Nest zwischen 2000 und 2005 mindestens in einem Jahr besetzt

Neue Bilder im Fotoalbum

In den letzten Tagen haben uns verschiedene Storchenfreunde wieder eine Reihe von Fotos zukommen lassen. Bei diesem hier (fotografiert von Wolfgang Reuter) scheint der Storch den Weg zu seinem Nest in Rederank weisen zu wollen. Das Paar ist seit dem 13. April komplett, hat aber leider mit der Brut (noch) nicht begonnen.

Weitere neue Storchenfotos gibt es - im Fotoalbum - aus Berendshagen, Clausdorf, Neu Broderstorf und Thulendorf I. Vielen Dank dafür!
Bei den Ankunftsdaten gibt es heute kaum Neuigkeiten. In Heiligenhagen wurden heute erstmals zwei Störche auf dem Nest gesehen - seit wann der zweite Storch da ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Das Ankunftsdatum des zweiten Parkentiner Storchs muss vom 16. auf den 27. April korrigiert werden. Der Ringstorch, der im Vorjahr in Parkentin brütete, ist nicht dabei.

Ein paar Nachträge

Kurz vor dem Wochenende habe ich noch ein paar Nachträge zu vermelden. In Rederank sind beide Störche seit dem 1.4. bzw. dem 13.4. auf dem Nest, und in Parkentin ist der zweite Storch am 16.4. eingetroffen. Leider wird an beiden Standorten offensichtlich noch nicht gebrütet.

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