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Vogtshagen

Vorbereitungen abgeschlossen - jetzt können sie kommen

Jörnstorf hat jetzt auch wieder ein veritables Nistangebot für Störche. Foto: K. Käther

In den letzten Tagen sind in unserem Betreuungsgebiet die Vorbereitungen für die neue Storchensaison abgeschlossen worden. So finden die Rotschnäbel jetzt auch in Jörnstorf ein Nistplatzangebot vor - im letzten Juli rutschte das Nistmaterial noch vom Spitzdach eines ausrangierten Trafo-Hauses, als dort ein Paar spät zu bauen begann. In Vogtshagen wurde gleich ein ganz neuer Mast aufgestellt, nachdem das alte Nest auf einem E-Mast im Herbst abgekippt war. Und auch im traditionsreichen Storchendorf Wesselstorf half uns unser Partner im Storchenschutz, der Energieversorger edis, bei der Neuerrichtung einer Nisthilfe. Hoffen wir, dass die Störche die Bemühungen belohnen werden.
Vom Storch, der in Bandelstorf gesehen wurde, habe ich noch keine Neuigkeiten erfahren, konnte ihn auch selbst vor Ort nicht antreffen. Vielleicht war es doch "nur" ein Durchzügler.

Vorbereitungen auf die Storchensaison


Das Nest Schwaan I - vor und nach der Sanierung, 24.2.2015. Fotos: R. Zöllig

Während die Störche, die auf der Westroute in ihre mitteleuropäischen Brutreviere zurückkehren, zum Teil bereits ihre Nester erreicht haben, dauert es bei den Ostziehern, die bei uns nach wie vor mehr als 95 Prozent aller Störche ausmachen, noch etwa 4 bis 5 Wochen, bis sie hier eintreffen. So hat der erfahrene Loburger Senderstorch "Albert von Lotto" beispielsweise gestern den Golf von Suez überquert, während NABU-Storch "Gustav" schon am Montag kurz vor der Überquerung der ägyptisch-israelischen Grenze stand. Beide Störche trafen 2014 mit der 1. großen Welle der zurückkehrenden Ostzieher am 27. bzw. 28. März ein. Damals gab es allerdings sehr gute Zugbedingungen über der Türkei und Südosteuropa - was wir in diesem Jahr erst noch abwarten müssen.
So ist jetzt noch Zeit für die eine oder andere Sanierung von Weißstorchnestern. Die Stadt Schwaan engagierte sich dankenswerter Weise und ließ am Dienstag nicht nur das hoch aufgetragene und durchaus absturzgefährdete Nest Schwaan I (auf dem ehemaligen Pflegeheim an der John-Brinkman-Straße) bis etwa zur Hälfte abtragen (siehe Fotos oben), sondern sorgte auch dafür, dass durch Baumschnittmaßnahmen die Störche am Horst Schwaan II (Tannenberg) wieder freien Anflug von allen Seiten haben. Unser Partner im Weißstorchschutz, der Energieversorger Edis, wird innerhalb der nächsten 14 Tage das im Herbst abgekippte Nest in Vogtshagen erneuern. Ebenso werden dem Storch in Jörnstorf und in Wesselstorf neue bzw. erneuerte Nisthilfen angeboten. Dort hatte er im letzten Jahr sein Interesse an einer Wiederbesiedlung deutlich gemacht.
Leider mussten die Storchenbetreuer des Landkreises Rostock in letzter Zeit auch Fällen nachgehen, in denen illegalerweise (genutzte!) Storchenhorste entfernt wurden. In einem Fall wurde von der Unteren Naturschutzbehörde ein Bußgeld verhängt und der Verantwortliche zur Neuaufstellung einer Nisthilfe verpflichtet. Weißstörche gehören zu den streng geschützten Vogelarten, deren Brutstätten weder beseitigt noch beschädigt werden dürfen. Auch über die letzte Besetzung hinaus besitzen diese einen Bestandsschutz von 5 Jahren. Auch Umsetzungen sind nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Beratung (und Genehmigung!) zulässig. Die Kontrolle der Niststätten gehört zu den zentralen Aufgaben jedes Storchenbetreuers.

"Baustorch" H 3107 zurück in Kritzmow

Foto: B. Becker

Wie schon fast zu erwarten, hat der Ringstorch H 3107 mit dem großen Bautrieb nicht tatenlos zugesehen, wie sich ein anderes Storchenpaar in "seinem" Horst in Kritzmow einrichtet. Am Samstag gab es heftige Storchenkämpfe zwischen vier Störchen und am Sonntagfrüh fanden wir ihn - jetzt mit einem Weibchen - wieder in Kritzmow vor. Noch können wir auf eine erfolgreiche Brut hoffen.
Ebenfalls Horstkämpfe gibt es seit etwa einer Woche in Moitin und Kirch Mulsow. Offenbar vertragen sich die Störche in diesen relativ dicht beieinander liegenden Dörfern nicht miteinander. Besonders das Moitiner Männchen hat offenbar ein sehr weites Verständnis von seinem Revier. Vermutlich er ist dafür verantwortlich, dass am Sonntagfrüh zwei Eier aus dem Nest in Kirch Mulsow geworfen wurden. Schon in der Vergangenheit wurde ein Einzelstorch dabei beobachtet, wie er sehr rigoros gegen Neuansiedlungsversuche in benachbarten Dörfern (z. B. Danneborth und Neu Karin) vorging.
Am Samstag wurden wir Zeuge eines besonders intensiven und lang anhaltenden Horstkampfes, den in Vogtshagen ein unberingter und ein beringter Storch austrugen. Der Beringte konnte als DEH H 8958 identifiziert werden - 2009 schlüpfte er in Thulendorf aus dem Ei. Erstmals konnte damit die Wiederkehr eines von uns (seit 2008) beringten Weißstorchs in das Betreuungsgebiet nachgewiesen werden. Wie es in Vogtshagen nun weitergeht, war am Samstagabend unklar.

Fotos (2): B. Becker; weitere im "Fotoalbum".

Aus Klingendorf berichtet die Anwohner, dass die beiden Störche weiter am Nest zusammen sind. Morgen werden wir eine erste Zwischenbilanz der Storchensaison ziehen.

Horstkämpfe, Partnerwechsel und verlassene Nester

Foto: G. Rosche, 18.4.11

Während dieses Storchenpaar in Niekrenz ein Bild trauter Zweisamkeit abgibt, haben sich in den letzten Tagen weniger harmonische Ereignisse ereignet. Nachdem die guten, aussichtsreichen Storchenreviere inzwischen fast alle besetzt sind, wird seit dem vergangenen Wochenende, an dem viele Störche in unserer Region eintrafen, vielerorts von Horstkämpfen berichtet. So war gestern der Horst Schmadebeck I den ganzen Tag über umkämpft. In Klingendorf fand am Montag nachweislich ein Wechsel statt - hier ist jetzt wieder (wie im Vorjahr) ein beringtes, bisher noch nicht identifiziertes Weibchen am Nest. Möglicherweise hat auch gleich das Männchen gewechselt. Unklar ist die Situation zurzeit am Horst Schmadebeck II, wo ein Seeadler vor einigen Tagen offenbar das bereits brütende Storchenpaar direkt am Nest attackiert hat. Eventuell wurde hier die Brut abgebrochen. Auf dem Storchenpflegehof Papendorf (UER) hat die Webcam aufgezeichnet, dass in der letzten Nacht um 1 Uhr (!) ein Fremdstorch bei Horstkämpfen die bereits gelegten zwei Eier herausgeworfen hat.
Noch befinden wir uns an vielen Nestern in der Findungsphase, da sind Wechsel durchaus üblich. In diesem Zusammenhang haben auch mehrere Einzelstörche, die bereits feste Horstbindung entwickelt zu haben schienen, ihre Nester wieder verlassen (Broderstorf I, Reppelin, Kritzmow, Vogtshagen). Hier besteht allerdings die Hoffnung, dass diese Nester noch von nachrückenden Störchen angenommen werden. In Reppelin hat unser Partner e.on-edis am Montag wie angekündigt gemeinsam mit uns einen neuen Mast samt Nisthilfe und Nistkorb aufstellen lassen. Der alte marode Mast samt verfallendem Nest wird in den nächsten Tagen entfernt werden. Die Maßnahme war ohnhehin mittelfristig geplant gewesen. Im Nachbardorf Barkvieren hat der Einzelstorch, der mitten im Dorf auf einem Baumstumpf ein Nest errichtet hat, seit Sonntag eine Partnerin.

Die aktuelle Ankunftskarte gibt es weiterhin hier

Jetzt kommen sie!

In der Abenddämmerung in Kritzmow entdeckt: der 1. Storch ist eingetroffen, Foto: B. Becker

Erstmals in diesem Jahr gab es heute einen vergleichsweise starken Einflug von zurückkehrenden Weißstörchen. Das gute Wetter in unserer Region wird dazu beigetragen haben. Es erreichten uns Nachrichten aus:
- Reinshagen, 1. Storch 4.4.
- Schwaan II, 2. Storch 4.4.
- Schmadebeck II, 2. Storch 5.4.
- Vogtshagen, 1. Storch 5.4.
- Kritzmow, 1. Storch 5.4.
- Biestow, 1. Storch 5.4.
- Berendshagen, 1. Storch 5.4.
- Hof Tatschow, 1. Storch 5.4.
- Liepen, 1. Storch 5.4.
- Parkentin, 1. Storch 5.4.
Im Altkreis Ribnitz-Damgarten wurden heute beobachtet: Ehmkenhagen: zwei Störche; Kloster Wulfshagen, Gresenhorst: je ein Storch.
Vielen Dank allen Beobachtern und Meldern!
Erfreulich ist auch, dass sich die Wetterlage voraussichtlich nach Ostern umstellt und dann in Mitteleuropa eine südliche bis südwestliche Luftströmung vorherrschen wird.

Der Unbekannte von Stäbelow ist identifiziert!

Nach drei Stunden recht mühevoller Ablesearbeit vom Dach des Anwohners aus gelang heute die komplette Ablesung des Ringes, den dieser männliche Storch in Stäbelow trägt. Es ist "Hiddensee I 453", beringt am 29.6.2000 in Lodmannshagen/Ostvorpommern. Nach meinem jetzigen Kenntnisstand ist dieser Storchenring das erste Mal überhaupt abgelesen worden. Wir wissen also nicht, wo der Vogel in den letzten Jahren gebrütet hat. In jedem Fall war er in den Jahren zuvor kein Brutvogel in Stäbelow. Heute hielt er sich gut drei Stunden allein im Nest aus, bevor das Weibchen von einer längeren Runde zurückkehrte.
Unterdessen wurde gestern und heute von Anwohnern jeweils ein zweiter Storch in den Storchenhorsten Fienstorf, Vogtshagen, Schmadebeck I und Schwaan I gemeldet.

Zählung der Jungstörche steht bevor

Wie in jeder Storchensaison, so steht auch dieses Mal ab Mitte Juli die Zählung der flüggen Jungstörche an. In Vogtshagen, wo wir bisher selten waren, sieht es - auf dem Foto von heute - zurzeit nach einem Jungstorch aus. Das ist dort durchaus als Erfolg zu werten, denn im Vorjahr blieb der Horst unbesetzt.
In Groß Potrems setzt sich dagegen die Serie der Negativereignisse fort. Vor zwei Jahren war dort Ende Juli ein Brutstorch tödlich verunglückt und erst vor zwei Wochen ein bereits beringter Jungstorch abgeworfen worden. Jetzt hat sich offenkundig einer der beiden Altvögel im Bereich des Intertarsalgelenks ein Bein gebrochen - ein trauriges Schicksal! Die Ursache ist unbekannt. Er ist allerdings weiter flugfähig und entzieht sich allen Annäherungsversuchen (um ihn eventuell einzufangen und tierärztlich versorgen zu lassen). Im Vorjahr hatten wir am Horst Broderstorf II einen ganz ähnlichen Fall. Die verletzte Störchin war den ganzen Sommer über noch bei der selbständigen Nahrungssuche in Horstnähe zu sehen, kehrte in diesem Frühjahr allerdings nicht zurück. Der eine verbliebene Jungstorch im Horst Groß Potrems ist jetzt schon so groß, dass er vom zweiten Altstorch allein versorgt werden kann. Ein Eingreifen von außen ist hier nach menschlichem Ermessen nicht notwendig, doch wird die Situation am Horst selbstverständlich weiter beobachtet.

Vogtshagen und Klein Grenz - die beiden positiven Ausnahmen


Im Vorjahr unbesetzt, wird dieses Jahr im Storchenhorst Vogtshagen gebrütet.

Auch in einem sehr schlechten Storchenjahr wie diesem (wir gehen weiterhin von einem Rückgang der Horstpaare gegenüber dem Vorjahr um 20 % aus) gibt es sie, die positiven Ausnahmen. In Vogtshagen, wo 2007 im Starkregen die gesamte Brut ums Leben kam und 2008 kein Storch dauerhaft ansässig wurde, wird in diesem Jahr wieder gebrütet. In etwa zwei Wochen ist mit dem Schlupf der Jungen zu rechnen. Auch in Klein Grenz besteht weiterhin Aussicht auf Storchennachwuchs, denn seit etwa einer Woche sind alle Anzeichen des Brutgeschäfts vorhanden. Hier hat es seit Jahrzehnten keine Jungstörche mehr gegeben. Übrigens handelt es sich um keinen Umzug des Ziesendorfer Storchenpaares, wie zunächst vermutet. Dort wird zwar ganz offensichtlich nicht gebrütet (anders als in Bröbberow), doch ist regelmäßig ein Paar am Horst. In Roggow landete am Montag ein Storchenpaar - es bleibt abzuwarten, ob es sich dort dauerhaft niederlässt. Einige neue Fotos gibt es im Fotoalbum.
In diesen Tagen schlüpfen nun auch in unserer Region die ersten Küken - da ist es ein Segen, dass für die nächsten Tage endlich wieder Regen angekündigt ist. Das erleichtert den jungen Storcheneltern vor allem die Suche nach Regenwürmern, die besonders in den ersten beiden Lebenswochen eine wichtige Nahrungsquelle für die noch sehr kleinen Küken darstellen.

"Luftalarm" in Reinshagen und Vogtshagen

Ist der sehnlichst erwartete Schwung später Rückkehrer in unserer Region eingetroffen? Gestern konnte man zumindest an zwei Nestern diesen Eindruck gewinnen. In Vogtshagen kreisten gleich acht Störche um das dortige Nest. Einer von ihnen gesellte sich schließlich zu dem Einzelstorch, der dort schon zwei Wochen lang anzutreffen war. Drücken wir den in den letzten Jahren nicht gerade vom "Storchenglück" verwöhnten Anwohnern die Daumen, dass es in diesem Jahr mit einer dauerhaften Ansiedlung und auch Nachwuchs klappt. In Reinshagen beobachtete ebenfalls am gestrigen Donnerstag ein Anwohner, wie drei Fremdstörche versuchten, den Horst zu erobern. Das ansässige Paar, das auch noch nicht lange zusammen ist, verteidigte das Nest jedoch erfolgreich. Dieses Anwohnerfoto wurde während des abgewehrten Eroberungsversuchs aufgenommen.

Komplett ist seit dem 15. April auch das Paar am Standort Broderstorf I, während in Lieblingshof seit etwa zehn Tagen nur noch ein Storch am Nest ist. Die nächste größere, flächendeckende Erkundungstour ist durch Hans-Heinrich Zöllick für den kommenden Dienstag im Ostteil des Landkreises geplant.

Ringstörche sorgen noch für Rätsel

In den vergangenen Tagen konnten auch die ersten beiden beringten Störche ausgemacht werden - in unserer Region nach wie vor eine Seltenheit. In Wendfeld befindet sich wie im vergangenen Jahr eine rechts unten mit einem Metallring beringte Störchin im Nest - das zeigt auch das folgende Foto. Leider gelang die Ablesung noch nicht.

Wenige Kilometer weiter südlich steht seit dem 6. April in Tessin dieser oben rechts mit einem ELSA-Ring ausgestattete Storch im Nest. Leider ließ die Verschmutzung des Ringes mit Kotspuren eine Ablesung bisher noch nicht zu. Das sollte sich nach dem nächsten stärkeren Regen hoffentlich ändern.

In Thulendorf I ist das beringte Männchen des Vorjahres bisher noch nicht am Nest gesichtet worden. Sein dortiger Nachfolger ist unberingt. Unklar ist noch die Situation in Parkentin und in Schmadebeck I. Hier war eine Kontrolle bisher noch nicht möglich.

In den letzten Tagen sind weitere Störche zurückgemeldet worden. Unsere überarbeitete Ankunftskarte enthält die Ergänzungen von den Nestern Albertsdorf, Broderstorf I, Broderstorf II, Berendshagen, Göldenitz/Amt Warnow Ost, Petschow und Vogtshagen (im Vorjahr unbesetzt!). Sehr auffällig ist das deutliche Gefälle zwischen dem östlichen, besser besetzten Teil des Landkreises und dem westlichen (Altkreis Bad Doberan).

Bruterfolg des Vorjahres entscheidend für Nestbindung in der Storchensaison 2008

Nachdem uns bereits gestern die Nachricht eines Anwohners erreichte, dass in Jörnstorf kein Storch mehr am Horst ist, mussten wir die gleiche Beobachtung heute auch in Vogtshagen machen. Die Anwesenheit eines Storchenpaares um den 12. April herum war nur vorübergehend. Damit zeigt sich einmal mehr, dass der Bruterfolg des Vorjahres in diesem Jahr von besonders großer Bedeutung für die Horstbindung ist. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Im Landkreis Bad Doberan und in der Hansestadt Rostock hatten 2007 insgesamt 51 Paare Bruterfolg. Alle diese Nester sind inzwischen wieder komplett besetzt, mit der einen Ausnahme Göldenitz (Amt Warnow Ost), wo bisher nur ein Storch dauerhaft am Nest ist. Gegenüber dieser Rückkehrquote von 99 % fällt das Ergebnis für die 14 Nester, an denen im Vorjahr ein Horstpaar ohne Bruterfolg anzutreffen war (HPo), deutlich schlechter aus. Von den 28 zu vergebenden Plätzen sind bisher erst 15 besetzt (Rückkehrquote: 53 %). Komplett unbesetzt sind nach unserem augenblicklichen Kenntnisstand noch die vorjährigen HPo-Nester Reppelin, Klingendorf, Vorder Bollhagen, Boldenshagen Ausbau und eben auch Vogtshagen. In Kirch Mulsow, Neu Broderstorf und Goorstorf gibt es bisher jeweils nur einen Einzelstorch. Diesen negativen Veränderungen stehen bisher nur zwei positive gegenüber: in Tessin ist aus dem Einzelstorch des Vorjahres ein Paar mit fester Horstbindung geworden, das schon seit geraumer Zeit brütet, und in Woltow (im Vorjahr nur Horstbesucher) baut seit der vergangenen Woche ein Storchenpaar am Nest. Dagegen sind die zunächst viel versprechenden Aktivitäten in Rothbeck und Kritzmow offenbar schon wieder vorbei. Viel Zeit und Hoffnung bleibt nicht mehr für eine Wende zum Besseren, auch wenn noch einige Nachkontrollen anstehen und erfahrungsgemäß auch der eine oder andere "Mai-Storch" noch Nestbindung entwickeln wird. Es sieht jetzt eher danach aus, dass der im Vorjahr erreichte Tiefststand von 62 Horstpaaren im Landkreis Bad Doberan in dieser Brutsaison nochmals unterschritten wird. Zurzeit registrieren wir 55 Horstpaare und maximal sechs Einzelstörche. Alle Details finden sich in der aktualisierten Ankunftskarte.

Zwei weitere Nester komplett


Neben diesem Foto einer Storchenfreundin vom 13.4., das einen der beiden bereits brütenden Störche in Lieblingshof zeigt, kann ich vermelden, dass in Biendorf am 12.4. der zweite Storch eingetroffen ist. In Vogtshagen waren es am gleichen Tag sogar beide, allerdings scheint es dort in diesem Jahr mit der Horstbindung nicht ganz einfach zu sein, denn es waren seit Ende März schon mehrfach Störche am Nest, die dann nicht lange blieben. Die Ankunftskarte wurde wieder aktualisiert.

Bentwischer Ringstorch stammt aus Rühstädt, Deutschlands Storchendorf Nr. 1

Gestern gelang es mir auf Anhieb, die Ringnummer des Alu-beringten Altstorchs in Bentwisch mit dem Spektiv abzulesen. Der Ring trägt die Nummer KA-2176 und wurde von der Beringungszentrale Hiddensee ausgegeben. Von dort bekam ich heute die Information, dass der Storch, dessen Geschlecht noch nicht eindeutig bestimmt werden konnte, am 5. Juli 1996 mit drei Nestgeschwistern in Rühstädt beringt wurde. Der jetzt elfjährige Altstorch stammt also aus dem größten und bekanntesten Storchendorf Deutschlands. Auch in diesem Jahr brüten dort, in der Elbtalaue bei Wittenberge, wieder annähernd 30 Storchenpaare. Dieses Foto hatte mich Anfang Mai auf die Spur des Ringstorchs gebracht.


Leider erfuhr ich gestern Abend von den Anwohnern in Bentwisch auch, dass die beiden zuletzt im Nest befindlichen Jungstörche seit Ende Juni/Anfang Juli nicht mehr zu sehen sind. Wie in Vogtshagen müssen wir auch hier von einem Totalverlust der Brut ausgehen, die Bruterfolgskarte musste entsprechend geändert werden. Gute Nachrichten gibt es dagegen aus Albertsdorf - hier sind die drei Jungstörche bereits flügge. Kurz davor stehen die jeweils drei Jungstörche in Cammin und in Pankelow. Von beiden Nestern gibt es aktuelle Bilder im Fotoalbum.

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Osten des Landkreises

Es gibt neue Nachrichten von verschiedenen Standorten im Osten des Landkreises. Zunächst einmal die guten: sowohl in Gnewitz als auch in Nustrow wurde noch jeweils ein weiterer Jungstorch entdeckt. Dagegen ist in Neu Thulendorf nur noch ein Jungstorch im Nest und in Vogtshagen sind offenbar alle drei verendet. Sie waren vergleichsweise spät geschlüpft und sind wahrscheinlich dem schlechten Wetter in der letzten Woche zum Opfer gefallen. Bei einer Reihe von weiteren Nestern (Bentwisch, Grammow, Kowalz, Thelkow, Liepen, Zarnewanz sowie im Westen Hohen Luckow, Rederank und Satow Hof) konnte die bisher bekannte Anzahl an Jungstörchen bestätigt werden. Die Bruterfolgskarte ist auf der Basis der neuen Erkenntnisse überarbeitet worden. Im Fotoalbum gibt es eine ganze Reihe neuer Bilder, die heute am Abend in Hohen Luckow, Satow Hof, Rederank und Clausdorf aufgenommen wurden. Dieses Foto zeigt einen der beiden Altstörche aus Hohen Luckow bei der Nahrungssuche auf dem dortigen Gutshof.

Bisher 131 Jungstörche gezählt!

Nachdem wir bis gestern die erste Sichtungsrunde aller in diesem Jahr besetzten Storchenhorste im Landkreis Bad Doberan und in der Hansestadt Rostock abschließen konnten (vielen Dank allen Helfern und Unterstützern!), können wir heute eine erste Zwischenbilanz ziehen. Danach befinden sich nach letztem Stand in insgesamt 63 Nestern 131 Jungstörche. Diese Zahl wird sich bis zum Ausfliegen zwar sicherlich noch verändern, doch sieht es momentan nach einem recht starken Jahrgang aus. Die abermals überarbeitete Brutverlaufskarte zeigt den aktuellen Stand. Nur noch in wenigen Nestern (Parkentin, Moitin, Goorstorf) besteht Unklarheit, ob es eine erfolgreiche Brut gegeben hat. Gegenüber unserer letzten Meldung sind bis heute noch folgende beobachtete Jungenzahlen hinzu gekommen bzw. korrigiert worden: Albertsdorf, Cammin, Groß Lüsewitz, Rostock Zoo II je 3; Bentwisch, Berendshagen, Gerdshagen I, Liepen, Nustrow, Rostock Zoo I, Thelkow, Vogtshagen je 2; Gnewitz, Kowalz, Zarnewanz: je 1 Jungstorch.
Dieses Foto zeigt einen der drei schon sehr großen Jungstörche in Albertsdorf, aufgenommen am vergangenen Samstag.

An weiteren Standorten wird gebrütet

Heute konnten wir unseren Überblick über den aktuellen Stand des Brutverlaufs komplettieren. Erfreulicherweise wird auch in Vogtshagen, Göldenitz (Schwaan) und Rukieten gebrütet, darüber hinaus wahrscheinlich ebenfalls in Goorstorf. Weitere Informationen und Fotos folgen. Dieses Foto zeigt das Storchennest Rukieten am heutigen Abend.

9 weitere Störche zurück gemeldet

Der heutige Tag brachte eine Reihe von weiteren Rückmeldungen über eingetroffene Störche. Teilweise sind sie auch schon seit einigen Wochen wieder am Nest, doch erreichte uns die Nachricht erst jetzt. Ich selbst fuhr am frühen Morgen einige Nester südlich von Rostock an. Erfreulicherweise sind jetzt auch die Storchenhorste in Bröbberow, Ziesendorf und Zeez besetzt. In Zeez scheint schon gebrütet zu werden.

Hier im Bild der Ziesendorfer Storch im ersten Morgenlicht.
Folgende Daten liegen uns neu vor:
- Vogtshagen (1. Storch 28.3./2. Storch 28.3.)
- Kowalz (1. Storch 31.3.)
- Thelkow (1. Storch 13.4.)
- Biendorf (2. Storch 15.4.)
- Bröbberow (beide Störche am 16.4. gesichtet)
- Ziesendorf (1. Storch am 16.4. gesichtet)
- Zeez (1. Storch am 16.4. gesichtet)
In der Ankunftskarte sind die Daten aktualisiert worden.

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