
In Groß Potrems ist das Storchenpaar seit kurzem komplett.
Dieses Wochenende war an einer ganzen Reihe von Storchennestern durch viel Aufregung gekennzeichnet. Es begann mit der Meldung eines von Anwohnern unversehrt geborgenen Eies unter dem Storchenhorst Ziesendorf, wo vor einigen Tagen länger anhaltende Storchenkämpfe stattgefunden hatten. Die Ursache ist erst einmal nicht erklärlich, ein Paar ist weiter am Nest, hat aber offensichtlich noch nicht mit der Brut begonnen. In Kritzmow, wo es im Juli/August letzten Jahres eine späte Ansiedlung gegeben hatte, ist die Situation zurzeit unklar. Nach Anwohnerberichten war etwa seit dem 10. April ein Storchenpaar auf dem Nest. Es wurden Kopulationen beobachtet und es muss auch mindestens ein Ei gelegt worden sein, denn gestern Abend fand ich ein zerbrochenes direkt unter dem Nest. Oben stand ein einzelner Storch. Offenbar haben auch hier Storchenkämpfe stattgefunden. Wir bemühen uns um Aufklärung. In Thulendorf konnte zunächst der männliche Ringstorch annähernd sicher identifiziert werden. Zu 99 % handelt es sich um einen bereits 15jährigen, 1993 im Rostocker Zoo beringten Storch. Dieser hat im letzten Jahr definitiv nicht in Thulendorf gebrütet. In den letzten Tagen gab es einen anhaltenden, massiven Angriff, bei dem der männliche Ringstorch im Bereich zwischen Augen und Schnabel mehrere blutige Verletzungen davontrug. Bei dem angreifenden Storch, der sich mehrere Tage lang in Nestnähe aufhielt, könnte es sich um den (unberingten) männlichen Altstorch des Vorjahres gehandelt haben. Dies könnte die Intensität und Vehemenz des Angriffs erklären. Offenbar ist das Gelege, auf dem das Weibchen saß, nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Im Nest Broderstorf II hat das Weibchen offenbar eine schwer wiegende Fraktur am linken Bein, knapp oberhalb der Zehen. Bisher scheint sie damit dennoch erfolgreich auf Nahrungssuche gehen zu können. Mittelfristig erscheint ihr Schicksal aufgrund der Schwere der Verletzung jedoch mehr als ungewiss. Ihr Partner hat unterdessen in großen Mengen Plastik ins Nest eingetragen, gebrütet wird offenbar noch nicht. In Rothbeck haben Anwohner seit drei Tagen kein Storchenpaar mehr feststellen können. Aus Heiligenhagen berichteten Anwohner, dass das Nest dort 14 Tage lang völlig verwaist war. Erst seit gestern ist wieder ein Storch am Nest. Am Standort Groß Potrems I, wo im Vorjahr ein Altstorch tödlich verunglückte, hat sich glücklicher Weise am Dienstag ein zweiter Storch eingefunden. Schließlich wurde aus Goorstorf berichtet, dass dort bereits seit dem 2. April ein Storch mehr oder weniger regelmäßig am Nest ist. Die Ankunftskarte wurde aktualisiert, und im Fotoalbum gibt es Aufnahmen vom Samstag/Sonntag aus Benitz, Cammin, Kritzmow und Ziesendorf.




