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Retschow I

Neue Informationen und eine erste Einschätzung

Seit meinem letzten Bericht am Donnerstag sind erneut zahlreiche Informationen über Ankunftsdaten eingetroffen - allen aufmerksamen Storchenfreunden wieder ein herzliches Dankeschön für ihre Unterstützung! Dabei war allerdings nur ein richtiger Zugewinn zu verbuchen - in Parkentin traf auf dem Reetdachhorst der erste Storch am 14.4. ein. Ob es der beringte Altstorch des Vorjahres ist, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Darüber hinaus ist bei einer Reihe von Nestern jetzt der 2. Storch zurückgemeldet worden. Besonders gefreut habe ich mich, dass auch der Biestower Storch, der ja von einem Stockentenpaar aus seinem angestammten Nest vertrieben worden war, seit dem 16.4. nicht mehr allein ist. Auf diesem Bild, das beide Nester - das alte, jetzt von den Stockenten besetzte im Vordergrund und das neue im Hintergrund zeigt - ist nur ein Storch am Nest. Ich habe es am 16.4. frühmorgens aufgenommen.

Weiterhin gab es eine Reihe von Konkretisierungen bisher nicht genau bekannter Ankunftsdaten. Im Einzelnen habe ich folgende neue Daten vorliegen:
- Berendshagen (1. Storch: 4.4, 2. Storch: 8.4.)
- Biestow Dorf (1. Storch: 4.4., 2. Storch: 16.4.)
- Schwaan II (1. Storch: 31.3., 2. Storch: 31.3.)
- Bröbberow (1. Storch: 14.4., 2. Storch: 15.4.)
- Ziesendorf (2. Storch: 18.4.)
- Albertsdorf (1. Storch: 31.3., 2. Storch: 2.4.)
- Parkentin (1. Storch: 14.4.)
Ferner ist aus zwei Ortschaften ein nur vorübergehendes Besetzen der Nester gemeldet worden: Groß Bölkow (6.4.-14.4.), Retschow I (um den 4.4. herum). Zumindest in den letzten Tagen noch nicht besetzt waren: Goorstorf, Hof Tatschow, Altenhagen II, Radegast, Jörnstorf. Die Ankunftskarte wurde wieder aktualisiert.
Für eine detaillierte Bilanz ist es zwar noch zu früh, denn es liegen noch etwa zehn Tage vor uns, an denen weitere Störche zurückkehren können, die dann auch noch Aussicht auf Bruterfolg hätten. Momentan sieht es jedoch leider eher danach aus, dass sich die Anzahl der Brutpaare gegenüber den beiden (schlechten) Vorjahren noch weiter verringern wird. Diese Tendenz ist angesichts der sehr frühen Rückkehr vieler Störche schon im März doch etwas überraschend. Es passt auch ins Bild, dass uns bis heute keine Informationen über Neuansiedlungen erreicht haben. Nun - hoffen wir gemeinsam, dass es in den nächsten zehn Tagen noch eine Wende zum Positiven geben wird. Für die bereits eingetroffenen und vielfach schon seit längerem brütenden Brutpaare bestehen ungeachtet dessen weiterhin gute Aussichten auf viel Storchennachwuchs.

8 weitere Rückkehrer - Probleme in Biestow?

Meine heutige Erkundungsfahrt begann ich mit einem Besuch in Biestow Dorf . Hier befindet sich seit vielen Jahren ein regelmäßig belegtes, auch beim Hervorbringen von Nachwuchs häufig erfolgreiches Storchennest. Mittlerweile ist es außer den beiden Nestern im Zoo das letzte besetzte im Stadtgebiet Rostock. Ausgerechnet hier bahnen sich offenkundig Probleme an, die vorhersehbar waren. In unmittelbarer Nähe des Nistmastes hat über den Winter eine Bebauung mit Reihenhäusern stattgefunden. Das scheint dem Storch, der laut Anwohnerauskunft seit etwa einer Woche wieder in Biestow ist, nicht zu gefallen. Jedenfalls hat er Nistmaterial sowohl auf den First des benachbarten Strohdachhauses als auch auf einen bisher nicht genutzten Nistmast in der Nähe aufgetragen. Auf diesem zweiten Nistmast, nicht aber auf seinem angestammten Nest, traf ich ihn heute auch an. Er flog kurze Zeit später ab und umkreiste relativ großräumig und in recht großer Höhe den Standort. Die Situation in Biestow erscheint zurzeit unklar. Wir werden so schnell wie möglich weitere Informationen einholen und uns dafür einsetzen, dass alles Mögliche getan wird, den langjährigen Standort zu erhalten.

Die Fotos zeigen das aufgetragene Nistmaterial auf dem angrenzenden Gebäude sowie den zweiten Mast, wohin der Storch ebenfalls Nistmaterial transportiert hat.

Die weitere Fahrt führte mich zunächst nach Parkentin (keine Anzeichen der Rückkehr erkennbar, im letzten Jahr gab es hier einen Ringstorch und zwei ausgeflogene Jungstörche) und dann nach Hastorf. Hier berichtete ein Anwohner, dass der erste Storch am 4.4. gesichtet worden sei. Anschließend kontrollierte ich das Storchennest in Ivendorf . Ich traf das Storchenpaar am Nest an, allerdings scheint es einen Standortwechsel vom bisher genutzten Nistmast auf einen ausgedienten E-Mast in etwa 50 Meter Entfernung gegeben zu haben. In Retschow und auch in Ziesendorf ist der Storch laut Auskunft von Anwohnern bisher noch nicht eingetroffen, dagegen ist das auf einem Schornstein befindliche Nest in Kröpelin III bereits seit dem 29. bzw. 30.3. mit beiden Störchen besetzt. Schließlich fuhr ich noch nach Detershagen . Hier war das Nest leer, doch berichteten Passanten, dass beide Störche bereits im März eingetroffen seien. Bei der Weiterfahrt entdeckte ich dann kurz hinter dem Dorf in einiger Entfernung von der Straße zwei Störche auf Nahrungssuche - wahrscheinlich waren es die aus Detershagen, wo in den letzten Jahren (mit Ausnahme von 2005) fast immer sehr gute Brutergebnisse erzielt worden sind.

Zu den Nestern in Ivendorf, Kröpelin und Parkentin gibt es im Fotoalbum neue Bilder, ebenso ist die Ankunftskarte wieder aktualisiert worden.

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