skip to content

Liepen

Von den Toten auferstanden...

...ist er zwar nicht, aber diese fehlerhafte Meldung korrigiere ich sehr gerne: Wie ich heute aus dem Rostocker Zoo erfahren habe, ist der vor einer Woche von einem Seeadler angegriffene Jungstorch BK41 aus Hohen Sprenz/GÜ doch nicht tödlich verletzt worden. Entgegen der Aussage eines Tierpflegers der Rostocker Tierklinik konnte sein Leben erhalten werden. Er ist zwar schwer verletzt, aber auf dem Wege der Besserung. Man sollte eben doch besser einmal mehr nachfragen... Unser gemeinsamer Einsatz beim Einfangen war somit wider Erwarten nicht vergebens. BK41 wird allerdings in diesem Herbst nicht mehr mit auf den Zug gehen können, sondern sich im Zoo Rostock hoffentlich gut erholen.
Anders stehen die Dinge beim Kröpeliner Storchennachwuchs. Aufmerksame Anwohner meldeten nun gestern endlich den ersten Flug eines der beiden Jungstörche. Der zweite wird sich hoffentlich auch bald trauen. Es ist beruhigend zu hören, dass beide Altvögel noch vor Ort sind und die sehr spät geschlüpften Youngster auch noch versorgen. Ein Vorteil dürfte sein, dass das bereits Anfang März eingetroffene Männchen mit großer Wahrscheinlichkeit ein Westzieher ist und es daher gar nicht so eilig mit dem (kurzen) Zug hat. Auf jeden Fall tippe ich darauf, dass auch die Kröpeliner Jungen die Westroute einschlagen werden.
Dass die "Storcheneltern" nicht immer so geduldig sind, hat sich zuletzt in Liepen gezeigt. Dort sind die Altvögel laut Anwohnerbeobachtung bereits vor rund 10 Tage abgeflogen, ihr einziger Jungstorch blieb dagegen bis vorgestern. Hoffen wir, dass er jetzt Anschluss an andere Störche gefunden hat.

Aus dem Wildpark Eekholt nach Moitin

Moitin, 23.4.16

Im Sommer 2012 wurde im Wildpark Eekholt (Schleswig-Holstein) ein Weißstorch-Küken erfolgreich aufgezogen und anschließend ausgewildert. Danach verlief sich seine Spur zunächst. Ab Ende Juni vergangenen Jahres freundete sich dieser Storch jedoch - inzwischen dreijährig - mit unserem westlichsten Storchennest in Kirch Mulsow an. Bis Ende August blieb DEW 9X427 dort zusammen mit einer unberingten Partnerin. In diesem Jahr nun kehrte er in unsere Region zurück und besetzt seit rund einer Woche mit einer wiederum unberingten Storchendame das benachbarte Storchennest Moitin. Wer das Paar momentan beobachtet, hat den Eindruck, es könnte in diesem Jahr mit dem Nachwuchs klappen, wobei es natürlich noch Auseinandersetzungen mit dem Moitiner Männchen des Vorjahres geben könnte, sollte dieses noch zurückkehren.
Aus Liepen kann ich vermelden, dass das neue Paar offenbar dauerhaft Gefallen an dem Nest gefunden hat und kurz vor dem Brutbeginn steht. DEW 1T724 hat sich als Weibchen entpuppt.
Sehr bedauerlich ist das spurlose Verschwinden des Storchenmannes in Rederank, wo die Brut schon begonnen hatte. Es ist von den Anwohnern beobachtet worden, dass sich ein rotes Kunststoff-Netz um die Stelzen geschlungen hatte. Leider war es nicht möglich, den flugfähigen Altvogel einzufangen und ihn davon zu befreien. Nun bleibt nur die Hoffnung auf ein neues Männchen und eventuell noch ein Nachgelege.
Neue Paarbildungen gab es in den letzten Tagen in Detershagen, Stäbelow, Wolfsberg und Thulendorf.

Aktuelle Ankunftskarte:
http://www.stoerche-doberan.de/drupal/node/749

"Feindliche Übernahme" des Liepener Storchennestes? - ein müder Rückkehrer in Petschow

Haben sie das Liepener Nest "gekapert" und die Eier herausgeworfen? Der Storch im Vordergrund fällt durch seinen mächtigen Schnabel auf.

Liepen, 17.4.16

Nicht immer enden Storchenkämpfe damit, dass sich die alt eingesessenen Paare behaupten. So ist es heute vermutlich auch dem Liepener Storchenpaar ergangen, das bereits am 2. und 3. April an seinem Nest eingetroffen war und bald darauf an diesem in den vergangenen Jahren sehr erfolgreichen Standort mit der Brut begonnen hatte. Als ich heute gegen Mittag in Liepen eintraf, standen im Nest zwei Störche, direkt darunter lagen zwei defekte Eier. Gebrütet wurde auf keinen Fall. Einer der beiden im Nest stehenden Störche trug einen Ring (DEW 1T724) und konnte damit als ein erst dreijähriger Storch aus Niedersachsen identifiziert werden.

Wie wird es nun weitergehen? Im besten Fall bleibt das neue Paar und tätigt selbst ein eigenes Gelege. Bei einem vermutlich noch brutunerfahrenen dreijährigen Partner ist das jedoch keinesfalls sicher. Natürlich sind auch weitere Kämpfe möglich. Ebenso ist es durchaus denkbar, dass Liepen nach vielen Jahren 2016 einmal ohne Bruterfolg bleibt - was natürlich sehr schade wäre.

Petschow, 17.4.16

Ein anderes Bild zeigte sich mir in Petschow. Hier hatte offenbar ein unberingtes Weibchen drei Wochen auf seinen Partner gewartet. Der traf nun endlich heute früh am Nest ein. Mit 12 Jahren auch nicht mehr ganz taufrisch und sicher gestresst vom langen Zug, sehnte sich DEH H2919 ganz offenkundig erst einmal nach Ruhe. Das agile Weibchen ließ jedoch nicht locker und machte sich bei seinem Partner erst einmal an die "Körperpflege". Wie auf dem Foto gut zu erkennen, ließ er die Prozedur des Entfernens von Federlingen (kleinen Parasiten) nur äußerst missmutig über sich ergehen. Auch zur Familienplanung war er noch keinesfalls aufgelegt. Das wird sich ja hoffentlich noch ändern...

Unterdessen sind übers Wochenende doch etliche bisher fehlende Störche nachgerückt, sodass aktuell im alten Landkreis Bad Doberan (mindestens) 29 Horstpaare und 4 Einzelstörche Nestbindung haben. Auch in Wendfeld ist heute eine Störchin eingetroffen. Noch wissen wir nicht, ob es die legendäre "alte Brandenburgerin" doch noch einmal geschafft hat oder es ein neues Weibchen ist, wovon ich eher ausgehen würde. Aus Fienstorf wird unterdessen gemeldet, dass das am Freitag heftig attackierte Storchenpaar ein vergleichsweise ruhiges Wochenende verlebt hat. Und auch der einzelne Storch in Sildemow ist immer noch da und schürt die Hoffnung der Anwohner auf ein dauerhaftes Storchenglück.

Von Liepen nach Litauen

Heute erreichte uns wieder einmal eine interessante Ringfundmeldung. Der 2011 in Liepen/DBR beringte Jungstorch HE619 wurde im Juni gleich vier Mal im Osten Litauens abgelesen. Er hielt sich zusammen mit 20 bis 40 anderen Weißstörchen auf der Mülldeponie der Stadt Utena auf. Offensichtlich sind nicht nur westziehende Störche von dieser Form der Nahrungsbeschaffung überzeugt... Störche aus dem Hiddensee-Beringungsbereich sind bisher nur ganz vereinzelt in Litauen nachgewiesen worden. So wurde dort im Mai 2010 ein ebenfalls dreijähriger, aus der Prignitz stammender Storch abgelesen, der dann noch im selben Sommer auch in Brandenburg nachgewiesen wurde. 2011 brütete er in der Nähe von Güstrow! Deutlich wird die ausgeprägte Migration von noch nicht brutreifen Störchen, die in ihren ersten Lebensjahren ein wahres "Vagabunden"-Leben führen. Vielleicht entdecken wir HE619 im nächsten Jahr bei uns!

Zwei Rettungseinsätze an einem Tag...

Die gute Nachricht zuerst: inzwischen steht fest, dass in allen 31 Weißstorchnestern meines Betreuungsgebietes DBR/HRO, die früh, das heißt bis zum 5. April, mit einem Horstpaar besetzt waren, Jungstörche geschlüpft sind. Nach jetzigem Stand gibt es hier bisher auch noch keine Totalausfälle. Gleichwohl nimmt die Anzahl der abgeworfenen Jungstörche nach fast 14 Tagen ohne Regen zu. Die Trockenheit führt bereits zu spürbarem Nahrungsmangel. In einem Fall kamen wir heute noch rechtzeitig - in Liepen piepste es deutlich vernehmlich unter dem Nest aus einem dichten Gestrüpp. Es fand sich ein etwa 14 Tage alter Jungstorch, der zwar recht schwach, aber äußerlich unverletzt wirkte. Die Rettung kam für ihn wohl gerade noch rechtzeitig - keine 20 Meter entfernt pirschte sich schon eine Katze heran. Im Eiltempo brachten wir ihn in den Rostocker Zoo, dort kam er erst einmal unter die Wärmelampe. Wenn alles gut geht, wird er in 14 Tagen - dann gut aufgepäppelt - in ein anderes Nest eingehorstet. Seinem Grammower "Schicksalsgenossen" (Fundküken vom 24.5.) geht es übrigens im Zoo Rostock sehr gut. Wir konnten uns vor Ort davon überzeugen. Nebenan steht dort ein Altstorch aus Mamerow/Altkreis Güstrow, auf den mit Blei geschossen worden war. Trotz einer - zum Glück glatten, unkomplizierten - Flügelfraktur - hat er mittelfristig offenbar gute Aussichten auf eine vollständige Genesung.
Diese Hoffnung machen wir uns auch bei einem Altstorch vom Horst Schwaan II. Der Brutvogel hat sich heute offenbar eine leichtere Verletzung (Prellung?) am rechten Flügel zugezogen und konnte über mehrere Stunden nicht mehr auffliegen, war in einem Kleingartenbereich nur noch als Fußgänger unterwegs. Wir fingen ihn ein und brachten ihn am Abend in die Tierklinik Rostock. Von den Heilungsaussichten ist abhängig, wie wir mit den beiden im Nest befindlichen Jungstörchen umgehen werden. Morgen wissen wir mehr, werden dann entscheiden, ob eine Aushorstung erforderlich wird - auf jeden Fall eine schwierige Frage.

Einhorstungen scheinen akzeptiert zu sein

Altstorch mit zwei Jungstörchen, darunter einem Eingehorsteten in Niekrenz, 28.6.13

Nachdem wir schon am Dienstag erfahren haben, dass es in Lieblingshof offenbar keine erkennbaren Probleme mit der "Adoption" des einen Tag zuvor eingehorsteten Kükens gegeben hat, konnten wir uns heute Abend selbst davon überzeugen, dass auch in Niekrenz und Liepen alles glatt gegangen zu sein scheint. Auf dem Rückweg entdeckten wir in Thelkow, dass aus der dortigen Spätbrut (die erst nach Mitte Mai begann) mindestens ein Küken geschlüpft ist. Viele weitere Details aus etwa 25 Nestern erwarten wir im Anschluss an die für Montag geplante große Beringungsrunde.

Schmadebecker Küken eingehorstet

Einen Monat lang im Zoo Rostock groß gezogen: die drei Schmadebecker Halbwaisen. 24.6.13

Heute war es so weit - genau einen Monat nach ihrer Aushorstung in Schmadebeck (dort war ein Brutstorch bei einer Kollision mit einem PKW getötet worden) wurden die drei seitdem im Zoo Rostock aufgezogenen Halbwaisen wieder eingehorstet. Dazu wurden sie nach Lieblingshof (zwei eigene Küken), Niekrenz (ein eigenes Küken) und Liepen (zwei eigene Küken) gebracht. Alle acht Jungstörche erhielten ihren ELSA-Ring. Dank großzügiger Unterstützung durch die Jagdgenossenschaft Bentwisch konnten sie zu annähernd gleichgroßen und gleichschweren Jungstörchen gesetzt werden. Diese Form der Auswilderung hat sich seit langem als diejenige herausgestellt, bei der die Küken die besten Chancen haben, sich zu selbständigen, freien Wildstörchen zu entwickeln. Im Normalfall werden sie von den Altstörchen problemlos angenommen und mitversorgt. Das Nahrungsangebot ist in diesem Jahr auf jeden Fall ausreichend, zumal an den ausgewählten Standorten in der Vergangenheit häufig drei Jungstörche flügge wurden. Ein Restrisiko bleibt allerdings bestehen. Es bezieht sich vor alle auf das Verhalten unter den Jungstörchen. Hoffen wir, dass es am Ende gut ausgeht! Wir werden die drei Nester besonders sorgfältig im Auge behalten.
Ein herzliches Dankeschön an die Jagdgenossenschaft Bentwisch und den Zoo Rostock für die Unterstützung unserer ehrenamtlichen Arbeit.
Die große diesjährige Beringungsrunde zu 25 und mehr Nestern im Altkreis Bad Doberan und in der Hansestadt Rostock findet am kommenden Montag, 1. Juli statt.

Jetzt kommen sie!

In der Abenddämmerung in Kritzmow entdeckt: der 1. Storch ist eingetroffen, Foto: B. Becker

Erstmals in diesem Jahr gab es heute einen vergleichsweise starken Einflug von zurückkehrenden Weißstörchen. Das gute Wetter in unserer Region wird dazu beigetragen haben. Es erreichten uns Nachrichten aus:
- Reinshagen, 1. Storch 4.4.
- Schwaan II, 2. Storch 4.4.
- Schmadebeck II, 2. Storch 5.4.
- Vogtshagen, 1. Storch 5.4.
- Kritzmow, 1. Storch 5.4.
- Biestow, 1. Storch 5.4.
- Berendshagen, 1. Storch 5.4.
- Hof Tatschow, 1. Storch 5.4.
- Liepen, 1. Storch 5.4.
- Parkentin, 1. Storch 5.4.
Im Altkreis Ribnitz-Damgarten wurden heute beobachtet: Ehmkenhagen: zwei Störche; Kloster Wulfshagen, Gresenhorst: je ein Storch.
Vielen Dank allen Beobachtern und Meldern!
Erfreulich ist auch, dass sich die Wetterlage voraussichtlich nach Ostern umstellt und dann in Mitteleuropa eine südliche bis südwestliche Luftströmung vorherrschen wird.

Verluste bei den Spätbruten durch den Starkregen am Wochenende

Am Wochenende hat es in unserer Region intensiv und anhaltend geregnet. Teilweise fielen innerhalb von 24 Stunden mehr als 40mm Niederschlag. Besonders betroffen war der Bereich um Rostock und westlich davon. Alle Jungstörche, die durch den Entwicklungsgrad ihres Gefieders noch nicht vor den Auswirkungen derartig intensiver Nässe geschützt sind, müssen unter solchen Umständen um ihr Leben fürchten. Wir gehen davon aus, dass besonders die Horstpaare mit Jungstörchen in einem Alter von weniger als vier Wochen in erheblichem Umfang Verluste hinnehmen mussten - das sind die Spätbruten. Mit Sicherheit kann das bereits für Reinshagen gesagt werden, wo der einzige, um den 18. Juni geschlüpfte Jungstorch nicht mehr lebt. Die weiteren Auswirkungen werden wir in den nächsten Tagen zu ermitteln versuchen - rechtzeitig vor der zweiten Beringungsrunde, die am kommenden Montag, 11. Juli, geplant ist. Unabhängig vom Starkregen des Wochenendes ist bereits Ende vergangener Woche einer von vier Jungstörchen in Liepen verendet. Als Ursache kommt eher eine Erkrankung als Nahrungsmangel in Betracht, denn während der Beringung vor zwei Wochen machten alle vier Youngster einen gleichermaßen guten Eindruck.

Vorbereitung auf die Beringung der Jungstörche

So wie hier in Fienstorf (Foto: G. Vogel) sind die Jungstörche an den früh besetzten Nestern so weit herangewachsen, dass sie in der kommenden Woche beringt werden können. Allerdings war die Ankunft der Störche in diesem Jahr wesentlich verteilter als 2010, sodass wir eine Aufteilung vornehmen mussten. Am Montag, 20. Juni werden im Landkreis Bad Doberan (und in Biestow) die Jungstörche in insgesamt 15 Nestern beringt, eine zweite Tour folgt dann etwa zwei bis drei Wochen später. Wir danken dem Kreisbauernverband Bad Doberan e.V. sowie dem Bauernverband Bützow e. V., dass sie uns wie schon in den Vorjahren finanziell und personell unterstützen. E.on edis gewährleistet uns durch kurzzeitige Unterbrechung der Stromversorgung die gefahrlose Beringung der drei kräftigen Jungstörche in Rederank. Bei den Vorbereitungen für die erste Beringungsrunde entdeckten wir, dass außer in Wendfeld zurzeit auch in Liepen und Bandelstorf je vier Jungstörche in den Nestern sitzen. Auf die genauen Ergebnisse sind wir sehr gespannt und hoffen, dass das Wetter zumindest einigermaßen gut mitspielt. Im Altkreis Ribnitz-Damgarten ist die erste Beringungsrunde für Do., 23.6. vorgesehen.
Jens Köhler (Greifswald) las heute in Owstin bei Gützkow (Ostvorpommern) den Ringstorch DEH H 8083 ab. Dieses Weibchen wurde im Juni 2008 in Brünkendorf/RDG von uns beringt. Damit wurde erstmals seit der Wiederaufnahme der flächendeckenden Beringung in unserer Betreuungsregion 2008 ein hier beringter Storch als Brutvogel nachgewiesen.

Verteilte Rückkehr zu erwarten

Nach wie vor gibt es aus unserer Betreuungsregion keine Rückmeldung eines Weißstorchs. Wir müssen uns also weiter in Geduld üben. Bei den Ostziehern sind die beiden Loburger Senderstörche "Leopold" und "Albert von Lotto" bisher am weitesten vorangekommen. Sie befanden sich vorgestern im Norden Syriens bzw. in Israel und könnten durchaus noch im März an ihren Brutplätzen eintreffen. Dagegen haben die etwas später in der Sahel-Zone gestarteten NABU-Senderstörche offenbar erheblich mit einem sehr konstanten Nord- bzw. Nordostwind zu kämpfen. Bis zum Beginn der Woche hatte keiner von ihnen den afrikanischen Kontinent verlassen, Storch "Gustav" war sogar wieder einige hundert Kilometer nach Süden gezogen. Ich halte es daher für recht wahrscheinlich, dass wir in diesem Jahr eine recht verteilte Ankunft der Störche erleben werden. Ein massenhafter Einflug noch vor Ende März erscheint mir eher unwahrscheinlich.
In Liepen haben Einwohner des Dorfes inzwischen in einer gemeinsamen Aktion Ersatz für den im November umgestürzten Nistmast geschaffen - ein herzliches Dankeschön für das Engagement!
Die Storchenbetreuer des Landes kommen am 19. März im Karower Meiler zu ihrem 8. Landesstorchentag MV zusammen. Ich werde an dieser Stelle über die wichtigsten Ergebnisse berichten.

Liepener Störche erhalten neuen Nistmast

In Liepen ist kürzlich bei einem Herbststurm der Nistmast samt Nisthilfe und Storchenhorst umgefallen. Am Wochenende wurde in einem Gespräch vor Ort zwischen Bürgermeister, Grundstücksbesitzer, interessierten Storchenfreunden aus dem Dorf sowie den Storchbetreuern Zöllick und Kroll vereinbart, dass bis Mitte März an gleicher Stelle ein Holzmast mit neuer Nisthilfe und Nistkorb aufgestellt wird. Besonders ältere Dorfbewohner hatten sich besorgt über die Zukunft des Storchen-Domizils geäußert. Jetzt ist eine faire, arbeitsteilige Lösung gefunden worden. In Liepen gab es in den vergangenen Jahren stets Bruterfolg, im Sommer 2010 wurden drei Jungstörche flügge.

Wintereinbruch vertreibt Steffenshäger Storch


Im Steffenshäger Horst ist jetzt nur noch der Plastikstorch zu Hause. Foto: B. Thielke, 7.12.2010

Der frühe Wintereinbruch hat den Storch, der seit Anfang Oktober in Steffenshagen durch seine Liaison mit einer Plastik-Störchin und den mächtigen Ausbau des jahrelang unbesetzten Storchenhorstes zur Unzeit auch überregional für Furore gesorgt hat, vertrieben. Anwohner berichten, dass er seit gut einer Woche nicht mehr gesehen wurde. Es bleibt zu hoffen, dass er eine Region ohne geschlossene Schneedecke angesteuert hat und dort auch genügend Nahrung findet. Auch in einem der Tier- oder Vogelparks der Region hätte er eine gute Überlebenschance. Andererseits kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass er umgekommen ist, denn im Raum Steffenshagen gab es seit dem 26. November eine geschlossene Schneedecke von mindestens 5 Zentimetern und damit praktisch keine Möglichkeit, Nahrungstiere aufzuspüren.

Abschluss der diesjährigen Beringungsaktion

Diese drei schon recht kräftigen Biendorfer Jungstörche waren die letzten, die in diesem Jahr im Landkreis Bad Doberan beringt worden sind. Insgesamt konnten heute in sieben Horsten nochmals 15 Ringe angebracht werden:

- Biendorf: 3 gut entwickelte Jungstörche in einem sehr kleinen Nest (erstmals seit der Neuansiedlung 2004 konnte diese erfreuliche Anzahl an Jungstörchen erreicht werden)
- Hohen Schwarfs: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Lieblinhgshof: 2 gut entwickelte Jungstörche
- Liepen: 2 noch recht kleine Jungstörche
- Neu Thulendorf: ein gut entwickelter und ein recht kleiner Jungstorch
- Reinshagen: 2 für ihr Alter sehr kleine Jungstörche
- Satow Hof: 2 noch recht kleine Jungstörche (dazu fand sich noch ein bereits längere Zeit totes Küken unterhalb des Nestes); es handelt sich um ein Nest mit einem geradezu riesigen Durchmesser - es besteht dort seit 1976! Aktuelle Bilder der Beringungsaktion sind im Fotoalbum eingestellt worden.

Der Horst Broderstorf II mit seinem einen Jungstorch war für die Hebebühne leider nicht erreichbar. Damit konnten in dieser Storchensaison rund 75 Prozent aller Jungstörche unseres Landkreises beringt werden. Hoffen wir, dass wir möglichst viele von ihnen in einigen Jahren wiedersehen!
Von gestern stammen drei sehr positive Nachrichten aus dem Rostocker Zoo. Der von mir dort am 6. Juni eingelieferte Winzling aus Hohen Luckow ist zwischenzeitlich zu einem stattlichen Störchlein herangewachsen und kann voraussichtlich im August ausgewildert werden. In den beiden Nestern Rostock Zoo I und Rostock Zoo II ist jeweils noch ein dritter Jungstorch entdeckt worden.

Bisher 74 Jungstörche gezählt

Aufgereiht wie die Orgelpfeifen zeigen sich diese drei Jungstörche in Clausdorf dem Beobachter. Sie gehören zu den größten von insgesamt 74 Jungstörchen (im Vorjahr: 93, 2007: 116), die wir in diesem Jahr bisher in den 58 besetzten Storchennestern des Landkreises Bad Doberan gezählt haben. Die standortgenaue Verteilung ist über unsere Bruterfolgskarte abrufbar.
Bis zum Flüggewerden ab Mitte Juli wird sich sicherlich noch die eine oder andere Korrektur ergeben. An der Tatsache, dass der Bruterfolg in diesem Jahr auch in unsererer Region unterdurchschnittlich ist, wird sich aber kaum etwa ändern. Genaue Ursachen für die unbefriedigende Bilanz werden nach Ende der Storchensaison zu erörtern sein. Schon jetzt aber ist klar, dass das (zu) späte Eintreffen einer größeren Anzahl von Storchenpaaren eine wesentliche Rolle gespielt hat. In den neun Horsten, in denen der zweite Storch erst nach dem 1. Mai eintraf, ist letztlich kein einziges Küken groß geworden! Die späteste Paarbildung, die noch zum Erfolg führte, fand in Biendorf (bisher drei Jungstörche) und in Liepen (bisher zwei Jungstörche) statt - und zwar am 26. April. Veränderungen in der uns bekannten Anzahl der Jungstörche gab es zuletzt in Bandelstorf (drei statt zwei Jungstörche), in Broderstorf II (trotz Tod eines Jungstorchs ist noch einer im Horst) und in Groß Potrems (Abwurf eines bereits beringten Jungstorchs am 28. Juni).
Am Wochenende habe ich mich intensiv um die Frage gekümmert, ob in Stäbelow, wie von Anwohnern gemeldet, tatsächlich einer der beiden Brutstörche beringt ist. Leider gibt es immer noch kein endgültiges Ergebnis, denn nur einer der Altstörche stellte sich nach einer Fütterung auf ein Hausdach, während der andere gleich wieder abflog, ohne dass sein (verdächtigtes) rechtes Bein kontrolliert werden konnte. Ich tendiere jedoch inzwischen zu der Annahme, dass beide unberingt sind.
In Gerdshagen, dem einzigen Nest des Vorjahres, in dem sich trotz Bruterfolgs im vorigen Sommer dieses Mal kein Storchenpaar eingefunden hatte, berichteten Anwohner, dass dort nun doch bereits seit fünf Wochen ein einzelner Storch mehr oder weniger kontinuierlich anwesend sein soll. Zuletzt wurde sogar ein zweiter Storch gesichtet. Damit erhöht sich die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbesetzung im kommenden Jahr.
Im Fotoalbum gibt es Bilder mit vielen Jungstörchen, dieses Mal aus Berendshagen, Clausdorf, Stäbelow, Schmadebeck II, Rederank und Gnemern (Landkreis Güstrow).

Vielerorts heftige Horstkämpfe


In diesen Tagen häufen sich die Nachrichten über heftige Horstkämpfe an den Nestern. Es sieht so aus als ob zuletzt doch noch in größerer Anzahl Störche auch in unserer Region eingetroffen sind. Das obige Foto sandte eine Storchenfreundin aus Zarnewanz, wo sie am 26. April erstmals einen Storch im Nest stehen sah.
In Liepen stritten am Sonntag gleich zehn Störche um den Horst, der seit dem 6. April nur von einem Storch besetzt war. Immerhin ist jetzt seit zwei Tagen dauerhaft ein Paar vor Ort. Das gilt auch für Neu Thulendorf, wo das lange Warten nach 20 Tagen am 24. April ein Ende hatte. In Groß Lüsewitz gab es gestern Abend einen Kampf von gleich vier Störchen. Momentan ist die Lage unübersichtlich, es wird aber am Nest gebaut. Das gilt auch für Bentwisch, wo aber zum großen Leidwesen der Anwohner ebenso noch ein zweiter Storch fehlt wie in Petschow. Das ist umso erstaunlicher als in beiden Nestern letztes Jahr je drei Jungstörche groß wurden. Einige wenige Tage der Hoffnung bleiben jetzt noch, aber nach dem 1. Mai wird der Bruttrieb erfahrungsgemäß stetig geringer.

Ist die "Brandenburgerin" zurück in Wendfeld?

Aus Wendefeld erreichte uns die Nachricht, dass dort wie in den beiden Vorjahren ein beringter Storch am Nest ist. Seit dem 1. April ist das Paar komplett. Es gab auch schon verschiedentlich "Storchenhochzeiten" zu beobachten. Bei einer davon entpuppte sich der Ringstorch als weiblich. Noch ist der Ring nicht abgelesen, doch spricht vieles dafür, dass es wieder die jetzt 15jährige "Brandenburgerin" ist, die den Weg zurück ans Nest gefunden hat. Im letzten Jahr wurden in Wendfeld drei Jungstörche groß. In Liepen ist heute der erste Storch eingetroffen.
Im Fotoalbum gibt es außer diesem Anwohnerfoto hier aus Fienstorf (vielen Dank dafür an Gunda Vogel) ein weiteres aus Benitz.

Zählung der Jungstörche abgeschlossen


Zwei Jungstörche im Thulendorfer Nest (14.7.2008)

In der vergangenen Woche haben Hans-Heinrich Zöllick und ich die alljährliche Zählung der Jungstörche im Landkreis Bad Doberan durchgeführt. Das Ergebnis weist leider sowohl bei den Horstpaaren als auch bei den Jungstörchen einen Rückgang gegenüber 2007 auf. Gezählt wurden 59 Paare mit fester Horstbindung (2007: 62). Von ihnen hatten 41 Paare Bruterfolg - das ist ein für unseren Landkreis durchschnittliches Ergebnis. Aktuell befinden sich 92 Jungstörche in den Nestern - 24 weniger als im Vorjahr. Diese Zahl kann sich in den nächsten Tagen aber noch verändern, denn die Jungstörche sind besonders in den ersten Tagen nach dem Flüggewerden gefährdet (Kollisionen, Bruchlandungen, Abstürze etc.). Vorläufig liegt der JZa-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro Horstpaar) bei 1,56 (2007: 1,88), der JZm-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro erfolgreichem Horstpaar) bei 2,24. Im langjährigen Mittel sind beide Werte leicht unterdurchschnittlich. Zu den genauen Ursachen werden wir nach Ende der Storchensaison im Jahresbericht 2008 ausführlich Stellung beziehen. Offenkundig ist in jedem Fall ein deutliches Ost-West-Gefälle, nicht nur im Landkreis Bad Doberan selbst, sondern auch darüber hinaus. So werden im Altkreis Ribnitz-Damgarten bei 44 Nestern momentan 88 Jungstörche gezählt. Der JZa-Wert liegt damit in dieser Region deutlich höher als im Vorjahr!
Alle Details zu den einzelnen Nestern finden sich in unserer wieder aktualisierten Bruterfolgskarte. Während der Zählung habe ich an vielen Standorten Fotos mit den Jungstörchen aufgenommen. Sie befinden sich wie üblich im Fotoalbum.
Aus Benitz ist zu vermelden, dass der dort bei einem Angriff von Altstörchen verletzte Jungstorch offenbar alles gut überstanden hat, denn er wurde beim Flugmuskeltraining auf gleicher Höhe wie sein Nestbruder (bzw- seine Nestschwester) beobachtet. In Fienstorf war vor einigen Tagen ein Jungtier vom Nest geweht worden, ohne anschließend aus eigener Kraft wieder hinaufzukönnen. Am nächsten Tag glückte dann jedoch die Rückkehr.

Größenunterschiede


Nicht immer sind die Größenunterschiede zwischen Männchen und Weibchen so eindeutig ausgeprägt wie hier beim Groß Lüsewitzer Storchenpaar. Das Männchen (rechts) hat einen wesentlichen wuchtigeren Kopf und einen deutlich längeren Schnabel.
Der ausführliche Bericht über die heutige Storchentour im östlichen Teil des Landkreises folgt morgen Abend. Die Rückmeldung von jeweils zweiten Störchen in Neu Thulendorf (12.4.), Liepen, Nustrow und Zarnewanz führte zu einer Aktualisierung der Ankunftskarte . Berücksichtigt ist dabei auch, dass der Horst in Reppelin in der vergangenen Woche nur vorübergehend besetzt war und jetzt wieder leer ist.

Erstmals Fotos der Jungstörche aus den Dörfern östlich der Recknitz

Heute können wir erstmals in diesem Jahr Fotos der Jungstörche aus den fünf "Storchendörfern" östlich der Recknitz anbieten (siehe Fotoalbum). Überall sind Jungstörche geschlüpft, jedoch ist sowohl ihre Anzahl als auch ihre Größe sehr unterschiedlich. In Kowalz ist der einzige Jungstorch noch sehr klein, seine Eltern traf ich am Ortseingang auf Nahrungssuche an. Liepen und Thelkow haben je zwei mittelgroße Jungstörche, ebenso Nustrow, wo leider seit unserer letzten Kontrolle vor etwa drei Wochen noch ein toter Jungstorch abgeworfen wurde (siehe veränderte Bruterfolgskarte). Das Foto zeigt die beiden Liepener Jungstörche mit einem der Altvögel.


In Grammow ist erstmals in diesem Jahr ein bereits flügger Jungstorch verschollen. Am Freitag begannen die vier Jungstörche ihre ersten Proberunden, doch seit Sonnabend sind - auch nachts - immer nur maximal drei Jungstörche am Nest. Es muss leider davon ausgegangen werden, dass dem vierten Grammower Jungstorch etwas zugestoßen ist. Die Zeit der ersten Erprobungsflüge ist für die Jungstörche stets sehr gefährlich und immer wieder kommt es leider zu Unglücksfällen.

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Osten des Landkreises

Es gibt neue Nachrichten von verschiedenen Standorten im Osten des Landkreises. Zunächst einmal die guten: sowohl in Gnewitz als auch in Nustrow wurde noch jeweils ein weiterer Jungstorch entdeckt. Dagegen ist in Neu Thulendorf nur noch ein Jungstorch im Nest und in Vogtshagen sind offenbar alle drei verendet. Sie waren vergleichsweise spät geschlüpft und sind wahrscheinlich dem schlechten Wetter in der letzten Woche zum Opfer gefallen. Bei einer Reihe von weiteren Nestern (Bentwisch, Grammow, Kowalz, Thelkow, Liepen, Zarnewanz sowie im Westen Hohen Luckow, Rederank und Satow Hof) konnte die bisher bekannte Anzahl an Jungstörchen bestätigt werden. Die Bruterfolgskarte ist auf der Basis der neuen Erkenntnisse überarbeitet worden. Im Fotoalbum gibt es eine ganze Reihe neuer Bilder, die heute am Abend in Hohen Luckow, Satow Hof, Rederank und Clausdorf aufgenommen wurden. Dieses Foto zeigt einen der beiden Altstörche aus Hohen Luckow bei der Nahrungssuche auf dem dortigen Gutshof.

Bisher 131 Jungstörche gezählt!

Nachdem wir bis gestern die erste Sichtungsrunde aller in diesem Jahr besetzten Storchenhorste im Landkreis Bad Doberan und in der Hansestadt Rostock abschließen konnten (vielen Dank allen Helfern und Unterstützern!), können wir heute eine erste Zwischenbilanz ziehen. Danach befinden sich nach letztem Stand in insgesamt 63 Nestern 131 Jungstörche. Diese Zahl wird sich bis zum Ausfliegen zwar sicherlich noch verändern, doch sieht es momentan nach einem recht starken Jahrgang aus. Die abermals überarbeitete Brutverlaufskarte zeigt den aktuellen Stand. Nur noch in wenigen Nestern (Parkentin, Moitin, Goorstorf) besteht Unklarheit, ob es eine erfolgreiche Brut gegeben hat. Gegenüber unserer letzten Meldung sind bis heute noch folgende beobachtete Jungenzahlen hinzu gekommen bzw. korrigiert worden: Albertsdorf, Cammin, Groß Lüsewitz, Rostock Zoo II je 3; Bentwisch, Berendshagen, Gerdshagen I, Liepen, Nustrow, Rostock Zoo I, Thelkow, Vogtshagen je 2; Gnewitz, Kowalz, Zarnewanz: je 1 Jungstorch.
Dieses Foto zeigt einen der drei schon sehr großen Jungstörche in Albertsdorf, aufgenommen am vergangenen Samstag.

Kein gutes Storchenjahr 2007 zu erwarten

Stand: 1.5.2007
grün = Ankunft des ersten Storchs bis zum 31. März
hellgrün = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 1. und dem 5. April
gelb = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 6. und dem 10. April
orange = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 11. und dem 15. April
rot = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 16. und dem 20. April
lila = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 21. und dem 25. April
weiß = Horst 2006 besetzt, 2007 noch kein Storch nachgewiesen
schwarz = Horst zwischen 2000 und 2005 mindestens ein Mal besetzt, 2006 unbesetzt

In den letzten Tagen haben wir noch einmal eine Vielzahl von Storchennestern aufgesucht, um die aktuelle Situation im Landkreis Bad Doberan zu klären. Dadurch ist jetzt ein relativ guter Gesamtüberblick und eine erste auch zahlenmäßige Prognose möglich. Anders als noch im März angesichts zahlreicher früher Rückkehrer angenommen, sieht es momentan nach einem schlechten Storchenjahr aus. Die Anzahl der Horstpaare (während der Brutzeit sind zwei Störche für mindestens vier Wochen am Nest) wird gegenüber 2006 um schätzungsweise 10 bis 25 Prozent zurückgehen. Der historische Tiefststand aus dem großen Störungsjahr 2005 wird voraussichtlich nochmals deutlich unterboten werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die seit Wochen anhaltende Trockenheit ein wesentlicher Faktor für diese sich abzeichnende Entwicklung darstellt. In keinem Jahr zuvor wurden so viele Störche gemeldet, die nur vorübergehend einen Standort besetzten und dann wieder verschwanden. Es gibt bzw. gab im März und April also insgesamt deutlich mehr Störche in der Region, die ursprünglich brutwillig waren. Sie haben jedoch offenkundig das dafür notwendige Nahrungsangebot als unzureichend eingestuft und sind dann weitergezogen. Andere blieben ihrem Nest zwar treu, haben aber nicht mit einer Brut begonnen. Welche Auswirkungen die lang anhaltende Trockenheit auf die Anzahl der flügge werdenden Jungstörche hat, bleibt abzuwarten. Ergiebiger Niederschlag in naher Zukunft wäre jedenfalls außerordentlich wichtig, ist aber voraussichtlich vor Anfang nächster Woche nicht zu erwarten.
Um einen realistischeren Eindruck von der aktuellen Situation an unseren Nestern zu erhalten, werden wir demnächst eine neue Karte "Brutstatus 2007" bereitstellen und jeweils aktualisieren. Dort sollen dann auch Meldungen über geschlüpfte Jungstörche eingehen.
In die für den weiteren Verlauf nur noch bedingt aktuelle Ankunftskarte wurden noch einmal folgende neue Informationen eingearbeitet:
- Reppelin (1. Storch: 6.4./2. Storch 16.4.)
- Gnewitz (4.4./6.4.)
- Woltow (14.4./vor dem 18.4.): Nest inzwischen wieder verlassen
- Grammow (25.3./26.3.)
- Kowalz (2. Storch: 25.4.)
- Thelkow (2. Storch: 20.4.)
- Zarnewanz (14.4./18.4.)
- Heiligenhagen (1. Storch: 28.3., dann unbesetzt, wieder besetzt: 3.4./25.4.)
- Moitin (Anfang April/Mitte April)
- Kirch Mulsow (Anfang April/Mitte April)

Folgende Nester waren jeweils nur kurzzeitig bzw. vorübergehend besetzt: Groß Bölkow, Danneborth (Paar), Lehnenhof, Retschow I, Damm, Rosenhagen (Paar/4 Wochen), Neu Wendfeld, Hof Tatschow, Liepen (Paar), Klein Wehnendorf, Tessin, Woltow.

Neues aus dem Osten

Wieder haben wir neue Nachrichten und auch Fotos von Storchennestern, die bisher noch nicht als besetzt gemeldet waren. Dieses Mal stammen sie aus dem Osten des Landkreises. Genauso wie in Grammow

sind auch die Nester in Liepen, Woltow und Nustrow inzwischen mit Störchen besetzt. Folgende neue Daten liegen uns vor:
- Grammow (beide Störche am 17.4. im Nest gesehen)
- Liepen (beide Störche am 17.4. als anwesend gemeldet)
- Nustrow (1. + 2. Storch am 16.4. angekommen)
- Woltow (beide Störche am 17.4. im Nest gesehen)
Außerden hat eine Anwohnerin die Situation in Ziesendorf erläutert. Dort war sowohl am 9.3. als auch am 31.3. jeweils ein Storch kurzzeitig auf dem Nest. Jetzt ist ein Storch seit dem 7.4. mehr oder weniger regelmäßig anzutreffen. Der zweite Storch fehlt hier noch.
Im Fotoalbum gibt es weitere neue Bilder, und auch die Ankunftskarte ist überarbeitet worden.

Inhalt abgleichen
© Jan Haeupl 2006 - 2013 | Powered by Drupal | CristalX theme created by Nuvio.