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Niekrenz

Die ersten Ostzieher treffen ein!

Die günstigen Zugbedingungen der letzten Tage haben wie erwartet schon jetzt einen ganzen Schwung ostziehender Störche nach Nord- und Ostdeutschland zurückgebracht. Der NABU-Senderstorch "Hobor" ist heute Mittag in Linden-Pahlkrug (Schleswig-Holstein) eingetroffen. Für die letzten rund 1.100 Kilometer hat er nur etwas mehr als drei Tage gebraucht (Quelle: http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/weissstorchbesenderung/). Darüber hinaus traf gestern auf dem bekannten Vetschauer Internet-Storchenhorst der erste Storch ein, ebenso auf dem Storchenhof Papendorf (UER).
Auch aus unserer Region gibt es weitere Rückkehrer zu vermelden:
- Broderstorf II (Schule Carbäk): 25.3.
- Niekrenz: 26.3.
- Forkenbeck (RDG): 25.3.
Einen Überblick über die Ankunftsdaten vermitteln ab sofort wieder unsere beiden GoogleMaps-Ankunftskarten für den Landkreis Bad Doberan sowie die Hansestadt Rostock sowie den Altkreis Ribnitz-Damgarten.
Auch wenn sich die Zugbedingungen über Osteuropa ab morgen erst einmal verschlechtern, bin ich doch ziemlich sicher, dass wir die Zahl von elf Störchen, die im Vorjahr bis zum 31. März an ihrem Horst eingetroffen waren, in diesem Jahr übertreffen werden.

41 Jungstörche beringt

Wie hier in Moitin sind am heutigen Dienstag in der ersten großen Beringungsaktion in unserem Landkreis seit 1988 in 17 Horsten insgesamt 41 Jungstörche beringt worden. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Standorte:

- Albertsdorf: 3 gut entwickelte Jungstörche
- Broderstorf I: 2 Jungstörche, davon einer deutlich kleiner
- Thulendorf: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Wendfeld: 3 gut entwickelte Jungstörche
- Niekrenz: 3 gut entwickelte Jungstörche
- Cammin: 3 Jungstörche, davon zwei sehr kräftig und einer gut entwickelt
- Göldenitz/Dummerstorf: 1 noch recht kleiner Jungstorch (dazu befand sich ein nicht ausgebrütetes Ei im Horst)
- Pankelow: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Groß Potrems I: 1 mittelmäßig großer und ein sehr kleiner Jungstorch (letzterer ist noch ein Sorgenkind)
- Rukieten: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Schwaan II: 3 gut entwickelte Jungstörche
- Schwaan I: 3 gut entwickelte Jungstörche
- Moitin: 2 große, kräftige Jungstörche
- Schmadebeck II: 3 Jungstörche, davon 2 gut entwickelt und einer deutlich kleiner
- Clausdorf: 3 gut entwickelte Jungstörche
- Stäbelow: 3 gut entwickelte Jungstörche; Anwohner meldeten, dass einer der Altstörche unten rechts beringt ist
- Parkentin: 1 gut entwickelter Jungstorch (zuvor gab es 2 Abwürfe)

An mehreren Standorten wurde die vorher vermutete Anzahl an Jungstörchen erfreulicher Weise übertroffen, der Durchschnittswert liegt bei 2,41 Jungstörchen pro erfolgreichem Brutpaar. Die erlebnisreiche Beringungsaktion, über die wir in den nächsten Tagen noch ausführlicher und vor allem mit vielen Fotos berichten werden, wird am 7. Juli (mit jetzt noch zu kleinen Storchenküken) fortgesetzt.

Die Jungstörche zeigen sich


Zwei Jungstörche sind am 2. Juni in Fienstorf zu erkennen, Foto: G. Vogel

Nachdem mit dem heutigen Regentag erst einmal das Schlimmste in wettertechnischer Hinsicht überstanden sein sollte, ist es Zeit für die ersten Fotos der diesjährigen Jungstörche, die nun in vielen Nestern beobachtet werden können. Im Fotoalbum gibt es zahlreiche Fotos vom Wochenende (von den Storchennestern Broderstorf I, Broderstorf II, Bröbberow, Clausdorf, Fienstorf, Göldenitz/Dummerstorf, Hohen Luckow, Lieblingshof, Niekrenz, Pankelow und Parkentin).
Außerdem gibt es einige Neuigkeiten zu vermelden. Durch einen Übermittlungsfehler wurde erst jetzt bekannt, dass nach dreijähriger Pause auch in Groß Bölkow wieder ein Storchenpaar ansässig geworden ist. Obwohl es bereits seit dem 13. April komplett ist, hat es keine Brut gegeben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Horstpaare auf (vorläufig) 58, nur noch eines weniger als im Vorjahr.
In Detershagen, wo es im Vorjahr vier Jungstörche gab, sieht es dieses Mal leider wesentlich ungünstiger aus. Mitte Mai eroberte ein Fremdstorch (möglicherweise ein verspäteter Brutstorch des Vorjahres) in einer blutigen Auseinandersetzung das dortige Nest und warf mehrere Eier ab. Da in Detershagen laut Anwohnerbericht auch jetzt noch kontinuierlich ein Storch auf dem Horst sitzt, gehen wir momentan von einem späten Nachgelege nach Partner- oder Paarwechsel aus.
Gar keinen Nachwuchs wird es mit großer Wahrscheinlichkeit in Göldenitz bei Schwaan geben. Bei mehreren Besuchen vor Ort wirkte der Horst in den letzten Tagen stets verlassen.

Frische Storchenliebe in Parkentin


Frisch verliebtes Storchenpaar in Parkentin

Anders als in den Vorjahren ist das Parkentiner Storchenpaar in diesem Jahr schon zeitig zusammen. Gestern traf die Störchin ein. Ob es "Hi L 864", der Brutvogel der vergangenen Jahre ist, steht noch nicht fest. In jedem Fall gingen die beiden sofort sehr vertraut miteinander um. Wir werden uns um die Auflösung kümmern.
Es gibt eine ganze Menge weiterer Rückkehrer zu vermelden (aus Rederank, Schmadebeck II, Cammin, Tessin, Göldenitz/Amt Schwaan, Bandelstorf, Benitz und Hohen Schwarfs). Alle Details finden sich in der aktualisierten Ankunftskarte.

Störche im Nebel - fünf weitere Rückkehrer


Bei einer kurzen frühmorgendlichen Rundfahrt westlich von Rostock entdeckte ich heute diesen Rückkehrer (Nr. 6) in Clausdorf. Er stand ebenso im Nebel wie der gestern an seinen Standort Satow Hof zurückgekehrte und ein weiterer in Stäbelow, der jedoch schon fleißig mit dem Nestbau beschäftigt war. Die "Nebel-Fotos" von diesen drei Störchen gibt es im Fotoalbum.
Fleißige Beobachter meldeten uns darüber hinaus die Ankunft des jeweils ersten Storchs in:
- Niekrenz
- Bandelstorf
- Schwaan II
- Göldenitz (Amt Warnow Ost)
Vielen Dank! Damit hat sich die Zahl der bisher bekannten Rückkehrer auf zehn erhöht.

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