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Sind Storchenweibchen nicht nachtragend?

Heiligenhagen, 26.5.16

Keine 24 Stunden nach dem schweren Horstkampf in Heiligenhagen, bei dem ein unberingtes Männchen das Nest eroberte und das gesamte Gelege zerstörte, hat das "geschädigte" Weibchen die neue Situation offenkundig akzeptiert. Obwohl sie selbst allem Anschein nach nicht nur im Bereich des Brustkorbs eine blutige Wunde davontrug, sondern zusätzlich eine erhebliche Verletzung am rechten Ständer erlitt und dieses Bein zurzeit nicht aufsetzen mag, scheint sie nicht "nachtragend" zu sein. Ähnliches beobachteten wir zuletzt auch in Redderstorf/RDG, wo das beringte Weibchen ebenfalls das neue Männchen akzeptierte, obwohl ihr Gelege von dem siegreichen Angreifer aus dem Nest geworfen worden war. Da das Weibchen in Heiligenhagen weiter flugfähig ist, können wir nur hoffen, dass ihre Verletzung nicht so schwer wiegend ist und von allein ausheilt.
Unterdessen hat sich unsere Vermutung hinsichtlich des vertriebenen Storchenmännchens DEH HE640 bestätigt. Storchenfreundin A. Hornburg konnte diesen Storch heute Abend in Parkentin auf einer Wiese am Dorfrand identifizieren - dort hatte er im Vorjahr das Nest besetzt.

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