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Das Ende der Storchensaison ist nah

Dieser Jungstorch, den Gunda Vogel am 18. August noch in seinem Fienstorfer Horst fotografierte, gehört wohl zu den letzten, die dieser Tage den gefährlichen Weg in den Süden antreten. Kurz zuvor hatte er sich sogar noch einmal von seinen Eltern füttern lassen. Weitere Sichtungen gab es vorgestern - 21. August - in Parkentin (zwei Altstörche abends auf dem Horst) und gestern in Reinshagen (die beide beringten Jungstörche standen im Nest).
Am vergangenen Samstag, 15. August, haben zwei Beobachter gleich 27 (!) Störche an der Straße zwischen Ziesendorf und Schwaan entdeckt, während dort ein Weizenstoppelfeld umgepflügt wurde. Leider erfuhr ich davon erst einige Tage später, da war die Gemeinschaft in der Gegend nicht mehr aufzuspüren. Die Zusammensetzung dieses Storchentrupps hätte mich in jedem Fall sehr interessiert. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch von uns beringte Jungstörche darunter gewesen sein. Ganz in der Nähe waren innerhalb von wenigen Tagen gleich mehrfach Ansammlungen zwischen acht und 15 Störchen gesichtet worden.
Das Gros der Jung- wie der Altstörche dürfte unsere Region inzwischen ebenfalls verlassen haben. In Rukieten etwa - wo Anwohner genau aufgepasst haben - ist der letzte Storch bereits am 13. August gesehen worden. Der Storchenhof Loburg hat am Freitag von einem der dort besenderten Störche bereits Positionsdaten aus Südpolen erhalten.
Leider gab es im benachbarten Landkreis Nordvorpommern auch noch wieder Unglücksfälle: am Ortsrand von Neuenlübke erlitt ein inzwischen sezierter Altstorch an einer Mittelspannungsleitung einen tödlichen Stromschlag und in Wiepkenhagen ist offenbar ein Altstorch in unmittelbarer Horstnähe Opfer des Straßenverkehrs geworden. Darüber hinaus musste ein Jungstorch aus Kuhlrade mit Flügelverletzungen in den Vogelpark Marlow gebracht werden.

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