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Groß Lüsewitz

Webcam-Nest in Göldenitz besetzt

Fotos (2): J. Peeck

Heute Nachmittag sind gleich zwei Störche an "unserem" Webcam-Nest in Göldenitz bei Dummerstorf eingetroffen! Wer neugierig ist, sollte einen Blick auf www.göldenitz-mv.de werfen. Fotograf und Anwohner J. Peeck beobachtete, dass das Paar seinen Horst umgehend gegen einen dritten Storch verteidigen musste - vielleicht kam er aus dem benachbarten Bandelstorf. Am Abend wurde auch in Groß Lüsewitz erstmals in diesem Jahr ein Storch auf dem Horst gesehen.
Hans Zöllick war heute im Altkreis Ribnitz-Damgarten unterwegs und konnte dort in Gresenhorst, Alt Steinhorst und Carlsruhe jeweils einen Storch feststellen.

Wechselhafte Nichtbrüter

Foto: B. Becker, 20.5.12

Während die Ringstörchin in Wendfeld hier nach erfolgreicher Fütterung ihrer Küken einen Frosch verspeist, haben es andere Störche ohne begonnene Brut wesentlich einfacher, denn sie müssen nur sich selbst versorgen. Da ist dann auch die Horstbindung nicht immer so konstant. So hat sich das Wechselspiel in Kritzmow am Wochenende weiter fortgesetzt. Zurzeit ist dort offenbar ein einzelner Storch "Hausherr". Am Sonntag aber tauchte hier nach Informationen einer sehr aufmerksamen Anwohnerin auch wieder einmal der "Baustorch" und ehemalige Nestinhaber mit dem Ring DEH H 3107 auf. Im Schlepptau befanden sich ein unberingtes Männchen und ein oben rechts beringtes Weibchen, die zwischenzeitlich eine Abwesenheit des Hausherren nutzten, um sich im Nest zu paaren. Leider konnte die Störchin bisher noch nicht identifiziert werden. Vielleicht hat auch sie Anschluss an die Störche im Zoo Rostock gefunden. Zu den spät eingetroffenen Paaren, die keine Brut mehr begonnen haben, aber relativ häufig am Horst sind, zählen die Störche in Detershagen und Groß Lüsewitz. Weniger fest scheint dagegen die Horstbindung der zuletzt in Wolfsberg festgestellten Störche zu sein, die dort nur sehr sporadisch am Nest auftauchen. Zuletzt übernachtete nur noch ein Einzelstorch. In den nächsten Tagen werden nun an zahlreichen Nestern die Jungstörche schlüpfen. Auf das Ergebnis dürfen wir gespannt sein.

56 Horstpaare sind komplett


Noch müssen die Altstörche nur sich selbst versorgen - wie hier in Klingendorf, aus dem Auto heraus aufgenommen - doch wird es nun sehr bald anstrengender, denn die Jungen beginnen vielerorts zu schlüpfen.

Die große Rundfahrt zu den meisten Storchennestern unseres Landkreises hat am vergangenen Samstag einen guten Überblick über die aktuelle Situation verschafft (im Fotoalbum gibt es dazu viele Bilder). Anders als Storchenbetreuer in einigen anderen Landkreisen habe ich überwiegend positive Beobachtungen machen können. Ich gehe momentan davon aus, dass in 50 bis 53 von mittlerweile 56 komplett besetzten Nestern gebrütet wird. Das sind immerhin zwei bis fünf brütende Paare mehr als im Vorjahr. Damals begann ein erheblicher Teil der Paare nach später Rückkehr erst gar nicht mehr mit der Brut. Zu den positiven Entdeckungen der Tour zählen die Paare in Hof Tatschow (zuletzt 2004 von Störchen besetzt) und Groß Potrems I (seit dem 27. April ist ein Paar am Horst). Spät besetzt wurden jetzt auch noch die Horste in Gerdshagen, Groß Lüsewitz und Thelkow. Demgegenüber ist das Nest in Rukieten (in den Vorjahren immer mit erfolgreicher Brut) seit Anfang Mai leer. Zuvor war ein Einzelstorch über fünf Wochen am Nest, ein zweiter blieb immer nur kurze Zeit. Am 2. Mai kämpften dann vier Störche um den Horst, der danach verlassen blieb. Allerdings entdeckte ich im Nachbarort Mistorf (Landkreis Güstrow) ein Storchenpaar in einem seit 2005 nicht mehr besetzt gewesenen Nest. Entweder gab es eine Umsiedlung oder die Mistorfer betrachten das Nest in Rukieten als zu ihrem Revier gehörig und vertreiben dort mögliche Rivalen um die Nahrungsflächen. In Göldenitz/Amt Schwaan ist seit dem 15. April ein einzelner Storch am Horst, der alle anderen Störche zurückweist. Ebenfalls nur Einzelstörche gibt es nach letztem Stand leider immer noch nur in Parkentin und Biendorf. Auffällig war, dass an der Mehrzahl der von mir aufgesuchten Nester zwei Störche anwesend waren. Sie hatten dazu offenbar Zeit, sodass es momentan möglicherweise ein recht gutes Nahrungsangebot gibt. Feucht genug müsste es nach den Regenfällen der ersten Mai-Dekade auf jeden Fall sein. Wir dürfen gespannt sein, wie viele Jungstörche die kritischen ersten 14 Tage überstehen werden. Erste Beobachtungen des (früh geschlüpften) Storchennachwuchses sollten Ende des Monats möglich sein.

Vielerorts wird gebrütet

So wie hier im Storchennest Biestow Dorf wird inzwischen vielerorts fest gebrütet. Die Biestower Störche dürften etwa die Hälfte der durchschnittlich 32 Bruttage hinter sich haben. In den letzten drei Jahren gab es hier jeweils zwei ausfliegende Jungstörche. Im Hintergrund ist ein zweiter Nistmast zu erkennen, den die Störche bis 2006 nutzten. Seitdem regiert dort ein Stockenentenpaar, das auch jetzt wieder in dem ehemaligen Storchennest brütet. Eine erfreuliche Nachricht erhielten wir noch aus Zarnewanz. Dort ist das Paar bereits seit dem 13. April komplett, und es wird auch schon gebrütet. Auch in Cammin hat das lange Warten für den "Erstankömmling" ein Ende, denn seit dem 18. April ist ein zweiter Storch im Nest. Schlechte Nachrichten gibt es dagegen aus Griebnitz, wo das seit Ostersonntag komplett gewesene Stochenpaar nach zwei gemeinsamen Wochen zuletzt am vergangenen Samstag auf dem Nest gesehen worden ist. Auch in Groß Lüsewitz und in Dummerstorf ist es zu keiner festen Horstbindung gekommen. Hier wurden letztlich bisher nur verschiedene Horstbesucher registriert. Demgegenüber scheint das Storchenpaar, das sich innerhalb der Pankelower Schweinemastanlage neu angesiedelt hat, ernste Absichten zu verfolgen - ein Storch saß gestern auf dem Nest, während der zweite unweit davon auf noch vegetationlosem Acker nach Nahrung suchte.

Viele Storchenpaare ohne Nachwuchs


Dieses Foto aus Hohen Luckow ist beispielhaft für den insgesamt unerfreulichen Verlauf der diesjährigen Storchensaison in unserer Region und weiten Teilen Ostdeutschlands. Die beiden Altstörche stehen beschäftigungslos vor ihrem verlassenen Horst - zum ersten Mal seit 1997 gibt es in Hohen Luckow, einem der erfolgreichsten Standorte der letzten zehn Jahre, keinen Nachwuchs (abgesehen von dem am 6.6. abgeworfenen Küken, das ich lebend in den Rostocker Zoo bringen konnte). Besonders in den letzten Tagen erreichten uns viele Nachrichten über leere Horste. Insgesamt rechnen wir momentan damit, dass etwa 40 % der 58 Horstpaare im Landkreis Bad Doberan ohne flüggen Nachwuchs bleiben werden - ein eindeutiges Indiz für ein so genanntes Störungsjahr (zum Vergleich: im guten Storchenjahr 2007 waren es nur rund 20 %).
Die Gründe sind ganz unterschiedlich. Eine größere Anzahl Storchenpaare hat gar nicht erst mit der Brut begonnen, überwiegend waren sie erst Ende April/Anfang Mai komplett. Dazu zählen die Störche in: Groß Bölkow, Groß Lüsewitz, Kambs, Kirch Mulsow, Klingendorf, Petschow, Roggow, Wischuer und Zarnewanz.
In anderen Fällen wurde die Brut vorzeitig abgebrochen oder war erfolglos, sodass keine Jungen schlüpften: Benitz, Bentwisch, Göldenitz/Amt Schwaan, Nustrow, Thelkow und Ziesendorf.
In Heiligenhagen wurden vor einigen Wochen mehrere befruchtete Eier abgeworfen - ob es die Brutstörche selbst oder Fremdstörche waren, ist ungeklärt. Zumindest ein Storch, erkennbar an einer Wölbung auf der Stirn, ist kontinuierlich am Horst geblieben.
Besonders tragisch erscheint das Schicksal der Küken in Kröpelin - dort waren zu erst vier Junge geschlüpft, die seit kurzem nicht mehr im Nest zu sehen sind. Über die Ursachen ist vorerst nichts bekannt. Auch in Griebnitz fütterten die Altstörche bereits Junge, bevor es am 5. und 6. Juni zu schweren Horstkämpfen mit einem zweiten Paar kam, nach denen die Jungen nicht mehr lebten. Auch die Brutstörche sind seitdem nicht mehr am Horst gesehen worden. Die Trauer vieler Anwohner ist sicher gut nachvollziehbar.
Dennoch wird voraussichtlich eine knappe Mehrheit der Storchenpaare Junge groß bekommen. Die genauen Zahlen werden erst in etwa vier Wochen feststehen, doch gibt es ab heute wieder unsere Bruterfolgskarte, auf der jeder einzelne Standort mit seinem aktuellen Stand eingetragen ist.

Immer häufiger Fütterungen an den Nestern zu beobachten

Immer häufiger sind jetzt Bilder wie dieses aus Fienstorf (fotografiert von G. Vogel) in den Storchenhorsten zu erkennen - ein Altvogel würgt seinem frisch geschlüpften Nachwuchs Nahrung aus. Erste Anwohner haben sich bereits gemeldet und die Anzahl von entdeckten Schnäbeln mitgeteilt. So sollen es in Kröpelin vier, in Stäbelow zwei und am Horst Schwaan II drei oder vier Junge sein. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass der Weg bis zum Flüggewerden noch lang und gefahrvoll ist und noch mancher Verlust eintreten wird. Es können natürlich umgekehrt auch noch Nachzügler hinzukommen. Vor allem die Nahrungsverfügbarkeit und die weiteren Witterungsverhältnisse, aber auch das Verhalten der Altstörche spielen eine entscheidende Rolle.
Unterdessen wurden aus weiteren Nestern Spätankünfte von Störchen gemeldet. In Bentwisch ist das Paar nun endlich seit dem 15. Mai komplett und in Groß Lüsewitz scheint seit dem 22./23. Mai ein Paar dauerhaft Gefallen am Nest gefunden zu haben, nachdem es dort zuvor einen häufigen Wechsel und zwischenzeitlich immer wieder auch Leerstand gegeben hatte. In Altenhagen I und in Pastow sind die dort vorübergehend erschienenen Einzelstörche jedoch schon wieder verschwunden.

Vielerorts heftige Horstkämpfe


In diesen Tagen häufen sich die Nachrichten über heftige Horstkämpfe an den Nestern. Es sieht so aus als ob zuletzt doch noch in größerer Anzahl Störche auch in unserer Region eingetroffen sind. Das obige Foto sandte eine Storchenfreundin aus Zarnewanz, wo sie am 26. April erstmals einen Storch im Nest stehen sah.
In Liepen stritten am Sonntag gleich zehn Störche um den Horst, der seit dem 6. April nur von einem Storch besetzt war. Immerhin ist jetzt seit zwei Tagen dauerhaft ein Paar vor Ort. Das gilt auch für Neu Thulendorf, wo das lange Warten nach 20 Tagen am 24. April ein Ende hatte. In Groß Lüsewitz gab es gestern Abend einen Kampf von gleich vier Störchen. Momentan ist die Lage unübersichtlich, es wird aber am Nest gebaut. Das gilt auch für Bentwisch, wo aber zum großen Leidwesen der Anwohner ebenso noch ein zweiter Storch fehlt wie in Petschow. Das ist umso erstaunlicher als in beiden Nestern letztes Jahr je drei Jungstörche groß wurden. Einige wenige Tage der Hoffnung bleiben jetzt noch, aber nach dem 1. Mai wird der Bruttrieb erfahrungsgemäß stetig geringer.

Im Osten des Landkreises bessert sich die Lage


In Lieblingshof ist am 20. April ein zweiter Storch eingetroffen - man verstand sich auf Anhieb; Foto: KITA Lieblingshof

Nachdem Hans-Heinrich Zöllick heute praktisch sämtliche Storchennester im östlichen Teil des Landkreises Bad Doberan kontrolliert hat, können wir von dort berichten, dass sich die Lage gebessert hat. Momentan sind hier etwa 85 % der vorjährigen Störche eingetroffen. 2008 gab es im Altkreis Rostock Land 30 Brutpaare. Zurzeit sind 23 Horste komplett (davon neu Vogtshagen). Hinzu kommen noch sechs Einzelstörche (in Bentwisch, Griebnitz, Groß Lüsewitz, Liepen, Neu Thulendorf und Petschow). Noch gänzlich unbesetzt sind momentan nur noch Zarnewanz und Kritzmow (hier wurde allerdings zuletzt vor zehn Tagen kontrolliert). Es gab noch verschiedene Wechsel in der Besetzung der Nester. So ist in Tessin seit gestern ein unberingtes Paar am Nest. Der Ringstorch, der dort seit dem 6. April gewesen war, ist "unerkannt entkommen", vermutlich wurde er bei Horstkämpfen vertrieben. Das Nest in Groß Lüsewitz war mehr als zehn Tage verlassen, jetzt ist dort zumindest wieder ein Einzelstorch gelandet.

Wie die Verhältnisse im Westen und Süden zurzeit sind, ist momentan etwas undurchsichtiger. Während im Amt Schwaan zuletzt nur noch vier von 16 im Vorjahr besetzten Plätzen frei waren, gibt es im Altkreis Bad Doberan auch weiterhin noch etliche Lücken. So ist etwa in Schmadebeck I, dem besten Nest der letzten Jahre, nach wie vor nur ein Vogel (wir vermuten, dass es eine Störchin ist) regelmäßig anzutreffen. Es wurde dort eine Eischale unter dem Nest gefunden, die möglicherweise im Zusammenhang mit kurzfristigem "männlichen Besuch" und anschließenden Paarungen gestanden hat.

Unter dem Strich dürften zurzeit mindestens 39 Paare komplett sein (2008 waren es am Ende der Saison 59). Hinzu kommen noch mindestens zehn Einzelstörche. Alle Details und auch die neuen Ankunftsdaten finden sich auf unserer aktualisierten Ankunftskarte

Etwa die Hälfte der Störche ist bereits eingetroffen


In Griebnitz traf der erste Storch gestern ein - diese Aufnahme von heute machte S. Orts.

Seit vorgestern hat sich die Anzahl der zurückgekehrten und uns bekannt gewordenen Störche um neun erhöht. Damit ist jetzt ziemlich genau die Hälfte der 128 Störche wieder da, die im Vorjahr in unserer Region Horstbindung hatten. Grob gerechnet ist ein Drittel der Nester bereits komplett besetzt, während ein weiteres Drittel mit einem Storch belegt und das dritte Drittel noch ganz unbesetzt ist. Im Einzelnen wurden zurückgemeldet:

- Clausdorf: 2. Storch am 1.4.
- Schwaan II: 2. Storch am 3.4.
- Groß Lüsewitz: 1. Storch am 1.4. und 2. Storch am 8.4.
- Parkentin: 1. Storch am 7.4.
- Griebnitz: 1. Storch am 7.4.
- Biendorf: 1. Storch am 7.4.
- Petschow: 1. Storch am 7.4.
- Fienstorf: 2. Storch am 7.4.

Die Gesamtverteilung ist am besten über unsere aktualisierte Ankunftskarte zu erkennen.

Zählung der Jungstörche abgeschlossen


Zwei Jungstörche im Thulendorfer Nest (14.7.2008)

In der vergangenen Woche haben Hans-Heinrich Zöllick und ich die alljährliche Zählung der Jungstörche im Landkreis Bad Doberan durchgeführt. Das Ergebnis weist leider sowohl bei den Horstpaaren als auch bei den Jungstörchen einen Rückgang gegenüber 2007 auf. Gezählt wurden 59 Paare mit fester Horstbindung (2007: 62). Von ihnen hatten 41 Paare Bruterfolg - das ist ein für unseren Landkreis durchschnittliches Ergebnis. Aktuell befinden sich 92 Jungstörche in den Nestern - 24 weniger als im Vorjahr. Diese Zahl kann sich in den nächsten Tagen aber noch verändern, denn die Jungstörche sind besonders in den ersten Tagen nach dem Flüggewerden gefährdet (Kollisionen, Bruchlandungen, Abstürze etc.). Vorläufig liegt der JZa-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro Horstpaar) bei 1,56 (2007: 1,88), der JZm-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro erfolgreichem Horstpaar) bei 2,24. Im langjährigen Mittel sind beide Werte leicht unterdurchschnittlich. Zu den genauen Ursachen werden wir nach Ende der Storchensaison im Jahresbericht 2008 ausführlich Stellung beziehen. Offenkundig ist in jedem Fall ein deutliches Ost-West-Gefälle, nicht nur im Landkreis Bad Doberan selbst, sondern auch darüber hinaus. So werden im Altkreis Ribnitz-Damgarten bei 44 Nestern momentan 88 Jungstörche gezählt. Der JZa-Wert liegt damit in dieser Region deutlich höher als im Vorjahr!
Alle Details zu den einzelnen Nestern finden sich in unserer wieder aktualisierten Bruterfolgskarte. Während der Zählung habe ich an vielen Standorten Fotos mit den Jungstörchen aufgenommen. Sie befinden sich wie üblich im Fotoalbum.
Aus Benitz ist zu vermelden, dass der dort bei einem Angriff von Altstörchen verletzte Jungstorch offenbar alles gut überstanden hat, denn er wurde beim Flugmuskeltraining auf gleicher Höhe wie sein Nestbruder (bzw- seine Nestschwester) beobachtet. In Fienstorf war vor einigen Tagen ein Jungtier vom Nest geweht worden, ohne anschließend aus eigener Kraft wieder hinaufzukönnen. Am nächsten Tag glückte dann jedoch die Rückkehr.

Größenunterschiede


Nicht immer sind die Größenunterschiede zwischen Männchen und Weibchen so eindeutig ausgeprägt wie hier beim Groß Lüsewitzer Storchenpaar. Das Männchen (rechts) hat einen wesentlichen wuchtigeren Kopf und einen deutlich längeren Schnabel.
Der ausführliche Bericht über die heutige Storchentour im östlichen Teil des Landkreises folgt morgen Abend. Die Rückmeldung von jeweils zweiten Störchen in Neu Thulendorf (12.4.), Liepen, Nustrow und Zarnewanz führte zu einer Aktualisierung der Ankunftskarte . Berücksichtigt ist dabei auch, dass der Horst in Reppelin in der vergangenen Woche nur vorübergehend besetzt war und jetzt wieder leer ist.

Die ersten Jungstörche sind flügge!

In den letzten Tagen häufen sich die Hinweise auf die ersten flügge gewordenen Jungstörche. Zu ihnen zählen auch die drei früh geschlüpften aus dem Horst Broderstorf II. Zwei von ihnen konnte ich heute zusammen mit beiden Altstörchen auf einer großen Wiese bzw. auf dem Dach eines Wirtschaftsgebäudes in der Nähe ihres Horstes fotografieren. Auch zwei Graureiher gesellten sich dazu. Hier ist einer der Jungstörche zu sehen.


Fotos von den noch im Nest stehenden (bzw. sitzenden) Jungstörchen aus Neu Thulendorf, Thulendorf I und Groß Lüsewitz gibt es im Fotoalbum.

Neue Fotos von sonntäglicher Storchentour

Bei einer größeren Rundfahrt zu Storchennestern im Osten unseres Landkreises habe ich heute die bisher bekannten Jungenzahlen durchweg bestätigt gefunden. Fast überall sind es dort drei Jungstörche, die heranwachsen, in Göldenitz/Amt Warnow Ost sind es zwei, in Broderstorf I weiterhin vier. Die Bruterfolgskarte brauchte nicht verändert werden. Im Fotoalbum finden sich 16 neue Fotos von dieser sonntäglichen Tour (aus Bandelstorf, Broderstorf I, Groß Lüsewitz, Lieblingshof, Göldenitz/Amt Warnow Ost, Petschow, Niekrenz, Thulendorf I und Groß Potrems I). Dieses Foto zeigt das Bandelstorfer Nest auf der alten Lärche mit dem daneben auf einem Ast pausierenden Altstorch.

Bisher 131 Jungstörche gezählt!

Nachdem wir bis gestern die erste Sichtungsrunde aller in diesem Jahr besetzten Storchenhorste im Landkreis Bad Doberan und in der Hansestadt Rostock abschließen konnten (vielen Dank allen Helfern und Unterstützern!), können wir heute eine erste Zwischenbilanz ziehen. Danach befinden sich nach letztem Stand in insgesamt 63 Nestern 131 Jungstörche. Diese Zahl wird sich bis zum Ausfliegen zwar sicherlich noch verändern, doch sieht es momentan nach einem recht starken Jahrgang aus. Die abermals überarbeitete Brutverlaufskarte zeigt den aktuellen Stand. Nur noch in wenigen Nestern (Parkentin, Moitin, Goorstorf) besteht Unklarheit, ob es eine erfolgreiche Brut gegeben hat. Gegenüber unserer letzten Meldung sind bis heute noch folgende beobachtete Jungenzahlen hinzu gekommen bzw. korrigiert worden: Albertsdorf, Cammin, Groß Lüsewitz, Rostock Zoo II je 3; Bentwisch, Berendshagen, Gerdshagen I, Liepen, Nustrow, Rostock Zoo I, Thelkow, Vogtshagen je 2; Gnewitz, Kowalz, Zarnewanz: je 1 Jungstorch.
Dieses Foto zeigt einen der drei schon sehr großen Jungstörche in Albertsdorf, aufgenommen am vergangenen Samstag.

Störche und Roter Milan gemeinsam auf Nahrungssuche

Heute noch ein kleiner bildlicher Nachtrag zu meinem Bericht über die Fahrradtour am Samstag. Bei Groß Lüsewitz nutzten etliche Vögel, darunter mindestens drei Weißstörche und ein Roter Milan die Umpflügearbeiten auf einer zuvor gemähten Futterweide. Der Milan flog dabei fast senkrecht über meinen Standort hinweg.

Große Fahrradtour am Wochenende

Am Wochenende hatte ich Gelegenheit zu einer großen und einer kleineren Fahrradtour zu verschiedenen Storchennestern. Am Samstag war ich östlich von Rostock im Bereich der kleinen Flüsschen Carbäk und Kösterbeck unterwegs, am Sonntag dann im Raum Schwaan. Ziel war es vor allem, herauszufinden, an welchen Standorten gebrütet wurde und wo nicht. Bei dieser Gelegenheit habe ich zahlreiche Fotos aufgenommen. Etwa 20 davon stehen neu im Fotoalbum.
In folgenden Nestern konnte ich erfreulicher Weise brütende Störche vorfinden: Albertsdorf, Bandelstorf, Bentwisch, Broderstorf II, Fienstorf, Groß Lüsewitz, Niekrenz, Lieblingshof, Petschow, Thulendorf, Neu Thulendorf, Göldenitz (Amt Warnow Ost), Benitz, Schwaan I und Schwaan II.
Anwesend, aber nicht am Brüten waren die Störche in Goorstorf und Neu Broderstorf, dagegen war das Nest in Rothbeck verlassen, jedoch gab es zahlreiche frische Kotspritzer, sodass der oder die Störche wohl noch Nestbindung haben. Nähere Auskünfte konnte mir dort leider niemand geben. In Pastow schien das Nest bereits seit längerem verlassen zu sein. Auch in Lichtenhagen war kein Storch am Nest, aber das zeigt ja auch regelmäßig die dortige Webcam. Erfreulicher Weise entdeckte ich am Nest in Bentwisch beim Landeanflug einen ELSA-beringten Storch. Die Ablesung steht auch hier noch aus.

Weitere Nester besetzt!

Es gibt wieder einige erfreuliche Neuigkeiten zu vermelden. Die Nester in Neu Broderstorf und Neu Thulendorf sind inzwischen mit jeweils zwei Störchen besetzt und auch in Groß Lüsewitz wurde heute früh ein Storch im Nest gesichtet (Foto einer Storchenfreundin):


Die genauen Ankunftsdaten lauten:
- Neu Broderstorf (1. Storch: 18.4./2. Storch: 18.4.)
- Neu Thulendorf (1. Storch: 15.4./2. Storch: 19.4.)
- Groß Lüsewitz (1. Storch am 25.4. erstmals im Nest gesehen)
Weiterhin sind Ankunftsdaten konkretisiert worden:
- Wendfeld (1. Storch: 3.4./2. Storch: 3.4.)
- Niekrenz (1. Storch: 31.3./2. Storch: 1.4.)
- Lieblingshof (1. Storch: 31.3./2. Storch: 1.4.)
- Göldenitz/Amt Warnow Ost (1. Storch 31.3./2. Storch 31.3.).
In der überarbeiteten Ankunftskarte ist die Anzahl der "weißen Flecken" damit abermals zurückgegangen.

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