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Grammow

Erfreuliches Ergebnis der ersten Beringungsrunde: 46 Jungstörche in 16 Nestern

Diese vier "Halbstarken" in Berendshagen gehören zu den insgesamt 46 Jungstörchen, die wir heute im Großraum Rostock beringt haben. Damit konnte wie erwartet bei den frühen Paaren ein deutlich überdurchschnittliches Ergebnis pro Nest erzielt werden. Angesichts der deutlich schwächer einzuschätzenden Nachwuchsrate der späteren Brutpaare, vor allem aber der vielen Nichtbrüterpaare und mehr noch der zahlreichen leer gebliebenen Nester wird die Gesamtzahl der flüggen Jungstörche im alten Landkreis Bad Doberan am Ende dennoch nur den historisch gesehen zweitniedrigsten Wert (nach 2016) erreichen. Insgesamt fünf Abwürfe von toten Küken, die heute bekannt wurden (je zwei in Bentwisch und Hohen Schwarfs und einer in Grammow) zeigen an, dass die Verfügbarkeit von größeren Nahrungstieren längst nicht überall gut ist.
Im Einzelnen haben wir beringt:
5 x 4 Jungstörche: Lieblingshof, Schwaan II, Berendshagen, Groß Belitz/GÜ, Selow/GÜ
5 x 3 Jungstörche: Satow, Petschow, Niekrenz, Niendorf, Biestow/HRO
4 x 2 Jungstörche: Bentwisch, Hohen Schwarfs, Breesen/RDG, Passin/GÜ
2 x 1 Jungstorch: Volkenshagen, Grammow
Das am 31. Mai in Niekrenz abgeworfene Küken, das bis gestern im Zoo Rostock aufgezogen wurde, haben wir in Grammow eingehorstet, sodass dort hoffentlich am Ende zwei Jungstörche ausfliegen.

Das Schlüpfen der Küken hat begonnen

Grammow, 16.5.16

Bei Weißstörchen schlüpfen die Küken nach durchschnittlich 32 Tagen aus dem Ei. Bei dem Paar in Grammow, das bereits seit dem 2. April komplett ist, war es jetzt so weit. Ich konnte heute eindeutige Zeichen der Fütterung entdecken. Zunächst wird ganz kleinteilige Nahrung benötigt. Besonders Regenwürmer sind in den ersten zwei Wochen sehr gefragt. So war es sehr wichtig, dass es nach mehr als 14 tägiger Trockenheit zu Pfingsten endlich wieder geregnet hat. Die Schauer fielen allerdings sehr ungleichmäßig - der Osten unseres Betreuungsgebietes hat deutlich mehr abbekommen als der Westen und die Mitte. Nach aktuellem Stand brüten im alten Landkreis Bad Doberan 35 Paare (bzw. sind dort vor kurzem die ersten Jungen geschlüpft). Darüber hinaus ist bei drei bis vier Paaren noch unklar, ob sie noch mit der Brut beginnen werden. Die Chancen sinken dafür von Tag zu Tag - gesteuert durch den Hormonhaushalt der Störche. Die daraus resultierenden Nichtbrüterpaare gibt es in jedem Jahr. In einigen Nestern ist die Brut bereits gescheitert, was in erster Linie auf Horstkämpfe zurückzuführen sein dürfte. Dazu zähle ich die Paare in Liepen, Lieblingshof und Reinshagen. Den jeweils aktuellen Stand zum Verlauf der Brut fasse ich ab sofort wieder in einer "Bruterfolgskarte" zusammen:
http://www.stoerche-doberan.de/drupal/node/902

Nachtrag: Wer sich ein Bild von der Fütterung noch ganz kleiner Weißstorch-Küken machen will, dem empfehle ich eine sehr schöne Video-Sequenz vom Pfingstwochenende aus Otterwisch/Sachsen:
http://www.storchennest-otterwisch.de/images/Videos_2016/Storch20160514-...

Jungstorch aus Grammow überlebt Abwurf

In Grammow wurde heute früh ein Jungstorch von einem Altvogel gezielt aus dem Nest befördert. Ein Strauch bremste den Sturz ab, sodass das etwa zehn Tage alte Küken offenkundig ohne ernsthafte Verletzungen überlebte. Es zeigte sich überaus agil, fraß mit großem Appetit die bereit gestellten Regenwürmer und machte insgesamt einen sehr vitalen Eindruck. Wir brachten ihn umgehend in den Zoo Rostock, wo er jetzt für etwa drei Wochen aufgepäppelt werden soll. Im Zuge der für den 16. Juni geplanten ersten Beringungsrunde soll er einem anderen Storchenpaar mit Nachwuchs untergeschoben werden. Im vergangenen Jahr hat das in drei Fällen sehr gut funktioniert.

Warum aber hat der Altvogel den quicklebendigen Jungstorch überhaupt abgeworfen? Vermutlich befinden sich noch mehrere, deutlich größere Jungstörche im Nest. Instinktiv setzen die Altstörche darauf, nur so viele Jungstörche groß zu ziehen wie sie auch bis zum Flüggewerden versorgen können. Es macht aus ihrer Sicht mehr Sinn, zwei oder drei kräftige Junge auf den langen, gefährlichen Weg nach Afrika zu schicken als vier oder fünf schwächliche.

Eine erste Zwischenbilanz

Dieses Storchenpaar in Thelkow (Foto: B. Becker) war am 28. April das bisher letzte, das im alten Landkreis Bad Doberan Horstbindung erlangte. Es werden zwar erfahrungsgemäß auch im Mai noch Störche eintreffen, die sich dauerhaft an einem Horst niederlassen, doch bietet sich der 30. April als Stichtag für eine Zwischenbilanz an. Von 54 Horsten, die im Vorjahr mit einem Paar besetzt waren, sind nach letztem Kenntnisstand noch sechs unbesetzt: Hohen Luckow (neue Nisthilfe nach Horstabsturz im Winter, 2011 gescheiterte Brut), Detershagen (im Vorjahr spät besetzt und ohne Brutversuch), Bröbberow (fast immer spät besetzt, im Vorjahr gescheiterte Brut), Groß Lüsewitz (in den beiden Vorjahren ohne Brutversuch), Groß Potrems (im Vorjahr Brutabbruch, hier war bereits vom 20.-27. April ein Einzelstorch am Horst), Wolfsberg (Neuansiedlung des Vorjahres, ohne Brutversuch in 2011). Mit Ausnahme von Wolfsberg handelt es sich um langjährig besetzte Traditionsstandorte, sodass ich noch eine gewisse Hoffnung auf eine späte Besetzung habe. In Wischuer (Traditionsstandort, aber am äußersten Rand des Verbreitungsgebietes) ist bisher ebenso erst ein einzelner Storch zurückgemeldet worden wie in Dummerstorf und Kambs (jeweils neu 2012). Neu hinzugekommen sind bisher Paare in Groß Bölkow (zuletzt besetzt 2010), Vorder Bollhagen (zuletzt besetzt 2008) und Rothbeck (zuletzt besetzt 2006). Ob es dabei bleibt, muss abgewartet werden. In den letzten Tagen gab es an den spät besetzten Nestern noch viel Bewegung. Unter dem Strich sind es momentan 50 statt 54 Horstpaare und drei Einzelstörche (2011 = 2). Es besteht bei aktuell knapp 94 Prozent also noch Hoffnung, dass das Vorjahresergebnis erreicht wird.
Noch etwas besser sieht es im Altkreis Ribnitz-Damgarten aus. Hier sind zurzeit die Horste in Hermannshof und Tangrim im Vergleich zum Vorjahr unbesetzt und in Redderstorf fehlt noch der zweite Storch. Dafür gibt es Wiederansiedlungen in Damgarten und Carlsruhe. Unter dem Strich liegt die Rückkehrquote jetzt bei 99 Prozent. Wir haben die Ankunftskarte für den Altkreis Ribnitz-Damgarten heute auf den neuesten Stand gebracht.
Ebenfalls eine Zwischenbilanz kann im Hinblick auf die Ringstörche gezogen werden. Im alten Landkreis Bad Doberan sind bisher sechs von neun Ringstörchen zurückgekehrt, eventuell gibt es einen zusätzlichen Ringstorch mit Horstbindung in Vogtshagen. Hier ist nach den Kämpfen des Wochenendes jetzt wieder ein Storchenpaar im Horst. Nicht mehr nachgewiesen werden können die Vorjahresringstörche in Bröbberow und Tessin sowie das Weibchen in Petschow. Im Altkreis Ribnitz-Damgarten kehrten fünf von sechs Ringträgern sicher zurück, nur in Kneese fehlt der vorjährige Ringstorch. Neu hinzu kamen Ringstörche in Altenwillershagen (dreijährig, aus Ostvorpommern) sowie in Damgarten (zweijährig, aus dem nordwestlichen Polen).

Inzwischen 42 Rückkehrer gemeldet

Inzwischen hat sich die Anzahl der zurückgemeldeten Störche im Landkreis Bad Doberan auf 42 erhöht. Damit ist bis zum 31. März - Nachträge vorbehalten - ziemlich genau ein Drittel aller horstgebundenen Störche des Vorjahres wieder im Brutgebiet eingetroffen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, aber weniger als 2008. Alle Details finden sich in der aktualisierten "Ankunftskarte".

Zu den mindestens zwölf Paaren, die bereits komplett sind, zählt auch dieses in Schwaan I, das heute am frühen Morgen ausgiebig "Storchenhochzeit" feierte.
Im Bereich der Hansestadt Rostock sind bisher vier von sechs Brutstörchen wieder da.

Vorläufiges Jahresergebnis steht fest: 58 Horstpaare haben 72 Jungstörche

Dieser Altstorch in Wendfeld gehört zu den nur 34 Horstpaaren, die dieses Jahr im Landkreis Bad Doberan erfolgreich gebrütet haben. 24 Paare blieben dagegen ohne Nachwuchs - die Quote liegt mit 41 % deutlich über den beiden Vorjahreswerten. Mit 58 Horstpaaren wurde wiederum ein Paar weniger als im vorangegangenen Jahr gezählt. Der seit 2003 anhaltende Abwärtstrend - damals lebten im Landkreis noch 94 Horstpaare - setzt sich damit weiter fort.
Die jetzt abgeschlossene Zählung hat ergeben, dass lediglich 72 Jungstörche flügge geworden sind (im Vorjahr waren es noch 93, 2007 sogar 116). Dieser Wert ist im Landkreis der schlechteste seit dem "Störungsjahr" 1997. Die ersten, jetzt aus anderen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns veröffentlichten Zahlen sehen ähnlich aus - 2009 ist zweifelsohne ein schlechtes Storchenjahr. Eine eingehendere Darstellung und Analyse erfolgt nach dem Ende der Storchensaison in etwa vier Wochen.
In Kneese und in Eixen im Nachbarlandkreis Nordvorpommern (Altkreis Ribnitz-Damgarten) konnten in den letzten Tagen noch zwei bisher unbekannte Ringstörche abgelesen werden. Zumindest der in Kneese ist bereits eindeutig identifiziert - "DEH H 3066" wurde 2004 im Landkreis Ludwigslust beringt.

Zahlreiche Storchenküken werden Opfer der nasskalten Witterung

Dieser etwa zwei bis drei Wochen alte Jungstorch, den ich heute Abend frischtot unter dem Storchenhorst in Rukieten fand, ist vermutlich nur eines von zahlreichen Küken, die der augenblicklichen, nasskalten Witterungsperiode in unserer Region zum Opfer fallen. Gestern und heute meldeten Anwohner (aus Moitin, Clausdorf, Schmadebeck II und Rederank) den Fund von vier weiteren Abwürfen, wobei dies nur die Spitze des Eisbergs sein dürfte, denn viele dieser tragischen Vorfälle bleiben unentdeckt oder werden uns nicht gemeldet. Aus Kröpelin erhielten wir die Information, dass dort statt anfangs vier jetzt nur noch drei Jungstörche zu sehen sind, und auch in Grammow sind es nur noch zwei oder drei statt ursprünglich vier Jungstörche. In allen Fällen ist allerdings noch mindestens ein weiteres Küken im Horst, sodass zumindest noch keine "Totalausfälle" gemeldet wurden. Der landläufig als "Schafskälte" bezeichnete Einbruch von Polarluft trifft besonders die früh geschlüpften Jungstörche, die jetzt im Alter von zwei bis drei Wochen nicht mehr ausreichend von ihren Eltern gehudert werden können. Bei Regenmengen von 18 Litern in 6 Stunden (wie letzte Nacht in Rostock-Warnemünde) und gleichzeitigen Temperaturen weit unter 10 Grad Celsius kommt es schnell zu einer Durchnässung und Unterkühlung, die dann auch bei gut ernährten Jungstörchen sehr schnell zum Tode führen kann. Nach Auswertung der Regenradarbilder der vergangenen Nacht scheint der Ostteil unseres Landkreises besonders anhaltenden und starken Niederschlag abbekommen zu haben. Leider hält das niederschlagsträchtige und sehr kühle Wetter auch morgen noch an. Wir müssen somit davon ausgehen, dass es noch in etlichen weiteren Nestern zu Verlusten unter dem Storchennachwuchs kommen wird.

Storchentour im Landkreis Nordwestmecklenburg

Ein ganz besonderes Nest befindet sich in Schlagresdorf (NWM) auf einem ausgedienten Baukran. Nach der Neuansiedlung 2007 brüten die Störche hier das dritte Mal in Folge.

Am gestrigen Tag unternahm ich eine Storchentour durch das Betreuungsgebiet von Ulf Bähker, der sich um die Störche im Raum Rehna/Gadebusch kümmert. Auch hier gibt es den landesweit feststellbaren Rückgang - statt 13 Horstpaaren 2008 sind es dieses Mal nur neun Paare sowie zwei Einzelstörche. An drei Standorten (Meetzen, Pogez und Webelsfelde) sind bereits Jungstörche geschlüpft.
Überall trifft man wie auf diesem Foto aus Schönwolde auf verlassene Storchenhorste.

Im Fotoalbum gibt es zahlreiche Fotos von dieser Tour. Wer sich dazu die Lage der einzelnen Orte ansehen möchte, kann diese Google-Maps-Karte nutzen. Aus unserer Region erreichte mich heute die erfreuliche Nachricht, dass in Klingendorf - 2008 unbesetzt - bereits seit dem 27. April bzw. dem 2. Mai ein Storchenpaar anwesend ist. Aus Grammow berichteten Anwohner, dass auch dort die ersten Fütterungen beobachtet werden konnten.

Zählung der Jungstörche abgeschlossen


Zwei Jungstörche im Thulendorfer Nest (14.7.2008)

In der vergangenen Woche haben Hans-Heinrich Zöllick und ich die alljährliche Zählung der Jungstörche im Landkreis Bad Doberan durchgeführt. Das Ergebnis weist leider sowohl bei den Horstpaaren als auch bei den Jungstörchen einen Rückgang gegenüber 2007 auf. Gezählt wurden 59 Paare mit fester Horstbindung (2007: 62). Von ihnen hatten 41 Paare Bruterfolg - das ist ein für unseren Landkreis durchschnittliches Ergebnis. Aktuell befinden sich 92 Jungstörche in den Nestern - 24 weniger als im Vorjahr. Diese Zahl kann sich in den nächsten Tagen aber noch verändern, denn die Jungstörche sind besonders in den ersten Tagen nach dem Flüggewerden gefährdet (Kollisionen, Bruchlandungen, Abstürze etc.). Vorläufig liegt der JZa-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro Horstpaar) bei 1,56 (2007: 1,88), der JZm-Wert (durchschnittliche Anzahl der Jungen pro erfolgreichem Horstpaar) bei 2,24. Im langjährigen Mittel sind beide Werte leicht unterdurchschnittlich. Zu den genauen Ursachen werden wir nach Ende der Storchensaison im Jahresbericht 2008 ausführlich Stellung beziehen. Offenkundig ist in jedem Fall ein deutliches Ost-West-Gefälle, nicht nur im Landkreis Bad Doberan selbst, sondern auch darüber hinaus. So werden im Altkreis Ribnitz-Damgarten bei 44 Nestern momentan 88 Jungstörche gezählt. Der JZa-Wert liegt damit in dieser Region deutlich höher als im Vorjahr!
Alle Details zu den einzelnen Nestern finden sich in unserer wieder aktualisierten Bruterfolgskarte. Während der Zählung habe ich an vielen Standorten Fotos mit den Jungstörchen aufgenommen. Sie befinden sich wie üblich im Fotoalbum.
Aus Benitz ist zu vermelden, dass der dort bei einem Angriff von Altstörchen verletzte Jungstorch offenbar alles gut überstanden hat, denn er wurde beim Flugmuskeltraining auf gleicher Höhe wie sein Nestbruder (bzw- seine Nestschwester) beobachtet. In Fienstorf war vor einigen Tagen ein Jungtier vom Nest geweht worden, ohne anschließend aus eigener Kraft wieder hinaufzukönnen. Am nächsten Tag glückte dann jedoch die Rückkehr.

Anhaltende Trockenheit bereitet Störchen Probleme bei der Nahrungsbeschaffung für ihre Kücken


In Grammow haben Anwohner bereits zwei kleine Schnäbel im Nest erkennen können. Der Nachwuchs ist dort jetzt etwa 14 Tage alt.

Der Monat Mai war in unserer Region bisher außerordentlich sonnig und trocken. Mit Ausnahme eines einzigen Regentages am 17. Mai ist seit über drei Wochen vielerorts praktisch kein Niederschlag gefallen. Für die Störche ist dieser Zustand besonders jetzt problematisch, wo in vielen Nestern Nachwuchs geschlüpft ist. Die für die kleinen Schnäbel besonders wichtigen Regenwürmer sind für die Altvögel nur sehr schwer zu finden. Sie schaffen es nicht, genügend Nahrung für alle geschlüpften Jungen heranzuschaffen und reagieren instinktiv mit dem Reduzieren ihres Nachwuchses. So fand ich am Freitag in Kowalz zwei und in Thelkow ein abgeworfenes Jungtier (jeweils im Alter von vielleicht fünf bis zehn Tagen). In Gnewitz beobachteten Anwohner, wie einer der Altstörche kurz nacheinander gleich zwei Jungtiere verschlang. Auch dieses Verhalten (Kronismus) ist arttypisch, wird jedoch selten direkt beobachtet. In allen drei genannten Nestern befindet sich weiterer Nachwuchs, ebenso in vielen weiteren. Konkrete Beobachtungen gibt es von diesem Wochenende aus Clausdorf, Grammow, Kröpelin und Wendfeld. An vielen weiteren Standorten gibt es sichere Hinweise. Für eine Bestimmung von Jungenzahlen sind die Kücken jedoch noch immer zu klein. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass die später eingetroffenen Storchenpaare in Kritzmow, Altenhagen I, Parkentin und Vorder Bollhagen auch weiterhin brüten. Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich das Storchenjahr weiter entwickelt. Regenfälle - nur kein Starkregen - wären sehr erwünscht.

Rückkehrer Nr. 13 bis 16

Im Verlauf des heutigen Tages wurden wir über weitere vier zurückgekehrte Störche informiert.
- Stäbelow 28.3. (2. Storch)
- Kröpelin III 30.3. (2. Storch)
- Grammow 31.3. (1. Storch)
- Groß Potrems I 31.3. (1. Storch)
Vielen Dank allen Meldern!

Dieses Foto zeigt den Horst in Kröpelin am gestrigen Sonntag gegen Mittag, als erst einer der beiden Störche zurückgekehrt war.

Damit hat sich die Gesamtzahl der bisher erfassten Störche auf 16 erhöht. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren uns zum gleichen Zeitpunkt 19 Rückkehrer bekannt. Morgen sind vorerst zum letzten Mal gute Zugbedingungen zu erwarten, bevor sich die Großwetterlage auf eine nördliche bis westliche Strömung umstellt.

Wo sind die ersten Störche in unserer Region zu erwarten?


Mit Ausnahme des Stäbelower Storches, den ich heute beim weiteren Ausbau seines Horstes fotografieren konnte, hat es bisher in unserer Region noch keine Meldungen von Storchen-Ankünften gegeben. Im vergangenen Jahr traf der zweite Storch des Jahres am 20. März am Horst Schmadebeck II ein, am 24. März folgten der erste Storch am Standort Rostock Zoo I und der zweite in Stäbelow. In diesem Jahr ist die Großwetterlage über Mittel- und Südosteuropa ganz offensichtlich ungünstiger, sodass wir noch etwas Geduld aufbringen müssen.
Allerdings gibt es aufgrund der Ankunftsdaten der vergangenen Jahre gute Anhaltspunkte, wo dann die ersten Störche zu erwarten sein werden. Regelmäßig besonders früh besetzt waren unter anderem die Horste Bandelstorf, Broderstorf I u. II, Clausdorf I, Detershagen, Grammow, Hohen Luckow, Lieblingshof, Rostock Zoo I, Schmadebeck I u. II sowie Schwaan II. Im Vergleich zu den bereits reichlich besetzten Horsten in Bayern, Rheinland-Pfalz und auch Teilen Schleswig-Holsteins, zeigt sich einmal mehr, dass der Landkreis Bad Doberan auch in diesem Jahr kein Zielgebiet für "Westzieher" ist (vom Stäbelower Einzelstorch einmal abgesehen).

Erstmals Fotos der Jungstörche aus den Dörfern östlich der Recknitz

Heute können wir erstmals in diesem Jahr Fotos der Jungstörche aus den fünf "Storchendörfern" östlich der Recknitz anbieten (siehe Fotoalbum). Überall sind Jungstörche geschlüpft, jedoch ist sowohl ihre Anzahl als auch ihre Größe sehr unterschiedlich. In Kowalz ist der einzige Jungstorch noch sehr klein, seine Eltern traf ich am Ortseingang auf Nahrungssuche an. Liepen und Thelkow haben je zwei mittelgroße Jungstörche, ebenso Nustrow, wo leider seit unserer letzten Kontrolle vor etwa drei Wochen noch ein toter Jungstorch abgeworfen wurde (siehe veränderte Bruterfolgskarte). Das Foto zeigt die beiden Liepener Jungstörche mit einem der Altvögel.


In Grammow ist erstmals in diesem Jahr ein bereits flügger Jungstorch verschollen. Am Freitag begannen die vier Jungstörche ihre ersten Proberunden, doch seit Sonnabend sind - auch nachts - immer nur maximal drei Jungstörche am Nest. Es muss leider davon ausgegangen werden, dass dem vierten Grammower Jungstorch etwas zugestoßen ist. Die Zeit der ersten Erprobungsflüge ist für die Jungstörche stets sehr gefährlich und immer wieder kommt es leider zu Unglücksfällen.

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Osten des Landkreises

Es gibt neue Nachrichten von verschiedenen Standorten im Osten des Landkreises. Zunächst einmal die guten: sowohl in Gnewitz als auch in Nustrow wurde noch jeweils ein weiterer Jungstorch entdeckt. Dagegen ist in Neu Thulendorf nur noch ein Jungstorch im Nest und in Vogtshagen sind offenbar alle drei verendet. Sie waren vergleichsweise spät geschlüpft und sind wahrscheinlich dem schlechten Wetter in der letzten Woche zum Opfer gefallen. Bei einer Reihe von weiteren Nestern (Bentwisch, Grammow, Kowalz, Thelkow, Liepen, Zarnewanz sowie im Westen Hohen Luckow, Rederank und Satow Hof) konnte die bisher bekannte Anzahl an Jungstörchen bestätigt werden. Die Bruterfolgskarte ist auf der Basis der neuen Erkenntnisse überarbeitet worden. Im Fotoalbum gibt es eine ganze Reihe neuer Bilder, die heute am Abend in Hohen Luckow, Satow Hof, Rederank und Clausdorf aufgenommen wurden. Dieses Foto zeigt einen der beiden Altstörche aus Hohen Luckow bei der Nahrungssuche auf dem dortigen Gutshof.

Viele neue Jungstörche bei herrlichem Wochenendwetter entdeckt

Ein Wochenende mit wunderbarem Sommerwetter und etlichen Beobachtungsfahrten zu den Storchennestern unseres Landkreises hat uns die Gewissheit verschafft, dass es in den meisten Nestern Storchennachwuchs gibt. Folgende Informationen sind über das Wochenende neu hinzugekommen:
- 4 Junge: Grammow, Schmadebeck I, Satow Hof
- 3 Junge: Bandelstorf, Petschow, Lieblingshof, Niekrenz, Ivendorf, Stäbelow, Reinshagen, Ziesendorf, Bröbberow, Schwaan II, Benitz, Zeez
- 2 Junge: Biestow Dorf, Schwaan I, Göldenitz (Amt Warnow Ost), Rukieten, Schmadebeck II
- mindestens 1 Junges: Groß Lüsewitz, Thelkow, Göldenitz (Amt Schwaan)
- Junge im Nest, Anzahl noch unbekannt: Rederank, Nustrow, Kowalz, Gerdshagen I
- unklar bzw. Verdacht auf fehlenden Nachwuchs: Detershagen, Berendshagen, Heiligenhagen, Liepen, Tessin
In Benitz stellt sich die Situation nach einer telefonischen Nachfrage doch etwas anders als gestern berichtet dar. Es waren dort fünf (und nicht sechs) Jungstörche geschlüpft, von denen einer sehr klein aus dem Nest geworfen wurde und verendete. Ein zweiter wurde gestern abgeworfen und kurz darauf gefunden. Er hat den Sturz wider Erwarten überlebt und inzwischen bereits reichlich Nahrung zu sich genommen. Dieser etwa 12-14 Tage alte Jungstorch ist heute in die Aufnahmestation des Rostocker Zoos gebracht worden. Dort wird er optimal betreut und auch noch tierärztlich untersucht. Vielleicht gelingt es tatsächlich, den aus dem Nest gestürtzten Storch durchzubekommen. Ich werde weiter darüber berichten.
Die Brutverlaufskarte (bitte rechts oben auf "Neuestes Bild" klicken) ist abermals aktualisiert worden. Sie ist jetzt wesentlich aussagefähiger als noch Mitte letzter Woche. Im Fotoalbum gibt es von meiner gestrigen Storchentour zu 14 Nestern mehr als 20 neue Fotos, dieses zeigt den Storchennachwuchs in Satow Hof.

Viele Jungstörche in den Nestern unserer Region!

Am heutigen Sonnabend hat sich unser Überblick über die geschlüpften Jungstörche in den Nestern unserer Region wesentlich verbessert. Vorerst wird dieses nur anhand der erneut überarbeiteten Brutverlaufskarte erkennbar (bitte rechts oben auf "Neuestes Bild" klicken). Ein detaillierter Bericht mit zahlreichen Fotos folgt so bald wie möglich. Heute nur so viel: Es zeichnet sich ab, dass die Schlechtwetter-Periode Ende Mai keine spürbaren Folgen für die geschlüpften Jungstörche gehabt hat. Insgesamt ist die Anzahl der momentan in den Nestern befindlichen Jungstörchen vergleichsweise hoch. In sehr vielen Nestern sind es momentan drei Jungstörche, in mindestens sechs Nestern (darunter jetzt auch Grammow, Schmadebeck I, Satow Hof und Benitz) vier. Aus Benitz berichteten die Anwohner (Familie Storn) sogar, dass dort zunächst sechs Küken geschlüpft waren. Es sind aber zwischenzeitlich zwei Jungstörche aus dem Nest geworfen worden. In der Regel regulieren die Altstörche die Anzahl ihrer Jungen auf diese Weise, wenn für sie erkennbar ist, dass die Nahrung nicht für weitere Junge reicht. Leider hat wohl der Lärm rund um den G 8-Gipfel dafür gesagt, dass die Störche in Vorder Bollhagen ihre Brut aufgegeben und den Standort am letzten Wochenende verlassen haben. Insbesondere auf Hubschrauber reagieren Störche (und andere Vögel) sehr empfindlich - und davon gab es dort reichlich! Hoffen wir nur, dass in Hohen Luckow nach dem Festessen der Regierungs- und Staatschefs am Donnerstag alles gut gegangen ist und die Störche nicht verschreckt wurden. Eine Kontrolle dort steht momentan noch aus. Zum Abschluss hier noch ein Foto mit drei Jungstörchen, das eine Storchenfreundin heute in Niekrenz aufgenommen und uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat.

Kein gutes Storchenjahr 2007 zu erwarten

Stand: 1.5.2007
grün = Ankunft des ersten Storchs bis zum 31. März
hellgrün = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 1. und dem 5. April
gelb = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 6. und dem 10. April
orange = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 11. und dem 15. April
rot = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 16. und dem 20. April
lila = Ankunft des ersten Storchs gemeldet bzw. Storch am Horst erstmals nachgewiesen zwischen dem 21. und dem 25. April
weiß = Horst 2006 besetzt, 2007 noch kein Storch nachgewiesen
schwarz = Horst zwischen 2000 und 2005 mindestens ein Mal besetzt, 2006 unbesetzt

In den letzten Tagen haben wir noch einmal eine Vielzahl von Storchennestern aufgesucht, um die aktuelle Situation im Landkreis Bad Doberan zu klären. Dadurch ist jetzt ein relativ guter Gesamtüberblick und eine erste auch zahlenmäßige Prognose möglich. Anders als noch im März angesichts zahlreicher früher Rückkehrer angenommen, sieht es momentan nach einem schlechten Storchenjahr aus. Die Anzahl der Horstpaare (während der Brutzeit sind zwei Störche für mindestens vier Wochen am Nest) wird gegenüber 2006 um schätzungsweise 10 bis 25 Prozent zurückgehen. Der historische Tiefststand aus dem großen Störungsjahr 2005 wird voraussichtlich nochmals deutlich unterboten werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die seit Wochen anhaltende Trockenheit ein wesentlicher Faktor für diese sich abzeichnende Entwicklung darstellt. In keinem Jahr zuvor wurden so viele Störche gemeldet, die nur vorübergehend einen Standort besetzten und dann wieder verschwanden. Es gibt bzw. gab im März und April also insgesamt deutlich mehr Störche in der Region, die ursprünglich brutwillig waren. Sie haben jedoch offenkundig das dafür notwendige Nahrungsangebot als unzureichend eingestuft und sind dann weitergezogen. Andere blieben ihrem Nest zwar treu, haben aber nicht mit einer Brut begonnen. Welche Auswirkungen die lang anhaltende Trockenheit auf die Anzahl der flügge werdenden Jungstörche hat, bleibt abzuwarten. Ergiebiger Niederschlag in naher Zukunft wäre jedenfalls außerordentlich wichtig, ist aber voraussichtlich vor Anfang nächster Woche nicht zu erwarten.
Um einen realistischeren Eindruck von der aktuellen Situation an unseren Nestern zu erhalten, werden wir demnächst eine neue Karte "Brutstatus 2007" bereitstellen und jeweils aktualisieren. Dort sollen dann auch Meldungen über geschlüpfte Jungstörche eingehen.
In die für den weiteren Verlauf nur noch bedingt aktuelle Ankunftskarte wurden noch einmal folgende neue Informationen eingearbeitet:
- Reppelin (1. Storch: 6.4./2. Storch 16.4.)
- Gnewitz (4.4./6.4.)
- Woltow (14.4./vor dem 18.4.): Nest inzwischen wieder verlassen
- Grammow (25.3./26.3.)
- Kowalz (2. Storch: 25.4.)
- Thelkow (2. Storch: 20.4.)
- Zarnewanz (14.4./18.4.)
- Heiligenhagen (1. Storch: 28.3., dann unbesetzt, wieder besetzt: 3.4./25.4.)
- Moitin (Anfang April/Mitte April)
- Kirch Mulsow (Anfang April/Mitte April)

Folgende Nester waren jeweils nur kurzzeitig bzw. vorübergehend besetzt: Groß Bölkow, Danneborth (Paar), Lehnenhof, Retschow I, Damm, Rosenhagen (Paar/4 Wochen), Neu Wendfeld, Hof Tatschow, Liepen (Paar), Klein Wehnendorf, Tessin, Woltow.

Neues aus dem Osten

Wieder haben wir neue Nachrichten und auch Fotos von Storchennestern, die bisher noch nicht als besetzt gemeldet waren. Dieses Mal stammen sie aus dem Osten des Landkreises. Genauso wie in Grammow

sind auch die Nester in Liepen, Woltow und Nustrow inzwischen mit Störchen besetzt. Folgende neue Daten liegen uns vor:
- Grammow (beide Störche am 17.4. im Nest gesehen)
- Liepen (beide Störche am 17.4. als anwesend gemeldet)
- Nustrow (1. + 2. Storch am 16.4. angekommen)
- Woltow (beide Störche am 17.4. im Nest gesehen)
Außerden hat eine Anwohnerin die Situation in Ziesendorf erläutert. Dort war sowohl am 9.3. als auch am 31.3. jeweils ein Storch kurzzeitig auf dem Nest. Jetzt ist ein Storch seit dem 7.4. mehr oder weniger regelmäßig anzutreffen. Der zweite Storch fehlt hier noch.
Im Fotoalbum gibt es weitere neue Bilder, und auch die Ankunftskarte ist überarbeitet worden.

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