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Weiter vereinzelte Rückkehrer

Das schlechte Wetter über Osteuropa lässt bisher nur vereinzelt die Rückkehr von ostziehenden Störchen in unser Betreuungsgebiet zu. Zuletzt wurden Störche in Niendorf (26.3.) und Hohen Schwarfs (29.3.) auf ihren Nestern gesichtet. Die Wettervorhersage sagt für die nächsten Tage mehrere Sturmtiefs voraus, sodass ich vorerst nicht mit einem verstärkten Einflug, sondern weiter nur mit einzelnen Rückkehrern rechne.

Update (30.3.): Neu zurückgemeldet wurden 1. Storch Liepen (28.3.), 1. Storch Kowalz (30.3.)

Dieser vorjährige Storch mit dem Ring DEH HN061, der nicht mit auf den Zug gegangen war, hat den milden deutschen Winter gut überstanden: Neu Broderstorf, 29.3.15

Die ersten Ostzieher sind da

Zeitlich parallel mit dem NABU-Senderstorch "Gustav", der gestern seinen heimatlichen Horst in Dithmarschen erreichte, trafen in den letzten Tagen wie erwartet auch bei uns die ersten Ostzieher ein. So erreichten uns entsprechende Meldungen von den Horsten Pankelow I, Zoo Rostock II und Reinshagen (dort schon am 17.3./sicher ein Westzieher). Außerdem beobachtete Hans-Heinrich Zöllick am Montag in Forkenbeck bereits beide Brutstörche, darunter das langjährige, aus Tschechien stammende Männchen, das aufgrund seiner bisherigen Ankunftsdaten ebenfalls als Ostzieher einzustufen ist.
Morgen gibt es zumindest in Polen noch recht gute Zugbedingungen, danach aber wird es fast überall ungünstiger. Die ziehenden Störche werden sich auf ihrer letzten Etappe in den nächsten Tagen auf Gegenwind, häufige Niederschläge und nur selten Sonnenschein einstellen müssen. Je nachdem, wie gut sie damit klarkommen, wird sich die Rückkehr um mehr oder weniger lange Zeit verzögern. Noch befinden wir uns allerdings in einer sehr frühen Phase des üblichen Rückkehrzeitraums. Paare, die bis Mitte April komplett sind, haben auf jeden Fall noch reichlich Zeit für eine erfolgreiche Brut.

Nustrower Störchin HC 128 einmal mehr auf Abwegen


Strenz/GÜ, 22.3.15

Es gehört zu den weit verbreiteten Allgemeinplätzen, dass Störche ihrem Partner und vor allem auch ihrem Nest stets treu sind. Ganz so eindeutig ist das jedoch nicht - wie sich heute einmal mehr in Strenz bei Güstrow zeigte. Von dort wurden schon vor Tagen über ornitho.de zwei Störche gemeldet, darunter sollte einer einen Ring tragen. Das Vorjahrespaar konnte es nicht sein, denn die waren beide unberingt und von den Ankunftsdaten her Ostzieher.
Die Überraschung war groß, als ich am Strenzer Nest heute gleich zwei beringte Störche antraf, die sich auch gleich fleißig im Liebesspiel übten. Das Weibchen DEH HC128 ist eine alte Bekannte, war sie doch 2013 und 2014 Brutstörchin in Nustrow/DBR. Sie ist eine bekannte Westzieherin, wurde u. a. schon in Spanien abgelesen. Und das Männchen? Ich las DEW 6X213 ab - dieser in Hessen beringte Storch ist ebenfalls Westzieher und seit 2011 durchgängig Brutstorch in Zehna, südlich von Güstrow. Wie erklärt sich dieses Verhalten? Vermutlich sind die jeweiligen Partner an den "Stammnestern" noch nicht eingetroffen, sodass sich beide einmal in der weiteren Umgebung umgeschaut haben. Warum sie sich das Nest in Strenz ausgeguckt haben, bleibt indes rätselhaft.
Spannend wird die weitere Entwicklung, vor allem wenn das angestammte Paar des Vorjahres nach Strenz zurückgekehrt. Behaupten sich die beiden Ringstörche? Ziehen sie gemeinsam an ein anderes Nest oder kehren sie "brav" an ihre Vorjahresnester zurück? Darauf würde ich zumindest bei DEH HC128 tippen, denn sie hat sich auch 2014 zunächst mit einem unberingten Storch in Völkshagen/RDG als Paar gezeigt, bevor sie dann nach Nustrow zurückkehrte und dort zwei Jungstörche groß zog.

Komplizierte Wetterlage für die Ostzieher

Während es aus unserem Betreuungsgebiet vorerst noch keine weiteren Beobachtungen von zurückgekehrten Weißstörchen gibt, entwickelt sich die Großwetterlage in Südosteuropa für die Zugvögel recht kompliziert. Das umfangreiche Schnee- und Regentief hat nach Rumänien und Bulgarien inzwischen auch den Westteil der Türkei erreicht und dazu geführt, dass die Störche überall ein paar Tage unfreiwillige Rast einlegen mussten. Auch die weiteren Aussichten sind auf dem osteuropäischen Zugweg eher wechselhaft, sodass ich eher nicht mit einem starken Einflug noch Ende März rechne. Einige ostziehende Störche (darunter NABU-Storch "Gustav"), die besonders früh aufgebrochen waren, sind dagegen dem umfangreichen Schlechtwettergebiet entgangen und konnten nördlich davon günstigere Zugbedingungen nutzen. Diese setzen sich in den nächsten Tagen mit viel Sonnenschein und südlichen bis östlichen Winden in Tschechien, Südpolen und Ostdeutschland fort, bevor es auch dort zu einer Wetterverschlechterung kommen wird. Prognose: Wir können schon ab Anfang nächster Woche mit einer vermutlich kleineren, ersten Gruppe von Ostziehern rechnen, während die erste Hauptwelle noch eine Woche und länger auf sich warten lassen wird.

Das Kröpeliner Paar ist komplett

Nachdem der erste Kröpeliner Storch am 13.3. eingetroffen war, folgte Nr. 2 nun gestern. Damit ist das erste Paar im Altkreis Bad Doberan komplett. Das ist nicht ganz überraschend, denn im Vorjahr hatten beide Kröpeliner Störche Westzieher-Ankunftsdaten. Übrigens ist der Storch, der Anfang des Monats aus Bandelstorf gemeldet wurde, nach zwei Tagen wieder weitergezogen.

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