skip to content

Vogtshagen

Der Unbekannte von Stäbelow ist identifiziert!

Nach drei Stunden recht mühevoller Ablesearbeit vom Dach des Anwohners aus gelang heute die komplette Ablesung des Ringes, den dieser männliche Storch in Stäbelow trägt. Es ist "Hiddensee I 453", beringt am 29.6.2000 in Lodmannshagen/Ostvorpommern. Nach meinem jetzigen Kenntnisstand ist dieser Storchenring das erste Mal überhaupt abgelesen worden. Wir wissen also nicht, wo der Vogel in den letzten Jahren gebrütet hat. In jedem Fall war er in den Jahren zuvor kein Brutvogel in Stäbelow. Heute hielt er sich gut drei Stunden allein im Nest aus, bevor das Weibchen von einer längeren Runde zurückkehrte.
Unterdessen wurde gestern und heute von Anwohnern jeweils ein zweiter Storch in den Storchenhorsten Fienstorf, Vogtshagen, Schmadebeck I und Schwaan I gemeldet.

Zählung der Jungstörche steht bevor

Wie in jeder Storchensaison, so steht auch dieses Mal ab Mitte Juli die Zählung der flüggen Jungstörche an. In Vogtshagen, wo wir bisher selten waren, sieht es - auf dem Foto von heute - zurzeit nach einem Jungstorch aus. Das ist dort durchaus als Erfolg zu werten, denn im Vorjahr blieb der Horst unbesetzt.
In Groß Potrems setzt sich dagegen die Serie der Negativereignisse fort. Vor zwei Jahren war dort Ende Juli ein Brutstorch tödlich verunglückt und erst vor zwei Wochen ein bereits beringter Jungstorch abgeworfen worden. Jetzt hat sich offenkundig einer der beiden Altvögel im Bereich des Intertarsalgelenks ein Bein gebrochen - ein trauriges Schicksal! Die Ursache ist unbekannt. Er ist allerdings weiter flugfähig und entzieht sich allen Annäherungsversuchen (um ihn eventuell einzufangen und tierärztlich versorgen zu lassen). Im Vorjahr hatten wir am Horst Broderstorf II einen ganz ähnlichen Fall. Die verletzte Störchin war den ganzen Sommer über noch bei der selbständigen Nahrungssuche in Horstnähe zu sehen, kehrte in diesem Frühjahr allerdings nicht zurück. Der eine verbliebene Jungstorch im Horst Groß Potrems ist jetzt schon so groß, dass er vom zweiten Altstorch allein versorgt werden kann. Ein Eingreifen von außen ist hier nach menschlichem Ermessen nicht notwendig, doch wird die Situation am Horst selbstverständlich weiter beobachtet.

Vogtshagen und Klein Grenz - die beiden positiven Ausnahmen


Im Vorjahr unbesetzt, wird dieses Jahr im Storchenhorst Vogtshagen gebrütet.

Auch in einem sehr schlechten Storchenjahr wie diesem (wir gehen weiterhin von einem Rückgang der Horstpaare gegenüber dem Vorjahr um 20 % aus) gibt es sie, die positiven Ausnahmen. In Vogtshagen, wo 2007 im Starkregen die gesamte Brut ums Leben kam und 2008 kein Storch dauerhaft ansässig wurde, wird in diesem Jahr wieder gebrütet. In etwa zwei Wochen ist mit dem Schlupf der Jungen zu rechnen. Auch in Klein Grenz besteht weiterhin Aussicht auf Storchennachwuchs, denn seit etwa einer Woche sind alle Anzeichen des Brutgeschäfts vorhanden. Hier hat es seit Jahrzehnten keine Jungstörche mehr gegeben. Übrigens handelt es sich um keinen Umzug des Ziesendorfer Storchenpaares, wie zunächst vermutet. Dort wird zwar ganz offensichtlich nicht gebrütet (anders als in Bröbberow), doch ist regelmäßig ein Paar am Horst. In Roggow landete am Montag ein Storchenpaar - es bleibt abzuwarten, ob es sich dort dauerhaft niederlässt. Einige neue Fotos gibt es im Fotoalbum.
In diesen Tagen schlüpfen nun auch in unserer Region die ersten Küken - da ist es ein Segen, dass für die nächsten Tage endlich wieder Regen angekündigt ist. Das erleichtert den jungen Storcheneltern vor allem die Suche nach Regenwürmern, die besonders in den ersten beiden Lebenswochen eine wichtige Nahrungsquelle für die noch sehr kleinen Küken darstellen.

"Luftalarm" in Reinshagen und Vogtshagen

Ist der sehnlichst erwartete Schwung später Rückkehrer in unserer Region eingetroffen? Gestern konnte man zumindest an zwei Nestern diesen Eindruck gewinnen. In Vogtshagen kreisten gleich acht Störche um das dortige Nest. Einer von ihnen gesellte sich schließlich zu dem Einzelstorch, der dort schon zwei Wochen lang anzutreffen war. Drücken wir den in den letzten Jahren nicht gerade vom "Storchenglück" verwöhnten Anwohnern die Daumen, dass es in diesem Jahr mit einer dauerhaften Ansiedlung und auch Nachwuchs klappt. In Reinshagen beobachtete ebenfalls am gestrigen Donnerstag ein Anwohner, wie drei Fremdstörche versuchten, den Horst zu erobern. Das ansässige Paar, das auch noch nicht lange zusammen ist, verteidigte das Nest jedoch erfolgreich. Dieses Anwohnerfoto wurde während des abgewehrten Eroberungsversuchs aufgenommen.

Komplett ist seit dem 15. April auch das Paar am Standort Broderstorf I, während in Lieblingshof seit etwa zehn Tagen nur noch ein Storch am Nest ist. Die nächste größere, flächendeckende Erkundungstour ist durch Hans-Heinrich Zöllick für den kommenden Dienstag im Ostteil des Landkreises geplant.

Ringstörche sorgen noch für Rätsel

In den vergangenen Tagen konnten auch die ersten beiden beringten Störche ausgemacht werden - in unserer Region nach wie vor eine Seltenheit. In Wendfeld befindet sich wie im vergangenen Jahr eine rechts unten mit einem Metallring beringte Störchin im Nest - das zeigt auch das folgende Foto. Leider gelang die Ablesung noch nicht.

Wenige Kilometer weiter südlich steht seit dem 6. April in Tessin dieser oben rechts mit einem ELSA-Ring ausgestattete Storch im Nest. Leider ließ die Verschmutzung des Ringes mit Kotspuren eine Ablesung bisher noch nicht zu. Das sollte sich nach dem nächsten stärkeren Regen hoffentlich ändern.

In Thulendorf I ist das beringte Männchen des Vorjahres bisher noch nicht am Nest gesichtet worden. Sein dortiger Nachfolger ist unberingt. Unklar ist noch die Situation in Parkentin und in Schmadebeck I. Hier war eine Kontrolle bisher noch nicht möglich.

In den letzten Tagen sind weitere Störche zurückgemeldet worden. Unsere überarbeitete Ankunftskarte enthält die Ergänzungen von den Nestern Albertsdorf, Broderstorf I, Broderstorf II, Berendshagen, Göldenitz/Amt Warnow Ost, Petschow und Vogtshagen (im Vorjahr unbesetzt!). Sehr auffällig ist das deutliche Gefälle zwischen dem östlichen, besser besetzten Teil des Landkreises und dem westlichen (Altkreis Bad Doberan).

Inhalt abgleichen
© Jan Haeupel 2006 - 2011 | Powered by Drupal | CristalX theme created by Nuvio.