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Neu Thulendorf

Neu Thulendorfer Witwer hat neue Partnerin

Am 27. Mai verunglückte das Weibchen vom Nest in Neu Thulendorf tödlich auf der B 110. Dadurch war leider auch die kurz vor dem Abschluss stehende Brut beendet. Heute erfuhr ich von aufmerksamen Anwohnern, dass der (beringte) Witwer nicht lange allein gewesen ist. Schon seit dem 2. Juni ist wieder eine Partnerin mit im Nest und es wurde auch schon fleißig Storchenhochzeit gefeiert - manchmal geht so etwas auch bei Störchen recht schnell. Für ein Nachgelege ist es jetzt allerdings deutlich zu spät. Anders in Benitz - hier kam es am 19. April zu einem Wechsel des Männchens und zum Abwurf von mindestens zwei Eiern. Das beringte Weibchen DEW 5X443 tätigte mit neuem Partner ein zweites Gelege, aus dem um den 25. Mai mindestens ein Küken geschlüpft ist. Im Nest Schwaan II sieht es weiterhin sehr gut aus - der aus dem Rostocker Zoo zurückgekehrte Altvogel beteiligt sich weiterhin fleißig an der Versorgung der beiden Jungstörche, berichteten die Anwohner.
Weniger erfreulich waren zwei andere Beobachtungen der letzten Tage: in Detershagen gab es einen Totalverlust der Brut. Am 1. Juni wurde dort ein Küken im Alter von knapp drei Wochen tot unter dem Nest gefunden. Seitdem wird dort nicht mehr gefüttert und beide Altstörche sind gemeinsam auf Nahrungssuche bzw. verteidigen auch noch den Horst gegen andere Interessenten (so wie auf dem folgenden Foto vom Pfingstsamstag).

In diesem Fall tippe ich auf eine (unbekannte) Krankheit, denn das Küken wirkte keinesfalls unterernährt. Gar keine Küken wird es dagegen in diesem Jahr in Ziesendorf geben. Hier wirkt die Störchin DEH HC981 an der Brut mit, die nun schon an die 7 Wochen durchgehalten wird. Sie war schon 2011 in Bröbberow an einer überlangen Brut ohne Erfolg beteiligt, und auch 2013 schlüpften in Bröbberow nach der Brut keine Küken. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Störchin, die 2010 für einige Wochen im Zoo Rostock aufgepäppelt wurde, unfruchtbar ist.
Schließlich berichtete uns eine sehr aufmerksame Ornithologin aus Thelkow, dass es dort am Nest offenbar ein reges Wechselspiel gegeben hat - leider ohne Happy End. War dort zunächst ab Ostern ein aus zwei unberingten Störchen bestehendes Paar beobachtet worden, muss irgendwann danach ein Wechsel stattgefunden haben, bei dem eine oben links beringte Störchin den Platz eingenommen hatte (2013 war dort die oben links beringte Störchin DEW 4X700 erfolgreiche Brutstörchin!). Offenbar begann diese zweite Paarkonstellation dann auch eine Brut, die allerdings schon nach 10 bis 14 Tagen wieder aufgegeben wurde. Heute nun befinden sich wieder zwei unberingte Störche im Horst...

Unfalltod auf der B 110

Gestern Abend, am Himmelfahrtstag, traf die Nachricht ein: auf der B 110 zwischen Broderstorf und Sanitz liegt ein toter Weißstorch auf der Fahrbahn. Da es sich durchaus um einen Brutstorch aus einem der benachbarten Nester handeln konnte, begann noch am späten Abend die Recherche vor Ort: wo fehlt ein Altstorch? Sollten schon Junge im Nest sein, wäre eine unverzügliche Aushorstung eine eventuell notwendige Option. An zwei Nestern, Thulendorf und Neu Thulendorf, konnte gegen 23 Uhr jeweils nur ein im Nest sitzender Altstorch ausgemacht werden. Eine Klärung erbrachte dann eine weitere Nestkontrolle durch Hans-Heinrich Zöllick am heutigen Vormittag. Während in Thulendorf ein Altstorch im Nest stand und zwei (sichtbare) Jungstörche bewachte, war der Horst in Neu Thulendorf leer. Hier war noch einen Tag zuvor ein brütender Storch im Nest gesehen worden, der Schlupf des Nachwuchses war für Mitte nächster Woche berechnet worden. Inzwischen gab es neue Erkenntnisse: der tote Storch lag schon am Mittwoch auf der viel befahrenen Bundesstraße - und er war unberingt. Da jedoch das Männchen in Neu Thulendorf oben rechts einen ELSA-Ring trägt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass das Weibchen aus diesem Nest auf tragische Weise umgekommen ist. Nachdem der männliche Storch fast zwei Tage auf dem Gelege ausgeharrt haben muss, dürfte er es heute früh - vom Hunger getrieben - verlassen haben. Schade, denn dieses Jahr sah es in Neu Thulendorf gut aus, und der erste Nachwuchs in diesem Nest seit 2009 hatte sich angekündigt. Nun ist es leider anders gekommen. Eine Entnahme der Eier stand bei uns übrigens nicht zur Debatte, nur bei bereits geschlüpften Jungen hätten wir uns - wie im Vorjahr am Horst Schmadebeck I - für einen Eingriff am Nest entschieden.

In der Zwischenzeit wachsen die Jungstörche in den Nestern der früh eingetroffenen Paare weiterhin gut heran. So entdeckten wir im Horst Broderstorf I gestern 3 Jungstörche, die noch unter dem Schutz eines Altvogels stehen (Foto: B. Becker).

Die am Montag in Hohen Gubkow anstelle eines "wilden" Nestes auf einem E-Mast aufgestellte Nisthilfe wurde übrigens umgehend angenommen, berichten die Anwohner.

Interessante Ringablesungen

Im Jahr 2008 wurde im Altkreis Ribnitz-Damgarten nach jahrelanger Pause die Beringung von Jungstörchen wiederaufgenommen. Im ersten Jahr standen 24 Ringe zur Verfügung. Von einem Drittel der damals beringten Störche liegen inzwischen Wiederfundmeldungen vor - die letzte kam gestern. Vier Störche wurden leider tot zurückgemeldet: drei von ihnen verendeten 2008 als Jungstörche noch im Brutgebiet (2 x Krankheit, 1 x Anflug an eine Windkraftanlage), der vierte wurde in Polen tot unter einer Stromleitung gefunden. Besser erging es Ringstorch H 8081, der 2011 in einem Trupp Nahrung suchender Störche in der Slowakei abgelesen wurde. Drei weitere erreichten bereits den Status eines Brutvogels: H 8083 (ein Weibchen) im Vorjahr in Owstien (Ostvorpommern), H 8079 dieses Jahr in Nienhagen (Nordvorpommern) und jetzt H 8096 in Annenhof (Demmin). Dieses Weibchen ist ein Nachkömmling des tschechischen Ringstorchs Praha B26013, der seit 2004 jedes Jahr in Nordvorpommern nachgewiesen wurde und auch 2012 in Forkenbeck Nachwuchs groß zieht. H 8096 wurde 2008 in einer Viererbrut in Neuenlübke beringt. Die Rückkehrquote von bisher 16,7 % (4 von 24 beringten Individuen)liegt gar nicht mehr so weit von dem statistisch zu erwartenden Wert entfernt - schätzungsweise nur etwa 20 bis 30 Prozent aller Jungstörche erreichen überhaupt das fortpflanzungsfähige Alter.
Ein besonderes Rätsel ergab sich in Neu Thulendorf. Hier fanden Anwohner auf dem Misthaufen unter dem Storchennest ein totes Storchenküken. Von den eigenen Störchen kann das Jungtier allerdings nicht stammen, denn die brüten nachweislich gar nicht. Wahrscheinlicher ist es, dass die Störche in Thulendorf, die knapp einen Kilometer entfernt ihr Nest haben, eines ihrer Küken hier abgeworfen haben. Schon in den Vorjahren waren wiederholt tote Küken in einiger Entfernung vom Thulendorfer Nest gefunden worden, möglicherweise praktiziert einer oder beide Altstörche ein solches Verhalten regelmäßig. Dass Altstörche mit toten Küken im Schnabel tatsächlich herumfliegen und sie dann in einiger Entfernung vom Nest abwerfen, konnte in der vergangenen Woche in Carlsthal/RDG von Anwohnern beobachtet werden. Auf diese ungewöhnlich anmutende Weise wurden dort gleich zwei tote Küken von den Altstörchen "entsorgt". Inzwischen ist die Brut dort leider gänzlich aufgegeben worden. Eventuell gab es sogar einen Partner- oder Paarwechsel.
Erfreulicheres gibt es aus Moitin und Niendorf zu berichten, wo jetzt erstmals (spät) geschlüpfter Nachwuchs in den Nestern festgestellt wurde.

Der jeweils aktuelle Zwischenstand zum (noch vorläufigen) Bruterfolg ist hier zu finden (Google Maps-Karte)

Abschluss der diesjährigen Beringungsaktion

Diese drei schon recht kräftigen Biendorfer Jungstörche waren die letzten, die in diesem Jahr im Landkreis Bad Doberan beringt worden sind. Insgesamt konnten heute in sieben Horsten nochmals 15 Ringe angebracht werden:

- Biendorf: 3 gut entwickelte Jungstörche in einem sehr kleinen Nest (erstmals seit der Neuansiedlung 2004 konnte diese erfreuliche Anzahl an Jungstörchen erreicht werden)
- Hohen Schwarfs: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Lieblinhgshof: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Liepen: 2 noch recht kleine Jungstörche
- Neu Thulendorf: ein gut entwickelter und ein recht kleiner Jungstorch
- Reinshagen: 2 für ihr Alter sehr kleine Jungstörche
- Satow Hof: 2 noch recht kleine Jungstörche (dazu fand sich noch ein bereits längere Zeit totes Küken unterhalb des Nestes); es handelt sich um ein Nest mit einem geradezu riesigen Durchmesser - es besteht dort seit 1976! Aktuelle Bilder der Beringungsaktion sind im Fotoalbum eingestellt worden.

Der Horst Broderstorf II mit seinem einen Jungstorch war für die Hebebühne leider nicht erreichbar. Damit konnten in dieser Storchensaison rund 75 Prozent aller Jungstörche unseres Landkreises beringt werden. Hoffen wir, dass wir möglichst viele von ihnen in einigen Jahren wiedersehen!
Von gestern stammen drei sehr positive Nachrichten aus dem Rostocker Zoo. Der von mir dort am 6. Juni eingelieferte Winzling aus Hohen Luckow ist zwischenzeitlich zu einem stattlichen Störchlein herangewachsen und kann voraussichtlich im August ausgewildert werden. In den beiden Nestern Rostock Zoo I und Rostock Zoo II ist jeweils noch ein dritter Jungstorch entdeckt worden.

Vorbereitung der 2. Beringungstour am 7. Juli

In diesen Tagen müssen die notwendigen Vorbereitungen für die zweite und letzte diesjährige Beringungstour im Landkreis Bad Doberan getroffen werden. Die hier im Bild befindlichen beiden Jungstörche in Satow Hof haben auf jeden Fall die richtige Größe - sie sind weder zu klein noch zu groß für den ELSA-Ring. Weitere Stationen werden nach jetzigem Stand Biendorf, Reinshagen, Neu Thulendorf, Broderstorf II, Hohen Schwarfs und Lieblingshof sein.

Gleich zwei Ringstörche identifiziert

Am Wochenende gelang gleich bei zwei Ringstörchen eine Identifizierung - es sind "gute Bekannte". Die oben im Bild befindliche Brutstörchin "Hiddensee KA 3528" ist bereits 15 Jahre alt und zieht in Wendfeld wie im Vorjahr drei Jungstörche groß. Ebenfalls um einen weiblichen Vogel handelt es sich bei diesem Storch (im Bild unten), der 2001 in Sachsen-Anhalt mit der Ringnummer "Hiddensee L 864" beringt wurde und in Parkentin bereits zum vierten Mal seit 2006 erfolgreich gebrütet hat.

Jungstörche konnten jetzt auch in Neu Thulendorf (zwei), Cammin (drei) und Reinshagen (mindestens einer) nachgewiesen werden, in Schmadebeck II zeigte sich noch ein dritter Jungstorch. Die Bruterfolgskarte ist aktualisiert worden.

Vielerorts heftige Horstkämpfe


In diesen Tagen häufen sich die Nachrichten über heftige Horstkämpfe an den Nestern. Es sieht so aus als ob zuletzt doch noch in größerer Anzahl Störche auch in unserer Region eingetroffen sind. Das obige Foto sandte eine Storchenfreundin aus Zarnewanz, wo sie am 26. April erstmals einen Storch im Nest stehen sah.
In Liepen stritten am Sonntag gleich zehn Störche um den Horst, der seit dem 6. April nur von einem Storch besetzt war. Immerhin ist jetzt seit zwei Tagen dauerhaft ein Paar vor Ort. Das gilt auch für Neu Thulendorf, wo das lange Warten nach 20 Tagen am 24. April ein Ende hatte. In Groß Lüsewitz gab es gestern Abend einen Kampf von gleich vier Störchen. Momentan ist die Lage unübersichtlich, es wird aber am Nest gebaut. Das gilt auch für Bentwisch, wo aber zum großen Leidwesen der Anwohner ebenso noch ein zweiter Storch fehlt wie in Petschow. Das ist umso erstaunlicher als in beiden Nestern letztes Jahr je drei Jungstörche groß wurden. Einige wenige Tage der Hoffnung bleiben jetzt noch, aber nach dem 1. Mai wird der Bruttrieb erfahrungsgemäß stetig geringer.

Zählung der Jungstörche abgeschlossen


Zwei Jungstörche im Thulendorfer Nest (14.7.2008)

In der vergangenen Woche haben Hans-Heinrich Zöllick und ich die alljährliche Zählung der Jungstörche im Landkreis Bad Doberan durchgeführt. Das Ergebnis weist leider sowohl bei den Horstpaaren als auch bei den Jungstörchen einen Rückgang gegenüber 2007 auf. Gezählt wurden 59 Paare mit fester Horstbindung (2007: 62). Von ihnen hatten 41 Paare Bruterfolg - das ist ein für unseren Landkreis durchschnittliches Ergebnis. Aktuell befinden sich 92 Jungstörche in den Nestern - 24 weniger als im Vorjahr. Diese Zahl kann sich in den nächsten Tagen aber noch verändern, denn die Jungstörche sind besonders in den ersten Tagen nach dem Flüggewerden gefährdet (Kollisionen, Bruchlandungen, Abstürze etc.). Vorläufig liegt der JZa-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro Horstpaar) bei 1,56 (2007: 1,88), der JZm-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro erfolgreichem Horstpaar) bei 2,24. Im langjährigen Mittel sind beide Werte leicht unterdurchschnittlich. Zu den genauen Ursachen werden wir nach Ende der Storchensaison im Jahresbericht 2008 ausführlich Stellung beziehen. Offenkundig ist in jedem Fall ein deutliches Ost-West-Gefälle, nicht nur im Landkreis Bad Doberan selbst, sondern auch darüber hinaus. So werden im Altkreis Ribnitz-Damgarten bei 44 Nestern momentan 88 Jungstörche gezählt. Der JZa-Wert liegt damit in dieser Region deutlich höher als im Vorjahr!
Alle Details zu den einzelnen Nestern finden sich in unserer wieder aktualisierten Bruterfolgskarte. Während der Zählung habe ich an vielen Standorten Fotos mit den Jungstörchen aufgenommen. Sie befinden sich wie üblich im Fotoalbum.
Aus Benitz ist zu vermelden, dass der dort bei einem Angriff von Altstörchen verletzte Jungstorch offenbar alles gut überstanden hat, denn er wurde beim Flugmuskeltraining auf gleicher Höhe wie sein Nestbruder (bzw- seine Nestschwester) beobachtet. In Fienstorf war vor einigen Tagen ein Jungtier vom Nest geweht worden, ohne anschließend aus eigener Kraft wieder hinaufzukönnen. Am nächsten Tag glückte dann jedoch die Rückkehr.

Die Storchenküken sind zu sehen!


In vielen Nestern unser Region waren in den letzten Tagen die ersten Küken zu sehen. Einige von ihnen sind schon recht groß, andere dagegen noch sehr klein. Außer diesem erfreulichen Bild mit drei Jungstörchen im Horst Neu Thulendorf vom 10. Juni gibt es im Fotoalbum noch weitere Aufnahmen, die in den letzten Tagen an den Nestern in Lieblingshof, Bandelstorf, Petschow, Detershagen, Kröpelin, Kritzmow, Niekrenz und Thulendorf entstanden.
Dazu passend gibt es eine ganze Reihe neuer Nachrichten. Die guten zu erst: In Kröpelin, Rederank, Neu Thulendorf und Moitin sind jeweils drei Jungstörche gesichtet worden, in Detershagen sogar vier. Mindestens zwei Küken befanden sich zuletzt in den Nestern Reinshagen, Heiligenhagen, Biendorf, Niekrenz und Thulendorf. In etlichen weiteren Nestern war auch Nachwuchs vorhanden, konnte aber noch nicht genau gezählt werden. Demgegenüber wird es in diesem Jahr aller Voraussicht nach in beiden Schmadebecker Nestern keinen Storchennachwuchs geben. Der Jungstorch, der lebend unter dem Biendorfer Nest gefunden worden war, ist leider bereits auf dem Weg in den Rostocker Zoo verendet.
Ab heute präsentieren wir nun wieder regelmäßig unsere Bruterfolgskarte, die naturgemäß vorerst noch viele Fragezeichen aufweist. Auch die Anzahl der bereits erkennbaren Jungen wird sich mit Sicherheit noch verändern. Wir werden die Karte in den kommenden Wochen laufend aktualisieren.
Die für die Futter suchenden Altstörche äußerst problematische Trockenheit hält weiter an. Aus allen Teilen Ostdeutschlands gibt es Nachrichten über eine Vielzahl verendeter Jungstörche, in der Umgebung von Pasewalk sind teilweise nur noch in jedem dritten Storchenhorst Küken. In den nächsten Tagen planen wir größere Rundfahrten zu verschiedenen Nestern und können nur hoffen, dass die Situation in unserer Region nicht ganz so dramatisch ist. Allerdings gilt auch hier, dass die Jungstörche mit zunehmendem Wachstum immer mehr Nahrung benötigen. Vielfach gehen deshalb - wie etwa in Heiligenhagen beobachtet - die Altstörche bereits zwei Wochen nach Schlupf ihrer Küken gemeinsam auf Futtersuche.

Auch im Rostocker Zoo wird bereits gebrütet


Wie in vielen anderen Storchenestern unserer Region wird auch bei den - jedes Jahr in den Süden ziehenden Wildstörchen - des Rostocker Zoos bereits fleißig gebrütet. Hier ist ein Storch auf der Bärenburg (Rostock Zoo I) offenbar gerade beim Eierwenden. Auf dem Baumhorst (Rostock Zoo II) sieht es ähnlich aus. Seit gestern ist nun auch das Ivendorfer Storchennest doppelt besetzt (vgl. auch die Ankunftskarte). Einige neue Aufnahmen aus Neu Thulendorf, Göldenitz (Amt Warnow Ost) und Hohen Schwarfs - dort gab es am 14.4. massive und lang anhaltende Horstkämpfe - gibt es im Fotoalbum.

Weitere Nachzügler eingetroffen

Auch in den vergangenen beiden Tagen erreichten uns Nachrichten über zurückgekehrte Störche. So ist der Horst Schmadebeck II seit dem 6.4. und der in Berendshagen seit dem 9.4. von zwei Störchen belegt, während in Neu Broderstorf der erste Storch am 8.4. gesichtet wurde. Heute erhielten wir dann aus Roggow die Information, dass gegen Mittag ein zweiter Storch am Nest eingetroffen ist. Da er bis zum Abend blieb und offenbar gut mit dem bereits seit 14 Tagen anwesenden Storch harmoniert, scheint es also tatsächlich einen Nachfolger für den legendären, 21 Jahre alt gewordenen Storch "Klappi" zu geben, der bis zu seinem Unfalltod im vergangenen August über viele Jahre das Roggower Nest dominierte. An anderen Standorten bietet sich zurzeit dagegen noch ein ähnliches Bild wie hier am vergangenen Sonntag in Heiligenhagen, wo noch auf einen zweiten Storch gewartet wird:

Die Brutzeit beginnt


Nachdem in diesem Jahr zahlreiche Storchenpaare bereits Ende März komplett waren, beginnt an vielen Standorten in diesen Tagen - mit einem Abstand von 7 bis 10 Tagen - das Brutgeschäft. Über vier bis fünf Wochen wird es dann Bilder wie dieses vom Sonntag aus Hohen Luckow geben. Wer genau hinschaut, erkennt in diesem mächtigen Nest einen zweiten Storch, der wahrscheinlich bereits brütet.
Auch heute gab es neue Meldungen über zurückgekehrte Störche, die wie immer zu einer Aktualisierung der Ankunftskarte geführt haben. Nunmehr wurde auch von den Standorten Reppelin, Broderstorf I und Hastorf (im Vorjahr unbesetzt!) der erste Storch gemeldet. In Neu Thulendorf und in Hohen Schwarfs traf jeweils der zweite Storch ein.

Die ersten Jungstörche sind flügge!

In den letzten Tagen häufen sich die Hinweise auf die ersten flügge gewordenen Jungstörche. Zu ihnen zählen auch die drei früh geschlüpften aus dem Horst Broderstorf II. Zwei von ihnen konnte ich heute zusammen mit beiden Altstörchen auf einer großen Wiese bzw. auf dem Dach eines Wirtschaftsgebäudes in der Nähe ihres Horstes fotografieren. Auch zwei Graureiher gesellten sich dazu. Hier ist einer der Jungstörche zu sehen.


Fotos von den noch im Nest stehenden (bzw. sitzenden) Jungstörchen aus Neu Thulendorf, Thulendorf I und Groß Lüsewitz gibt es im Fotoalbum.

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Osten des Landkreises

Es gibt neue Nachrichten von verschiedenen Standorten im Osten des Landkreises. Zunächst einmal die guten: sowohl in Gnewitz als auch in Nustrow wurde noch jeweils ein weiterer Jungstorch entdeckt. Dagegen ist in Neu Thulendorf nur noch ein Jungstorch im Nest und in Vogtshagen sind offenbar alle drei verendet. Sie waren vergleichsweise spät geschlüpft und sind wahrscheinlich dem schlechten Wetter in der letzten Woche zum Opfer gefallen. Bei einer Reihe von weiteren Nestern (Bentwisch, Grammow, Kowalz, Thelkow, Liepen, Zarnewanz sowie im Westen Hohen Luckow, Rederank und Satow Hof) konnte die bisher bekannte Anzahl an Jungstörchen bestätigt werden. Die Bruterfolgskarte ist auf der Basis der neuen Erkenntnisse überarbeitet worden. Im Fotoalbum gibt es eine ganze Reihe neuer Bilder, die heute am Abend in Hohen Luckow, Satow Hof, Rederank und Clausdorf aufgenommen wurden. Dieses Foto zeigt einen der beiden Altstörche aus Hohen Luckow bei der Nahrungssuche auf dem dortigen Gutshof.

Ein großer Schwung Neuigkeiten

Der heutige Tag brachte zahlreiche neue Hinweise auf Nachwuchs in den Storchennestern unserer Region. Familie Mendrina in Roggow hat mindestens drei, wahrscheinlich sogar vier Jungstörche in "ihrem" Nest feststellen können. Sie sind bereits um den 11. Mai geschlüpft. In Schmadebeck I sind jetzt drei Jungstörche gesichtet worden, in Hohen Schwarfs mindestens zwei. Hans-Heinrich Zöllick hat heute auf einer größeren Rundfahrt in Broderstorf I vier sehr propere Jungstörche, in Thulendorf I und Broderstorf II je drei sowie in Neu Thulendorf und in Fienstorf je zwei Küken entdecken können. Auch in Gnewitz und Zarnewanz gibt es mit großer Wahrscheinlichkeit Nachwuchs, der aber noch nicht über den Nestrand schaute. Ein ähnliches Bild bot sich mir heute früh in Biestow Dorf. Der am Horst stehende Altstorch war ausdauernd damit beschäftigt, sich um den "Inhalt" des Nestes zu kümmern. Auch hier ist also von einer noch unbekannten Anzahl von Jungstörchen auszugehen. Ohne Bruterfolg werden dagegen aller Voraussicht nach die Storchenpaare in Reppelin und Wendfeld bleiben. Sie standen relativ beschäftigungslos auf dem Nest. Hier eines der Fotos aus Biestow von heute früh:

Weitere Bilder gibt es im Fotoalbum. Deutlich verändert hat sich auch unsere Brutverlaufskarte.

Jungstörche in Fienstorf, Thulendorf I und Broderstorf II

Während einer abendlichen Rundfahrt zu insgesamt acht Storchennestern östlich von Rostock konnte ich meine ersten diesjährigen Jungstörche entdecken. In den Nestern Thulendorf I und Broderstorf II schauten ebenso kurzzeitig kleine schwarze Schnäbel hervor wie in Fienstorf. Dort berichteten die Anwohner, dass wahrscheinlich drei etwa 14 Tage alte Jungstörche im Nest sind. Auch an den anderen von mir aufgesuchten Storchennestern gab es zumindest nichts Negatives festzustellen. In Broderstorf I und in Bandelstorf saß jeweils ein Storch im Nest, während der andere daneben stand. In Neu Thulendorf saß ein Storch auf dem Nest und in Petschow beschäftigte sich einer entweder mit dem Wenden von Eiern oder bereits mit Jungstörchen. Das war dort nicht klar auszumachen. Nur in Neu Broderstorf standen beide Störche im Nest, doch war schon länger klar, dass hier in diesem Jahr nicht gebrütet wird. Mit dem ersten Foto von Storchenküken klappte es leider heute noch nicht. Hier in Fienstorf verschwanden die Schnäbel gerade wieder, als ich die Kamera gezückt hatte. Weitere Fotos folgen morgen.

Große Fahrradtour am Wochenende

Am Wochenende hatte ich Gelegenheit zu einer großen und einer kleineren Fahrradtour zu verschiedenen Storchennestern. Am Samstag war ich östlich von Rostock im Bereich der kleinen Flüsschen Carbäk und Kösterbeck unterwegs, am Sonntag dann im Raum Schwaan. Ziel war es vor allem, herauszufinden, an welchen Standorten gebrütet wurde und wo nicht. Bei dieser Gelegenheit habe ich zahlreiche Fotos aufgenommen. Etwa 20 davon stehen neu im Fotoalbum.
In folgenden Nestern konnte ich erfreulicher Weise brütende Störche vorfinden: Albertsdorf, Bandelstorf, Bentwisch, Broderstorf II, Fienstorf, Groß Lüsewitz, Niekrenz, Lieblingshof, Petschow, Thulendorf, Neu Thulendorf, Göldenitz (Amt Warnow Ost), Benitz, Schwaan I und Schwaan II.
Anwesend, aber nicht am Brüten waren die Störche in Goorstorf und Neu Broderstorf, dagegen war das Nest in Rothbeck verlassen, jedoch gab es zahlreiche frische Kotspritzer, sodass der oder die Störche wohl noch Nestbindung haben. Nähere Auskünfte konnte mir dort leider niemand geben. In Pastow schien das Nest bereits seit längerem verlassen zu sein. Auch in Lichtenhagen war kein Storch am Nest, aber das zeigt ja auch regelmäßig die dortige Webcam. Erfreulicher Weise entdeckte ich am Nest in Bentwisch beim Landeanflug einen ELSA-beringten Storch. Die Ablesung steht auch hier noch aus.

Weitere Nester besetzt!

Es gibt wieder einige erfreuliche Neuigkeiten zu vermelden. Die Nester in Neu Broderstorf und Neu Thulendorf sind inzwischen mit jeweils zwei Störchen besetzt und auch in Groß Lüsewitz wurde heute früh ein Storch im Nest gesichtet (Foto einer Storchenfreundin):


Die genauen Ankunftsdaten lauten:
- Neu Broderstorf (1. Storch: 18.4./2. Storch: 18.4.)
- Neu Thulendorf (1. Storch: 15.4./2. Storch: 19.4.)
- Groß Lüsewitz (1. Storch am 25.4. erstmals im Nest gesehen)
Weiterhin sind Ankunftsdaten konkretisiert worden:
- Wendfeld (1. Storch: 3.4./2. Storch: 3.4.)
- Niekrenz (1. Storch: 31.3./2. Storch: 1.4.)
- Lieblingshof (1. Storch: 31.3./2. Storch: 1.4.)
- Göldenitz/Amt Warnow Ost (1. Storch 31.3./2. Storch 31.3.).
In der überarbeiteten Ankunftskarte ist die Anzahl der "weißen Flecken" damit abermals zurückgegangen.

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