
In Bröbberow lag heute ein Jungstorch tot unter dem Horst - es sind aber immer noch drei Jungtiere, die von den Altstörchen versorgt werden
Bei wechselhaftem, für die Versorgung der Jungstörche insgesamt nicht ungünstigem Wetter, verfestigt sich die positive Grundtendenz hinsichtlich der Nachwuchsrate in der Storchensaison 2010 weiter. Aktuell ist aus 40 Nestern bekannt, dass dort Junge geschlüpft sind und zuletzt auch noch mindestens ein Jungtier im Nest war. Dem stehen neun ungeklärte Fälle (darunter sieben Spätbruten) und sieben erfolglose Horstpaare gegenüber. An dieser Verteilung wird sich sicher noch manches ändern, aber die Grundtendenz wird voraussichtlich erhalten bleiben. Dennoch bleibt es nicht aus, die Störche in den Nestern, in denen besonders viele Junge herangewachsen waren, jetzt, wo der Futterbedarf immer größer wird und nicht immer in vollem Umfang erfüllt werden kann, auch vermehrt die schwächsten Jungstörche aussortieren und aus dem Nest werfen. So hat sich Anzahl der Jungstörche zuletzt beispielsweise in Bröbberow von 4 auf 3, in Zarnewanz von 4 auf 2 und in Detershagen von 3 auf einen reduziert. Es werden nicht die letzten Vorfälle dieser Art gewesen sein. Bisher zählen wir 12 solcher Abwürfe.
In Petschow ist einer der Altstörche unten rechts mit einem ELSA-Ring ausgestattet. Dieser konnte bisher noch nicht erfolgreich abgelesen werden. Der Ringstorch ist in Petschow, wo es auch Junge gibt, neu, denn im Vorjahr waren beide Störche unberingt. Die diesjährige Beringungsaktion im Landkreis Bad Doberan wird voraussichtlich am 22. Juni an etwa 20 bis 25 erreichbaren Nestern mit gut entwickelten Jungstörchen stattfinden.



